Inernationales Steuerrecht Schweiz <> Deutschland

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    • Inernationales Steuerrecht Schweiz <> Deutschland

      Liebe Community,

      ich habe bereits die Forenbeiträge bzgl. Schweiz vs. Deutschland gesichtet und leider keine passende Antwort zu der Frage gefunden, die mich beschäftigt (obwohl das Thema Schweiz vs. Deutschland schon öfter diskutiert wurde):

      In meinem Fall ist es wie folgt:
      - Ich bin verheiratet und habe vier Kinder. Wir leben in Deutschland, wo alle gemeldet sind und ich Einkommen beziehe.
      - In wenigen Monaten fange ich jedoch an, für einen Arbeitgeber aus der Schweiz (Zürich) zu arbeiten.
      - Ich werde dann einen angemeldeten Wohnsitz sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz haben (Doppelwohnsitz).
      - Meine Familie wird zunächst weiterhin in Deutschland aufhalten und ich mich in der Schweiz (mit viel Pendelei).

      Nun die steuerliche Frage: Bin ich durch die doppelte Ansässigkeit in Deutschland und Schweiz (gerade im Hinblick auf en Lebensmittelpunkt der Familie wegen in Deutschland) in Deutschland oder der Schweiz einkommenssteuerpflichtig?

      Über Rückmeldungen bin ich sehr dankbar!
    • Zu dem Thema gibt es hier unterschiedliche Meinungen.
      Mein Fall: Ich arbeite in Zürich und fahre am Wochenende nach Hause (ca. 400 km) zu meiner Familie nach Hessen.
      Ich bin als sogenannter internationaler Wochenaufenthalter gemeldet, und zahle die Steuern auf mein Einkommen nur in der Schweiz. Bei zusätzlichen Einkommen in Deutschland wird das schweizer Gehalt in die Progression des Steuersatzes miteinbezogen. Beraten werde ich von Steuerberater in der Schweiz und Deutschland.
      Es gibt zudem die andere Meinung, dass nur der Lebensmittelpunkt als Besteuerungskriterium gilt, dann wäre eine Besteuerung in Deutschland fällig.
      Am besten informierst Du dich bei einem Steuerberater, wir sind hier alles nur Laien. :)
    • @Simon: hast du diese Konstellation schon länger? Aus persönlicher Erfahrung kann ich berichten, dass sich mein zuständiges deutsches Finanzamt extrem quergestellt hat bzgl internationalem Wochenaufenthalt und Besteuerung in der Schweiz. Und ich hatte keine Kinder oder Ehefrau in Deutschland. Vermutlich kommt es auch auf den zuständigen Finanzbeamten an. Ich denke, du hast da bisher Glück gehabt.

      Der Lebensmittelpunkt als Besteuerungskriterium ist übrigens nicht nur eine Meinung, sondern steht genau so auch im Doppelbesteurungsabkommen Deutschland/Schweiz (Art. 4 Abs. 2 S. 2 DBA D-CH - siehe hier).

      Weitere Links: hier (Abschnitt 4.) und hier (Grafik zur Prüfungsreihenfolge unter 3.2)


      Beide Staaten einigen sich im sogenannten Verständigungsverfahren darüber, in welchem Staat die Steuerpflicht herrscht. Dies kann sich über mehrere Jahre hinziehen. Und es kann durchaus sein, dass man fünf Jahre später ordentlich Steuern nachzahlen muss, weil man doch in Deutschland steuerpflichtig war.




      VG basileus
    • Vielen Dank den Vorrednern!

      @Simon: Das klingt sehr interessant. Ich recherchiere das Modell mal und diskutiere es mit meinem Steuerberater.

      @basileus: Guter Einwand. Darf ich fragen, was "quergestellt" heißt? Das Modell "internationaler Wochenaufenthalter" fällt ja nicht vom Himmel, sondern gibt es aus gutem Grund. Was war der Grund, dass sich das FA dagegen verweigerte?
    • sven030 schrieb:

      Was war der Grund, dass sich das FA dagegen verweigerte?
      Der Grund war, dass mein zuständiges deutsches Finanzamt sich überhaupt nicht mit dem DBA auskannte und die 60-Tage Regel sehr zu Ihren Gunsten ausgelegt hat. Bzw diese überhaupt erstmal nicht verstanden hat. Die Sache liess sich leider nur mit mehrfacher Korrespondenz über einen sehr guten Steuerberater lösen.
    • basileus schrieb:

      sven030 schrieb:

