Wie wird Weihnachten 2020?

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    • Ausgangssperre? Hatte ich noch nie persönlich erlebt. Es gab zwar schon Orte, da ging ich abends oder nachts nicht aus dem Haus, um nicht ausgeraubt zu werden. In New York bin ich mal von der 5th in eine Seitenstraße abgebogen und selbstsicher zu Beginn hineingelaufen, weil mich meine damalige Freundin mit ihrem Shopping nervte, und nach wenigen Metern sah ich eine Kulisse mit Rolltoren, menschenleer, Backsteinrückwände, ich dachte an Gangsterfilme und bin sofort wieder auf die Hauptstraße. Damals hatte ich vor der Reise den Meridian gelesen und da stand, verhält man sich wie ein Tourist in der Stadt, wird man schnell Opfer eines Verbrechens. Aber Ausgangssperre?

      Gestern hatte ich einen Bekannten zu Besuch, sein Kumpel saß draußen im Auto, und der ist gegen 20:00h derart nervig geworden, wegen der Ausgangssperre, dass man noch zeitig zuhause ankommt, ich war wirklich noch einige Zeit verwundert. Dann habe ich mich gefragt, ab 20:00h Ausgangssperre und der REWE hat bis 22:00h offen ?( Heute habe ich erfahren, hier beginnt die Ausgangssperre erst um 22:00h, wir sind sozusagen im REWE-Lockdown-Takt :S
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      Manchmal fährt der falsche Zug an den richtigen Ort.
    • Es ist vorbei, zum Glück :) :P Ich habe es als grausam empfunden, trotz tolles Weihnachtsessen am 24.12. Seit heute bin ich wieder im Spielbetrieb und atme auf, habe mich unfassbar gelangweilt, trotz Kumpel zu Besuch und sogar mal einen kompletten Spielfilm mir angeschaut. Schöne Woche :)
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      Manchmal fährt der falsche Zug an den richtigen Ort.
    • Ich hab Weihnachten im ganz kleinen Familienkreis gefeiert (Eltern, 1 Schwester plus Mann). Zudem war ich von Donnerstag bis gestern in meiner Heimat. Und ich muss sagen es tat mir unendlich gut, mal wieder mit Menschen zusammenzusitzen, zu reden und zu lachen. Abgesehen vom beruflichen Umfeld hatte ich die letzten Wochen keine Kontakte. An den Wochenende war ich alleine.

      Allgemein war Weihnachten dieses Jahr sehr angenehm, ruhig und entspannt. Ok, dass es ruhig war, liegt nicht direkt an Corona, sondern daran, dass ich wieder solo bin und meine Weihnachtsferien einfach für mich geniessen kann.

      mit meiner besten Freundin war ich 2mal jeweils eine grosse Runde spazieren.
    • Ich fand mein Weihnachten im neuen Zuhause, in diesem speziellen Jahr ausserordentlich schön.
      Das liegt vor allem auch daran, weil ich eigentlich der totale Weihnachts-/Silvesterhasser bin und gut mit mir alleine klar komme. Ich lebe soziale Distanz seit ich in die Schweiz gekommen bin, nicht erst seit wir es von der Regierung verordnet bekommen haben, um uns vor einem vermeintlichen Virus zu schützten ;)
      Weihnachten übertrumpft sich die Familie gegenseitig mit Geschenken, oft auch mit solchen, die der Mensch nicht braucht oder es wird Geld hin und her geschenkt. Silvester wird das pure Geld in die Luft geballert, manchmal sogar von Leuten, die sich das nicht leisten können. Das hat mich schon immer genervt.

