Angepinnt Feedback/Empfehlungslinks

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    • Feedback/Empfehlungslinks

      Ich werde im August von Deutschland nach Zürich ziehen :CH:

      War erstmal erschlagen, wieviel man so kündigen und neu abschliessen muss. Nach mehreren Tagen Vergleichsportale abgrasen, hab ich mir so eine kleine Übersicht mit den Verträgen gemacht. Würde mich über Feedback über die Anbieter freuen:

      • Girokonto: Neon
      • Mobilfunk: TalkTalk EU&US
      • Internet: UPC Kabel 100
      • Krankenkasse: Sympany
      • Privathaftpflicht: Smile.direct
      • Hausrat: Smile.direct
      • Fitnessabo: Migros Fitnesspark


      Wenn jemand einen Empfehlungslink für mich hat, gerne per persönlicher Nachricht an mich schicken.

      Ich möchte hiermit explizit keine Werbung für die Anbieter machen. Ich denke, das ist sowieso sehr subjektiv und ständig im Fluss. Leider gibt es kaum unabhängige Vergleichsportale in der Schweiz. Manchmal war die Sendung Kassensturz des SRF ganz hilfreich.

      Ich suche immer noch sowas wie ein Schweizer Finanztip-Portal :)
    • Hoi,

      ich nutze meistens comparis.ch um Sachen zu vergleichen.

      Das, was Du ausgesucht hast, sieht ganz solide aus. Bzgl. Fitness kann ich Dir evtl. noch empfehlen nach Basefit zu suchen. In meiner Recherche waren die die günstigsten, aber nicht schlecht. TalkTalk hat sogar diese Woche in einem Artikel das beste Preis-Leistungs-Verhältnis gewonnen.

      Viel Spass und herzlich willkommen im Forum
    • Gute Idee Cladin. Neben dem Preis gibt es auch noch Erfahrungswerte mit dem Service und der Leistung ansich. Sowas ist durchaus subjektiv und lässt sich auch schwer auf einem Vergleichsportal vergleichen. Meinungen sind da oft hilfreich. Ich habe deinen Post daher in dieser Sektion oben angeheftet und bin sehr gespannt auf den Austausch gespannt. Ich würde den Beitrag erst einmal so laufen lassen und mal schauen, wie es sich entwickelt.


      Meine privaten Empfehlungen:


      Mit CoopMobile bin ich in letzer Zeit sehr zufrieden. Vor allem da sie es jetzt wieder selbst verwalten. Zwischendurch wurde es durch Salt verwaltet, dass war eine Katastrophe. Besonders gut finde ich bei dem Angebot, dass ich einzelne Paktete dazukaufen kann und es kein Ablaufdatum gibt. Zum Beispiel kaufe ich ein 1.5 GB Datenpaktet für CHF 14.90 und diese läuft solange bis ich die 1.5GB aufgebraucht habe. Egal ob ich dafür 6 Monate brauche, es verfällt nicht. Wenn 90% verbraucht sind, bekomme ich eine SMS vom Anbieter. Ich kann auch jeder zeit dazu kaufen, sprich kumulieren. Beispiel ich habe noch 300mb unverbraucht und kaufe ein neues 1.5 GB dazu, dann habe ich 1.8 GB zur Verfügung. Finde ich sehr fair. Die Pakete kann ich jederzeit ganz bequem online kaufen. Kenne sonst nichts vergleichbares.

      Das Fitnessstudio ist kein Kette und Privat geführt. Der Preis ist aus meiner Sicht fair, die Geräte neu und das Studio top gepflegt. Trainingsplan kann ich mir jederzeit erstellen lassen und meine Training kann ich über eine App pflegen.

      Die beiden Anbieter kann ich aus meiner Sicht uneingeschränkt empfehlen. :thumbsup:

      Feedback zu deiner Liste @Cladin

      Smile.direct ist eine herkömmliche Direktversicherung. Viel Service oder Beratung darfst du da nicht erwarten. Preise sind aber sicher gut.

