Gedanken und Pläne für die CH =)

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    • Gedanken und Pläne für die CH =)

      Lieber Admin und liebe Forumsmitglieder,

      ich bin seit paar Tagen neu hier, still lesen tue ich aber schon seit einiger Zeit. Nun habe ich mich entschlossen hier anzumelden. Ist echt sehr angenehm und informativ hier, mein Lob!

      Komme aus BaWü und spiele mit dem Gedanken auch endlich den Fuß in der Schweiz zu fassen. Ich habe mich vor meiner Ausbildungszeit vor knapp 10 Jahren nach Fachabi in der Uni in Bern beworben gehabt, damals war leider für mich finanziell nicht möglich dorthin zu gehen (für nicht Schweizer-Bürger waren die Semestergebühren einfach viel zu hoch), trotz der Zusage. Nun ist es schon paar Jahre her, aber die Idee habe ich nicht verworfen :rolleyes:

      Nachdem ich jetzt mittlerweile einige Berufsjahre und Erfahrung hinter mir habe, habe ich gedacht jetzt ist der richtige Zeitpunkt es zu tun. Ich möchte in die Schweiz nicht wegen des Geldes gehen (wie alle wissen das Leben ist dort einfach teuerer, darum verdienen die Menschen dort auch mehr), sondern weil ich das Land einfach sehr mag. Jedes Mal wenn ich dort bin (letzte Monaten passiert es immer öfters 8) ), fühle ich mich sehr wohl dort (und ich reise oft um Deutschland herum ^^ ). Ich bin sowieso ein Mensch, der keine Probleme hat sich in einem fremden Land anzupassen (Umgebung und Menschen). Ich bin der Meinung man sollte viel im Leben erleben und ein eventueller Umzug (wäre bereits mein 2er) in das andere Land gehört dazu :thumbsup:

      Nun habe ich seit paar Wochen angefangen, intensiv Bewerbungen zu schreiben, möchte in die Region ZH, ZG oder AG (habe da einige Freunde).

      Was mir sehr positiv aufgefallen ist, bis jetzt hat sich jedes Unternehmen gemeldet, bei manchen dauert es noch bis es bearbeitet wird, manche haben höflich abgesagt (aus einem Unternehmen kam meine Mappe sogar per Post wieder zurück!). Wo ich mich für meine letzte Stelle in DE beworben habe, kam es teilweise von manchen Firmen bis heute nichts und die Unterlagen wurden einfach weggeschmissen X/

      Am Anfang Januar habe ich ersten Vorstellungsgespräch in der CH und bin schon sehr gespannt ^^ Ich hatte schon so viele in meinem Leben, aber im Ausland noch nie... hoffe, dass es positiv verlaufen wird!


      PS: Am WE gehts nach Zürich, freue mich schon ganz arg drauf :love:

      Liebe Grüße Mimi :CH:

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    • Hallo Mimi und Willkommen im Forum

      Danke für deine sympathische Vorstellung.

      Es macht den Anschein, dass bei dir bis jetzt alles recht gut anläuft. Viel Erfolg beim Vorstellungsgespräch. :thumbsup:

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Hallo Mimi!

