Die Schweiz - ein Land voller Idioten?

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    • Die Schweiz - ein Land voller Idioten?

      Grüezi mitenand!

      Soeben habe ich mich in diesem Forum angemeldet, da ich am Wochenende etwas erlebt habe, was mir nicht mehr aus dem Kopf geht.

      Erst mal zu meinem Hintergrund:
      1963 kam ich als Kind einer Schweizer Familie zur Welt und lebe seither in meinem Heimatland, so wie auch meine Vorfahren (verbrieft seit 1467). Man kann also sagen, dass ich eine waschechte Schweizerin bin, auch wenn es hier und da mal eingeheiratete Verwandte aus Italien & Deutschland gab. Ich mag "mein" Land, bin sehr dankbar für unsere direkte Demokratie und nehme meine "Pflicht" wahr, indem ich bei Abstimmungen an die Urne gehe.
      Viele Jahre habe ich für eine internationale Organisation gearbeitet und habe daher sehr viele Freunde in ganz Europa (auch aus Deutschland), mit denen ich in regelmässigem Kontakt stehe und die ich sehr schätze. Da ich direkt an der Grenze zu Deutschland lebe, gibt es natürlich auch Kontakte zu den Nachbarn drüben, die ich als sehr bereichernd empfinde.
      Mein Lebenspartner ist auch Schweizer, hat aber mütterlicherseits deutsche Wurzeln (weshalb er perfekt Hochdeutsch spricht und am Zoll bei der Einreise in die Schweiz auch mal gefragt wird, ob er eine Aufenthaltsbewilligung habe). *g*

      Nun aber zum Thema, das mich beschäftigt:
      Mein Partner bekam im Geschäft einen Mitarbeiter (ich nenne ihn hier mal A.), der aus Ostdeutschland (Sachsen) eingewandert ist, zusammen mit seiner ebenfalls deutschen Partnerin (B.).
      Da mein Partner eine leitende Position hat, wurde ihm A. im Zuge der Einarbeitung für einige Zeit seiner Abteilung zugeteilt. Eigentlich wurde A. eingestellt im Servicebereich als Techniker und seine Aufgabe wäre es gewesen, zu den Grosskunden zu fahren um die Geräte zu warten/reparieren. Nun gefiel es A. aber besser in der Abteilung meines Partners, worauf er zur Firmenleitung ging und einfach mal so mitteilte, dass er nicht mehr als Servicetechniker arbeiten wolle, sondern in der Abteilung.
      Dies wurde natürlich nicht gerne gesehen und ihm wurde klar gemacht, dass das so nicht geht. Daraufhin hat A. dann zu meinem Partner gesagt, dass er sich krank schreiben lasse, falls es nicht klappe mit dem Wechsel. Lange Rede kurzer Sinn; er liess sich vor Weihnachten krank schreiben und hat dann die Stelle gekündigt, zur Arbeit erschien er gar nicht mehr.

      Nun sind A. und B. umgezogen, direkt in das Nachbarhaus wo wir wohnen. Eines Samstags Morgen klingelte es dann an bei uns, die beiden standen unangemeldet vor der Türe. Wir waren nicht auf Besuch eingestellt, hatten ausschlafen wollen und waren entsprechend auch noch nicht richtig angezogen. Wir baten sie zwar hinein, jedoch waren wir viel zu überrumpelt und kamen nicht mal auf die Idee, den beiden etwas anzubieten. Mein Partner hat A. dann aber sanft darauf hingewiesen, dass unangemeldete Besuche eher unerwünscht sind, da man sich ja gerne vorbereitet.
      Einige Tage später meldete sich A. dann bei meinem Partner telefonisch, da er und B. am Wochenende uns besuchen wollten (auf einen Kaffee). Er konnte nicht sagen, ob Samstag oder Sonntag, was aber kein Problem war für uns. Am Freitag hatte ich dann einen Kuchen gebacken und wir freuten uns beide auf den Besuch. Am Samstag erschien niemand, ebenso am Sonntag nicht. Als wir nachfragten per Telefon hiess es dann, A. hätte verschlafen und danach habe B. sich hingelegt. Ok, wieder schief gelaufen, aber kein Grund für uns, deshalb sauer zu sein.

      Kürzlich nun klappte es mit dem Besuch zum Kaffee und wir verbrachten etwas mehr als zwei Stunden mit den beiden. Danach war ich fix und fertig und auch ziemlich vor den Kopf gestossen.
      Mein Partner und ich mussten uns während des ganzen Besuches anhören, was alles schlecht sei in der Schweiz, wie dumm doch die Schweizer seien und dass in Deutschland (besser gesagt in der damaligen DDR) doch alles viel besser war.
      A. und B. lebten vorher mehrere Jahre im Kanton Graubünden und sie zogen über die dortigen Einheimischen her, dass es nicht mehr schön war.

      Egal auf welches Thema wir umlenken wollten, es endete dauernd damit, dass wir Schweizer sowieso nichts wären ohne die Hilfe der deutschen Einwanderer, dass wir Schweizer von nichts eine Ahnung hätten und auch über frühere Abstimmungen wurde gemeckert.
      Vor allem A. tat sich hervor mit einer sehr grossen Klappe, aber keinerlei Kenntnis der tatsächlichen Hintergründe. Man hat auch sehr schnell gemerkt, dass er keine Ahnung hat von der Mentalität der Schweizer, ihrer Geschichte und ihrer Eigenheiten. Natürlich ist in der Schweiz auch nicht alles Gold was glänzt und eine SVP macht es da nicht einfacher mit ihren teils fast schon rassistischen Parolen. Dennoch liebe ich mein Heimatland und es tat mir in der Seele weh, wie da über unser Land und die Leute geurteilt wurde.
      Sicher ist es richtig, dass in der Schweiz viele Ausländer arbeiten, ich erinnere mich gut an meine Kindheit, da waren es vor allem Italiener und Spanier, die hier als Gastarbeiter in der Saison tätig waren. Als Problem wurde das eigentlich nie gesehen, auch in den Schulen war es völlig normal, dass es viele Kinder gab von ausländischen Familien. So erlebte ich die Schweiz immer als ein multikulturelles Land, nicht zuletzt auch durch die eigenen vier Landesteile, in denen auch entsprechend gesprochen wird (Italienisch, Französisch, Rätoromanisch und Schweizerdeutsch).