      Dass ich bei der UPC Kunde war, ist jetzt 8 Jahre her. Bin damals nach einem Jahr zur Swisscom gewechselt. TV-Box empfand ich als sehr lahm und den Kundenservice habe ich als schlecht empfunden. Swisscom ist wahrscheinlich der teuerste Anbieter, bin aber zufrieden und habe wenig zu meckern.

      Migros Fitnesspark empfinde ich als recht teurer im Verhältnis zur Leistung. Kommt aber auch ganz auf den Ort an und wenn du durchaus auch in anderen Städten trainieren möchtest, kann das Migros Angebot ganz praktisch sein. Ist aber wahrscheinlich bei den wenigsten notwendig.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Maik schrieb:

      Dass ich bei der UPC Kunde war, ist jetzt 8 Jahre her. Bin damals nach einem Jahr zur Swisscom gewechselt. TV-Box empfand ich als sehr lahm und den Kundenservice habe ich als schlecht empfunden. Swisscom ist wahrscheinlich der teuerste Anbieter, bin aber zufrieden und habe wenig zu meckern.


      Migros Fitnesspark empfinde ich als recht teurer im Verhältnis zur Leistung. Kommt aber auch ganz auf den Ort an und wenn du durchaus auch in anderen Städten trainieren möchtest, kann das Migros Angebot ganz praktisch sein. Ist aber wahrscheinlich bei den wenigsten notwendig.
      Wir sind bei UPC für TV, Festnetz, Internet und Natel (Handy) und geniessen somit den Kombi-Rabatt. Von der Leistung kann ich mich nicht beschweren, der Preis ist auch unschlagbar, da ich noch den uralten Connect40-Vertrag habe, aber mehr brauchen wir einfach nicht.
      Der Kundenservice war immer freundlich nett und hilfreich, mit einer Ausnahme: die Rechnungsstelle!!! Hier scheint der eine nichts vom anderen zu wissen. Ich hatte zweimal Ärger mit falschen Rechnungen und es hat mehrere Monate gedauert, bis es gelöst werden konnte.
      Salt, so hört man, soll noch viel grausamer sein und nur echte Masochisten gehen dorthin ;) (siehe Maiks Erfahrungen)

      Bei Basefit kann man auch in jeder Filiale in der Schweiz trainieren, was ich tatsächlich sogar bereits genutzt habe. Meiner Meinung vergleichen die sich am besten zu McFit (gibt es die überhaupt noch?).
    • comparis.ch/ habe ich auch genutzt, manchmal bloß etwas unübersichtlich und nicht vollständig. Gerade bei Krankenkassen kann ich auch swupp.ch/ empfehlen.

      moneyland.ch/de/ ist sehr übersichtlich, hat aber nicht für alle Verträge auch Vergleiche.

      Danke für die Rückmeldung, zu den Kommentaren:
      • TalkTalk EU&US (19.95CHF) ist ganz interessant, wenn man viel ins Ausland (EU, GB, US, CA, NO, LI) telefoniert. In der Schweiz bezahlt man dann keine Anruf- oder SMS-Kosten. Mir reichen 2GB Daten aktuell, zur Not kann man die günstig auffüllen oder den Tarif ohne Datenlimit buchen. Das Datenvolumen kann man auch in den beschriebenen Ländern nutzen. Das restliche Roaming hat faire Preise, ist aber nicht kostenlos. DIe Netzabdeckung im Surnise-Netz ist ähnlich gut wie Swisscom.

      • Für vorrübergehendes Datenroaming weltweit habe ich dieses Jahr airalo.com/ entdeckt. Funktioniert mit einer zusätzlichen eSIM, also z.B. mit neuen Iphones und Google Pixel. Ich war dieses Jahr in Japan damit deutlich günstiger unterwegs, als mit den dort kaufbaren TravelSIMs. Auch hier den Empfehlungslink nicht vergessen, gibt Guthaben für den neuen Nutzer und den Geworbenen.

      • Ich denke ich werde erstmal ein paar Probetrainings machen und mich dann für ein Fitnessstudio entscheiden. Ich mag es auch einen Wellnessbereich mit Dampfbad zu haben. Das schränkt dann die Auswahl etwas ein :)

      • UPC soll ja einen gruseligen Kundenservice haben, aber leider ist an meiner Adresse sonst nur langsames DSL verfügbar.