      Was war der Grund, dass sich das FA dagegen verweigerte?
      Der Grund war, dass mein zuständiges deutsches Finanzamt sich überhaupt nicht mit dem DBA auskannte und die 60-Tage Regel sehr zu Ihren Gunsten ausgelegt hat. Bzw diese überhaupt erstmal nicht verstanden hat. Die Sache liess sich leider nur mit mehrfacher Korrespondenz über einen sehr guten Steuerberater lösen.
      Okay, die 60-Tage-Regel ist ja im Prinzip vergleichbar mit dem Modell "internationaler Wochenaufenthalter"? Also die 60-Tage-Regel würde einem ja sogar mehr Spielraum geben.

      Wie sieht es mit der Aufenthaltsbewilligung aus für die Anwendung der 60-Tage-Regel bzw. bei "internationaler Wochenaufenthalter" aus? Ist das mit der Aufenthaltsbewilligung der Kategorie B vereinbar?
    • sven030 schrieb:

      Wie sieht es mit der Aufenthaltsbewilligung aus für die Anwendung der 60-Tage-Regel bzw. bei "internationaler Wochenaufenthalter" aus? Ist das mit der Aufenthaltsbewilligung der Kategorie B vereinbar?
      Du verwechselt hier etwas. Aufenthaltsbewilligung B bedeutet, dass du in der Schweiz wohnst und hier Steuern zahlst. Du hast dann nur den Wohnsitz in der Schweiz. Einige Kantone verlangen von dir eine Abmeldebestätigung, bevor Sie dir eine B-Bewilligung ausstellen. Allerdings machen das nicht alle Kantone so.

      Die 60 Tage Regel ist nur gültig für jemanden mit G-Bewilligung, also einen Grenzgänger. D.h. du pendelst entweder täglich (weil dein Wohnsitz nah an der Grenze liegt) oder wöchentlich (Wochenaufenthalt) wieder nach Deutschland. Für den Wochenaufenthalt hast du dann zwei Wohnsitze: einen in der Schweiz und einen in Deutschland.

      Also: G-Bewilligung --> grundsätzlich erstmal in DE besteuert. Falls du mehr als 60 Tage arbeitsbedingt (!) in der Schweiz verbringst, dann zahlst du die Steuern in der Schweiz. Manche Kantone wollen aber selbst für den Wochenaufenthalt eine Begründung haben und erteilen die Bewilligung dann nur für ein Jahr (z.B. Basel-Stadt).
    • basileus schrieb:

      sven030 schrieb:

      Wie sieht es mit der Aufenthaltsbewilligung aus für die Anwendung der 60-Tage-Regel bzw. bei "internationaler Wochenaufenthalter" aus? Ist das mit der Aufenthaltsbewilligung der Kategorie B vereinbar?
      Du verwechselt hier etwas. Aufenthaltsbewilligung B bedeutet, dass du in der Schweiz wohnst und hier Steuern zahlst. Du hast dann nur den Wohnsitz in der Schweiz. Einige Kantone verlangen von dir eine Abmeldebestätigung, bevor Sie dir eine B-Bewilligung ausstellen. Allerdings machen das nicht alle Kantone so.
      Die 60 Tage Regel ist nur gültig für jemanden mit G-Bewilligung, also einen Grenzgänger. D.h. du pendelst entweder täglich (weil dein Wohnsitz nah an der Grenze liegt) oder wöchentlich (Wochenaufenthalt) wieder nach Deutschland. Für den Wochenaufenthalt hast du dann zwei Wohnsitze: einen in der Schweiz und einen in Deutschland.

      Also: G-Bewilligung --> grundsätzlich erstmal in DE besteuert. Falls du mehr als 60 Tage arbeitsbedingt (!) in der Schweiz verbringst, dann zahlst du die Steuern in der Schweiz. Manche Kantone wollen aber selbst für den Wochenaufenthalt eine Begründung haben und erteilen die Bewilligung dann nur für ein Jahr (z.B. Basel-Stadt).
      Okay, und was spricht gegen eine Abmeldung aus DE (die Familie kann ja in DE gemeldet bleiben) zugunsten der Aufenthaltsbewilligung B? Ich darf damit ja sicher auch pendeln, ... ohne die 60-Tage-Einschränkung? Oder spielt dann wiederum die Ansässigkeit und die ständige Wohnstätte eine Rolle?
    • Das grosse Problem bei dem internationalen Wochenaufenthalt ist einfach, dass da a) zwei Staaten mitspielen müssen und b) dass einem ständig unterstellt wird, dass man gar nicht in der Schweiz arbeitet (oder zumindest nicht so viel).