      Gegen Ende des Besuchs kamen wir dann auf die bevorstehende Durchsetzungsinitiative zu sprechen, von der weder A. noch B. etwas mitbekommen hatten (was für mich kaum vorstellbar ist, bei dem ganzen Rummel in den Medien derzeit). A. behauptete dann, dass er keinen Schweizer Sender empfangen können, daher auch keine Sendungen zu dem Thema gesehen hatte. Als ich ihm sagte, dass das Schweizer Fernsehen einen offiziellen Informationsauftrag vom Bund hat bezüglich Abstimmungsthemen und eigentlich überall in der Schweiz empfangen werden könne, fiel er mir ins Wort und meinte, das stimme nicht. Nun ja, im Nachhinein stellte sich heraus, dass er kein Geld für den Empfang ausgeben will und deshalb nur eine Satellitenschüssel benutzt. Kein Thema, das ist sein freies Recht, aber als Lügnerin bezeichnet zu werden, fand ich dann doch etwas stark. Die Krönung aber war, dass er meinen Partner auf eine Sendung aus dem Bundestag ansprach und sehr empört war als er zur Antwort bekam, dass wir das nicht gesehen hätten und uns sowieso eher mit Themen beschäftigen, die hier in unserem Land anstehen.

      Puh, das wurde nun ein langer Text, obwohl ich versucht habe, so gut wie möglich zusammen zu fassen. ;) Jedenfalls fühlte ich mich nach dem Besuch mehr als aufgebracht und auch mein Partner war alles andere als begeistert bei dem Gedanken, in Zukunft mehr Zeit mit diesen beiden zu verbringen (was deren Wunsch wäre). Ein Gegenbesuch steht nun noch an, doch ich fürchte schon jetzt, dass mir dann der Kragen platzen könnte.

      Habt ihr mir vielleicht einen guten Rat, wie ich mit solchen Menschen umgehen soll, die sich als das Höchste der Schöpfung betrachten, hier alles schlecht reden und dennoch lieber in der Schweiz leben, als zurück in ihr hochgelobtes Land zu gehen?
      Ich möchte nochmals ausdrücklich betonen, dass ich keinerlei Probleme habe mit Immigranten, egal von woher. Bei mir zählt der Mensch, nicht die Herkunft. Aber...ich liebe mein Heimatland und wenn solche generellen Angriffe von Leuten kommen, die weder eine Ahnung von unserer Geschichte oder Mentalität haben und sich auch keinen Deut darum scheren, dann habe ich grosse Mühe und mutiere innerlich ein wenig zur "Eidgenossin", die dann halt auch mal zu macht. Dies jedoch immer nur bezüglich der Personen und niemals gegen ein ganzes Volk. Ich kann es nämlich nicht ausstehen, wenn man von "die Deutschen" oder "die Schweizer" spricht, denn wir sind alle Menschen und einzelne darunter sind halt etwas schwieriger. ;)

      Auf eure Meinungen, Tipps und Antworten bin ich gespannt.
      Liebe Grüsse,
      Mina
    • Grüezi :), es ist schön, dass hier auch mal Schweizer/innen reinschauen, das freut uns natürlich sehr.

      Zum Beitrag widerrum, also "solche" Menschen hätte ich nicht mal die Tür aufgemacht, so wie "die" drauf waren bzw. drauf sind.

      In Deutschland würden wir "typisch ossi" sagen aber dann sind wir Wessis im Westen wieder ganz verhasst und unten durch ;), ne scherz am Rande, solche Menschen können einen leider überall begegnen. Wie man mit solchen Menschen umgehen soll? Gar nicht, gar nicht mit solchen Menschen diskutieren, wenn die so null Ahnung über ein Land haben und nur blabla machen. Wie solche Menschen es in die Schweiz schaffen wundert mich immer wieder, während unser einer JAHRE braucht um mal auf ein Land aufmerksam zu werden durch X Aufenthalten, Reisen, Bekanntschaften etc.,

      Unsereiner analysiert ein Land bis ins Detail und andere platzen da hin ohne großartig sich einen Kopf zu machen, sind dann nicht selten jene Menschen die sich sagen "och pff Schweiz ist doch genau wie Deutschland" und DAS ist der Satz der die Schweizer auf die Palme bringt, absolut, da kannst du gleich vor den Toren Basels wieder verschwinden, bringe den Satz und du bist unten durch in der Schweiz.

      In der Schweiz ernsthaft arbeiten, leben aber quasi null Ahnung vom Land haben und dann wundern wir uns warum die Schweizer über Grenzgänger etc. negativ reden, brauchen wir uns in der Tat nicht zu wundern.

      Also politisch hab ich die Schweiz jetzt auch nicht extrem analysiert, die Geschichte der Schweiz habe ich mir natürlich angeschaut, bis zurück zu anno 1291, zur Politik weiß ich nur, dass die SP regiert (wenns noch aktuell ist) und meistens habe ich immer die Frau Simonetta Sommaruga in den Medien gesehen / gelesen, die auch einen sehr netten Eindruck macht, wobei die Handvoll Freunde/Bekannte die ich in der Schweiz habe, von der jetzigen Regierung nicht begeistert sind, weder meine Bekannte aus der französischen Schweiz aus Neuchâtel, noch der ETH Student aus Züri.

      Aber im Zuge des Auswanderns in ein neues Land ist es natürlich wichtig das Land auch politisch sich anzuschauen, aber es ist kein mega Thema, wenn Politik SO wichtig gewesen wäre so würde niemand irgendwohin wandern weil man ständig Angst vor irgendwas hätte, egal wo, dann hätten wir vor der Frau Sommaruga Angst, die Schweizer widerrum vor der Frau Merkel etc. etc.



