Grüß Gott miteinander, hier sind die Franken, die in die Schweiz nach Winterthur auswandern möchten.

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    • Grüß Gott miteinander, hier sind die Franken, die in die Schweiz nach Winterthur auswandern möchten.

      Hallo,
      wir haben so viele Fragen und hoffen hier auf Antwort.
      Mein Schatz hat ein Jobangebot durch einen Personaldienstleister erhalten und das Ganze hört sich ja wirklich sehr gut an, doch somit fangen auch die Fragen schon an.
      1. Bei einem z.B. Brutto/Jahreseinkommen von ca. 130000CHF, mit welchen Abzügen hat er zu rechnen?
      2. Wie sieht es mit der Krankenversicherung aus? Was kostet eine sehr gute Versicherung?
      3. Ich seine Frau, hätte dann noch keine Arbeit, auch hier, wie sieht es mit einer Krankenversicherung aus?
      4. Habe auch ich eine Chance im Telefonmarketing Fuß zu fassen, allerdings nur halbtags, da ich einen Hund habe und mein Möpsli muss ja auch mal raus. :P
      5. In Deutschland sind wir es gewohnt, egal wann zum Arzt zu gehen, ist das möglich bei entsprechender Versicherung (mit allem versichert zu sein)? Was ist wenn der eine Partner mal sehr krank wird, muss man da in Vorleistung gehen, dass kann sich ja keiner leisten. :whistling:
      6. Darf mein Hund, ein Mops mit einreisen und wenn, was muss ich dafür zahlen, auch an mtl. / jährl Steuern?
      7. Wie sieht es denn mit der Rente aus, da wir ja nicht mehr die Jüngsten sind, aber in der Blüte unseres leben stehen:) zahlt man ja nur noch begrenzt ein, wie sieht das denn dann im Rentenalter aus?
      8. Wie lebt es sich denn in Winterthur?
      9. Was ist denn in einem Mietpreis enthalten, ich lese nichts von Heizkosten, Strom....könnte mir jemand mal ein Beispiel geben.
      10. Was für Kosten, außer den mtl. Mietpreis kommt denn noch auf einen zu?
      11. Ist denn das Leben in der Schweiz wirklich soooo teuer? Kann man auch günstig einkaufen, oder mal essen gehen ohne ein Vermögen auszugeben?
      12. Was kostet eigentlich ein Auto an Versicherung und Steuer, auch die Benzin bzw. Dieselpreise wären interessant.
      13. Auf was müssen wir achten?
      14. Meine Freundin berichtete mir von Ihrer Bekannten, es sei so schwer Freunde zu finden, bis zur Haustür- weiter nicht? :/ Das ist ja furchtbar, wir sind so gesellig.
      Ich denke mir fallen noch einige Fragen ein, doch ich danke schon mal, wenn ich hier einiges erfahren könnte. Liebsten Dank bis bald C&C
    • Das hat leider nicht meine Fragen beantwortet

      Hallo FOSch,

      danke für Deine schnelle Reaktion, ich habe wirklich sehr viel gelesen, doch konkrete Antworten habe ich leider nicht gefunden. Ich weiß, dass in der Miete angeblich Heizung incl. sein soll, aber ist das sicher? Wie wird das gerechnet, da ja nicht jeder gleich heizt? Wasser, hier ist das Gleiche.
      Ebenso mit dem Gahalt, hier gibt es keine genauen Angaben.
      Es ist nett, dass Du mich auf die anderen verweist, doch leider hat mir das nicht weitergeholfen.

      Vielleicht findet sich ja doch noch der ein oder andere, der mir mal genaueres berichten kann.
      Vielleicht weiß auch jemand wie man als Einkäufer vom Gehalt her eingestuft ist?

      Lieben Dank- es ist schon ein großer Schritt

      LG C&C
    • Hallo Claudia & Chris,

      ich kann da FoSch nur zustimmen.

      Es würde völlig den Rahmen sprengen auf jede einzelne Frage einzugehen, da 95 % deiner Fragen ausführlich im Forum beantwortet wurden und man gerade beim Thema Versicherungen keine allgemeingültige Antwort geben kann. Was bedeutet für dich "sehr gut"?
      Hast du dich mit dem Krankenkassensystem der Schweiz auseinandergesetzt? Wenn ja, wäre bekannt das jeder eine Krankenversicherung braucht und es keine Familienversicherung gibt. Die Startseite und das Forum beantwortet wirklich 95% deiner Fragen.

      Gerade zum Thema Verdienst und Abzüge gibt es auf der Startseite einen Lohnrechner. Von Kanton zu Kanton sind die Abzüge unterschiedlich.

      Themen wie Hundesteuer und Co. erfragt man einfach in der Gemeinde in der man wohnen will. Einfach anrufen oder per Mail nachfragen.

