Angepinnt Erfahrung nach 6 Jahren Schweiz

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    • Erfahrung nach 6 Jahren Schweiz

      Hallo ;)
      Ich google gerne mal nach Auswandern in die Schweiz (auch andere Länder) und bin grad auf dieses Forum gestossen und hab mir paar Artikel durchgelesen.
      Zumindest dachte ich mir das ich auch mal meine *Story* erzähle die ganz leicht von statten ging.

      Ich fang von Anfang an an.
      Ich bin ein Ossi :P und 31 Jahre alt. In Deutschland hab ich nach meiner Lehre(hab sowas ähnliches wie Schlosser gelernt) als Schweißer gearbeitet (nähe Dresden). Hatte jeden Tag 100 Kilometer fahrweg und das war dann natürlich irgendwann zu viel.....bzw ich konnte mir die Benzinkosten nicht mehr leisten. Es reichte gerade so bis ende Monat mit dem Gehalt, 8.50 Euro/h.
      Hab dann dort gekündigt weil ich einfach nicht für diesen Lohn und am Ende des Monats nix mehr zu haben Arbeiten wollte. Hab dann 8 Monate (zwischendurch Schweizerpässe gemacht) vom Arbeitslosengeld gelebt, und ja, es ging mir sehr gut ;)
      Ich wollte immer auf Montage, weil es da gutes Geld gibt...naja, vielleicht hatte ich die falschen Firmen erwischt. Mehr als vorher gab es nicht.
      Dann kam ich auf die Idee in die Schweiz zu gehen. Als Temporär (Leiharbeiter).
      Zuerst kam ich in den Kanton Graubünden, nahe Chur. Ich hatte schon auf der Hinfahrt totales Heimweih, war noch nie so weit weg, und dann in einem fremden Land. Natürlich hab ich absolut kein Wort verstanden. Aber der Projektleiter war sehr nett und hat dann auf Hochdeutsch gesprochen. In der Firma war ich 2 Monate und hab meine ersten Erfahrungen gesammelt in der Schweiz. z.B gibt es kein PET Pfand :D, das wuste ich damals überhaupt nicht und frag im Aldi nach wo ich mein Pfand abgeben kann :DDD
      Naja...war dann noch weiter Temporät, in der nächsten Firma bin ich nach 4 Wochen selber gegangen, die war komisch, danach 3 Monate Fassade montiert. Da hab ich sehr gut verdient. Ende November 2009 war das. Dann bin ich wieder zurück nach Deutschland und hab den Winter über gelebt, herrlich :D
      Im März 2010 bin ich Temporär nach Solothurn in eine Metallbaufirma gekommen. Da war ich 9 Monate Tempo und habe dann die Festeinstellung bekommen. Das war für mich wie ein Traum. In der Schweiz eine Festanstellung, wow.
      Ich bin dann als Monteur angestellt worden, hab damals für Schweizer Verhältnisse nicht wirlich gutes Gehalt gehabt. Aber hab sehr viel gelernt über die Montage, war mit meine Chefmonteur (Schweizer) gut befreundet. Vor zwei Jahren hab ich die Montage übernommen und war dann Montagechef. Leider hat der Chef in der Abteilung gewechselt , worauf ich gekündigt habe und sofort eine neue Stelle bekommen habe.
      So, nu worum es geht überhaupt....Ich Persönlich habe noch nie schlechte Erfahrungen gemacht in der Schweiz.
      Mir ist noch niemand dumm gekommen weil ich deutscher bin oder warum auch immer. Ich verstehe mich super mit den Schweizern und naja...klar gibts mal dumme sprüche :CH: . Das ist normal, meint aber keiner böse :D
      Ich hab mich hier engelebt.
      Ich muss dazusagen das ich allein bin und keine Familie in der Schweiz habe. Mit Familie hier her kommen kann ich mir gut Vorstellen das es schwerer ist. Auch wenn man in der Schweiz gut verdient im Gegensatz zu Deutschland......Es ist alles demensprechend teuer, vergesst das nicht.
    • Hallo David

      Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht, dieser wird vielen Lesern weiterhelfen. Vor allem, der Hinweis auf den zwar guten Lohn aber auch die hohen Lebenshaltungskosten ist sehr gut.