      Und nein die Schweiz ist kein Land voller Idioten, keinsfalls, warum auch, ich durfte mich selber überzeugen in den letzten Jahren, ich war Basel, Bern, Zürich, Neuchâtel, Lausanne, Biel/Bienne, habe bis jetzt keine negative Erfahrung gemacht, hut ab, schlechte oder gute Menschen oder meinetwegen "Idioten" gibt's überall, auch in Deutschland zur genüge.

      Und natürlich hatte ich auch schon in der Schweiz meine ersten, kleinen Weh Wehchen, ich hatte mal in der französischen Schweiz auf der Durchreise der Kontrolleurin mein falsches Billet gezeigt (das Richtige war 2 Seiten darunter), da haben wir erstmal bisschen diskutiert, mal in deutsch mal in französisch und habe erst nach etwa 40 Sekunden gemerkt, dass ich ihr mein Rückfahr Billet gezeigt habe, nicht mein Hinfahrtbillet, habe ihr dann das richtige Billet gezeigt 2 Seiten weiter dann hat sie aaah merci gesagt und das wars, fertig, war mein Fehler.

      Beim anderen Mal hatte ich mal ausversehen (ist mir nur EIN Mal passiert :)) Halbtax Abo Billet gekauft auf der SBB Webseite obwohl ich kein abo und nix habe, naja musste halt beim Kontrolleur direkt neues Billet kaufen zum Normalpreis, aja das macht man ein Mal ausversehen und nie wieder, in dem Fall war ICH halt der Idiot, ich fand den Preis halt günstig und dachte mir "zuschlagen", dann in der Schweiz im Zug angekommen, der Kontrolleur "äh öh ist aber Halbtax abo", aber das waren halt die kleinen Patzer die ich in den letzten Jahren gemacht habe, mittlerweile kenne ich mich da aus. Man muss sich halt schlau machen, andere Länder, andere Regeln, so einfach ist das.

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von nihat1988 ()

    • Hallo Nihat 1988

      Vielen Dank für die liebe Begrüssung und für die ausführliche Antwort.

      Du hast absolut recht, es gibt in jedem Land (auch in der Schweiz) Idioten und solche, mit denen man einfach besser umgehen kann. Ebenfalls zustimmen kann ich dir bezüglich des Satzes "hier ist es so wie in Deutschland". Ja, auch ich höre das sehr ungerne, denn nur wer sich gar nicht mit dem Land befasst hat, kann so etwas sagen.

      Dass es hier und dort mal ein Fettnäpfchen geben kann in das man tritt, ist doch absolut normal und verständlich. In Deutschland ginge mir das sicher auch so, selbst wenn ich mich vorher intensiv mit dem Land befasst habe. Es gibt aber natürlich auch Dinge, die gehen gar nicht und rufen dann auch entsprechende Abwehr hervor. Mir kommt da ein Sketch der 70-er Jahre in den Sinn vom Cabaret Rotstift (Schweizer Künstler), die eine Szene am Skilift spielen, bei der ein Deutscher in der Reihe ansteht und dauernd sagt: "bei uns in Deutschland geht alles ruck zuck!". Etwa so kam mir besagtes Paar vor, das wir zu Besuch hatten.

      Was die Politik angeht, sehe ich schon auch grosse Unterschiede die dadurch begründet sind, dass wir hier die direkte Demokratie haben und uns entsprechend anders mit den anfallenden Themen auseinander setzen müssen. So gibt es hier auch nicht "die Regierung", welche alle Fäden in der Hand hat. Bereits als Kind wurde mir beigebracht, dass wir Schweizer alle mitverantwortlich sind für unser Land und dass es wichtig ist, sich gründlich zu informieren, bevor man an die Urne geht. Dieses Pflichtgefühl wurde mir in jungen Jahren mitgegeben und auch ich habe dies meinem Sohn mitgegeben.

      Von unserem Besuch hätte ich mir ein wenig mehr Offenheit und Neugier gewünscht. Anstatt zu urteilen, einfach mal zu fragen und sich für die Hintergründe zu interessieren.
      Mein Problem ist nun der Anstand, der mir anerzogen wurde. Ich kann diesem Paar nicht einfach sagen, sie sollen sich quasi zum Teufel scheren. Auch möchte ich keinen verletzen, sehe aber andererseits, wie sehr mich dieses Verhalten vor den Kopf stösst. Ich gebe wirklich jedem Menschen eine Chance, werde aber ungerne derart überfahren und finde es schwer ruhig zu bleiben bei soviel Ignoranz und Ueberheblichkeit.

      Ich finde es ganz toll, dass du dich so informiert hast und offen auf die Menschen zugehst in der Schweiz. Glücklicherweise sind die Mehrzahl der mir bekannten Deutschen so wie du es beschreibst, um so schwieriger jedoch fällt es mir dann, mit den anderen umzugehen, die eben nicht so an die Sache herangehen.

      Mal schauen, vielleicht kommen ja noch weitere Tipps und Meinungen, ich würde mich jedenfalls darüber freuen.

      Danke und liebe Grüsse,
      Mina
    • Die direkte Demokratie ist natürlich eine feine Sache, auch wenn ich nicht mitbestimmen darf/kann, wenn ich in die Schweiz einwandern sollte, im ersten Jahrzehnt würde ich nach wie vor deutscher Staatsbürger mit Arbeitsbewilligung B bleiben, dann erst vielleicht die Option auf Schweizer Staatsbürger und dann ist die Frage ob man das will, ich meine der deutsche Pass hat wahrscheinlich all die gleichen Merkmale und Funktionen wie der Schweizer auch, also nur passtechnisch betrachtet, der ist auch elektronisch und läuft auch alle 10 Jahre ab.

      Ist der Schweizer Führerausweis unbefristet gültig?

