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    • Liebe SevdaGül

      Ich würde mich von diesem suspekten Arbeitgeber auf keinen Fall einschüchtern lassen!!!

      Mir hat letztens eine Patientin am Telefon mit dem Anwalt gedroht, wenn ich mich nicht unverzüglich mit der Krankenversicherung ihres Mannes in Verbindung setze und diese darüber informiere, dass wir eine Überweisung vom Hausarzt bekommen haben. Sie haben das Hausarztmodell und die Krankenkasse bezahlt nicht, wenn sie einfach mal so zum Facharzt gehen. Ich habe versucht der Dame zu erklären, dass die Information an die Krankenkasse vom Hausarzt in der Regel elektronisch erfolgt und nicht von dem Kreuzchen bei der Rechnung und der Überweisung abhängt, die wir am Ende in der Facharztpraxis bekommen.
      Die Dame war ziemlich unfreundlich und bestimmend am Telefon, sie käme auch aus der Pflege und wüsste wie die Abrechnung mit der Krankenkasse geht... Ich habe nicht weiter diskutiert, obwohl mir auch klar war, dass die Abrechnung in der Pflege anders funktioniert, als in einer Arztpraxis, habe ich ihren Wunsch erfüllt. Nicht weil ich Angst vorm Anwalt hatte, sondern mich nicht gerne streite. Ich wusste, dass ich im Recht war, was mir auch mein Chef und die leitende MPA bestätigt haben.

      Ich werde mal Peter fragen, ein Schweizer und mittlerweile pensionierter Hausarzt, ob er nicht einen Tipp hat für Dich einen seriösen Arbeitgeber zu finden. Obwohl ich einige Krisen hier in der Schweiz alleine bewältigt habe, kann ich auf ihn zählen, wenn ich Hilfe brauche und wenn es nur ein väterlicher Rat ist, den ich auch sehr schätze. Wenn Du nichts dagegen hast, schreibe ich Dir das per Mail.

      "Wir dürfen nur nicht vergessen, daß wir arbeiten um zu Leben und nicht umgekehrt."
      Genau so sehe ich das auch und verstehe Deine Enttäuschung. Ich könnte mittlerweile ein Buch schreiben mit den Erlebnissen der letzten 4 Jahre in der Schweiz von A wie Arbeitsstellen bis Z wie Zügelunternehmen.
      Obwohl ich die C-Bewilligung anstrebe bin ich mir nicht sicher, ob ich nicht doch nach Skandinavien weiter ziehen sollte, irgendwann. Oder den Traum eines Selbstversorger - Mehrgenerationenhauses mit Menschen die mir ans Herz gewachsen sind, hier in der Schweiz umzusetzen

      Schönes Wochenende
    • jan82 schrieb:

      Nur in der akademischen Theorie. In der Praxis wird dann der Arbeitsvertrag sofort aufgehoben. Niemand zahlt gerne 7 Tage für nichts...
      Ich habe einmal kurz nach Ende der Probezeit die Kündigung bekommen. Mit sofortiger Wirkung, einschliesslich Praxisverbot, ich war zu unbequem. Bis zum Ende der regulären Kündigungsfrist habe ich noch 3 Monate Gehalt bekommen. Immerhin war ich das der Arbeitgeberin wert und alles ohne Anwalt!

      jan82 schrieb:

      Im allerschlimmsten Fall tritt man die Arbeit 3 Minuten an und kündigt dann in der Probezeit per sofort und geht einen Kaffee trinken...
      Das funktioniert nur, wenn Du ein finanzielles Polster hast, Dir sicher bist schnell wieder einen Job zu finden und im günstigsten Fall bist Du nicht die Generation 50+
    • AnjaB schrieb:

      "Wir dürfen nur nicht vergessen, daß wir arbeiten um zu Leben und nicht umgekehrt."
      Guten Morgen, darf ich mich hier kurz einklinken? Dieser Satz ist richtig, aber er ist falsch. Auf einer Ebene richtig, man darf sein normales Leben nicht vergessen, seine persönlichen Anliegen, das Durchatmen, usw., auf der Lebensseite aber falsch. Wer ein gewisses Alter erreicht hat und keine berufliche Struktur mehr in seinem Leben hat, der stirbt binnen 2-3 Jahren. Diese krasse Erfahrung habe ich im achten Lebensjahr erstmals beobachtet und immer wieder im Laufe meines Lebens beobachten können. Der Tag eines Menschen braucht Struktur, Arbeit oder eine verantwortungsvolle Beschäftigung schafft diese Struktur. Man hat eine Aufgabe, ...man wird gebraucht, man ist "wichtig". Schön ist es, wenn die Arbeit auch mit Freude/Hobby und Ehrgeiz verbunden ist, dieses Zusammenspiel bringt Frische. Eine Frische, mit der man dann immer wieder sein Leben genießen kann. :)
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      Manchmal fährt der falsche Zug an den richtigen Ort.
    • Hallo Zusammen,
      Danke für Eure sehr lieben und hilfreichen Beiträge. Welche Orte würdet Ihr für eine Niederlassung in der Schweiz empfehlen und warum? Gerne Nähe See, Grün und Bergpanorama und nette Menschen.
      Liebe Anja, Danke für Dein Angebot, ich bin für jede Hilfe dankbar.
      Lieber Amadeus, was Du schreibst kann ich nachvollziehen. Gemeint hatte ich das "Hamsterrad" im Job. Als Gegenbegriff wurde der Begriff "Work-Life-Balance" populär, aber oft nur als Worthülse benutzt.
      Ich wünsche Euch frohe Pfingsten!

      LG
      SevdaGül
    • SevdaGül schrieb:

      Welche Orte würdet Ihr für eine Niederlassung in der Schweiz empfehlen und warum?
      LUZERN :CH: Geile Stadt an einem schönen und großen See. Zentrale Lage in der Schweiz, "deutschsprachig". Die Stadt ist nicht zu groß und nicht zu klein, 82.000 Einwohner. Aber jeder hat wohl seinen persönlichen Favoriten.
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      Manchmal fährt der falsche Zug an den richtigen Ort.
    • Hallo SevdaGül

      Hier sind die 2 Tipps zur Stellensuche:
      fmhjob.ch - Spitalstellen
      fmhprax.ch - Praxisstellen

      Gestern kam im TV bei der SRF Rundschau ein Bericht über die unseriösen Geschäfte des Bosses von "Mein Arzt Schweiz". Sehr interessant und sehenswert.

      Meine Empfehlungen für die Niederlassung in der Schweiz:

      Ilanz (die 1. Stadt am Rhein), Maienfeld, Bad Ragaz oder Brigels in Graubünden mit guter Anbindung zur Grossstadt Chur.
      Aarau oder Baden sind meine Favoriten hier im Aargau zum Arbeiten. Wohnen lässt es sich hier gut ausserhalb der Grossstadt, umgeben von Wald, grünen Hügeln, Weinbergen und, und, und.

      Viel Glück