      In der Hoffnung, dass ich mir jetzt nicht die Zunge verbrenne, weil ich es nicht hätte sagen dürfen, ist es so, dass basileus und ich in arbeitgeberähnlicher Stellung sind - also Angestellte der eigenen Kapitalgesellschaft. Wir haben natürlich einen gewissen "Gestaltungsspielraum" bei unseren eigenen Arbeitsverträgen und auch beim Arbeitsort (hoffentlich ist es okay, wenn ich das schreibe, basileus). Ähnlich sieht es auch aus, wenn es sich um Geschäftsführer oder Kadermitarbeiter von grossen Unternehmen handelt: Auch die können etwas freier gestalten.

      Damit habe ich dann ein Problem:
      • Was also in meinem Arbeitsvertrag steht interessiert niemanden. Jede Steuerverwaltung (bei mir drei Stück) wissen, dass ich da äusserst flexibel sein kann
      • Jeder weiss, dass ich in der Schweiz oder in Polen besteuert werden möchte - aber keinesfalls in Deutschland. Schweiz wäre klar die erste Wahl wegen des Sozialsystems. In Polen müsste ich mir eine "Selbstständigkeit" basteln. Das wissen alle drei Steuerverwaltungen und ich eben auch. Jeder sucht also "irgendetwas".
      • Dazu kommt natürlich, dass sie wissen, dass jeder trickst. Nehmen wir ein Thema, dass hier gerade aktuell ist: Grenzgänger oder nicht? . 167km Distanz und alle zwei Wochen eine Familienzusammenführung. Papier ist natürlich auch hier geduldig, aber natürlich glaubt das niemand. Weder der Ersteller des dritten Posts, noch die Steuerverwaltung oder ich. Aber nicht glauben und beweisen können sind natürlich zwei paar Schuhe.
      • Das berühmte Home-Office. Unabhängig von Corona arbeiten eben auch sonst einige aus Deutschland bei Schweizer Firmen. Je nach Interpretation mal mehr oder mal weniger legal (Stichwort: Remote Desktop). Fakt ist aber: Dieser Teil wird vermutlich recht zeitnah geregelt. Während Corona ist das egal.
      • Jeder Kanton regelt es anders: Bei mir hat's in Bern nicht geklappt, aber in Zug schon. Exakt der gleiche Fall 3 Monate später.
      • Bei vielen spielen noch ganz unterschiedliche Sachen mit rein: Immobilienbesetz ohne Lebensmittelpunkt ist schwierig - auch im Kanton Zug. Für Ausländer dann erst recht, da es kene Zweitwohnungen gibt und so weiter...
      Ich könnte jetzt noch ein paar Stunden schreiben, aber: Es kommt wie so oft auf den Einzelfall an. Rein Steuerlich sehe ich es so: Internationaler Wochenaufenthalt ist top, danach kommt der normale Aufenthalt (B/C) und dann eben der Grenzgänger. So lange der internationale Wochenaufenthalt gewährt wird, ist alles gut. Ich bin unterdessen Schweizer - bei mir ist das also noch anders. Aber auch ich habe das rulen lassen: Von drei Ländern für drei Jahre. Danach muss ich weiter sehen.
    • jan82 schrieb:

      In der Hoffnung, dass ich mir jetzt nicht die Zunge verbrenne
      Alles gut Jan :) Ist ja kein grosses Geheimnis.

      jan82 schrieb:

      Aber auch ich habe das rulen lassen: Von drei Ländern für drei Jahre.
      Für alle, die mit dem Begriff nichts anfangen können: Steuerruling ist eine vorgängig eingeholte verbindliche Auskunft bei der zuständigen Steuerbehörde. D.h. man bekommt schwarz auf weiss, wie man von dem jeweiligen Land besteuert wird. Das verhindert dann böse Überraschungen im Nachhinein.
    • Also soweit ich mir das von einem Steuerberater erläutern lassen habe, hat die 60-Tage-Regelung nur steuerliche Implikationen und hat nix mit dem Status des Aufenthalts (B/C, G) zu tun.