      In Deutschland gibt's jetzt die 15 Jahre Führerschein Regelung, auf meiner steht 2029, mein Führerschein läuft 2029 ab, danach muss ich einen neuen ausstellen, zum glück OHNE Prüfung =).
    • Hallo Mina,

      da kann man nur den Kopf schütteln...ganz ehrlich, genau wegen solchen Menschen machen die Arbeitgeber schlechte Erfahrungen im Ausland... unfassbar! :cursing:

      Ich weiß gar nicht was ich dazu schreiben soll... solche Leute können mir gestohlen bleiben!

      Und die, die es wirklich vorhaben, was im Leben zu ändern, in das Land zu gehen wo man was Neues anfangen möchte, haben es viel schwerer.... nur weil solche Deppen (tschuldigung || ) es nicht schätzen, dass die diese Chance bekommen haben ?(
    • Eben!

      Und eigentlch kennt man die Deutschen als ein WELTWEIT sehr bekanntes und beliebtes Volk, ja, ich meine Deutsche sind überall auf der Welt, die Schweiz ist doch nur Spitze vom Eisberg.

      Geh nach Dubai, Kanada, Indonesien, Griechenland, Zypern, Spanien, Italien, USA, Japan, China, Australien. Die Deutschen sind überall und auch überall beliebt, SOWOHL als Urlauber als AUCH als Arbeitskräfte, das muss ein Volk auch erstmal nachmachen können, weltweit so positiv bekannt zu werden, da gucken auch die Franzosen hinterher.

      Warum sie ausgerechnet in der Schweiz so "anders" gesehen werden und anders "bekannt" geworden sind ist mir auch ein Rätsel.
      Sonst sind die Deutschen doch das Weltenvolk nummer 1, die findest du überall auf der Welt.

      Und zur Schweiz, die Schweiz ist in der Tat einer der begehrtesten Länder in Europa, also es ist in der Tat ein Unterschied, wenn du nach Portugal oder Belgien ziehst oder in die Schweiz, ich meine wenn die Schweizer schon fragen "Warum möchten Sie in die Schweiz?" so steckt allein in dieser Frage eine sehr detaillierte Thematik drin, die wissen warum man in die Schweiz will und das ist nicht die Toblerone.

      Fakt ist, wer nur des geldes Wegen in das Land der Berge und Toblerone möchte wird auf Dauer nicht glücklich werden, das werden sowohl die Schweizer als auch die Person selbst merken.
      Ich finde, auswandern sollte solide, feste Gründe haben.

      Ich meine wir haben auch nicht den Luxus mal alle 27 EU Staaten zu bereisen und DANN eine Entscheidung zu fällen, so viel Zeit und/oder Geld haben wir nicht, vielleicht haben wir im Rahmen unserer Urlaubstage und unseres Budget Zeit einige oder mehrere EU Länder zu bereisen und kennenzulernen aber nicht alle.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von nihat1988 ()

    • Hallo Mina,

      also ich wäre diesem Paar sicher über den Mund gefahren. Sowas geht gar nicht! Wenn ich in ein Land auswandere, kann ich nicht über die Einheimischen her ziehen.
      Ich weiß, dass es in der Schweiz der "Anstand" gebietet, einen Gegenbesuch zu machen, aber ich an deiner Stelle würde diesen nicht machen, wenn du es nicht möchtest.
      Eine andere Alternative wäre, die Einladung zwar an zu nehmen, aber sich dann ganz schnell zu verabschieden, wenn wieder über die Schweiz hergezogen wird, das musst du dir nicht gefallen lassen.
      Ich selbst lebe zwar erst seit 7 Monaten in der Schweiz, aber ich habe bisher nie Probleme gehabt mit Schweizern, im Gegenteil vor allem auf den Behörden habe ich die schweizer Mitarbeiter immer als sehr freundlich und zuvorkommend kennen gelernt. Da sind die Mitarbeiter auf den Behörden in Deutschland um ein vielfaches unfreundlicher.
      Leider habe ich auch einen Kollegen (Deutscher, "Ossi") der auch sagt, Schweiz ist ja quasi Deutschland, da könnte ich ausrasten.
      Ich selbst habe auch keine Problem mit irgendwelchen Nationalitäten, ich sehe auch den Menschen, aber zu solchen Leuten, würde ich den Kontakt abbrechen und wenn die nicht selber merken, warum, darfst du auch mal rabiat und sehr direkt werden, manche Menschen verstehen das sonst nicht.

      Schönen Abend noch
      Beate
    • Liebe Mina!

      Es tut mir sehr leid, dass du/ihr diese Beiden nun als unmittelbare Nachbarn habt.

      Dieses Benehmen -schon allein in der Firma deines Partners- ist ein absolutes No Go! Ich schäme mich für solche Landsleute. Und die Beschreibung des Home-Besuches gleicht eher der eines schlechten Fernsehfilmes.

      Mein (schweizer) Freund hätte sich diese Besucher schätzungsweise höchstens 20 Min. angetan. Ihr ward da sehr tapfer und durchaus mehr als Gastfreundlich!

      Du schreibst:
      Mein Problem ist nun der Anstand, der mir anerzogen wurde. Ich kann diesem Paar nicht einfach sagen, sie sollen sich quasi zum Teufel scheren. Auch möchte ich keinen verletzen, sehe aber andererseits, wie sehr mich dieses Verhalten vor den Kopf stösst. Ich gebe wirklich jedem Menschen eine Chance, werde aber ungerne derart überfahren und finde es schwer ruhig zu bleiben bei soviel Ignoranz und Ueberheblichkeit.

      Du weisst, dass es dir und deinem Partner nicht gut tut - dieses Paar ist einfach nur ein Zeiträuber und Nervenkiller, es gibt keine positiven Aspekte bei einem Gegenbesuch. Sie besitzen nicht den Anstand, sich auch nur Ansatzweise in schweizer Lebens- und Gedankengänge hineinzuversetzen. Dein Anstand in Ehren. Aber ich fände es völlig richtig, wenn ihr euch zurückzieht und keine weitere Verbindung aufnehmt. Wenn ihr WIRKLICH einen Gegenbesuch machen möchtet, überlegt doch vorher schon, wie ihr schnell wieder weg kommt. Aber das löst das Problem für die Zukunft nicht. Besser ist: ihr redet Klartext und sagt ihnen, dass ihr keine Gemeinsamkeiten entdeckt habt und keine Besuche pflegen möchtet.

