Angepinnt Wohnung in der Schweiz + Deutschland, Steuerbefreiung

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    • Danke für eure super Infos.
      Habe nochmals etwas im Internet recherchiert und habe folgendes gefunden:

      "Behalten Sie hingegen Ihre Wohnung in Deutschland – sei es weil die Familie hier bleibt oder Sie wissen, dass eine vergleichbare Immobilie bei Ihrer Rückkehr nur schwer zu finden ist – dann haben Sie definitiv einen Ort in Deutschland, an den Sie jederzeit zurückkehren können und in dem vielleicht noch persönliche Sachen stehen. Über diesen Ort können Sie im Juristendeutsch „verfügen“, das heißt: Sie haben den Schlüssel und können entscheiden, wen Sie durch die Tür lassen und wen eben nicht. Die steuerrechtliche Konsequenz: Somit haben Sie einen Wohnsitz und sind daher auch unbeschränkt steuerpflichtig. Es ist im Übrigen aus steuerrechtliche Sicht völlig unerheblich, ob Sie sich bei der Gemeinde abgemeldet haben oder nicht."
      Quelle: Link

      Dies würde bedeuten das es wohl nur eine saubere Lösung gibt:
      - Meine Frau und ich melden uns in DE ab und melden unseren Wohnsitz in CH an. (Ob hier eine zwingende Abmeldung in DE nötig ist bin ich mir immer noch nicht sicher)-
      - Da wir unsere Immobilie in DE nicht verkaufen wollen dürfen wir sie laut obigem Text nicht leer stehen lassen sondern müssen sie fest vermieten.
      - Die Mieteinkünfte aus DE gehen in CH in die Progression ein. Ebenso der Wert der Immobilie. Dazu muss ich aber noch genauer recherchieren wieviel hier der Satz ist.

      Fragen:
      - Gibt es einen Weg die Immobilie in DE nicht unbedingt vermieten zu müssen? Würde es reichen nur via AirBnB zu vermieten und somit offiziell keine dauerhafte Vermietung vorweisen zu können?
      - Weiss jemand wie man die Immobilie in DE in der CH versteuern muss betreffend dem Wert der Immobilie?
    • 'Grüße mitanand' ;)
      Vielleicht oder ich hoffe mir kann auch jmd Auskunft geben bzw. Maik, du scheinst ein guter Berater zu sein.
      Also, ich bin seit ca. 1,5 Jahren in der Schweiz (seit Ende Nov mit Ausweis B gemeldet) und habe mich aber in Dtl nicht abgemeldet. Ich habe meine Sachen bei einem Freund in Dtl. in der Wohnung, in der ich auch noch gemeldet bin und vorher mit Untermietvertrag gewohnt habe. Ab und zu bin ich auch hier, nur Miete zahle ich keine mehr. Seit Ende November 2016 arbeite ich in der Schweiz, in Dtl keine Einkünfte. Ich habe noch ein Auto mit deutschem Kennzeichen, mit dem ich mich seit Ende Nov2016 auch in der Schweiz bewege. Nach einem Jahr in der CH arbeiten muss man e ja eigentlich ummelden, doch ich habe gehört, dass wenn man noch in Dtl gemeldet ist, das nicht muss und bisher ist auch nichts passiert.
      Ich zahle in der Schweiz die Quellensteuer und in Dtl aber die Kfz-Steuer+Versicherung.

      Nun habe ich eine Geschichte gehört von einem jungen Mann, der noch in Dtl gemeldet war, nur 1/2 Jahr in der Schweiz gearbeitet hat und nach 2-3 Jahren deutsche Steuern i.Hv. 16.000€ nachzahlen muss/te.

      Kann mir jemand sagen, wie es sich hier verhält, ob ich ebenfalls mit dem deutschen Finanzamt Probleme bekommen könnte oder kann ich alles so erst einmal weiterlaufen lassen? Geplant ist bis spätestens Ablauf der Aufenthaltsbewilligung B aus der Schweiz wegzugehen und höchstens nur noch saisonweise zu arbeiten.

      Über Auskunft wäre ich sehr dankbar!