      • Smile.direct war bei SRF Kassensturz der Preis-Leistungs-Sieger für Singles. Bei Paaren kann sich auch das Aufteilen von Hausrat- und Haftpflichtversicherung lohnen.



      Noch ein paar Ergebnisse meiner Recherche:
      • (Verkehrs-)Rechtschutz: Dextra
      • KFZ-Versicherung: Dextra
      • Kranken-Zusatzversicherung: Visana ambulant II (Leider nur mit Spital- oder Basiskrankenversicherung buchbar)
      • Broker: Strateo (abhängig von der Nutzung ist vielleicht trotz Wechselkursgebühren ein Deutscher Broker, wie z.B. Onvista, günstiger)
      • Geldtransfer: Transferwise
    • Für den Kanton Zürich kann ich als Provider noch init7 empfehlen, insbesondere wenn man technisch interessiert ist und den Schwerpunkt auf Internet legt
      TV gibt es leider nur als App, dafür gibt es nur ein Produkt mit einem Preis und bekommt immer die am Standort größtmögliche Bandbreite.

      init7.net/de/internet/angebot/

      mit einer Empfehlung durch einen Bestandskunden ;) bekommt man 111CHF Rabatt auf die notwendige Hardware.
    • fillg1 schrieb:

      Für den Kanton Zürich kann ich als Provider noch init7 empfehlen, insbesondere wenn man technisch interessiert ist und den Schwerpunkt auf Internet legt
      TV gibt es leider nur als App, dafür gibt es nur ein Produkt mit einem Preis und bekommt immer die am Standort größtmögliche Bandbreite.
      Danke für den Tip. An meinem Standort ist leider die Bandbreite durch fehlendes Glasfaser über DSL auf 60MBit/sec begrenzt, da lohnt sich das nicht.

      Hab mich gestern durch die Altersvorsorge gelesen, danach hatte ich Kopfschmerzen und hab schlecht geschlafen. Hat jemand Erfahrung mit Säule 3a über Frankly oder Viac?

      P.S.: Ich würde mich weiterhin über Empfehlungslinks für die oben angegebenen Produkte freuen, bisher habe ich keine Nachrichten bekommen.
    • Ich kenne weder Frankly noch Viac aus eigener Erfahrung.

      Allerdings bin ich Fan davon, dass man die 3a als Versicherungslösung nimmt - zumindest, wenn man den Erlebensfall mit durchgehender Beschäftigung in der Schweiz anstrebt. Wenn man eine solche hat, kann man später eine Immobilie ohne grössere Probleme mit 95% finanzieren (Police und 2. Säule verpfänden und der Wert der Lebensversicherung sollte irgendwo um 20% des Immobilienpreises liegen, so dass du total auf die 40% kommst) und indirekt amortisieren. Das lohnt sich steuertechnisch extrem. Da macht es bei den aktuellen Zinsen auch gar keinen Sinn real zu amortisieren - die lässt man einfach stehen und legt frei wie man möchte zur Seite...
    • Cladin schrieb:

      Hat jemand Erfahrung mit Säule 3a über Frankly oder Viac?
      Ich habe VIAC als 3a-Lösung und bin dort sehr zufrieden. Der einzige Kritikpunkt aus meiner Sicht: eine Änderung der Assetallokation ist nur zum Monatsersten möglich.
      D.h. man kann verpasst evtl gute Einstiegszeitpunkte, wobei das langfristig (>20 Jahre) keine grosse Rolle spielen sollte.
      Wenn du dir eine Anlage der Säule 3a in Aktien vorstellen kannst, ist VIAC sicherlich eine sehr gute Option.