      Ihr habt ja erlebt, wie sie über ihre alten Nachbarn aus Graubünden hergezogen haben... Ich fürchte fast, diese Eigenheit wird bleiben... Tut es euch nicht an, mehr Zeit zu "opfern".

      Lieben Gruß
      Veronika
    • Ich kann Dich verstehen, es ist kompliziert.

      Hallo liebe Mina, Hallo Liebes Forum,
      ich bin just auf diese Seite gestossen und sehr neugierig, was es hier zu lesen gibt :)

      Zu mir:
      ich bin vor 1.5 Jahren aus Baden Württemberg in den Kanton SG gezogen. Inzwischen kann ich darüber lachen, aber ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich wahrscheinlich in jeden erdenklichen Fettnapf getreten bin :D Ich führe es vielleicht ein anderes Mal genauer aus, aber ich möchte mich erst einmal auf Deinen Post konzentrieren.

      Das sind ganz schlimme Idioten, sorry. Wenn man schon so lange in der Schweiz lebt wie sie, kann man erwarten, dass sie die Gepflogenheiten der Schweizer kennen sollten.

      Ich versuche mich mal mit einer (wohlwollenden) Erklärung für deren Verhalten. Es ist nur ein Versuch, eine Erklährung für einen bestimmten Teil der deutschen Bevölkerung, in welchen es auch sicher viele Ausnahmen gibt zu finden. Ich bitte höflich um Entschuldigung, falls sich jemand auf den Schlipps getreten fühlt.

      Viele Deutsche meckern sehr gerne über alles Mögliche, am liebsten zusammen. Vielleicht denken Eure Nachbarn eine Vertrauensbasis mit Euch zu schaffen, indem sie mit Euch "zusammen" über etwas lästern. Dass Ihr auf dieses Thema nicht einsteigen wolltet, habt ihr zu genüge (auf schweizerische, höfliche Art) gezeigt, aber es wurde übersehen oder ignoriert. Das finde ich ist das wirklich schlimme, denn sie haben sich offensichtlich nicht ein bisschen für Euch oder zumindest Eure Reaktion interessiert. Vielleicht habt ihr auch durch Euer "Schweigen" fälschlicherweise Signalisiert, dass Ihr Ihnen zuhört und Euch interessiert, was aber in Wahrheit das genaue Gegenteil war.

      Vielleicht haben sie aber auch in ihrer Zeit hier die Schweizer kennengelernt, die nur das gut finden, was vor Ihrer Haustüre ist. Hier in SG hasst man sogar die Leute auf der anderen Rhein-Seite. Und der Züricher ist eh der schlimmste von allen, der ist kein Schweizer :D

      Ossis an sich, sind dann auch noch sehr offen und sprechen alles Mögliche aus, also das genaue Gegenteil zum Schweizer :D In meinem deutschen Freundeskreis sind Ostdeutsche und die sind teilweise auch für meinen Geschmack wahnsinnig indiskret. Das liegt an deren Erziehung, wo z.B. Sexualität ein völlig normales Tischthema beim Abendessen sein kann (selbst erlebt).

      Noch eine Relativierung des "gemeinsamen" Meckerns: In meiner Firma sind nur Ch-Kollegen und die sind teilweise ziemlich krasse "Lästerschwestern". Ich habe ihnen dann gesagt, dass ich nicht schlecht über abwesende Personen rede und dass ich davon ausgehen muss, dass sie genauso über mich reden, wenn ich nicht da bin. Seit dem werde ich da zumindest nicht weiter rein gezogen ;)

      Zum Umgang mit den Nachbarn:
      Ich wäre sehr dankbar gewesen, wenn ich meine Fauxpases nicht auf die harte Tour hätte lernen müssen. Es gab Situationen, in denen Mitarbeiter urplötzlich nicht mehr mit mir gesprochen haben und ich wusste nicht wieso. Ich bin dann zu einem ausserordentlichen Mitarbeitergespräch beordert worden, wonach ich den Glauben an den gesunden Menschenverstand verloren hatte.
      Zu Euch: Ihr habt die absolute Erlaubnis, nein ich ersuche Euch, Eure Meinung kund zu tun. Dass Ihr das als äusserst unangenehm empfindet kann ich gut nachvollziehen. Vielleicht denkt Ihr Euch einfach: Wer austeilen kann, kann auch einstecken und Denen zeigen wir es jetzt. Auf die Frage: "wieso seid ihr überhaupt in der Schweiz, wenn ihr alles so doof findet? ;)" oder "Du weisst schon, dass du gerade über meine Heimat sprichst? ;)" . Ihr könnt Eure Aussagen immer mit einem Lächeln und Augenzwinkern garnieren und jeder normal denkende Mensch wird verstehen, dass eine Grenze überschritten wurde.

      Ich hoffe Dir weiteren Input gegeben zu haben und wünsche Dir noch einen schönen Abend
      Liebe Grüsse
      Johannes

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jo Hannes ()

    • Hallo Mina!

      Herzlichen willkommen in diesem Forum und Danke für diesen Bericht. Der macht nicht nur dich sprachlos...

      Nihat hat es ja schon richtig formuliert: "Typisch Ossi!". Das fällt immer mal wieder auf, dass die ihre DDR in hohem maße loben, aber keiner will sie zurück. Und gerade mit den Sachsen hätte ich gerade ein mächtiges Problem (siehe Vorfälle in Clausnitz).
      Es ist echt unglaublich wie diese "Gäste" sich aufführen. Ich bin gerade auf der Jobsuche in der Schweiz und freue mich drauf, in dieses kulturell und landschaftlich vielfältige Land auszuwandern. Ich habe mich sehr viel informiert und habe noch nicht viele Nachteile gegenüber unserem Deutschland gefunden. Unterm Strich überwiegen die Vorteile.
      Wenn den Herren und Damen A- & B. doch so vieles missfällt, sollten sie doch bitte Platz mach für diejenigen, die das schöne Land zu schätzen wissen.