      Sehr gut auch mal was zu schreiben, wenn man gut aufgenommen wird. Es wird sich ja bekanntlich lieber beklagt als gelobt. Solche Berichte festigen immer wieder meine Meinung, dass es in erster Linie darauf ankommt wie man sich gibt. Wenn man nicht gleich alles persönlich und lieber mit Humor nimmt, kommt dies Zwischenmenschlich auch besser an.

      Schöne Grüsse
      Maik

      P.S. Dresdner Mohnstollen kommt in der Schweiz super an. Ich habe diesen letztes Jahr meinen Kollegen und ein paar Freunden mitgebracht und sie waren begeistert.
    • Hallo Maik
      Wie man sich gibt ist wichtig.
      Ich hab da Ostdeutsche kennen gelernt die über die Schweiz hergezogen haben bis zum geht nicht mehr.
      Schweizer sind alle scheiße etc. Aber das wundern mich nicht wirklich, weil diese Leute waren eben solche die, welche die Schweizer loshaben wollen.
      Da schämt man sich echt.
      Extremer Fall war mal ein Fliesenleger, mitte 50. Hat der sich aufgeregt.....und gelästert. Da hab ich den gefragt warum er nicht nach Deutschland wieder abhaut.....Bergründung war natürlich der Lohn und das er eh bald in Rente geht.
      Für solche Sachen schämt man sich echt teilweise als Deutscher.
      Als Deutscher ist man in der Schweiz im Ausland, das verstehen einige gar nicht hab ich das Gefühl.
      Aber eben....Stollen mag ich net(konnt ich mich als Ossi nie damit anfreunden, habs als Kind noch net gemocht)....generell das Schweizer essen. Ich mag Ossi Produkte, wie Bautzner Senf, deutsches Mischbrot, was in der Schweiz verkauft wird ist ja Köperverletzung :DDDD
    • Hallo,
      danke für den Erfahrungsbericht. Mir tut es gut, sowas zu lesen. ich habe ein wenig Angst vor einem Umzug. Mein Mann arbeitet schon ein paar Monate in CH, Kanton St. Gallen/Rheintal und will unbedingt, dass wir mit der ganzen Familie (ich noch und unsere beiden kleinen Kinder) hinziehen. Wir wagen das Abenteuer. Zw. März und Mai wird es soweit sein. Gerade sind wir auf Wohnungs-/Haussuche.

      Überall liest man, dass man in CH nicht weit kommt im zwischenmenschlichen Bereich. Sogar Schweizer, die lange Jahre in D waren und zurückkommen nach CH (in einem anderen Forum gelesen), sagen, dass D fast besser funktioniert im zwischenmenschlichen bereich. Bei Deutschen wüsste man einfach schneller, woran man sei, naja. am meisten hoffe ich, dass die Kinder gut aufgenommen werden. :/

      Ich bin auch hier in D nicht gerade jemand, der viele Freunde am Tisch beim Kaffeekränzchen sitzen hat - das werde ich in CH nicht sonderlich vermissen, (zum Thema die schweizer lassen einen wenig an sich heran...) nur ein bisschen hoffe ich schon, Bekanntschaften zu knüpfen mit der Zeit. Es müssen ja keine "best-friends"-Bekanntschaften werden, aber selbst eine Zweckgemeinschaft (zb. über die Kinder, sich verabreden zum St. Martin oder Weihnachtsmarkt o.Ä) würde ich mir mit der Zeit wünschen.

      Jedenfalls schön, ab und an einen Erfahrungsbericht zu lesen von leuten, die auch keinen reibungslosen Start hatten und trotzdem sagen "hey hier bin ich gern" Ihr habt Recht, gemeckert wird schnell: egal wem ich hier in D im Bekanntenkreis oder unter den Kiga-Mamis erzähle, dass wir wohl bald nach CH ziehen, höre ich so viel Bedenken, und runzelnde Stirne. Ich muss mich echt anstrengen, positiv zu bleiben, aber ich lass mich da nicht unterkriegen X( Vielleicht ist es auch nur Neid.... Was weiß ich.

