Lohnt sich die Säule3 ?

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    • Lohnt sich die Säule3 ?

      Ich hätte da mal eine Frage an die Finanzexperten, lohnt sich der Abschluss eines Säule 3 Vertrages für mich oder finanziert man damit eher Finanzberater?

      Zum Hintergrund, ich habe noch gut 10 Jahre bis "zur Rente" und kenne mich einigermassen mit Börse, Aktie, Fondsparplänen etc. aus und habe noch etwas auf meinen deutschen Konten laufen, frage mich aber was ich mit den CHF machen soll, die im Monat übrigbleiben ;)

      Möglichkeiten

      1. Nimm die Steuerersparnis mit, das lohnt sich auf jeden Fall
      2. Säule 3 eignet sich eher für finanziell Unbedarfte, die von Worten wie Börse und Aktien sich abgeschreckt fühlen
      3. Spar dir die Gebühren die der Vertrag kostet und zahle lieber jeden Monat in einen Fond oder ETF-Sparplan ein.
    • Kommt primär auf deinen Steuersatz an. In unsicheren Zeiten finde ich das in teuren Kantonen - bspw. in Bern - ganz gut. Da liegst du dann ja bei über 30% performance aus dem Stand. Gerade in den letzten Jahren lohnt sich das (wie auch die 2. Säule ) recht zackig.
    • Pauschalaussagen zu treffen ist meist schwierig, von daher hier meine subjektive Meinung zum Thema 3a:
      • falls du ordentlich besteuert wirst (Jahresgehalt >120k), lohnt sich die 3a meistens
      • Du kannst dir den Steuervorteil bei Comparis berechnen lassen. Je nach Bruttogehalt und Kanton kannst du da pro Jahr doch einiges an Steuern sparen (teilweise vierstellig)
      • Bitte tu dir den Gefallen und schliesse keine 3a-Versicherung ab. Die Rückkaufswerte sind unterirdisch, und die ersten 3 Jahre zahlst du im Prinzip nur Geld an die Versicherung/den Berater.
      • Schau dir VIAC bzw Finpension an. Dort kann man bis 97% bzw 99% Aktien fahren
      • Vorteil der 3a-Lösung auf Aktien: Dividenden werden nicht besteuert, du hast also einen Zinseszinseffekt
      Maximalbetrag für 3a sind CHF 6'826.- pro Jahr. Wären bei deinen 10 Jahren bis zur Rente also knapp 70k an Einzahlungen. Diese wären steuerbefreit auf die Dividenden. Zudem kannst du die 3a auch auflösen, falls die Schweiz wieder verlässt. Falls du dich mit Aktien auskennst, muss ich dir sicher nichts mehr zu langfristigen Chancen/Risiken erzählen.

      Du kannst auch mehrere 3a-Konten haben mit unterschiedlichen Anlagestrategien. Lohnt sich allerdings erst ab einer gewissen Grösse.
      Bei der Auszahlung musst du das Geld allerdings wieder versteuern. Du sparst also heute Steuern, zahlst aber im Alter dafür wieder welche.
      Das erstmal als kurze Zusammenfassung.


      VG basileus
    • fillg1 schrieb:

      Danke das hilft mir erstmal weiter, die Steuerersparnis kann mal durchaus mitnehmen.
      Ich hab es auf dem Comparis Steuerrechner mal eingeklimpert: hier
      Angenommene Daten:
      Wohnort: Küsnacht ZH
      Nettoeinkommen: 105'000 (kommt ungefähr hin bei 120k brutto)
      Ledig, kein zusätzliches Einkommen (=0), kein Vermögen (=0), keine Kinder

      Mit Abzug für Säule 3a: CHF 12'308.-
      Ohne Abzug für 3a: CHF 13'840.-

      Spart dir also CHF 1'500.- an Steuern. Die musst du mit der Selbstanlage erstmal erwirtschaften.

      jan82 schrieb:

      Dafür sind 70k aber vermutlich zu wenig - das wird den Aufwand kaum lohnen.
      Gebe dir grundsätzlich Recht. Die Idee wäre eher, unterschiedliche Konten zu eröffnen, damit man andere Anlagestrategien fährt. Ist bei VIAC mit einem Klick erledigt - in dem Sinne also kein Aufwand.
      Generell ist die 3a eine nette Idee, aber man hätte damit schon mit Anfang 20 anfangen müssen. Wenn man erst in der Mitte oder gegen Ende des Berufslebens damit anfängt, macht es den Kohl nicht mehr fett :)
    • basileus schrieb:

      Die Idee wäre eher, unterschiedliche Konten zu eröffnen, damit man andere Anlagestrategien fährt.
      70k also splitten für die Anlagestrategie? In 5*14k? ;)

      Ich würde das eher als einen Posten der Anlagestrategie betrachten. Aber: jeder wie BBC er meint...
    • jan82 schrieb:

      70k also splitten für die Anlagestrategie? In 5*14k?
      Logo ist dieser Posten nur ein kleiner Teil der Strategie :)

      Da er die 70k aber nicht sofort zur Verfügung hat, macht es schon Sinn. In den letzten Jahren vor der Rente möchte man vermutlich keinen so grossen Aktienanteil haben, d.h. man könnte die letzten drei Jahre in einen Topf einzahlen mit "sicheren" Staatsanleihen. Also z.B. die ersten 5-7 Jahre den vollen Betrag pro Jahr in 97% Aktien, dann die restlichen Jahre stattdessen in einen Topf mit Anleihen. Kann man natürlich aber auch über einen einzelnen 3a abwickeln, und dann die Verteilung Aktien/Anleihen anpassen je näher man an die Rente kommt.