      Zu deiner Frage, wie man mit solchen Leuten umgehen soll: Bei uns im Ruhrgebiet sind wir sehr direkt! ;) Wenn meine Gäste anfangen rumzustänkern und meinen an Ort xyz wäre es viel besser, würde ich sofort bitten (wobei bitten schon zu indirekt wäre) sich doch dorthin auf den Weg zu machen.
      Ich weiß, dass diese Mentalität in der Schweiz nicht so "ausgeprägt" ist, aber letztendlich sollte man ehrlich sein und dann zumindest demokratisch und freundlich erklären, dass man keinen weiteren Kontakt wünscht.

      Über meine Erlebnisse und Erfahrungen zu meiner Auswanderung berichte ich nun in meinem Blog.

    • Hallo Mina.

      danke für deinen Beitrag. :)

      Auch auf die Gefahr hin das ich gleich ärger bekomme, möchte ich auch gerne meinen Senf dazu geben, da das genau der Grund ist warum ich/wir Deutschland verlassen werden.

      Als Schweizer/in muss man sich im klaren sein, dass unter 82 Mio. Einwohner immer einige "Idioten" dabei sind. Leider nimmt die Zahl in den letzen 10-15 Jahren rapide zu. Hier kann man sich gerne bei den deutschen Medien bedanken!
      Hier haben wir es mit dem klassischen Beispiel der Unterschicht zu tun. "Ich komme aus Deutschland, ich kann alles. Ihr könnt eh nichts."

      1. Du solltest solchen Leute sehr schnell zu verstehen geben, das sie Ausländer in der Schweiz sind und jederzeit das Land verlassen können. Damit können schon viele Leute nicht umgehen. Irgendwann hört Höfflichkeit auch mal auf. Das ist zwar nett das du das versucht, aber wenn mir jemand in meiner Wohnung auf dem "Sack geht" werfe ich ihn raus!!! Warum weiter ärgern und solche Leute bewirten?

      2. Gerade die Unterschicht glaubt immer das Deutschland der Zahlmeister Europas ist und "IHRE" Steuergelder verschwendet werden. Tatsache ist, das es gerade im Osten kaum Ausländer gibt und gerade dort die Arbeitslosenquote immer deutlich höher (größer 10%) ist als im Westen! Das liegt sicherlich auch daran, das man im Osten nie das Arbeiten gelernt hat. Die DDR war eine Planwirtschaft und der Staat hat sich um alles gekümmert, auch um einen Arbeitsplatz. Das steckt vielen noch in dem Köpfen. Diese Meinung höre ich sogar von meinen jungen Arbeitskollegen aus dem Osten. Von denen möchte auch keiner mehr zurück. Der Osten macht auch im Moment keine Werbung für Deutschland und schadet der Wirtschaft! Als Dankeschön zahlen wir noch heute Aufbauhilfe für den Osten.

      3. Sich über alles beschweren, kann man humorvoll als "genetischer Defekt" bezeichnen. Wenn man in einem der reichsten Länder der Welt geboren wird und es zu nichts bringt, bleibt einem nur noch die Schuld bei andern zu suchen und das kann man in Deutschland sehr sehr sehr gut. Um am Besten ist es immer, wenn es der Ausländer bzw. das Ausland Schuld ist. Aktuell die Flüchtlinge. Das wird sich in Deutschland auch nie ändern! Feindbilder und Deutschland gehören einfach zusammen. Damit kann man das Volk lenken und antreiben.

      4. "Schweizer sind eh nur Bauern, die nichts können" und sollten ja froh sein, das der Held aus Deutschland zur Hilfe kommt. Siehe dein Nachbar. Auch hier ist es wichtig zu verstehen, aus welcher Schicht diese Aussagen kommen. Leider hat dein Nachbar schon Erfahrungen wie man sich über die "Mauer mogelt" und hat es irgendwie in die schöne Schweiz geschafft. "Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn", sagt ein Sprichwort. Hier scheint es die Frau zu sein.

      5. Seit Jahren herrscht in Deutschland die "Geiz ist geil" Mentalität. Deutsche Tradition wir verkauft und vernichtet und man kauft lieber billiges Essen bei ALDI und Co. Hauptsache billig! Beschwert sich aber im Gegenzug das der Bäcker, Metzger, Friseur in Ort den Laden schliesst. Da ist der Schock dann groß, wenn man in der Schweiz einkaufen muss. Da hat man doch gleich wieder ein Grund zu mekern. Zum Glück kann man ja nach Deutschland pendeln und dort sein Essen kaufen. Sicherlich hilft das sehr bei der Integration in die Schweiz und der Schweizer freut sich, das die Franken das Land verlassen :) Ich war jetzt mehrmals in der Schweiz einkaufen und muss sagen, dass ich es nicht so teuer empfinde wie alles behaupten. Liegt aber auch daran, das ich mein Essen NICHT bei Discounter kaufe.

      6. Deutschland ist das Land der NEIDER! Hier gönnt man seinem Nachbarn einfach keinen Erfolg! Das war vor 20 Jahren anders. Man spricht nicht umsonst von der "Ellbogengesellschaft" in Deutschland. Jeder will alles, aber so wenig wie möglich arbeiten.

      7. Selbst hochgrangige Politiker bezeichnen bestimmte Gruppierungen aus dem Osten öffentlich als "PACK"!

      Du hast es hier wohl bei deinem Nachbarn mit einem Paradebeispiel der Gattung "WIR SIND DAS VOLK" zu tun. Da hilft nur Blickkontakt vermeiden und warten. :D Auf keinen Fall, das Codewort PEDIGA benutzen ;) Sonst wirst du die nie wieder los.

      Leider sind das genau die Leute die für den schlechten Ruf sorgen. Da kann man nur hoffen, das sie nicht noch weiter Schaden in der Nachbarschaft anrichten und ihnen die Schweiz bald "nicht mehr gut genug" ist.
      Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom. :D
    • Hallo zusammen,

      euch allen recht herzlichen Dank für die ausführlichen Antworten!