      In meinem Fall heißt das: Da ich mehr als 60 Rückkehrtage in der Schweiz habe, entfällt die Grenzgängereigenschaft und ich bin mit dem Schweizer Einkommen von der Einkommensbesteuerung in D freigestellt (es gilt aber weiterhin der Progressionsvorbehalt). Und wenn ich unterjährig in D arbeite, werden diese Tage anteilig besteuert.
    • Das sieht Dein Steuerberater vermutlich falsch. Die 60 Tage Regelung ist Teil des Doppelbesteuerungsabkommens (DBA D-CH). Da heisst es in Artikel 15a (besonderes Augenmerkt auf Satz 2):

      Schweizerische Eidgenossenschaft schrieb:

      (1) Ungeachtet des Artikels 15 können Gehälter, Löhne und ähnliche Vergütungen, die ein Grenzgänger aus unselbständiger Arbeit bezieht, in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem dieser ansässig ist. Zum Ausgleich kann der Vertragsstaat, in dem die Arbeit ausgeübt wird, von diesen Vergütungen eine Steuer im Abzugsweg erheben. Diese Steuer darf 4,5 vom Hundert des Bruttobetrages der Vergütungen nicht übersteigen, wenn die Ansässigkeit durch eine amtliche Bescheinigung der zuständigen Finanzbehörde des Vertragsstaates, in dem der Steuerpflichtige ansässig ist, nachgewiesen wird. Artikel 4 Absatz 4 bleibt vorbehalten.

      (2) Grenzgänger im Sinne des Absatzes 1 ist jede in einem Vertragsstaat ansässige Person, die in dem anderen Vertragsstaat ihren Arbeitsort hat und von dort regelmässig an ihren Wohnsitz zurückkehrt. Kehrt diese Person nicht jeweils nach Arbeitsende an ihren Wohnsitz zurück, entfällt die Grenzgängereigenschaft nur dann, wenn die Person bei einer Beschäftigung während des gesamten Kalenderjahres an mehr als 60 Arbeitstagen auf Grund ihrer Arbeitsausübung nicht an ihren Wohnsitz zurückkehrt.
    • sven030 schrieb:

      Also soweit ich mir das von einem Steuerberater erläutern lassen habe, hat die 60-Tage-Regelung nur steuerliche Implikationen und hat nix mit dem Status des Aufenthalts (B/C, G) zu tun.
      Was soll ich sagen? Er ist Steuerberater, ich nicht...

      Im Art. 15a Abs. 2 DBA D-CH lese ich folgendes:

      (2) Grenzgänger im Sinne des Absatzes 1 ist jede in einem Vertragsstaat ansässige Person, die in dem anderen Vertragsstaat ihren Arbeitsort hat und von dort regelmässig an ihren Wohnsitz zurückkehrt. Kehrt diese Person nicht jeweils nach Arbeitsende an ihren Wohnsitz zurück, entfällt die Grenzgängereigenschaft nur dann, wenn die Person bei einer Beschäftigung während des gesamten Kalenderjahres an mehr als 60 Arbeitstagen auf Grund ihrer Arbeitsausübung nicht an ihren Wohnsitz zurückkehrt.


      Aber ich bin auch nur ein Laie :P

      sven030 schrieb:

      In meinem Fall heißt das: Da ich mehr als 60 Rückkehrtage in der Schweiz habe, entfällt die Grenzgängereigenschaft und ich bin mit dem Schweizer Einkommen von der Einkommensbesteuerung in D freigestellt (es gilt aber weiterhin der Progressionsvorbehalt). Und wenn ich unterjährig in D arbeite, werden diese Tage anteilig besteuert.
      Das ist korrekt

      PS: Mann @jan82. Jetzt hast du 10 Sekunden früher auf Absenden gedrückt :D
    • jan82 schrieb:

      Das sieht Dein Steuerberater vermutlich falsch. Die 60 Tage Regelung ist Teil des Doppelbesteuerungsabkommens (DBA D-CH). Da heisst es in Artikel 15a (besonderes Augenmerkt auf Satz 2):

      Schweizerische Eidgenossenschaft schrieb:

      (1) Ungeachtet des Artikels 15 können Gehälter, Löhne und ähnliche Vergütungen, die ein Grenzgänger aus unselbständiger Arbeit bezieht, in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem dieser ansässig ist. Zum Ausgleich kann der Vertragsstaat, in dem die Arbeit ausgeübt wird, von diesen Vergütungen eine Steuer im Abzugsweg erheben. Diese Steuer darf 4,5 vom Hundert des Bruttobetrages der Vergütungen nicht übersteigen, wenn die Ansässigkeit durch eine amtliche Bescheinigung der zuständigen Finanzbehörde des Vertragsstaates, in dem der Steuerpflichtige ansässig ist, nachgewiesen wird. Artikel 4 Absatz 4 bleibt vorbehalten.