      Frankly kenne ich nicht persönlich, soll aber auch ok sein. Wobei die ZKB (von denen wird das aufgelegt) wohl etwas bei den Gebühren trickst. Die TER beträgt 0.49%, ist aber wohl im Detail etwas teurer.
      VIAC hat 0.53% und aus meiner Sicht keine versteckten Gebühren. Das Interface ist sehr gut gemacht, und sie müssen keinen Vertrieb / keine Filialen mit durchfüttern.

      jan82 schrieb:

      Allerdings bin ich Fan davon, dass man die 3a als Versicherungslösung nimmt

      jan82 schrieb:

      Wenn man eine solche hat, kann man später eine Immobilie ohne grössere Probleme mit 95% finanzieren
      Ich denke man sollte beide Punkte von Jan zusammen betrachten. Falls du dir später eine Immobilie in der Schweiz kaufen möchtest, kann die Versicherungslösung Sinn machen.

      Ich persönlich (!) bin überhaupt kein Fan davon. Habe mir von meiner Versicherung eine 3a Versicherungslösung rechnen lassen, und die Rückkaufswerte waren unterirdisch. Man bezahlt die ersten 2.5 - 3 Jahre erstmal nur Provisionen für den Versicherer. D.h. das Ding kostet erstmal knapp CHF 15k, bevor du im Falle der Kündigung überhaupt erstmal den ersten Rappen zurückbekommst.
    • Dass eine Versicherung nicht gratis ist, stimmt natürlich. Das gilt aber für jede Art der Lebensversicherung - da zahlst Du immer erstmal Konzern und Berater. Eine Versicherung kann aber trotzdem aus vielen unterschiedlichen Gründen sinnvoll sein: Familie absichern, verpfänden, Risikostreuung und nicht zuletzt ein gewisser Sparzwang - denn du MUSST dann zahlen.

      Meine Überlegung war damals folgende: Ich wollte jedes Jahr von der Steuerersparnis profitieren und wusste aber, dass die 3a und 3b (damals wohnte ich in Fribourg, da kannst du nochmal 1500 CHF für die 3b abziehen) als alleinige Altersvorsorge gesamthaft nicht reichen wird. Mir war aber bewusst, dass ich Familie wollte und die absichern muss - durchgehend. Und Versicherungslösungen sind in der Regel konservativ. Wenn ich ohnehin zusätzlich sparen muss, bin ich dann in der Produktwahl frei.

      Wenn es geschäftlich mal nicht so gut gelaufen wäre, hätte ich dann die Versicherung gezahlt und hätte die noch von den Steuern abziehen können. Zudem habe ich die Erwerbsunfähigkeit entsprechend abgesichert. 3a und 3b dienen für mich also primär die Familienabsicherung für den Notfall. Und ich kann sie jedes Jahr von den Steuern abziehen und gleichzeitig könnte ich damit eine Hypothek absichern. Meine Frau hat eine normale 3a als Fonds bei der UBS - sie muss mich auch nicht absichern. Meine 3a und 3b haben zudem noch einen garantierten Mindestzins von 2% p.a. - das wäre heute natürlich undenkbar.

      Ich zahle bei 3a etwa 1.100 CHF für die Versicherungslösung - der Rest ist Sparguthaben (5710 CHF). Der 3a Betrag wird ja hin und wieder angepasst. Wenn ich nun davon ausgehe, dass ich von meinem 25. Lebensjahr (da habe ich abeschlossen) jedes Jahr den heutigen Maximalbetrag einzahle, hätte ich mit 65 im Erlebensfall mindestens 344.895 CHF - garantiert (etwa 116.000 CHF Zinsen). Heute wäre meine Frau mit 190.000 CHF abgesichert, falls mir etwas passiert.

      Den Rückkaufwert sollte man sich am besten gar nicht anschauen - wer einen Rückkauf in Erwägung zieht, ist bei dem Produkt ohnehin falsch. Man sollte auf den regulären Erlebensfall optimieren - mit einer Vorsorge für die Familie, wenn das nicht klappt. Und in der Anlagestrategie den klassischen Split (qualifizierte Beteiligungen, Immobilien, Aktien/Rohstoffe/Indexprodukte/Fonds, Versicherungen, Sichtguthaben) anzustreben ist langfristig nie ganz schlecht.