      Es ist gut zu lesen, dass mein Empfinden nicht arg danebe ist und ihr das auch so seht. :)
      Ich habe alle eure Antworten sehr sorgfältig gelesen und mir Gedanken gemacht dazu. Besonders interessant finde ich die Aussage von Jo Hannes bezüglich der Vertrautheit und dem Lästern. Genaus so kam es mir nämlich vor und ich hatte ebenfalls den Gedanken, dass die uns als "Verbündete" betrachten, auch wenn das doch ziemlich schräg ist.

      Dass die Menschen aus der ehemaligen DDR so offen einfach mal sagen, was sie gerade denken, kann ich zumindest bei diesem Paar unterschreiben. Es gab mehrere Momente in denen ich dachte, dass die Fragen schon sehr indiskret waren und ich mich sowas nie trauen würde. Wobei ich hinzufügen muss, dass auf eine Antwort gar nicht gewartet wurde. Mein Partner und ich hatten sehr wenig Gelegenheit, unsere Seite darzustellen, obwohl ich es versucht hatte. Kaum sagte ich etwas, wurde mir ins Wort gefallen und meine Erfahrungen als Schweizerin, die in diesem Land geboren ist, wurden weder akzeptiert noch richtig angehört. Daher auch mein Fazit, dass sich beide wohl kaum für die Schweiz und ihre Leute interessieren.

      Ihr habt recht, eine solche Bekanntschaft führt nur zu Frust und ich werde nun mit meinem Partner in Ruhe besprechen, wie genau wir das lösen (im doppelten Sinne) könnten, auf eine friedliche Art und Weise. Jedenfalls habt ihr mich überzeugt, dass weiterer Kontakt eine reine Zeitverschwendung ist. Da verbringe ich die Stunden lieber mit Menschen, die auch das Positive sehen können und nicht nur fokussiert sind auf das, was ihnen nicht gefällt (und das gibt es natürlich auch, wie in jedem Land).

      Danke für eure Geduld und die Zeit, die ihr für eure Antworten aufgewendet habt. Ich bin sehr dankbar dafür und fühle mich nun gestärkt, dem Kommenden ins Auge zu sehen. ;)

      Liebe Grüsse,
      Mina
    • Hallo Mina,

      Darf ich dich um etwas bitten?
      Da du ja jetzt leider eine negative Erfahrung gemacht hast, wäre es für mich, aber auch sicherlich fürs Forum, interessant zu wissen, welches Verhalten "erwünscht" ist und was "NO GO's" aus deiner Sicht sind.

      Quasi Informationen aus "erster Hand" :)

      Schöne Grüße aus Bayern
      Tisina
      Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom. :D
    • Hallo Tisina

      Falls das hier erwünscht ist, kann ich das gerne mal versuchen. Vielleicht in einem neuen Thread, zwecks besserer Übersicht? Was meinst du?
      Ich muss aber erwähnen, dass ich das nur aus meiner persönlichen Sicht machen kann, denn ich würde mich nicht wagen, im Namen aller Schweizer zu sprechen.

      Es würde zudem etwas Zeit brauchen, da ich mir erst mal eingehendere Gedanken dazu machen muss und ausserdem nächste Woche im Krankenhaus bin für eine OP. Danach bin ich gerne bereit, einen solchen Beitrag zu schreiben.
      Falls das von der Administration hier nicht erwünscht wäre, bitte ich um eine kurze Mitteilung. :)

      Liebe Grüsse,
      Mina
    • Das stimmt tatsaechlich, im Osten Deutschlands ist die Arbeitslosigkeit höher, es gibt sogar Regionen wo man echt Probleme hat nachwuchs zu schaffen, da sind Dörfer oder kleine Vororte regelrecht am aussterben, Bundesland Thüringen beispielsweise hat da ein trauriges Schicksal, gibt auch Reportagen dazu in Youtube, keiner will nach Thüringen und keiner weiss wieso.

      Und Tisina hat absolut recht, vor allem zu 5.

      Zu punkt 5, Geiz ist geil, das stimmt wirklich, wenn sogar die Schweizer gerne nach Deutschland rübergehen zum shoppen lohnt sichs ja auf jeden Fall.

      Deutschland ist in JEDER Hinsicht ein günstiges Land, vielleicht auch zu günstig, wenn ich das schon höre, dass sogar Hartz IV Empfänger einen Full HD Fernseher kaufen können um Filme in Full HD schauen zu können, so verbringen die ihre Freizeit, kriegst doch alles nachgeschmissen, kannst HD Fernseher, Filme alles gebraucht kaufen, alles günstiger vom günstigsten, kriegst in ebay nachgeschmissen.

      SOWAS hat auf Dauer den Nachteil, dass auch die Gehälter in Deutschland abwärts gehen, weil man oft hört, dass man im EU Ausland in anderen Euro Ländern mehr verdient als in Deutschland, da kann man doch nur lachen.

      Von Frankfurt aus erlebe ich hier eine kleine Elite Auswandererwelle von Akademikern nach Paris, London, Dubai, New York, auch mal nach Zürich, Genf etc. weil die da Jobs mit deutlich besseren Gehaltsperspektiven bekommen, hier wandert man gerne mal in alle Himmelsrichtungen aus.


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    • Hallo Mina,


      es verschlägt mir die Sprache, so etwas zu lesen, dass ist ja mehr als dreist von A und B !! 8|

      Ich bin selber "Ossi", in der DDR geboren und aufgewachsen und leider musste ich auch schon feststellen, das es schon einige " Ossis" gibt, die nicht gerade positiv auffallen.

      In der DDR herrschte Arbeitszwang, das heißt, wer keine Lust zum arbeiten hatte, wurde dann irgendwann mal eingesperrt, meist für mind. 1,5 Jahre. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich auch, dass es sehr viele Arbeitsplätze gab, die wirtschaftlich völlig unnötig waren und viele eigentlich so gut wie nix zu tun hatten - nicht umsonst war die DDR komplett pleite. Das hat sich nach der Wende natürlich geändert, dann wehte ein anderer Wind mit dem viele nicht klar gekommen sind und immer noch der "guten alten Zeit" nachtrauern und neidisch über alle lästern, denen es wirtschaftlich gut geht, ich vermute A und B gehören dazu.

