Aktuelle Situation in der Schweiz *Thema Zuwanderung, Krise etc.*

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    • Aktuelle Situation in der Schweiz *Thema Zuwanderung, Krise etc.*

      Hallo liebe Forum Gemeinde,

      wir planen ja dieses Jahr die Auswanderung in die Schweiz (Ecke Luzern, Bern) und sind mitten in den Vorbereitungen. Jedoch, so könnt ihr euch vorstellen, bereiten einem die Vorgänge der aktuellen EU- und Flüchtlingskrise in Deutschland uns große Sorgen. Und da würde es uns natürlich mal interessieren wie es denn im "gallischen Dorf" der Schweiz so aussieht???
      Wie wird in der Schweiz die aktuelle Flüchtlingskrise bewertet und wie ist die Stimmung??? Selber lesen tun wir "eigentlich" nur gutes, im Verhältnis zu Deutschland, wissen es jedoch noch nicht einzuschätzen!Beispiele wie hier...
      welt.de/politik/ausland/articl…ig-abschieben-lernen.html

      Gibt es vielleicht einige Infos Vorort???

      Danke vielmals :CH:
    • Grüezi,

      ich verfolge die Flüchtlingskrise aktiv und war auch letzte Woche 4 Tage in der Schweiz, generell ist es so, dass in der Schweiz wenige Flüchtlinge sind und auch wenig Flüchtlinge in der Schweiz dauerhaft halt machen, die Schweiz kann aber für französisch sprechende Flüchtlinge aus Afrika interessant sein, ist es auch, wenn du in der französischen Schweiz unterwegs bist siehst du auch Afrikaner, also Schweizer mit migrationshintergrund, in der Schweiz geboren etc., 2. Generation, 3. Generation, du lernst Afrikaner oder Nordafrikaner kennen.

      Ein großer Teil der Flüchtlinge zieht weiter nach Norden weil (so meine bekannte aus der französischen Schweiz) die Umstände für die Flüchtlinge absichtlich schlecht gehalten werden, meine Bekannte ging am Anfang oft zu einem Flüchtlingszentrum nahe Neuchâtel (NE) um Flüchtlinge da zu helfen, allerdings lässt man die Helfer/innen nicht helfen wie sie wollen, es gäbe Vorschriften, sie wird bevormundet, es sollen Lebensmittel von Migros mit abgelaufenen (!) Datum/Verfallsdatum an Flüchtlinge gegeben werden und das hat sie nicht lange mitgemacht, nicht lange ausgehalten und irgendwann ging sie nicht mehr helfen, wahrscheinlich will man das auch so, unabhängig davon eine große Bürokratie, was auch nicht einladend ist.

      Außerdem kommt der Großteil der Flüchtlingswelle aus dem Osten, also aus der "östlichen Strecke" vom Balkan aus, das heißt der Nachbar ÖSTERREICH macht einiges mit, die Schweiz deutlich weniger, weil die Schweiz auf der westlichen Strecke auf der westlichen Seite bleibt, die Schweiz schaut lediglich auf ihre Italien Grenze, von da kommen auch Flüchtlinge, aus Afrika, abgesehen von Italien und Mittelmeer liegt die Schweiz nicht auf der "Hauptflüchtlingsroute", meine Bekannte hat mir gesagt, dass betrachtend der Zustände der Flüchtlinge in der Schweiz sie es sogar in Italien teilweise besser hätten, leider sehen das die Flüchtlinge zu spät wenn sie schon aus Italien weiter in die Schweiz gewandert sind, die Italiener seien hierbei etwas warmherziger und hilfsbereiter, so die Bekannte aus der französischen Schweiz.

      Sogesehen ist Italien auch ein sehr schönes Land, nach der Schweiz wäre es bei mir sogar die zweite Wahl zum auswandern innerhalb der EU, in Italien ist die Lebensqualität auch hoch, die Küche, das Meer, da verdient man seine Brötchen auch auf Euro Basis, nur leider kann ich kein italienisch, nur 10 wörter um in einem italienischen Restaurant klarzukommen :), was den anderen Nachbarn der Schweiz betrifft, Frankreich, mmmh eher net, konnt mich noch net wirklich mit der FR Küche anfreunden und bei Deutschen seien die generell ein wenig eingeschnappt, die berühmten Vorurteile mit "allemand NOOOOOOOOOON, parle francaiiiiiiis" :D.