      (2) Grenzgänger im Sinne des Absatzes 1 ist jede in einem Vertragsstaat ansässige Person, die in dem anderen Vertragsstaat ihren Arbeitsort hat und von dort regelmässig an ihren Wohnsitz zurückkehrt. Kehrt diese Person nicht jeweils nach Arbeitsende an ihren Wohnsitz zurück, entfällt die Grenzgängereigenschaft nur dann, wenn die Person bei einer Beschäftigung während des gesamten Kalenderjahres an mehr als 60 Arbeitstagen auf Grund ihrer Arbeitsausübung nicht an ihren Wohnsitz zurückkehrt.

      Ich glaube, das wollte er damit nicht in Frage stellen. Er meinte nur (und SB können sich ja auch irren ...), dass die 60-Tage-Regelung steuerrechtlich ist und nix mit Aufenthaltsbewilligungen wie B/C oder G oder so zu tun haben. Ich sage das, weil anscheinend die 60-Tage-Regelung dann auch etwa mit Aufenthaltsbewilligung B vereinbar ist. Wobei die Schweizer bei Aufenthaltsbewilligung B womöglich davon ausgehen, dass ich auch meinen Lebensmittelpunkt in der Schweiz habe.
    • sven030 schrieb:

      Ich sage das, weil anscheinend die 60-Tage-Regelung dann auch etwa mit Aufenthaltsbewilligung B vereinbar ist.
      Ich vermute, der Steuerberater wirft hier etwas durcheinander. Die 60 Tage Regel gilt nur für Grenzgänger, siehe auch Formular GRE-3 (GRE steht vermutlich für Grenzgänger ;-))

      Falls du eine Aufenthaltsbewilligung B hast, dann geht die Schweiz natürlich davon aus, dass hier dein Lebensmittelpunkt ist. Wie oben schon geschrieben, kommt das aber ganz auf den Kanton an. Es gibt Kantone, welche dir ohne Abmeldebestätigung aus Deutschland keine B-Bewilligung geben. Das sind u.a. Kanton Schwyz (hier) und auch der Kanton Luzern.

      Wenn du eine B-Bewilligung hast und dich trotzdem nicht in Deutschland abmelden musstest, wohnst du wahrscheinlich in einem Kanton, welcher das nicht so genau nimmt. Ich habe leider keine schweizweit verbindliche Regelung gefunden dafür (auf die Schnelle bei Google). Dann doch wieder eher Kantönligeist, und jeder macht was er will :)

      Ansonsten hier (klick) noch ein Thread aus dem Forum, die anfänglich die gleichen Probleme hatten. Bei Ihnen hat es dann doch geklappt (Kanton SG).


      VG basileus
    • Danke für die Verlinkung des anderen Threads. In der Tat handelt es sich bei mir auch um Zürich, wo anscheinend zumindest im Jahr 2017 bei der Frau aus dem anderen Thread keine Abmeldebescheinigung aus D gesehen werden wollte. In meinem Fall ist das aber auch nicht so sehr problematisch, da ich ja kein Problem damit hätte, mich einfach abzumelden (und den Nachweis zu erbringen). Es entstehen durch eine Abmeldung in D keine nennenswerten Implikationen - oder weiß da jemand mehr?

      Was ich schon eher interessant finde fände, wäre, wie sich es steuerlich verhält, wenn Bewilligung B habe und ich am WE in D bin bzw. pendele. Meine (steuerliche) Anässigkeit wird ja unabhängig von der aufenthaltsrechtlichen Situation beurteilt. Und wenn man dort zum Ergebnis kommt, dass meine Anässigkeit in D ist (wegen Familie in D), habe ich die gleiche Situation mit der 60-Tage-Regelung wie bei Bewilligung G.

      Hintergrund: Ich steige in der Beratung ein und könnte Mandaten betreuen, die außerhalb der Schweiz sind. Mit Bewilligung G grenzt mein Arbeitgeber meinen Einsatzort auf die Schweiz ein (wieso, verstehe ich auch nicht - wäre mal eine Frage wert). Daher schiele ich schon etwas auf Bewilligung B. Wenn das nicht wäre, hätte ich an sich auch kein Problem, einfach die G zu nehmen ...