      In diesem Jahr habe ich beschlossen über die Feiertage und bis zum 4. Januar (Ende meiner Weihnachtsferien) kein Radio zu hören, meinem Fernseher ebenfalls etwas Ruhe zu gönnen. Ausserdem die übrigen sozialen Medien so gut es geht zu reduzieren oder gar zu ignorieren. Ich habe 3 Weihnachtskarten mit Hand geschrieben und
      2 Weihnachtspäckchen verschickt.
      Ich höre meine CD`s im Wechsel mit der Musik von meinem MP3 Player rauf und runter, im Radio und TV kommt ja auch immer das selbe. Treffe Menschen, die mir gut tun, mit denen ich in dieser Zeit noch kommunizieren kann, manchmal bin ich das selbst, was auch in Ordnung ist.

      Am Heiligabend musste ich als Mitarbeiterin in meinem "systemrelevanten Beruf" bis 13.30 Uhr arbeiten.
      Als ich nach Hause gekommen bin, hatte ich Weihnachtspost von meinem Enkel. Später habe ich meine ganze Familie noch per Facetime gesehen. Anschliessend mein Festtagsessen zubereitet und bis nach Mitternacht Vanillekipfel gebacken. Am 1. Feiertag hatte ich lieben Besuch, den ich dann am 2. Feiertag besucht habe.
      Gerne hätte ich meine Eltern bei mir gehabt, so wie im letzten Jahr. Ich telefoniere jeden Tag mit meiner Mama, mehr kann ich im Moment nicht für sie tun, als mir die ZEIT für sie zu nehmen.

      Silvester wird so ähnlich, hoffentlich ein ruhiger Start in ein Neues Jahr ;) Was immer uns 2021 bringt...
    • @AnjaB :) Vielen Dank für einen so interessanten Einblick in Dein Leben :) Ich bin im Gegensatz zu Dir kein Weihnachtshasser, aber ich betrachte diese Festlichkeit schon einige Jahre sehr skeptisch, die Kirche habe ich gedanklich herunterreduziert auf einen Fischerverein. Hier im Seedorf habe ich während der Hotelzeit den evangelischen Pfarrer wegen seinem konkreten Nichtstun in einem familiären Rosenkrieg innerhalb seiner "Schäfchen" über den Bischoff in Berlin und den evangelischen Superintendanten vor Ort aus dem Amt gefegt, es war mir eine diabolische Freude, aber zu Recht! Silvester hingegen finde ich toll, der Beginn eines neuen Jahres, die Vorfreude ist groß, jedes Mal. Feuerwerk selbst zünden, das habe ich noch nie. In Tschechien hat die Gemeinde immer ein Mega-Feuerwerk abgehalten und auf dem Marktplatz standen 2.000 Leute, war immer ein besonderes Erlebnis. Schön zu lesen, dass Du Dich in Deiner neuen Wohnung wohl fühlst.

      @Monika :) Du bist wieder solo? Wohin soll ich die Blumen schicken :P

      @jan82 :) Normale Zeiten? Die Weltgemeinschaft war Ende 2019 gesellschaftlich und wirtschaftlich so massiv an die Wand gefahren, Normalität verstanden als so wie früher - was wir damit vor der Pandemie meinen, es wird nicht mehr wiederkehren, garantiert. Falls Du Dir mal einen sehr wissenschaftlichen Vortrag anhören möchtest, läuft eine Std., ist sehr zu empfehlen und Abseits jeglicher Verschwörungsspinner, die ich alle im Laufe dieses Jahres sukzessive auf Youtube gelöscht habe, dann schaue Dir dieses Video an:

      WIR: Wissen ist relevant
      Paul Schreyer: Pandemie-Planspiele – Vorbereitung einer neuen Ära? - YouTube

      Überrascht hat mich vor einigen Tagen auch die Aussage der WHO, sinngemäß, man müsse das Problem der Pandemie an den Wurzeln bekämpfen und dann spricht die WHO vom Klimawandel, da war ich erstaunt. WHO und Klimawandel? Wo führt das hin?
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    • Wenn Du dann mal in Luzern bist, lieber Amadeus, dann melde Dich bei mir. Dann besuchen wir erst das Kommando MIKA an der Generalstabsschule in Kriens und du kriegst einen TRANSFER Kurs (so heissen die) in der 30-Minuten-Express-Variante. Dann siehst du wie Krisenmanagement und Krisenkommunikation gelehrt werden. Danach noch einen kurzen Besuch bei der NAZ (Nationale Alarmzentrale) in Luzern. Da wirst Du dann auch die "Planspiele" und die Kommunikationstrainings sehen von denen dort mitunter auch die Rede ist.