      Bezüglich Krise, ansonsten habe ich in der Schweiz von keiner Krise gehört, viele Schweizer wollen den Flüchtlingen helfen, viele sind nicht dagegen und verurteilen auch die rechtsorientierten Parteien mit ihren strengen Kampagnen.

      Die Schweiz hat eher ein Problem mit EU EINWANDERUNG :D, in der Schweiz siehst du Spanier, Portugiesen, Franzosen, Italiener etc. wahrscheinlich auch Griechen.




      Zur EU Zuwanderung in die Schweiz, das Geile ist, dass jede Region der Schweiz die selben Probleme hat, also deutsche Schweiz, französische Schweiz.

      Beispiel: In Basel oder Bern, Zürich siehst du zahlreiche Autos aus Deutschland, also Deutsche.

      DAS GLEICHE PHÄNOMEN hast du in der französischen Schweiz :D, in Neuchatel und Lausanne habe ich zahlreiche Autos aus Frankreich gesehen, also Franzosen, die haben also auch die exakt gleichen Phänomene und Entwicklungen genau wie in der deutschsprachigen Schweiz , dann wird die italienische Schweiz kaum anders sein, das heißt die Schweiz erlebt "Flüchtlingswanderung aus der Eurozone in die Schweiz" aus allen Richtungen :D, jaaa, auch Österreich, habe auch Autos mit Österreich Kennzeichen gesehen :).

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von nihat1988 ()

    • @nihat1988 Danke dir vielmals für diese kurzen Einblicke in die aktuelle Situation. Sicher und das habe ich auch nicht anders erwartet, spiegelt dies nur die eigene Wahrnehmung der Lage wieder. Dennoch gibt es einem ein gutes Gefühl, da zumindest hier in Deutschland die Situation ziemlich aufgeheizt ist. Wir sprechen ja auch von ganz anderen Dimensionen als in der Schweiz. Ich denke aber auch, dass nach Köln etc. bei vielen Gutmeineinden der Groschen gefallen ist und man merkt, dass man so nicht weitermachen kann. Strikte Einwanderungsbestimmungen sind sinnvoll und notwendig. Wir, die auch in die Schweiz wollen, stellen uns auch dieser Herausforderung. Und wenn es heißt, "Schweizer First", dann sagen wir, JA, dass ist auch gut so!!!
      Aber egal, danke für deinen Augenzeugenbericht!

      Liebe Grüße :CH:
    • Was Flüchtlingskrise betrifft so kommt man nicht drum herum die Schweiz zu verteidigen, mehr oder weniger.

      Das Land hat wirklich nicht grade viel Platz um massenhaft neue Wohnsiedlungen aufzuziehen, bestes Beispiel Zürich, viele aus Europa wollen da hinziehen, aber wo platz, die Wohnsiedlungen, die Wohnprojekte die da entstehen können die Masse nicht abdecken und man wird auch nicht zulassen, dass Zürich eine 1 Mio Einwohnerstadt wird, das wird zu viel, zu riesig, Zürich kann kein London werden, also von der Größe her.

      Von daher können wir auch nicht erwarten, dass die Schweiz 1 Mio Flüchtlinge aufnimmt, das ist Angelegenheit der GROßEN EU Nachbarn, zumal die Schweiz auch nicht mal in der EU ist, sie kann machen was sie will.

      Italien, Deutschland, Frankreich, diese großen Nachbarn können locker 2-5 Mio Flüchtlinge aufteilen, aber was soll da die Schweiz machen können, zumal ist die Schweiz ein sehr teures und reiches Land, die Flüchtlinge kriegen da doch regelrecht KULTURSCHOCK, den kriegen sie in den Euro Ländern so oder so und in der Schweiz würden die dann total Schock des Lebens kriegen wenn sie plötzlich Menschen kennenlernen werden, die im Monat 6000-10.000 CHF im Monat verdienen.