      Meine allererste Frage an A und B wäre: Warum sind Sie in der Schweiz, wenn dort alles so schlecht ist?

      Anschließend hätte ich die Herrschaften herauskomplimentiert!


      In diesem Sinne

      Gruß
      FoSch
    • @Tisina: Sehr gut geschrieben. Das beschreibt die deutsche Mentalität (leider) sehr gut. Den Text sollte man so bei Wiki einstellen! ;)

      @Mina: Ich wäre froh, wenn wir es in die Schweiz geschafft haben, euch als Nachbarn und Gesprächspartner zu haben. Ich hoffe A&B haben jetzt nicht die Türe für weitere "grenzüberschreitende Bekanntschaften" verriegelt.
      Und ich kann Tisina in ihrem Wunsch nur unterstützen, hier etwas mehr (am besten tatsächlich in einem neuen Thread) über die Dos und Dont'ts in der Schweiz aufzuklären.

      Über meine Erlebnisse und Erfahrungen zu meiner Auswanderung berichte ich nun in meinem Blog.

    • @S.Oliver: Das hat sich die letzen 15-20 Jahre so entwickelt. Es gab mal eine Zeit, wo der Nachbar einen gegrüßt und sogar zum Kaffee eingeladen hat! Unvorstellbat aber wahr. Sogar Mehl und Eier konnte man sich mal vom
      Nachbarn leihen. Zum Glück gibt es ja heute für alles eine App und die Leute sind ja auch viel glücklicher als früher. Der Pharma sei Dank. Früher war doch alles besser ;)

      Ich kan an dieser Stelle "Volker Pispers" empfehlen. Der bringt es Jahr für Jahr auf den Punkt. Zitat: "Das schlimmeste was in Deutschland passieren kann ist, alle sind tot und es ist noch Rente da." :D
      Wir haben leider seit Jahren einen Werteverfall in Deutschland und keiner will es gewesen sein.


      @ 'Mina': Ich kann das nicht entscheiden. Bin ja auch nur einer "Schreiberling" ;) Ich habe auch nichts gegen eine pn, da mich das Thema sehr interessiert.
      Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom. :D
    • also ich würde mich sehr freuen wenns nun endlich bei mir mit einem Job in Züri klappt und ich nach Züri einziehen könnte, ich würde mich auch auf meine neue Umgebung und auf meine ganz neuen Nachbarn freuen, wüsste aber erstmal nicht was ich den neuen Nachbarn schenken soll oder ob ich sie in meine Wohnung einladen soll, hab mir da nie Gedanken gemacht, würde das erste Mal in meinem Leben in eine Mietwohnung umziehen.

      Ich könnte auch in Frankfurt weitermachen aber das leidige Problem an Frankfurt ist, dass die IT Löhne gedrückt werden, es ist SEHR viel Personalvermittlung und Zeitarbeit unterwegs und bei mir kommt sogar der grandiose Fall hinzu, dass ich jetzt, nach Telefonaten mit meinem freundlichen Personalvermittler in Züri, mein Gehalt in der Schweiz sich nicht nur verdoppeln könnte sogar mehr, bis 2,5 oder sogar 3 faches Gehalt, womit ich dann widerrum sehen kann wie ich in Frankfurt "ausgepresst" werde als Fachkraft, IT Kraft, wie man das auch nennen mag.

      Als der Personalvermittler mir in Züri mein CHF Jahressalär mir nannte war ich erstmal positiv geschockt, warum? Weil ich nicht mal die Hälfte in Frankfurt verdiene die Hälfte, was aber NORMAL sein sollte, bei mir aber nicht der Fall ist in der IT in der Main Metropole in Hessen.

      Und dann platzt mir irgendwann der Kragen und sage mir "nein, ich begebe mich jetzt nicht auf Wohnungssuche in Frankfurt, ich werde hier keine festen Zukunftspläne haben und schaue mich ganz wo anders um."

      Bis man übrigens FEST bei einer guten Firma mal drin ist, INTERN, dauert es auch sehr lange, ZU lange für Menschen die noch zwischen 20-30 Jahre alt sind und jeden morgen mit anderen Zielen und Gedanken aufstehen, es kann niemand 2-5 Jahre auf eine Festanstellung von extern auf intern warten, man zieht einfach weiter, so lange weiter bis man mal an einem soliden "Hafen" ankommt, weil man wird auch nicht jünger, so zwischen 20-30 kannst du so oft kündigen wie du willst, da arbeiten, dann wieder weiter, einfach viele Sachen ausprobieren, aber +30 willst du auch mal zur Ruhe kommen, irgendwann ist schluss mit "Sturm Modus", irgendwann will man auch mal fest ankommen.


      In Deutschland gibt es das berühmte "Fachkräfte" Märchen, was hier so ziemlich viele junge Akademiker und Studenten keinen Glauben schenken, es gibt Stellen in Frankfurt da bewerben sich Menschen aus Hannover oder Köln und wenn sie dann die Stelle haben pendeln sie via ICE hin und her, auf eine Stelle bewerben sich sehr sehr viele.

      An Fachkräften mangelt es nicht, die Frage ist wohl eher was für Fachkräfte man will, wie billig sollen/müssen sie sein etc., kann mich noch gut erinnern, bei meinem vorherigen Arbeitgeber, da haben sich von draußen aus Frankfurt, Mannheim woher auch immer IT Systemadministratoren beworben mit Gehaltsvorstellungen von 60.000 Euro Jahresbrutto im Jahr, 70.000, da haben die bei uns nur mit dem Kopf geschüttelt in der Personalabteilung oder gelacht.

      Man muss halt 25 Jahre alt sein und gleichzeitig 20 Jahre Berufserfahrung mitbringen, dann ist man DIE gefragte Fachkraft :)))

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