      Wenn ich mir dann bedenke dass die vermeintlich beste Freundin nichts besseres zu sagen hat als: "Also ich würde ja überall hin auswandern, Amerika, Uruguay, Norwegen, aber niemals in die schweiz!", - na da wäre ich über ein bisschen mehr Diplomatie auf Schweizer Art froher gewesen! ^^ Soviel zum Thema deutsche Freundschaften. Auch nicht gerade das gelbe vom Ei. Will man das?! Eher nicht oder!

      Ich freue mich auf den Umzug, habe aber natürlich auch Angst. Aber ohne Angst gibt es keinen Mut...oder..?

      Viele Grüße
      Sandra
    • liebe sandra!
      lass dich bitte nicht verunsichern...musste mir auch sprüche anhören wie...was in die schweiz? bist du wahnsinnig? in 6 Monaten bist du eh wieder hier! klar denkt man dann darüber nach, sollte man aber nicht;-)
      ich hatte lange und ständig das wort integration im kopf... man macht sich eben gedanken wie man sich verhalten sollte damit die schweizer einen mögen! das wurde mir dann echt too much und ich bin wie ich bin und möchte mich nicht verbiegen und natürlich bin ich nett:-)))) ich hoffe du verstehst was ich meine:-)
      Ja es stimmt schon, dass die schweizer etwas eigen sind, ich vermisse manchmal das lustig sein (einfach blöd reden, wie es zum beispiel in österreich üblich ist), es ist alles recht ernst aber lachen können sie:-)
      tiefe freundschaften brauche ich auch nicht mehr, aber zum plaudern oder mal treffen wird sich ganz sicher was ergeben. denk bitte auch dran, dass genügend ausländer in der schweiz leben, soviele misch-ehen und sich auch hier freundschaften oder bekanntschaften bilden können. ich habe zu einer sehr netten österreicherin kontakt, zu einer verrückten engländerin und auch zu einer schweizerin, mit der ich mich mit den fahrten zum ballett abwechsle. mit ein paar anderen ergeben sich kurze und nette plaudereien. ich werde demnächst zum brunch einladen mit 3 oder 4 mütter, ein bisschen interessiert mich ja doch auch der klatsch und tratsch, obwohl ich eigentlich gar nicht so neugierig bin:-)
      meine kleine tochter hat 6 wochen nach schulbeginn ihren geburtstag gefeiert und alle 6 eingeladenen mädels sind gekommen! ehrlich gesagt hatte ich ziemlich angst, dass einige oder alle? absagen werden, aber zum glück ist das nicht passiert.
      auf dich zugehen werden wahrscheinlich eher die wenigsten, das musst du einfädeln:-) nachmittags zum spielen, waren schon einige mädchen bei uns... umgekehrt weit weniger, aber das ist mir sowieso egal!
      es ist ein neues leben...da braucht man etwas geduld bis man sich zuhause fühlt... ein paar monate oder auch ein jahr? kann alles sein. nicht aufgeben, positiv denken und vor allem der zusammenhalt in der familie ist wichtig.
      ich wünsche euch alles gute...
      LG ulli
    • Hallo zusammen,

      meine persönliche Einschätzung ist, dass man vor einem Umzug in die Schweiz nicht mehr, aber auch nicht weniger Respekt zu haben braucht, wie vor einem Umzug von Hamburg nach München und umgekehrt. ^^ Früher oder später findet man schon seine Leute zusammen, es braucht halt seine Zeit. Aber die bräuchte es auch, wenn man nur 50 km weiter weg zieht. Ich will die kulturellen Unterschiede nicht leugnen - aber wie gesagt, die gäbe es auch zwischen Hamburg und München, Berlin und Stuttgart, Passau und Köln, Stadt und Land, Berge und Meer usw.

      Nur Mut, nette Menschen finden sich überall - LG von Carina
    • Mir geht es ähnlich : wir sind aus Wien und mein Mann hat jetzt die Möglichkeit eine Stelle in Basel anzunehmen. Da wir auch 3 kleine Kinder haben muss alles gut geplant sein und ich hab auch bammel das die Kinder sich hier nicht wohl fühlen und wir generell keinen Anschluss finden. ..bin eigentlich ein sehr kontaktfreudiger Mensch,aber ich hab jetzt schon so viel negatives über die Schweizer gehört das ich mir wegen den Kindern sorgen mache...Ich hoffe natürlich umsonst? !
    • Hoi Tammy