      Und ein weltweites Phänomen sagt, je MEHR du verdienst, desto gehobener wird deine Lebensgestaltung und damit wird auch deine Art und Weise etwas "kälter", das heißt die Flüchtlinge, in Europa neu angekommene Menschen könnten niemals oder nur sehr schwer mit Schweizern Freundschaft schließen, weil das sind Menschen die haben alles, verdienen vielleicht ihre 7000 CHF im Monat und denken sich "warum mit diesem Mensch freundschaft schließen, brauche ich doch nicht, ich kenne ihn nicht, muss ihn auch nicht kennen", wenn du viel Geld hast und viel Geld verdienst, so wird auch GELD zu dein Lebensgestalter nummer EINS, wenn du nach Italien reisen willst oder nach Frankreich oder ma nach Malediven Urlaub machen willst, für DAS ALLES brauchst du Geld und sonst gar nix, es geht nur um Geld und Menschen die sehr viel Geld verdienen sind nunmal etwas kaltherziger, ist ein weltweites Phänomen, hast du in Deutschland auch, die die im Monat 1000 Euro verdienen und die die im Monat 5000 Euro verdienen gehen nunmal ganz andere Lebensarten nach, DAS werden die Flüchtlinge mit eiskalter Härte zu spüren bekommen, in Deutschland und viel viel mehr in der Schweiz, deswegen ist die Schweiz für Flüchtlinge eine total falsche Adresse, in Italien wären sie besser aufgehoben, denn diese XXL Bürokratie wird sie auch in Deutschland, Dänemark oder Schweden zu spüren bekommen, nicht nur in Südeuropa.

      Dann ist die nächste Frage ob die Schweiz Flüchtlingen sofort Jobs geben kann bzw. wird, ich denke nicht.
      Ein Flüchtling frisch eingewandert aus Afrika kriegt direkt einen Job mit 7000 CHF Monatssalär, da werden doch die Schweizer sagen "ja gehts noch?"

      Die Schweiz erlebt schon großen Zuzug aus den Euro Ländern, in der Schweiz lernst du Portugiesen, Spanier, Griechen, Deutsche, Franzosen, Italiener kennen, da ist für Nah Ost Flüchtlinge kein Platz.

      Der einzige "Flüchtlingsmagnet" in der Schweiz ist die französische Schweiz für Flüchtlinge aus Afrika, da sie französisch sprechen können, von daher stehen sie in der französischen Schweiz nicht ganz so schlecht da, aber in den anderen Sprachregionen sieht es schwieriger aus.


      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von nihat1988 ()

    • Hallo zusammen,

      ich bin zwar neu hier, aber als gebürtiger Kölner möchte ich hier mal kurz was klarstellen.
      Köln ist seit Jahren eine Problemstadt!!! Das hat nichts mit den Flüchtlingen zu tun! Ich finde es schlimm wie oft es jetzt heißt...Silvester bla bla...

      Jedes Jahr zu Karneval oder auch zu Silvester gibt es hunderte von Anzeigen wegen Belästigung, nur hat das bisher keinen interessiert.
      Ich bin vor 2 Jahren aus Köln weggezogen, weil gerade Köln für Korruption in Politik und Verwaltung bekannt ist!
      "Kölscher Klüngel" ist jeden Kölner ein Begriff.
      Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom. :D
    • Hallo @ nihat,
      ich glaube nicht das Emphatie vom Gehalt abhängt, verdiehne hier auch net schlecht im Gegensatz zu Deutschland aber deshalb muss ich kein kaltes Herz haben....
      Ich find die schweizer Mentalität schon krass, weiss net ob ich mich je daran gewöhnen werde oder sollte.
      Was Tisina sagt kann ich nur unterstreichen, komme ürsprünglich auch aus dem Rheinland und kenne Köln sehr gut, trotzdem bin ich dafür das Menschen in der Not geholfen werden muss,
      im Grunde haben wir das doch alles verursacht... ach ich könnte noch so viel dazu schreiben aber das gehört nicht hier her.
    • Hallo artur,

      naja ich kann für Deutschland sprechen und momentan arbeite ich bei einer namhaften, großen, klassischen deutschen Firma und merke auch ein wenig diese "Kälte".
      Viele Deutschen bestätigen das auch, wenn Deutsche zum Beispiel im Süden Urlaub machen, Griechenland, Spanien oder Türkei da sagen die "aaah die sind so nett, warmherzig, gastfreundlich", ja die haben aber auch weniger Geld in der Tasche, in der Türkei sowieso, die verdienen im Schnitt nur 400 Euro im Monat, dafür sind die aber auch warmherziger, gastfreundlicher, weil sie automatisch näher zum Menschen sind.

