pensionierter Landesbeamter Baden-Württemberg möchte in die Schweiz umziehen

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    • pensionierter Landesbeamter Baden-Württemberg möchte in die Schweiz umziehen

      Liebe Mitglieder,

      als pensionierter Beamter bin ich immer noch im Dienst des Landes Baden-Württemberg (Ruhegehalt) und erhalte neben meiner Pensionsbezüge auch Beihilfe. Mein Zielkanton (Wallis) kennt das deutsche Beamtenrecht nicht gut genug um zu erkennen, dass ich als beihilfeberechtigter Pensionär für mindestens 70% meiner Krankenkosten ausreichend Versicherungsschutz habe und verlangt von mir den Abschluss einer CH-Krankenversicherung. Die restlichen 30% habe ich bei der Debeka versichert. Hierüber würde ich von der Debeka eine Bescheinigung erhalten, dass damit 30% der in der Schweiz anfallenden Krankenkosten abgedeckt sind. Kann mir jemand mitteilen, ob ich aus der CH-Versicherungspflicht irgendwie rauskomme? Danke!

      Detlev Schrade
    • Hoi Detlef

      Das Gute ist doch, dass die Deutsche Private Krankenversicherung mehr kann als die Schweizer Grundversicherung. Und wenn ich Dir nun unterstelle, dass Du > 60 Jahre bist, dürftest Du in der Schweiz Probleme haben eine Private Zusatzversicherung zu finden, die dich aufnimmt. Und was auf den ersten Blick blöd aussieht, ist eigentlich ziemlich gut - denn dann greift Art. 2 Abs. 8 KVV.

      admin.ch schrieb:

      Auf Gesuch hin von der Versicherungspflicht ausgenommen sind Personen, für welche eine Unterstellung unter die schweizerische Versicherung eine klare Verschlechterung des bisherigen Versicherungsschutzes oder der bisherigen Kostendeckung zur Folge hätte und die sich auf Grund ihres Alters und/oder ihres Gesundheitszustandes nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen im bisherigen Umfang zusatzversichern könnten. Dem Gesuch ist eine schriftliche Bestätigung der zuständigen ausländischen Stelle mit allen erforderlichen Angaben beizulegen. Die betreffende Person kann die Befreiung oder einen Verzicht auf die Befreiung ohne besonderen Grund nicht widerrufen
      Der absolute Idealfall wäre, dass du irgendein Medikament oder dergleichen hast, dass die Deutsche Krankenversicherung übernimmt, die Versicherung nach KVG aber nicht. Genau dann hast du "gewonnen" (wobei ich Dir keine Krankheit an den Hals wünsche).

      Ebenfalls interessant (auf Grund der nicht übertragbaren Beihilfe) wäre vielleicht auch Art. 2 Abs. 2 KVV. Das ist aber etwas "eng", weil Du natürlich nicht "pflichtversichert" (obligatorisch) in Deutschland bist. Aber du könntest eben argumentieren, dass Du in Deutschland nicht in die gesetzliche Versicherung zurück kannst (da wäre das ja alles kein Problem) und die auf Grund dessen diese Doppelbelastung entstehen würde.

      admin.ch schrieb:

      Auf Gesuch hin von der Versicherungspflicht ausgenommen sind Personen, die nach dem Recht eines Staates, mit dem keine Regelung über die Abgrenzung der Versicherungspflicht besteht, obligatorisch krankenversichert sind, sofern der Einbezug in die schweizerische Versicherung für sie eine Doppelbelastung bedeuten würde und sie für Behandlungen in der Schweiz über einen gleichwertigen Versicherungsschutz verfügen. Dem Gesuch ist eine schriftliche Bestätigung der zuständigen ausländischen Stelle mit allen erforderlichen Angaben beizulegen.
      Ich würde mal beides testen. Und bitte pass auf, dass Du nicht doch noch ein Rentenjahr in der Schweiz sammelst. Dann funktioniert der Spass nämlich nicht definitiv nicht mehr.

      Gruss,
      Jan