      Ausserhalb der 3a und 3b habe ich übrigens sogar noch weitere Versicherungsprodukte - als konservative Anlagelösung.
    • Vielen Dank für die tolle Erläuterung von deiner Seite :) Ich denke, dass dein Beitrag sowie die Gedankengänge einigen helfen werden.

      Es kommt immer auf den jeweiligen Fall an. Bei mir (keine Familie, keine Kinder, noch relativ jung :P :D ) kam 3a als Versicherungslösung nicht in Frage. Bin da aber auch eher risikofreudiger aufgestellt.

      jan82 schrieb:

      Und in der Anlagestrategie den klassischen Split (qualifizierte Beteiligungen, Immobilien, Aktien/Rohstoffe/Indexprodukte/Fonds, Versicherungen, Sichtguthaben) anzustreben ist langfristig nie ganz schlecht.
      100% Zustimmung

      Als langfristige Anlage und ohne Plan für Immobilien in den nächsten zehn Jahren würde ich (!) immer VIAC den Vorzug geben. Aber wie Jan richtig geschrieben hat: es kommt immer auf die individuelle Situation an.
    • Das Problem heute sind die unterirdischen Zinsen, wenn man keine Fonds bespart. 2% wär ja noch ok, aber die besten Konten haben heute 0,35% Zinsen, also deutlich unter der Inflation.

      Bei der Versicherungslösung sehe ich nur die Risikoabsicherung und vielleicht noch im Fall der Erbschaft ein paar Vorteile.

      jan82 schrieb:

      Wenn man eine solche hat, kann man später eine Immobilie ohne grössere Probleme mit 95% finanzieren (Police und 2. Säule verpfänden und der Wert der Lebensversicherung sollte irgendwo um 20% des Immobilienpreises liegen, so dass du total auf die 40% kommst) und indirekt amortisieren.
      Bei der Verpfändung bezahlt man dann doch höhere Hypothekarzinsen durch den geringeren Eigenanteil? Ist die Steuerersparnis (beim Gutverdiener) durch das verringerte steuerbare Einkommen so groß, dass sich das letzendlich finanziell lohnt?

      Ich weiß nicht so recht, wie lange bzw ob ich den Rest meines Lebens in der Schweiz verbringe. Das ist mir ein Fonds-Konto lieber mit niedriger Kostenquote. Bei Viac kann ich in Fonds bis 95% Aktienquote investieren, das finde ich sehr attraktiv. Sicherlich nicht für jeden etwas, weil da ein gewisses Risiko bleibt, aber z.B. als breit gestreuter ETF überschaubar.

      Wenn es steuerlich nicht so attraktiv wäre, würde ich das Geld lieber gleich in mein Depot investieren. Bei langen Anlagehorizonten scheint die Nachbesteuerung bei Auszahlung auch viel vom Gewinn der Säule 3a aufzufressen. Bei freier Anlage werden ja zumindest die Kursgewinne nicht besteuert. Hier ein ganz interessanter Beitrag dazu:

      truewealth.ch/point-of-view/sa…tung-vor-der-steuerfalle/

      Aber man kann ja die Steuerersparnis frei anlegen und so beide Vorteile nutzen. :)
    • Du zahlst heute etwa 0.9% Zinsen bei einer Hypothek von 95% auf das Objekt und einer Laufzeit von 10 Jahren. Die Finanzierung wählst Du so hoch wie möglich und amortisierst nur indirekt (du zahlst also Zinsen, aber keine Amortisation und sparst "anderweitig"). Auf 10 Jahre liegt die Performance im Schnitt bestimmt über 0.9%. Selbst ich als konservativer Anleger käme da nicht auf die Idee eine Immobilie zu bezahlen - das macht gerade keinen Sinn.

      PS: Steueroptimierung ist nur das i-Tüpfelchen. Wer da sparen will, wechselt den Kanton...
    • Cladin schrieb:

      2% wär ja noch ok, aber die besten Konten haben heute 0,35% Zinsen, also deutlich unter der Inflation.
      Die SNB hat aktuell einen Negativzinssatz von -0.75%. In einem solchen Umfeld sind 0.35% Zinsen noch relativ viel.
      Was die meisten Leute nicht verstehen: in Zeiten, als Tagesgeldkonten noch 4 oder 5% hatten, war die Inflation auch höher. D.h. von den tollen Renditen ist dir unterm Strich nichts übrig geblieben.