      Aber wenn du viel Geld verdienst bist du automatisch etwas distanzierter zu den Menschen weil du mit dem Geld sehr viel unternehmen kannst, Beispiel Schweiz und Züri, ohne Geld wo willst du da feiern gehen?

      Ich weiß, dass sich dies auch in der Schweiz nur bedingt oder gar nicht ändern wird was die Mentalität betrifft aber das ist kein Problem für mich, darauf habe ich es ja nicht abgesehen, ich gehe ja nicht zur Schweiz rüber wegen der "Kälte-Wärme" Thematik.

      Mit "wir haben das alles verursacht" Aussagen muss man ja immer aufpassen, da die regionalen Regierunge vor Ort im Nahen Osten bei dem Käse ja "mitmachen".

      Selbst wenn der Westen aufhören würde Waffen zu produzieren würden dann künftig die Russen, Iraner, Chinesen oder Japaner liefern, es gibt so viele Alternativen.
      Und selbst wenn Waffen ausgehen kann man sich Molotov Cocktails basteln.

      Sogar die DIREKTEN Nachbarn im Nahen Osten sind auch Waffenlieferanten, die Türkei zum Beispiel, seit Anbeginn der Syrien Krise macht man in der Türkei Witze von wegen "LKW's voller Schoki nach Syrien", ja dieses "Schoki" ist aber net so süß wie man denkt, da wird was ganz anderes geliefert, undercover.

      Die Schweiz ist auch net harmlos, sie produziert Bodenminen, von wegen "wir sind neutral", genauso bekannt wie made in germany ist auch made in switzerland.

      Das sind Bodenminen die an Grenzverläufen von irgendwelchen Ländern auf der weiten Welt aufgestellt werden und bei illegalen Grenzübergängen "BUMM"...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von nihat1988 ()

    • Also, ich habe mir einen Teil durchgelesen.

      Und ich lege euch wirklich und einfach nur ans Herz. Kommt nicht in die Schweiz..... tut was ihr nicht lassen könnt und für richtig empfindet.
      Aber Flüchtlingskrise gibt es hier keine wirklich. Es hat Orte, wo es enorm viele neue hat. Aber allgemein hatte die Schweiz, wie jedes Land, schon immer Zuwanderung.
      So gross ist dieses Land überhaupt nicht und eine Änderung fällt dann auch umso mehr auf.
      Aber sozial, kulturell usw. ist es wirklich nix wenn man selber eine offene, ehrliche Person ist. Hast du Geld, dann sind se alle offen und ehrlich...
      ich habe an sehr vielen verschiedenen ecken in fast allen kantone gelebt und gearbeited. fast am längsten in luzern. wenn ihr wirklich hier her kommen müsst, dann erwartet nix, erledigt eure probleme lieber selber, erzählt niemanden davon und seid nicht zu offen zu menschen um euch rum

      Und ja, ich bin ja schweizer, ich kenne einfach wirklich enormstens viele menschen nur schon hier. Und ja, der rassisismus in diesem land is enormstens hoch. glaubt ihr nicht? joa, dann muss man es selber am eigenen leib lernen.... nur schon weil ich mich fürimmigranten und alle möglichen personen freiwillig einsetze bin ich in meinem dorf gehasst. ohne witz. in der stadt nicht anders. diese kleinen dörfer in der schweiz sehen schöner aus wie sie von den menschen her sind. gut für kurzurlaub, solange man geld über die türschwelle trägt...

      ich möchte euch wirklich nicht en spass und die freude nehmen in die schweiz zu kommen... aber man sollte diese schönen bildschirmbilder-videos und "legenden" mal ablegen und die augen aufmachen. sonst empfehle ich, meinen beitrag hier zu lesen.

      Schweizer Mentalität
    • Hi Dreher,

      da scheinst Du ja wirklich schlechte Erfahrungen hinter Dir zu haben. Ich möchte trotzdem als Gegenpol dazu auftreten. Meine Frau und ich sind beides Ausländer und wir wurden bislang überall höflichst, nett und zuvorkommend empfangen und behandelt.

      Gerade im Vergleich zu Deutschland oder Frankreich geht bei Behörden alles schnell, einfach und unkompliziert. Auch neuen Kontakt zu einheimischen haben wir schnell gefunden und zählen diese inzwischen zu unseren Freunden.