      Ich möchte dir gerne von meinen Erfahrungen als Deutsche in der Schweiz berichten.
      Ich weiss jetzt nicht, aus welcher Berufsbranche du kommst. Der Arbeitsmarkt wird auch in der Schweiz hart umkämpft. Gerade was Büro-,PR,-Verwaltungsjobs angeht gibt es viele inländische Bewerber, die natürlich vorrang haben. Gesucht werden immer noch Mitarbeiter in der Pflege-,Gesundheitsbranche und der Industrie. Was ich damit sagen möchte, falls du den Job bekommen solltest, es aber aus was für Gründen auch immer nicht dauerhaft klappen sollte, wird es schwer, neue Arbeit zu finden. Es sei denn du bist Arzt oder Polymechaniker. Ich selbst komme aus der Büro- Assistenz, bin wegen meinem Freund der hier in der Industrie einen sehr guten Job hat, hergezogen. Dieser Job war die Hölle, nach zwei Wochen bin ich gegangen. Und suche seit 3,5 Jahren etwas vergleichbares, Hunderte Bewerbungen, nur Absagen, Hier stellt man zur Zeit kaum Ausländer ein, da es eben dort genug inländische Arbeitssuchende gibt.
      Das zu dem.
      Die Schweiz ist ein wundervolles Land, sauber, ordentlich. Die Menschen sind höflich. Keine Frage. Man hat seinen Standard, den man erhalten will. Ist nichts gegen einzuwenden. Die Kehrseite der Medaille ist: Du wirst immer der ausländische Gastarbeiter sein. Du bist ein Deutscher. Ein Ausländer. Da es in den letzten Jahren "zu viele Deutsche" in den Schweiz gab, werden sie nicht besonders gerne gesehen. Aus was für Gründen auch immer. Was ich damit sagen möchte: Wenn du keinen grossen Wert auf Sozialleben legst, bist du hier richtig. Es mag sein, dass der Chef freundlich zu dir ist, die Kollegen höflich. Aber es wird schwer sein, einen Freundeskreis aufzubauen, wie du es vielleicht gewohnt bis. Bedenke: Du lässt Familie und Freunde zurück. Auch wenn es dir aktuell nicht wichtig ist, sie sind wichtig! Glaube mir! Wenn du erst mal Wochenende und Feierabend Monat für Monat, Jahr für Jahr alleine daheim hockst. Nun denkst du "Hey, ich bin ein offener Mensch, schliesslich reise ich viel und bin auch schon mal umgezogen, das wird ein ein leichtes sein Leute kennen zu lernen" Tja, habe ich auch gedacht. Und ich habe in vielen Städten Deutschlands und Österreichs gewohnt, dort habe ich immer viele Freunde gefunden. Nicht so in der Schweiz. Hier wird dir eine sogenannte "soziale Kälte" entgegenschlagen. Diesen Eindruck haben viele Ausländer. Die Schweizer ticken ganz ganz anders als die Deutschen. Das ist auch ihr gutes Recht! Das will ich nicht schlecht machen! Aber die offene und unkomplizierte Art der Deutschen wirst du hier nicht wiederfinden! Bitte mache dir darüber auch ein paar Gedanken! Klar, Geld, guter Job, schönes Land, gute Lebensqualität! Klingt verlockend. Aber informiere dich auch über die Kehrseite der Medaille. Und Zürich ist Deutschen gegenüber gar nicht gut aufgestellt. Es gibt dort anscheinden zu viele, da braucht es nicht noch einen.
      Wie war das Vorstellungsgespräch? Aus welcher Branche kommst du?
      Naja, falls du noch fragen hast ...Ich schreib dir gerne!

      Liebe Grüsse
    • @'Maik' vielen Dank! Ja es ist zwar "nur" ein Vorstellungsgespräch, aber immerhin bekommt man eine Möglichkeit sich vorzustellen und das Unternehmen näher kennenzulernen :) Auch, wenn es im Endeffekt nicht positiv ausgeht, sollte man es als Erfahrung sehen und was mitnehmen.

      @'Vereinslos' Danke für deine Erfahrung und tut mir natürlich Leid, dass es bis jetzt mit neuem Job nicht geklappt hat. Von negativen Berichten habe ich im Laufe der Zeit schon viel gelesen. Aber die gibt es leider überall. Egal wohin man geht.

      Ich finde, das sollte wohl jedem in DE klar sein, wenn man in die CH geht, dass man da ein Ausländer ist, auch wenn es ein Nachbarland ist. Das war ich vor 15 Jahren hier auch, trotz 2 Staatsbürgerschaften. Man muss sich nun mal mit der Kultur und Menschenwesen auseinandersetzten. Am Anfang war es hier für mich auch ein Kulturschock: komplett neue Sprache, neue Schrift, neue Menschen. Ich habe damit absolut kein Problem! Vielleicht liegt es daran, dass ich ein multi-kulti Mensch bin, ich weiss es nicht. Ich habe einige enge Freunde in der Schweiz (auch wenn ich dort nicht lebe) und alle sind gebürtige Schweizer!

      Hier in DE lasse ich meine Leute nicht zurück (habe auch in keiner Weise erwähnt, dass mir meine Family unwichtig sei). Ich gehe nicht aus der Welt. Ob ich 200km weiter südlich in einem anderen Land oder 200km weiter nördlich in Deutschland lebe, macht es kein Unterschied. Meine Family und Freunde sind überall in DE, Europa und versch. Kontinenten verteilt. Also da würde sich für mich nichts ändern. Die Strecke von 200km ist für mich keine Strecke. 1,5h und ich bin Daheim.