      Cladin schrieb:

      Ich weiß nicht so recht, wie lange bzw ob ich den Rest meines Lebens in der Schweiz verbringe
      Wie lange planst du denn in der Schweiz zu bleiben? Falls es nur fünf Jahre sind, dann solltest du deine Entscheidung bzgl VIAC nochmal überdenken. Diese Zeit ist vermutlich zu kurz für eine Anlage in Aktien ETFs.
      Kleines Beispiel: meine 3a wurde am 01.02. mit dem vollen Betrag im Aktienmarkt investiert. Sozusagen fast zum schlechtesten Zeitpunkt. Aktuell steht dort immer noch ein Minus, auch wenn es sich mittlerweile wieder im einstelligen Prozentbereich befindet.

      Langfristig gesehen wird sich das (hoffentlich) wieder ausgleichen, aber da reden wir über Zeiträume von >10/15 Jahren. Von einem Japan-Szenario am Aktienmarkt will ich mal gar nicht anfangen.

      Cladin schrieb:

      Wenn es steuerlich nicht so attraktiv wäre, würde ich das Geld lieber gleich in mein Depot investieren
      Steuerlich attraktiv ist die 3a für Leute, die keine Familie sowie ein hohes Einkommen haben. Man sollte Anlagen aber nie nur unter steuerlichen Aspekten betrachten, da sich die Gesetzgebung in dem Bereich auch ändern kann. Dann nützt einem die tolle anfängliche Steuerersparnis nichts, wenn kurz vor Auszahlung die Spielregeln geändert werden. Deshalb habe ich bei der 3a auch lange gezögert, diese überhaupt abzuschliessen. Man kommt nicht ohne Weiteres an das Geld heran.


      Cladin schrieb:

      Bei langen Anlagehorizonten scheint die Nachbesteuerung bei Auszahlung auch viel vom Gewinn der Säule 3a aufzufressen
      Das ist vollkommen korrekt. Wobei man aber auch gegenrechnen muss, wie viel Steuern man vorher jährlich gespart hat. Im Falle eines Gutverdieners sind das schnell über CHF 1'000.- Steuerersparnis pro Jahr.
      Ein weiterer Vorteil der 3a Lösung besteht darin, dass Dividenden nicht besteuert werden. Das ist im Falle der 3b (Eigenvorsorge) nämlich der Fall.

      Ein Nachteil der 3a von VIAC (bzw allen Schweizer Anbietern) ist die gesetzliche Vorgabe, dass mind. 40% der Anlagen in CHF zu halten sind. D.h. mit der Global 100 Lösung werden 40% in den Schweizer Large- und Midcap-Markt investiert. Man kann auch eigene Lösungen nehmen, aber dann werden die MSCI World ETFs in CHF gehedged (also mit Währungsabsicherung).
      Man hat also einen grossen Bias gegenüber dem Schweizer Markt, welcher anteilig nur knapp 3% vom Weltmarkt ausmacht.


      jan82 schrieb:

      PS: Steueroptimierung ist nur das i-Tüpfelchen. Wer da sparen will, wechselt den Kanton...
      Stimme ich vollkommen zu. Du kannst mit einer geschickten Wahl des Wohnortes deutlich mehr sparen als beim Hin- und Herrechnen bzgl 3a.
      Je nach Gehalt reden wir da schnell von mehreren tausend CHF.


      Cladin schrieb:

      Wenn ich doch nach Deutschland zurück gehe, und die Säule 3a liquidiere, dann fällt in der Schweiz zunächst Quellensteuer an
      Das ist korrekt. Deshalb macht es Sinn, das 3a Konto vor der Rückwanderung auf ein Konto einer Schwyzer Bank zu transferieren. Der Kanton Schwyz hat eine der niedrigsten Quellensteuern der Schweiz.
      Aber nochmal zum Thema oben: die ganze 3a Rechnerei macht nur Sinn, wenn du mehr als 10 Jahre Anlagehorizont hast.