      Deswegen von meiner Seite her: Kommt ruhig in die Schweiz!
    • Da kann ich mich anschliessen.Ich komme im Pflegesegment mit 100erten von Schweizern in Berührung.Wenn man respektvoll und etwas zurückhaltend ist...kommt man wunderbar zurecht.
      Ich habe sehr nette Kontakte..Dörfer in der Schweiz sind etwas für Fortgeschrittene...aber hey..es gibt genug Kleinstädte- Kantone...
      Beste Grüsse
    • Da das Thema jetzt bereits schon aus der Versenkung geholt wurde, möchte ich es gerne noch mal aufgreifen. Inzwischen sind ja drei Jahre vergangen und möglicherweise hat sich ja etwas geändert.

      Ich muss zugeben, dass das Thema Sicherheit auch mit eine gewichtige Rolle für unser Umzugsvorhaben hat. Auch wenn die offiziellen Polizeistatistiken sagen Deutschland sei so sicher wie seit Jahrzehnten nicht mehr, nimmt das "subjektive Sicherheitsempfinden" stetig ab. Ein Grund für diesen Wandel sehe ich darin, dass Gruppen junger "Geflüchteter" heute das öffentliche Bild prägen während Sie regelmässig durch besonders brutale Taten in die Schlagzeilen geraten, aber auch die Statistiken überproportional dominieren. Hinzu kommt der "lasche Rechtsstaat" der kaum Zuwanderer abschiebt, trotz Vollziehbarkeit der Ausweisung und krimineller Handlungen, 30-40% der Abgeschobenen wieder einreisen, dennoch keine nennenswerten Grenzkontrollen geschweige Schleierfahndung durchführt, der an sicheren Herkunftstaaten scheitert, trotz Anerkennungsquoten von unter 2%, ...

      Wenn ich die Wahl habe, ob meine Kinder in einer offenen, unsicheren Gesellschaft oder einer freien, sicheren Gesellschaft aufwachsen sollen, ich würde mich für letzteres entscheiden.

      Wie würdet Ihr die Sicherheitslage in der Schweiz bewerten? Ins Besondere in Bezug auf sexuelle Übergriffe gegen Frauen (Gruppenvergewaltigungen), Clankriminalität, Angriffe gegen Polizisten und Rettungskräfte, Prügeltouren, ... Sind das Phänomene die man in der Schweiz überhaupt kennt?
    • Hallo Familie
      Also..nicht das ich dieses Thema gross beantworten könnte..aber mein subjektives Empfinden ist zum Thema Sicherheit:
      Es gibt auch hier sexuelle Übergriffe..laut Zeitung.Ich empfinde die Polizeipräsenz stärker als in Deutschland /Hamburg.Hier wird schneller reagiert.Es fällt sehr schnell auf..wenn ein Parksünder oder Motoroller ohne Nummernschild irgendwo steht.Sie haben also Zeit solche Art von Bagatellen anzugehen.Das war in Hamburg null möglich ..ich hatte das Gefühl..dass die Polizei nur das gröbste weggeschafft hat...zurück in der Leitstelle sind sie dann ins Koma gefallen.Nur so mein Empfinden.
      Beste Grüsse
      Honigbiene
    • Hallo Familie

      Das statistischen Zahlen lasse ich mal unkommentiert...

      Aber wie Honigbiene schon sagte, scheint mir die Polizei in der Schweiz schneller und effektiver zu sein.
      Schon im Vorfeld meiner Auswanderung haben ich die Nachrichtenkanäle in beiden Ländern verfolgt.
      So habe ich z.B. auf Twitter einen Kanal zu Polizeimeldungen aus NRW und Meldungen von kantonalen Polizeien in der Schweiz aboniert.
      Mein Ergebnis war, dass 1.) in Deutschland/NRW viel mehr "passiert" ist (was natürlich auch an der höheren Bevölkerungsdichte liegt) und 2.) die Aufklärungsquote in der Schweiz viel grösser ist.