      Punkt 14 bringt mich zum schmunzeln. Das liegt an einem selbst, ob man Kontakt findet oder nicht. :D "Ich kenne da jemanden, der jemanden kennt, der gesagt hat..." kommt bei niemanden gut an ;) Da muss jeder seine persönliche Erfahrung machen.

      Schönen Gruß

      Tisina
      Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom. :D
    • Hallo Claudia und Chris

      Willkommen im Forum. Da sind wirklich eine Menge Fragen.

      Zu den Abzügen beim Gehalt habe ich auf der Hauptseite unter "Gehaltsabrechnung"eine Aufstellung gemacht, mit welchen Abzügen in etwa zu rechnen sind.

      Für die Krankenversicherung ist man selbst verantwortlich. Jede Person wird dabei separat versichert. Wenn du keiner Arbeit nachgehst müsstest du dich über die Krankenversicherung noch eine Unfallversicherung abschliessen. Mehr dazu hier: Krankenversicherung Schweiz. Zahnarzt müsste man immer selbst bezahlen. Zahnzusatzversicherungen sind möglich aber sehr teuer und decken auch nur bis zu einer gewissen Summe die Kosten ab.

      Bei der Miete laufen die Heizkosten über die Nebenkosten und werden meistens über die qm abgerechnet. So habe ich es bisher erlebt. Kommt aber sicher auf den Vermietern an. Bis auf den Strom sind in den Nebenkosten eigentliche alle Kosten berücksichtigt.

      Die Kosten für das Auto kommen ganz auf das Auto selbst an. Die Spritpreise bewegen sich Momentan je nach Region zwischen 1.20 und 1.50 Franken. Diesel und Benzin sind fast gleich vom Preis.

      Ja das Leben ist in der Schweiz teurer als in Deutschland. Daher gibt es auch die fürstlichen Gehälter. ;) Im Grunde kann man für die Lebenshaltungskosten aktuell mit einem Faktor von 1.7 rechnen. Dein Mann hat ja ein Jobangebot mit 130'000 Franken im Jahr. Damit sollte man auch mal teurer Essen gehen können. Beim Einkaufen würde ich einfach die höheren Preise akzeptieren. Vor allem Fleischprodukte sind in der Schweiz teurer. Aber nicht alles ist teuer. Technikprodukte kosten in der Schweiz bis zu 20% weniger.

      Im Knigge für die Schweiz findet ihr noch gute Hinweise zum Umgang in der Schweiz.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Deine Liste sieht sehr ordentlich aus und deckt viele Fragen ab. Antworten habe ich nicht, da schließe ich mich den Vorrednern an: Suchmaschine anwerfen.
      Wenn die Forumssuche nicht befriedigend funktioniert, kannst du in Google auch site:auswandern-schweiz.net als zusätzlichen Suchbegriff verwenden, dann werden nur die Treffer unter http://....auswandern-schweiz.net/... angezeigt.

      Ein paar zusätzliche Punkte für die Liste: auswandern-schweiz.net/downloads/auswanderercheckliste.pdf

      Beim Hund gibt es noch Regelungen zur Tollwut.

      Wenn ihr die Suchmaschine anwerft: Regelungen können sich von Kanton zu Kanton unterscheiden, im Zweifelsfall als Suchbegriff statt "Schweiz" lieber den Namen des Kantons eingeben.
    • Offenbar wollen alle zwecks den Löhnen in die Schweiz ungeachtet ob man mit seiner eigenen Art und seiner eigenen Lebenseinstellung und Lebenserwartungen überhaupt dorthin passt , gehen viele ganz blauäugig dorthin obwohl es noch 1000 unbeantwortete Fragen gibt.

      Also wenn ich mir die Fragestellungen ansehe, und die Wortwahl, und dazu noch die "Bemerkungen "so bleibt ihr besser zu Hause.
    • Claudia&Chris schrieb:


      • Was ist denn in einem Mietpreis enthalten, ich lese nichts von Heizkosten, Strom....könnte mir jemand mal ein Beispiel geben.
      • Was für Kosten, außer den mtl. Mietpreis kommt denn noch auf einen zu?
      • Ist denn das Leben in der Schweiz wirklich soooo teuer? Kann man auch günstig einkaufen, oder mal essen gehen ohne ein Vermögen auszugeben?
      • Auf was müssen wir achten?
      • Meine Freundin berichtete mir von Ihrer Bekannten, es sei so schwer Freunde zu finden, bis zur Haustür- weiter nicht? :/ Das ist ja furchtbar, wir sind so gesellig.