      VG basileus
    • basileus schrieb:

      Wie lange planst du denn in der Schweiz zu bleiben? Falls es nur fünf Jahre sind, dann solltest du deine Entscheidung bzgl VIAC nochmal überdenken. Diese Zeit ist vermutlich zu kurz für eine Anlage in Aktien ETFs.
      Kleines Beispiel: meine 3a wurde am 01.02. mit dem vollen Betrag im Aktienmarkt investiert. Sozusagen fast zum schlechtesten Zeitpunkt. Aktuell steht dort immer noch ein Minus, auch wenn es sich mittlerweile wieder im einstelligen Prozentbereich befindet.
      Das ist mir bewusst. Es geht ja auch um überschaubare Geldbeträge und nicht mein gesamtes Vermögen. Da kann ich mit dem Restrisiko leben.

      Mich würde interessieren was passiert, wenn man bei Auswanderung die Säule 3a nicht auflöst? Dann kann man sie sicherlich mit 60 Jahren regulär beziehen. Aber wird das Fondsvermögen eingefroren und auf ein Freizügigkeitskonto geparkt? Kann man den Auflösungstermin nach Auswanderung verschieben?

      basileus schrieb:

      Du kannst mit einer geschickten Wahl des Wohnortes deutlich mehr sparen als beim Hin- und Herrechnen bzgl 3a.
      Je nach Gehalt reden wir da schnell von mehreren tausend CHF.

      Aber die Wohnortwahl ist ja auch von anderen Faktoren abhängig, wie Arbeitsweg/Umfeld/etc. Diese Kleinstaaterei bei der Steuer macht das alles nur komplizierter und ungerechter. Am Ende wohnt die halbe Schweiz am südlichen Zürichsee. Zumindest ziehe ich nicht ins Jura :D

      basileus schrieb:

      Das ist korrekt. Deshalb macht es Sinn, das 3a Konto vor der Rückwanderung auf ein Konto einer Schwyzer Bank zu transferieren. Der Kanton Schwyz hat eine der niedrigsten Quellensteuern der Schweiz.
      Man kann sich die Quellensteuer durch das DBA-Deutschland-Schweiz voll erstatten lassen. Dafür muss man das Konto nach dem Umzug auflösen und in Deutschland dem Finanzamt melden. Wenn in Deutschland dann aber der persönliche Steuersatz oder die Abgeltungssteuer auf die Erträge anfällt, ist so ein Umweg über Schwyz vielleicht sinnvoller.

      basileus schrieb:

      die ganze 3a Rechnerei macht nur Sinn, wenn du mehr als 10 Jahre Anlagehorizont hast.
      Davon gehe ich jetzt einfach mal aus. Mir geht es auch eher um so ein allgemeines Verständnis der Möglichkeiten. Mein Perfektionismus scheitert dann immer an der imperfekten Realität ;)
    • Cladin schrieb:

      Kann man den Auflösungstermin nach Auswanderung verschieben?
      Ich denke man muss es nicht auflösen. Ob das 3a-Vermögen allerdings weiter für dich arbeitet (z.B. bei VIAC) oder auf ein Freizügigkeitskonto überwiesen werden muss, weiss ich nicht (siehe hier)


      Cladin schrieb:

      Wenn in Deutschland dann aber der persönliche Steuersatz oder die Abgeltungssteuer auf die Erträge anfällt, ist so ein Umweg über Schwyz vielleicht sinnvoller.
      Den Gedankengang verstehe ich nicht. Wenn du eh in DE Steuern auf die Auszahlung zahlst, dann spielt die Höhe der vorher bezahlten Quellensteuer keine Rolle (da sie angerechnet wird).