      Und ja, natürlich gibt es solche Planspiele. Eins davon heisst "Epidemia" (man mag raten woher der Name kommt), andere "Legionella" (auch der Name ist nicht rein zufällig gewählt), "Lauerza" (die Flutwelle von 1806 nach dem Felssturz im Lauerzasee), Gotthardo (die diversen Unterbrüche von Autobahn und Zugverbindung auf der Nord-Südachse durch diverse Abhänge) und so weiter und so fort... Derjenige, der diese Planspiele entwickelt hat, ist ein sehr sehr guter Freund von mir mit dem ich unter anderem eine Firma habe - wohnt in Lausanne und daher etwas weiter weg von Luzern. Er ist vergangenes Jahr aus dem Militär ausgestiegen. Und mit ihm gemeinsam durfte ich auch Divisionär Stettbacher kennenlernen, dessen Ziel es schon sehr lange ist mit seinem Stab Verbreitungsmodelle zu berechnen (viele andere Aufgaben hat der nicht - auch wenn das fies klingt).

      Vieles an dem Video beeindruckt mich daher leider eher wenig. Ich habe diese Kurse - wie viele andere auch - besucht. Geh am Abend in eine Beiz in der Nähe einer Kaserne und frag die Soldaten dort einmal über Epidemia oder Legionella aus: Du wirst sehen, dass die absolute Mehrheit der Offiziere die Namen kennt und dir direkt die Sofortmassnahmen (SoMas) herunterrattern kann und dir auch sonst am liebsten direkt mit dem Aufstellen der Planungswand beginnen würde. Ich habe beide Krisenmanagement Frühstücksbecher in der Schweiz: Einmal die Standard Sofortmassnahmen und die Definition ("Sofort realisierbare Massnahmen unter Beibehaltung der Handlungsfreiheit") und dann die 7 Grundsätze der Krisenkommunikation auf dem anderen. Achtung: Kaffeebecher, keine X-Files :D
      Nur weil man aber solche Dinge plant und übt, heisst das eben nicht, dass diese absichtlich herbeigeführt werden. So ist ein offizielles Szenario in diesen Trainings auch eine Entführung. Nur weil eine solche (samt Erpressung) geübt wird, heisst das zum Glück noch nicht, dass morgen jemand durch den NDB entführt wird. Und auch die Krise "Insolvenz einer Kantonalbank" (ich kenne den Namen gerade leider nicht) beruht eher auf der Historie in Genf als dem Ziel eine solche Sache zu wiederholen.

      Übrigens: Alle 2 Jahre proben die Blaulichtorganisationen und das Militär in Lausanne jeweils einen Flugzeugabsturz im Genfer See - zusammen mit den Partnerorganisationen aus Frankreich und sogar Italien. Ich war einmal bei einer solchen Übung (Leman) dabei und habe selber "mitgespielt". Zum Glück habe ich aber noch nie einen Stinger Schützen gesehen, der in der Einflugschneise ein Flugzeug unter Beschuss genommen hat...