      Ich pick mir da mal ein bisschen raus, damit wenigstens etwas schon beantwortet wird, aber die meisten Fragen besonders bezüglich Lohn, Abzüge, Altersvorsorge und sonstige Kosten müsstet ihr euch wirklich gezielt anschauen, wie zb hier auf der Seite mit dem Budgetrechner.
      Soweit ich weiss gibt es zwischen den verschiedenen Versicherungen in der Basisversion kaum nennenswerte Unterschiede. Was zusätzliche Plätze betrifft müsst ihr auch hier individuell schauen.
      Auch was zur Miete hinzu kommt, kann sich schon unterscheiden.
      Was im Gegensatz zu D meist mit drin ist ist die Waschmaschine(nmitbenutzung) und eine Einbauküche.
      An Kosten sind oft die Heizkosten etc inbegriffen, der Strom, Internet, Telefon, GEZ=Billag etcpp kommen dann noch extra.
      Bei manchen Mietbewerbungen steht auch die Frage nach einer Hausrat-/Haftpflichtversicherung drin, was neben dem Betreibungsauszug (= Schufa-Auskunft) dem Bewerber eben Plus-/Minuspunkte einbringen kann.
      Ebenfalls wird hier gern nach Referenzen (dem vorherigen Vermieter, Arbeitgeber) gefragt, die die Schweizer im Gegensatz zu den Deutschen dann auch tatsächlich mal kontaktieren (kann hilfreich sein, den betroffenen mal vorzuwarnen, weil es einen Deutschen vermutlich eher verwirrend wird, wenn er plötzlich eine telefonische Anfrage von einem Schweizer Vermieter bekommt, der alles mögliche wissen will)

      Ob das Leben in der Schweiz wirklich sooo teuer ist liegt auch an euch :)
      Mein Herzblatt war durch seine schweizer Exfreundin einen gehobeneren Lebensstandard gewohnt:
      Jedes Wochenende Party, Essen gehen, Urlaube, Shoppingtouren unter der Woche Kino, Pizza bestellen undundund.
      Am Ende des Monats blieb nie wirklich etwas von seinem Lohn übrig, obwohl die beiden schon wöchentlich in Deutschland einkaufen fuhren (ging nicht seltener, weil das Katzenfutter so extrem teuer war und meist noch Bestellungen von der Packstation hinter der Grenze abgeholt wurden).

      Als ich das erste Mal mit ihm zusammen her kam, waren wir grad damit beschäftigt die alte Wohnung für die Übergabe auf Fordermann zu bringen (auch nicht ganz so wie in D, wird hier nicht nur grob durchgekehrt sondern wirklich bis ins letzte Eckchen geputzt und noch die kleinsten Mängel im Protokoll festgehalten. Hinzu kommen hier dann auch wiederum ggf Kosten für die Prüfung von Spül-, Waschmaschine und co - ist für euch aber erstmal noch nicht relevant)
      Jedenfalls ging ich dann irgendwann mit 100CHF in der Hand und einem Einkauszettel in den nächsten Migros und wunderte mich noch über die besorgten Worte "ich hoffe, du bekommst dafür auch alles" da die Liste extrem kurz war. Im Supermarkt vor dem ersten Regal viel ich dann vor Schreck fast hinten über und verstand :)
      Nun bin ich einen extrem niedirgen Lebensstandard gewohnt und machte mich an den Einkauf..
      Am Ende gab es dann das beste Klopapier im Doppelpack (weil günstiger als das zweitgünstigste reguläre), eine Monsterpackung Waschmittel im Spar-Doppelpack und die Putzmittel in gewohnter Ökoqualität, weil mit die günstigsten im Regal. Schwer bepackt kehrte ich in die Wohnung ein, wurde verwirrt beäugt und legte noch recht viel Rückgeld auf den Tisch...

      "wie hast du das gemacht!?"

      Mittlerweile kaufen wir nur noch in der Schweiz ein. Lediglich Käse bring ich gern mal aus D mit (ein bisschen wie Eulen nach Athen tragen) aber der günstigste Käse hier kostet noch 3mal so viel wie in D und wir sind wirklich käsesüchtig.
      Lange Rede kurzer Sinn:
      Momentan füttert mich mein Schatz quasi noch mit durch, wir gehen alle zwei Wochen mal ins Kino, zu einer Messe, Essen gehen wir 3-4 mal im Monat und am Ende des Monats bleibt nock lässig viel übrig, dass er sich seinen PC aufmotzen, ein Fahrrad kaufen, seiner Schwester einen Urlaub bezahlen kann etcpp.

      Pauschal beantworten lässt es sich nicht.
      Ein Tipp fürs Sparen wäre noch die Hausmarke vom Migros.
      Dieser führt auch meine heissgeliebten Alnatura-Produkte für +/- den gleichen Preis wie in Deutschland.