      Ich bin eh der Meinung es hängt viel von einem Menschen selbst und von der Einstellung ab. Ich freue mich auf solch eine Herausforderung! Und meine Freunde und Family unterstützen mich dabei, das ist das Wichtigste ;)

      PS: Bin im Vertriebsmanagement tätig.

      Liebe Grüße
    • Hallo zusammen,

      wenn man erst einmal genauer hinschaut, stellt man vielfach fest, dass doch einige Schweizer vielfach selbst einen "Migrationshintergrund" haben, soll heissen: Eltern oder Grosseltern sind aus Deutschland, Italien, England, USA eingewandert, sie sind mit Ausländern liiert/verheiratet, oder der Schwager/die Schwägerin sind aus dem Ausland zugezogen. Auch diejenigen, die beim ersten Zuhören wie Ur-Schweizer klingen, haben beim zweiten Blick mannigfache familiäre Berührungspunkte mit dem Ausland. Insofern wird - je nach Stadt/Region/Kanton - vieles sicher nicht so heiss gegessen, wie es in den Medien gekocht wird. Soll nicht heissen, dass man nicht auch mal doofe Situationen erleben kann. Aber ein zweiter Blick lohnt und manchmal darf man auch mit den Eidgenossen nicht so streng sein. ;)

      Viele liebe Grüsse
      Carina
    • Hallo nochmal

      OK, also bei 200 km Umzug ist es natürlich ein anderer Schnack, das ist ja gar nichts. Ich bin 1000 KM weit weg gezogen. Das ist etwas komplett anderes. Und auch ich habe Freunde die überall verteilt sind und man miteinander im Kontakt steht. Es ist aber etwas anderes - zumindest für mich - ob man mal eben kurz ums Eck sich mit den Freunden trifft, spntan und/oder jedes Wochenende, so wie es für mich normal war oder ob man 1000 KM weit weg ist und das nicht mehr hat. Schweiz ist für mich das 3. Land in dem ich Lebe. Ich habe eigentlich überhaupt keine Schwierigkeiten mich einzugewöhnen, allerdings ist es mir langsam aber sicher mit den Schweizern zu mühsam, nichts für ungut. Und naja, bei wie gesagt einem Umzug von 200 KM frag ih mich eh, worüber wir hier reden :) Da fährst eh viel wieder heim.

      "Ich bin eh der Meinung es hängt viel von einem Menschen selbst und von der Einstellung ab. " Stimmt, seh ich genauso. Aber wenn man einfach zu grosse Unterschiede aufweist, bringt es einfach nichts. Ich bin auch mit dieser EInstellung her, habe auch tolle Erfahrungen gemacht. Auch sehr liebe Leute kennen gelernt, aber für mich ist es immer noch ein Unterschied, so richtig "warm" werde ich nicht. Na, ich werde mal schauen, was für mich die Zukunft so bringt! :)
      Aber wie gesagt, bei einem Umzug ums Eck, gerade mal über die Grenze, da ist sowieso jede Diskussion hinfällig :)
      Viel Glück und viel Freude
    • Grüezi :),

      wenn ich von Frankfurt aus umziehen würde nach Zürich wäre das jetzt auch keine halbe Weltreise, habe mal Google "messen" lassen =), das sind 400km, via A5 Basel in 3 std 50 Minuten zu schaffen (angeblich), also würde auch ich ab und zu zwischen Züri und Frankfurt pendeln, aber nicht zu oft, mein Ziel wird es schon sein in der Schweiz "anzukommen", das heißt nicht an der Grenze leben. Ab und zu, beispielsweise 1 Mal im Monat hoch zu den Eltern nach Frankfurt mit dem Auto.

      Die Basel Autobahn beginnt ja bei uns hier ab Frankfurt am Main, ab Frankfurt siehst du das "Basel" Schild.

      In unserer Wohnsiedlung hier in Frankfurt parkt ein weiß farbiger BMW X5 mit ZG Kennzeichen =)!


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von nihat1988 ()