      ich habe zwar keine Kinder, aber ich kann aus eigener Leidvoller Kindheit sagen, dass man sich überall schnell einlebt!
      Mein Vater ist so ca. alle 5 Jahre mit uns umgezogen, egal ob Schuljahresanfang oder mitten im Schuljahr. Wir lebten
      auch teilweise in der Schweiz (allerdings ist er hier leider nicht geblieben) :( , denn als Kind ( und damals war es noch
      schwieriger) hab ich mich hier (damals glaube ich 11 Jahre) sehr schnell sehr wohl gefühlt, obwohl ich als Kind sehr schüchtern
      und zurückhaltend war, Auf alle Fälle viel schneller als in den deutschen Schulen. Also mach dir über die Kinder nicht zu viele Sorgen!

      a schöne
      Beate
    • Liebe Ulli,
      das baut mich total auf! Das nehme ich mit ins Gepäck ;-))))
      Ich glaube auch dass das klappt! Natürlich schwingen bestimmt hier und da mal Zweifel oder Bammel mit, aber du sagst was mit den "anderen Ausländern" - stimmt! Das habe ich noch gar nicht so gesehen, man findet dann sozusagen "seinesgleichen" und findet ggf. mit anderen Deutschen, oder Österreichern oder was auch immer gute Kontakte. :)

      Ich bin gespannt, ohmann die Zeit zieht sich so. Wir können vor Mai nicht umziehen, da ich im April mit den Kindern noch in Kur bin und von meiner Arbeit aus auch noch einen guten Abschluss machen möchte, das geht dann vor Mai nicht :( aber ich freue mich auf "das NEUE" !! <3 :CH:
    • Danke für deinen Beitrag :) !!!

      Wie sieht es aus wen man als Temporär (Leiharbeiter) arbeitet mit der Wohnung aus?
      Gibt es auch wohnungen die man für 3-4 monaten mieten kann ohne kündigungsfrist?
      Ich würde gerne zuerst für 3-4 monaten in die Schweiz arbeiten bevor ich für immer auswandere :)

      Liebe Grüße
    • Vielen Dank für den Erfahrungsbericht, das ist sehr interessant.

      Ich überlege Sommer 2016 in den Raum Züri einzuziehen, jedoch ist die Wohnungssuche nicht einfach, jetzt ist das Wohnkonzept was ich in Oerlikon gefunden habe auch vergriffen, zumindest sind mehrere Wohnungen, die ich in meinen Favoriten hatte bereits belegt, die tauchen in deren Mietliste im Internet nicht mehr auf, das ist natürlich ein Rückschlag für mich.

      Aber wer weiß was sich noch für Wohnkonzepte ermöglichen werden, bis Sommer hab ich ja noch mehrere Monate Zeit.
      Wahrscheinlich wird das Ganze dann an Geschwindigkeit gewinnen wenn ich einen unterschriebenen Arbeitsvertrag habe, denn dann MUSS ich eine Mietwohnung finden, derzeit suche ich ja nur quasi aus "Just 4 fun", aber wenn
      ein Arbeitsvertrag unterschrieben wird ist es dann schluss mit lustig, dann muss man was passendes finden.
    • @Krimi ja es gibt befristete Wohnungen zu mieten. Diese sind dann aber von der Mietdauer nicht flexibel. Von wann bis wann ist dann im Inserat genau festgelegt. Es gibt sogar eine Firma, die sich auf die Vermittlung von befristeten möblierten Wohnungen spezialisiert hat. UMS - Untermietservice, konkrete Erfahrungen kann ich zu diesen aber nicht äussern. Wäre vielleicht aber was für dich.

      @nihat1988 da brauchst du dich nicht ärgern. Wohnungen werden in der Schweiz recht schnell vermittelt, die Nachfrage ist hoch. Auch wenn dir eine Wohnung gefällt muss durchaus mit einer Absage des Vermieters gerechnet werden. Bei Neubauten sieht es etwas entspannter aus. Aber keine Sorge, das wird schon werden. Vor allem wenn der Arbeitsvertrag unterschrieben ist.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Ich suche ja überwiegend Neubauten, möbliert, also Single Konzepte, also mit Waschmaschine und allem drum und dran, das heißt ich suche ohnehin schon eingeschränkt.