      Bei der bestellten Pizza für fast 20€ klappt dann immer noch jedes mal meine Kinnlade auf den Fußboden, aber wie sagt er dann immer grinsend? "joojoo, des isch scho gued so, hier verdienst halt au mehr."
      Stümmt. Irgendwie muss der Pizzabäcker ja auch seine Brötchen bezahlen.


      Was die Freunde angeht, hab ich auch schon von vielen gehört, dass man als Deutscher der ewige "Kollege" bleibt.
      Man versteht sioch bei der Arbeit gut.
      Man versteht sich im Mittag gut (hier geht man wohl meist essen, bekommt dafür auch ggf einen Verpflegungszuschlag mit dem Lohn).
      Man unterniommt auch mal was nach der Arbeit zusammen.
      Aber "ins Wohnzimmer" eingeladen wird man nicht.

      Von ca. 10Menschen wurde mir nun schon berichtet, die eben aus diesem Grunde das Land wieder verlassen haben.
      Weil sie sich nie zuhause gefühlt haben, nie ganz ankamen, keine echten Freunde hatten ausser vllt andere Deutsche.
      Nun hatte mein Freund es vllt einfacher, weil er mit einer Schweizerin zusammen war, Freunde zu finden. Aber auch unter ihren Freunden fanden sich wiederum ein paar Deutsche.
      Und auch die Freunde, die er "allein" gefunden hat, sind mehrheitlich Schweizer.
      Bei denen kommt er nicht nur bis ins Wohnzimmer, sondern wird auch gern übers lange Wochenende auf die Couch eingeladen.
      Und auch von seinen Kollegen hab ich schon einige Wohnzimmer von Innen gesehen zwecks Feierlichkeiten ;)

      Sehr lange Rede (tu mich schwer im nicht Ausschweifen), kurzer Sinn:
      Über die finanziellen Randbedingungen kann man sich sehr gut online informieren, dafür bietet dieses Protal wirklich sehr gut sortierte Verlinkungen und Themenübersichten.
      Wie teuer die Schweiz ist oder eben nicht, liegt sehr an jedem individuell.
      Und noch viel schwerer wird es zu sagen, wie es sich in der Schweiz leben lässt, da hier die Erfahrungen von Paradies bis Hölle auf Erden weit auseinander driften.


      Stella schrieb:

      Offenbar wollen alle zwecks den Löhnen in die Schweiz ungeachtet ob man mit seiner eigenen Art und seiner eigenen Lebenseinstellung und Lebenserwartungen überhaupt dorthin passt , gehen viele ganz blauäugig dorthin obwohl es noch 1000 unbeantwortete Fragen gibt.

      Also wenn ich mir die Fragestellungen ansehe, und die Wortwahl, und dazu noch die "Bemerkungen "so bleibt ihr besser zu Hause.
      Claudia und Chris haben zwar sehr viele unbeantwortete Fragen, aber sie stellen diese, um Antworten zu bekommen -im Vorfeld!
      Auch ihnen zu unterstellen, sie würden nur des Geldes wegen kommen halte ich für sehr unfair. Hätte Chris einen guten Job in Wuppertal angeboten bekommen, wären sie vielleicht auch dorthin gegangen - nur hätte es sich dann erübrigt in einem Auswandererforum dazu Fragen zu stellen.
      Dass man das Finanzielle abklärt ist nicht nur logisch, sondern auch vernünftig.
      Die meisten Auswanderergeschichten passieren nämlich eben aufgrund deiner erwähnten Blauäugigkeit, weil man nur den Lohn winken sah, aber sich nicht erkundigt hat, wie sich vor Ort damit das Leben bestreiten lässt und welche eventuellen Stolperfallen die Umsiedelung noch so in sich birgt.

      Auch ich gehe keineswegs wegen der Löhne in die Schweiz.
      Ich gehe her, weil mein Mann hier (im Gegensatz zu Deutschland) endlich glücklich geworden ist, die Mentalität liebt und tolle Freunde gefunden hat. Auch die Arbeit macht ihm bei der Firma hier sehr viel mehr Spaß als in der alten Heimat. Er bleibt nicht des Geldes wegen und kam nicht des Geldes wegen.
      Und blauäugig geh ich auch nicht. Ganz im Gegenteil informiere ich mich im Vorfeld so genau, dass ich ihm, der schon einige Jahre hier wohnt, sogar schon neues Wissen mitteilen konnte.
      Ich kann mir sehr gut vorstellen Stella, dass dich dieses Land über die Maßen frustriert, enttäuscht und desillusioniert hat.
      Dies aber auf alles und jeden zu übertragen funktioniert nicht nur nicht, es verbittert dich auch Dauer auch.
      just become like a child that discovers the beauty of the world every moment again and again