      Der Aufruf zur Mithilfe an die Bevölkerung erfolgt in der Schweiz auch viel früher. Was nutzt es mir, wenn ich in Deutschland nach 3 Monaten gefragt werde, ob ich irgendwo etwas gesehen habe?
      Vielleicht mag es auch nur an der fehlenden Berichterstattung in Deutschland liegen (wer interessiert sich schon für einen gefassten Übeltäter im Vergleich zu einem auffällig gewordenen Flüchtling), aber in der Schweiz habe ich schon oft Artikel gelesen, wo wenige Tage nach einer Straftat Verdächtige angehalten werden konnten.


      Gruss
      Oliver

      Über meine Erlebnisse und Erfahrungen zu meiner Auswanderung berichte ich nun in meinem Blog.

    • S.Oliver schrieb:

      Mein Ergebnis war, dass 1.) in Deutschland/NRW viel mehr "passiert" ist (was natürlich auch an der höheren Bevölkerungsdichte liegt)
      Das kann ein Trugschluss sein. Es ist einfach so, dass je nach Kanton/Gemeinde die Polizei in der Schweiz viel weniger Kommunikations- bzw. Pressearbeit betreibt und daher nicht jeder Vorfall in der Presse landet.
    • Ich habe mir mal die Mühe gemacht die Kriminalstatistiken der beiden Länder für 2017 zu vergleichen.

      Auf den ersten Blick scheinen die Unterschiede gar nicht so erheblich auszufallen wie man zuerst denkt. 2017 wurden in der Schweiz summiert rund 557.000 Straftaten bekannt. In Deutschland waren dies im gleichen Zeitraum rund 5,67 Mio. Berücksichtigt man die jeweiligen Bevölkerungszahlen kommt man so auf Fallzahlen von 66,9 (Schweiz) bzw. 69,8 (Deutschland) pro 1000 Einwohner.

      Etwas anders sieht es bei den Beschuldigten / Tatverdächtigen aus. In der Schweiz gab es rund 136.000 Beschuldigte, in Deutschland rund 2,1 Mio. Tatverdächtige. Setzt man dies in Relation zur Bevölkerungsgrösse kommt man auf ca. 16 Beschuldigte (Schweiz) bzw. knapp 26 Tatverdächtige (Deutschland) je 1000 Einwohner. Allerdings ist mir nicht ganz klar, ob man schweizer "Beschuldigte" mit deutschen "Tatverdächtigen" so vergleichen kann.

      Allerdings ist mir dann bei den Deliktarten noch ein ganz erheblicher Unterschied aufgefallen. Fälle von "gefährliche und schwere Körperverletzung" gab es in Deutschland 2017 ganze 137.058 (1,6 je 1000). In der Schweiz gab es 586 Straftaten der "schweren Körperverletzung" (0,07 je 1000).
      Auch bei einfacher Körperverletzung sieht das Verhältnis nicht viel anders aus. Rund 394.000 in Deutschland, 7.787 in der Schweiz.
      Gibt es in der Schweiz eine andere Bewertung was Körperverletzung angeht? Oder gibt es in der Schweiz wirklich um einen Faktor 5-20 weniger Fälle?

      In anderen Delikt-Bereichen sieht es eher wieder ausgeglichen aus. z.B. Vergewaltigungen, Deutschland 7.495, Schweiz: 588.

      PKS 2017 Schweiz: bfs.admin.ch/bfs/de/home/aktue….assetdetail.4822913.html
      PKS 2017 Deutschland: bka.de/DE/AktuelleInformatione…PKS2017/pks2017_node.html
    • Hallo Zusammen

      Ich mache es mal kurz & knapp.

      Nach 10 Jahren Hamburg, 33 Jahren in Deutschland und 2 Jahren Schweiz, kann ich klar sagen...

      Ein Vergleich der Kriminalität Deutschland + Schweiz, ist ein Vergleich von Äpfel mit Birnen. Auf die PKS in Deutschland gebe ich in der heutigen Zeit sehr wenig, da viele Straftaten schon gar nicht mehr zur Anzeige kommen (Überlastung der Polizei, Erfolglosigkeit auf Aufklärung bei Bagatlelldelikten) und dazu kommt noch der politische Druck.

      Wer hier in der Schweiz nach No-Go-Areas, wachsende Parallelgesellschaften wie in Deutschland (Berlin, Hamburg, Bremen, Frankfurt, NRW etc.) sucht oder Vorfälle wie Köln oder G20 vorfinden will, wird sie (zum Glück) nicht finden!