      Die Wohnungsuche scheint in Frankfurt einfacher als in Zürich und beides sind Finanzstädte.

      Ich habe aber gehört und in den Nachrichten gesehen, dass es in London am schwierigsten sei, da würden die Leute schon in Schiffen Kabinen mieten um zu leben.
      Da sollten wir noch in Züri froh sein, da ist es ja nicht so.

      Und Züri ist ja keine große Stadt, kleiner als Frankfurt, etwa 400.000 Einwohner, zum Vergleich Paris und London sind um die 10 Mio oder mehr.

      Als Single wäre es praktischer näher im Züri Zentrum zu leben als ganz außerhalb, weil es kann ja sein, dass die Region außerhalb derart klein und ruhig ist, dass man vielleicht keine Kontakte knüpfen kann, als Single ist es nicht so einfach, manche sagen als Single ist es einfacher, manche nicht, hmm....
    • Hallo,

      ich befasse mich mittlerweile immer intensiver mit einem neuen Leben in der Schweiz und lese hier auch fleissig Beiträge.
      Erstmal vielen Dank, dass es dieses tolle Forum gibt. Es hilt doch sehr bei Fragen die so auftauchen

      Eine der grössten Sorgen die ich habe: Wie nimmt man mich als Deutscher in der Schweiz auf? Ich habe aufgrund dieser Frage schon viel im Internet recherchiert, dabei stösst man immer wieder auf gegensätzliche Aussagen. Aufgefallen ist mir aber immer wieder, dass von einer gewissen Deutschfeindlichkeit die Rede ist. Zudem hört man in letzter Zeit immer wieder davon, dass Deutsche wieder in Ihre Heimat zurückkehren.

      Mich würde nun einmal die Meinungen von Leute interessieren, die wirklich in der Schweiz leben und Ihren Alltag da verbringen. Vielleicht sind hier ja auch ein paar Schweizer die sich gern darüber äussern. Mich würde interessieren wie Sie mit den Deutschen zurecht kommen und was sie an ihnen stört.

      Ich kenne meine Landsleute ja sehr gut und weiss, wie sie manchmal im Ausland auftreten. Ich bin halt immer der Meinung, wenn ich in ein fremdes Land komme und mich entscheide dort zu leben muss ich mich auch anpassen und mich integrieren.
      Wie ist euch das gelungen? Wie erlebt ihr euren Alltag?

      Ich bin auf eure Aussagen gespannt.

      mfg.Nico
    • Hallo Nico

      Wichtiges Thema, aber wenn du dich intensiv damit beschäftigst und weisst wo die Fettnäpfchen liegen ist es nur halb so schlimm. Es ist ja schon so, dass im Ausland niemand auf einen wartet. Das ist in der Schweiz genauso wie in anderen Ländern auch.

      Allein die Einstellung macht schon sehr viel bei Integrationsfähigkeit aus. Du wirst wahrscheinlich lachen, aber du glaubst nicht wie viele so auswandern, als wäre es nur ein grösserer Umzug innerhalb von Deutschland. Klar wird in beiden Ländern Deutsch gesprochen, aber die Mentalität ist schon sehr unterschiedlich. Man kann von Deutschland aus durchaus das Gefühl bekommen, dass das Schweizer Schriftdeutsch Schweizerdeutsch ist, was mit dem Schweizerdeutsch wenig gemein hat. Dazu kommt, dass wir Deutsche je nach Typ schon recht forsch und laut auftreten können.

      Diese beiden Punkte treffen sicher nicht auf sehr viele Auswanderer zu, aber diese haben aufgrund ihrer Anzahl ein schlechtes Bild der Deutschen in der Schweiz geprägt. Da der Mensch gern in Schubladen denkt, rutscht man mit seinen Hochdeutsch schnell mal in diese rein. Aber ich kann dich beruhigen, einerseits hat sich dieses Bild in den letzten Jahren schon ein wenig verbessert und zweites hat man selbst viel in der Hand. Mit der richtigen Einstellung, Toleranz und Anpassungsfähigkeit kommt man sehr gut zu recht.

      Ich kann dir zu diesem Thema noch meinen "Knigge für die Schweiz" empfehlen.

      Schöne Grüsse
      Maik