      Anbei noch ein paar Links, ansonsten selber nochmal googeln: hier und hier



      Cladin schrieb:

      Mir geht es auch eher um so ein allgemeines Verständnis der Möglichkeiten.
      Ich würde das an deiner Stelle erstmal nach hinten schieben auf der Prioritätenliste. Du bist noch nicht mal in der Schweiz, denkst aber schon daran, wie du wieder wegziehst :)
    • basileus schrieb:

      Den Gedankengang verstehe ich nicht. Wenn du eh in DE Steuern auf die Auszahlung zahlst, dann spielt die Höhe der vorher bezahlten Quellensteuer keine Rolle (da sie angerechnet wird).
      Ja, hatte noch überlegt, ob man die Besteuerung der Auszahlung bewusst in der Schweiz durchführen lässt (also vor dem Umzug), aber da wird dann höher besteuert als die Quellensteuer. Wenn man erst ab 61 Jahren und 12 Jahre nach Vertragsabschluss bezieht, wird in Deutschland nur der halbe Ertragsanteil besteuert. Hab eine gute Übersicht gefunden:

      assets.kpmg/content/dam/kpmg/c…eutschland-schweiz-de.pdf

      basileus schrieb:

      Ich würde das an deiner Stelle erstmal nach hinten schieben auf der Prioritätenliste. Du bist noch nicht mal in der Schweiz, denkst aber schon daran, wie du wieder wegziehst
      Haha, das war so nicht gemeint. Da ich noch zwischen den Jobs bin, habe ich gerade Zeit mir über sowas Gedanken zu machen. Wenn ich wieder voll arbeite fehlt mir dann der Nerv dazu.
    • Ich weiss nicht, wie alt du bist, aber ich würde mir an deiner Stelle eher Gedanken darüber machen wie du dein Gehalt steigern kannst in den nächsten Jahren.

      Die ganzen Modellrechnungen bzgl Säule 3a sind aus meiner Sicht verschwendete Lebenszeit. Und glaub mir, ich rechne auch alles sehr genau durch.

      Nehmen wir deinen Link von TrueWealth weiter oben: da sind so viele Fehler und Angstmachszenarien in diesem Artikel, dass es mir übel wird.
      Jemand mit 70k Jahresbruttoeinkommen wird keine volle Summe von CHF 6'768.- (mittlerweile 6'826.-) pro Jahr für die Säule 3a sparen können. Zudem wird angenommen, dass die Person 40 Jahre lang immer einzahlt.
      Das Problem mit diesen Rechnungen kommt genau durch den extra lang gewählten Zeitraum (40 Jahre) sowie den Zinseszins. Der Endbetrag ergibt sich zu ca. 80% aus Zinseszins.
      Und natürlich zahlt man darauf dann höhere Steuern. Von den angenommen 10% Rendite in der freien Anlage will ich hier mal gar nicht anfangen. Das ist pure Bauernfängerei.

      Ich vermute, du bist keine 25 Jahre und wirst auch keine 40 Jahre lang einzahlen. Dann dreht sich das ganze Beispiel nämlich sehr schnell.
      Bei 10 Jahren Einzahlung von CHF 6'826.- und 6% Rendite kommst du auf CHF 95'370.43, wovon CHF 68'260.00 Einzahlungen sind und CHF 27'110.43 Zinsen.

      Bei 20 Jahren Einzahlung von CHF 6'826.- und 6% Rendite kommst du auf CHF 266'164.35, wovon CHF 136'520.00 Einzahlungen sind und CHF 129'644.35 Zinsen.
      Sparplanrechner siehe hier


      Je mehr Jahre man hinzufügt, desto ungünstiger sind die Steuern. Ich sage mal pauschal, dass die Steuereinsparungen in den ersten 10 Jahren dir mehr einbringen als die Nachbesteuerung der Endsumme. Das ist jetzt nicht durchgerechnet, sondern eher Bauchgefühl.

      Als Daumenregel: wenn du Single bist mit hohen Einkommen, wirst du mit der 3a einiges an Steuern sparen können. In der freien Anlage (3b) musst du zum Vergleich die Steuerersparnis abziehen, damit nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden.

      Ich klinke mich damit aus dem Thema aus. Das geht sonst von meiner Lebenszeit weg, und da habe ich in der Tag besseres zu tun :)


      VG basileus