      Mir ist das alles etwas zu viel Verschwörungstheorie und ich versichere Dir ganz aufrichtig, dass ich weder Weihnachten noch in Zukunft an irgendeiner Verschwörung beteiligt bin oder war ;)
    • Jetzt geben "sie" es auch noch zu und reden öffentlich drüber, da kann man mal sehen wie sicher "sie" sich sind ;-).
      Diese Aufklärungsvideos haben immer viel gemeinsam, allgemein bekannte Fakten (ich sag nur Spiegelleser wissen mehr) werden als sensationelle Aufdeckungen präsentiert, dazu packt man noch ein paar aus dem Zusammenhang gerissene missverständliche Äusserungen (die oft gegenteilig gemeint waren) und dann werden Schlüsse gezogen.
      Wer sich dafür interessiert wie diese Videos funktionieren und warum wir ihnen glauben wollen, sollte sich mal "Kubrick, Nixon und der Mann im Mond" aus dem Jahr 2002 besorgen, auf Youtube finde ich im Moment nur den Trailer . In diesem Video wird mit Originalquellen und -Zitaten zweifelsfrei bewiesen, dass die Mondlandung von Kubrick verfilmt wurde ;)
    • Trotz aller Umstände, habe ich die 2700 km auf mich genommen und meine Familie in McPomm über Weihnachten zusammen mit meinem Sohn, den ich in NRW aufgelesen habe, besucht.
      Leider ist nicht alles so aufgegangen wie ursprünglich geplant, meine Schwägerin wurde kurz vor Weihnachten vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt..., aber die Kinder konnten trotzdem den 24. zusammen verbringen.
      Es war schön und herzig! Wer weiss wann dies in meiner Patchwork Konstellation nochmal möglich sein wird...

      Und der Roadtrip zusammen in diesen Zeiten war irgendwie schön, auch wenn die Rastplätze & Restaurants alle geschlossen hatten und es mit Kind an Board nicht so einfach ist. Aber mit Standheizung im Auto haben wir es uns in den Pausen hinten gemütlich gemacht, gesnackt, Video geschaut und die Zeit genossen.
    • jan82 schrieb:

      Wenn Du dann mal in Luzern bist, lieber Amadeus, dann melde Dich bei mir.
      Guten Morgen :) Das werde ich sehr gerne tun. Eine Landeseinführung der besonderen Art.

      jan82 schrieb:

      Nur weil man aber solche Dinge plant und übt, heisst das eben nicht, dass diese absichtlich herbeigeführt werden.
      Stimme ich zu.
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      Manchmal fährt der falsche Zug an den richtigen Ort.
    • Ich glaube so mancher Berufstätiger ist über diesen erneuten Lockdown über die Feiertage garnicht so traurig ;)
      Geniesst es oder lernt es neu, Zeit für die Familie oder für sich zu haben, wenn es auch für manch Einen unangenehm ist.
      Fürs Medizinische Personal wünsche ich mir, dass auf den Skipisten, nicht so viele Unfälle passieren...

      Druschii schrieb:

      Es war schön und herzig! Wer weiss wann dies in meiner Patchwork Konstellation nochmal möglich sein wird...


      Und der Roadtrip zusammen in diesen Zeiten war irgendwie schön, auch wenn die Rastplätze & Restaurants alle geschlossen hatten und es mit Kind an Board nicht so einfach ist. Aber mit Standheizung im Auto haben wir es uns in den Pausen hinten gemütlich gemacht, gesnackt, Video geschaut und die Zeit genossen.
      @Druschii Du hast alles richtig gemacht :thumbsup:
      Ich hätte mich auch in den Zug gesetzt, meine Mama, die an Parkinson erkrankt ist, vom 1. Umsteigebahnhof (München) abgeholt, zu mir in die Schweiz geholt und wieder zurück nach Deutschland gebracht, irgendwann im Neuen Jahr. Verständlicherweise war ihr das zu viel.

      Meine Videoempfehlung auf YouTube von Prof. Harald Lesch, bekannt aus der Doku Leschs Kosmos, nicht als Verschwörungstheoretiker:
      - Die Menschheit schafft sich ab
      - Die Digitale Diktatur

      Ich wünsche einen besinnlichen Jahreswechsel und guten Start ins Neue Jahr.