      LG Robert
    • Wenn Du in den Grossstädten wie Genf, Zürich, Bern, Lausanne, Luzern usw. zur falschen Zeit am falschen Ort bist, kannst Du genauso Opfer eines Raubdeliktes oder einer Körperverletzung werden.
      Man sollte einfach mit einem gesunden Menschenverstand durch`s Leben gehen. Wenn ich durch Köln, Hamburg oder andere deutsche Grossstädte in Deutschland gehe mache ich die Augen auf und kann selber beurteilen ob hier eine Gefahr droht oder nicht? Wenn es mir dort zu "heiss" ist gehe ich auf`s Land wo das Gefährdungspotential weit aus geringer ist.
      Da brauche ich keine Polizeistatistiken zu studieren. Wir wissen doch: Traue keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast :)
    • BonjourSuisse, die Frage war doch nicht, ob man auch in der Schweiz Opfer einer Straftat werden kann. Es ist selbstredend, dass man überall Opfer werden kann. Es ist auch selbstredend, dass es geografische Unterschiede gibt. Dass es in Städten und/oder im Norden (in Deutschland) gefährlicher ist als auf dem Land und / oder im Süden. Natürlich gibt es Orte, gerade zu bestimmten Uhrzeiten die man mehr meiden sollte als andere, wenn man einer potentiellen Straftat entgehen möchte. Das war aber nicht die Frage. Die Frage war, wie die Sicherheitslage in der Schweiz mit der in Deutschland zu vergleichen ist. Dazu sind Statistiken nun mal ein gutes Mittel, auch wenn eine Statistik naturgemäss nie hundertprozentig die Realität wieder gibt.

      Vielleicht hat noch jemand eine Erklärung für diese immense Kluft bei den Körperverletzungen. Ich konnte mir hierauf bisher keinen Reim machen.
    • Also ich habe 34 Jahre in Düsseldorf gelebt und bin seit 3 Jahren in Lörrach. In Düsseldorf geht es schon gut zur Sache, hier in Lörrach mal auf die Einwohnerzahl gerechnet, gefühlt noch schlimmer. Wenn man mal am Wochenende abends unterwegs ist. Clubs meide ich hier sowieso, mal abgesehen davon, dass die schrecklich sind, kracht es dort regelmäßig. Wenn man mal die Medien verfolgt, bekommt man auch einiges hier in der Grenzregion mit. Wobei wie schon erwähnt vieles überhaupt nicht an die Öffentlichkeit kommt.
      In der Schweiz habe ich bisher noch keine heftigen Erlebnisse gehabt, kann jetzt zum größten Teil von Zürich und Basel reden. Bin überzeugt, dass die Gewaltbereitschaft in D deutlich höher ist, besonders halt abends am Wochenende...
    • @ Familie:
      Sag mal willst Du hier rumtrollen?

      Da die Transferleistung bessere Sicherheitslage in der Schweiz zu Deutschland ja doch etwas schwerer zu sein scheint hier noch mal kurz und knapp ein paar Fakten:

      Die Schweiz ist sicherer weil sie effektive Grenzkontrollen haben und im Gegensatz zu Deutschland wissen wer sich in Ihrem Land aufhält. Die Aufklärungsquote bei Straftaten ist höher durch bessere Polizeipräsenz und effektive Gerichtsbarkeit. Kriminelle Ausländer werden auch ausgeschafft, wohingegen in Deutschland Asylbewerber durch psychische Gutachten und das Fluchtrauma mildernde Umstände bekommen. Eine Diskussion über sichere und unsichere Herkunftsländer - wie sie in Deutschland an der Tagesordnung ist - habe ich hier in der Schweiz auch noch nicht vernommen!
      Es gibt in der Schweiz generell weniger Armut, mehr Freizeitangebote für Jugendliche und weniger Alkoholkonsum welches wahrscheinlich auch zur Minderung bei Körperverletzungsdelikten beiträgt.

      Warum interessierst Du Dich eigentlich so sehr für dieses Thema? Was ist Deine Intention?
      Als Auswanderungsmotiv nur die Sicherheitslage in Deutschland zu haben finde ich etwas dürftig. Man muss schon das Land und die Leute lieben um in dem Auswanderungsland langfristig glücklich zu sein.