      Liebe Grüße Katharina
    • Hallo Katharina

      Solange du keine Einkünfte in Deutschland hast und dein Einkommen in der Schweiz versteuerst, sehe ich kein Problem. Sobald du Einkünfte in Deutschland generierst, musst du für die Berechnung des Steuersatzes dein Einkommen aus der Schweiz angeben. Das war vielleicht bei dem jungen Mann das Problem. Ist aber nur eine Vermutung.

      Beim Auto sehe ich es aber anders. Ob du noch in Deutschland gemeldet bist, spielt für die Ummeldung des Autos keine Rolle. Sobald du in der Schweiz wohnhaft bist, hast du 12 Monate Zeit deinen Führerschein und Auto (einzige Ausnahme Form 15.30) umzumelden. Wenn du schon länger als 12 Monate in der Schweiz gemeldet bist, würde ich an deiner Stelle das Thema dringend mit dem Strassenverkehrsamt deines Wohnkantons regeln. Sonst könnte bei einer Verkehrskontrolle saftige Bussen drohen.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Hey @Spitzbueb
      Bist du bereits zu einer klaren Antwort gekommen?
      Ich habe genau diese Situation(Haus Frau und Kind). Mein Steuerberater meinte das sei kein Problem und ich muss in Deutschland nur einen höheren Satz bei der Progression einrechnen, was aber unerheblich sei.
      Ich bin etwas am verzweifeln, da ich den Arbeitsvertrag zugeschickt bekommen habe, zu diesem Thema aber wiedersprüchliche Infos bekomme.
      Mein Steuerberater und ich waren bisher auf Maiks Stand.

      Die Steuerfrage stellt nämlich bei mir alles in frage.
      Würde ich in deutschland besteuert, würde sich die ganze sache mit Wohnung und KV in der Schweiz leider nicht mehr rechnen und ich würde sogar weniger haben.

      Beste Grüße,
      Finn
    • Kommt ganz darauf an. Wenn du nicht gesucht wirst und nichts gegen dich vorliegt, bekommt es in Deutschland niemand mit. Bei der Abmeldung steht auch nur "Wegzug ins Ausland". In diesem Fall interessiert es aber auch niemanden. Wenn die deutschen Behörden dich aber suchen, wird es wahrscheinlich anders aussehen, in diesem Fall werden die Schweizer und deutschen Behörden zusammenarbeiten.
    • Ne ne mich sucht schon keiner es geht eher um meine Wohnung die ich noch behalten will und meinen Job falls es nicht ihn der Schweiz so rosig wie gedacht ist das ich zurück kommen kann weil ich hab zwei pässe einen deutschen und einen bosnischen und ich sag mal so hier werde ich sagen ich mache lange Urlaub ihn der Heimat
    • Hallo basileus, hallo Maik,

      lese schon seit Wochen das Forum, jetzt muss ich allerdings auch mal konkret fragen.

      Ähnliches Problem wie Spitzbueb. Habe Eigentum 50%50 mit meiner Frau im Grundbuch.wird von uns selbst bewohnt.(Nähe Dortmund)
      Darüber hinaus eine Mietwohnung, voll vermietet. Bisherig sind wir steuerrechtlich in einer Zusammenveranlagung. Klasse 4; 4

      ich hatte geplant mich als Grenzgänger mit Wochenaufenthalter Status anzumelden. Da mein Eigentum bzw. Wohnort in Dortmund ist.
      neue Arbeitsstätte Baselland-Laufen. 01.02.2019
      Ich nehme auch stark an das die G-Bewilligung als Wochenaufenthalter kein Problem darstellen wird.
      Somit voll steuerpflichtig in der Schweiz.

      ich wähle mal ein Zahlenbeipiel(nur fiktiv), dann verstehe ich es am Ende besser.

      Frau in Deutschland verdient brutto 100.000€
      Mann verdient mit G-Bewilligung als Wochenaufenthalter 200.000CHF
      Mieteinnahme p.a. 10.000€

      Bedeutet das bei der Steuer in DE für meine Frau die Angabe von 300.000€ aus nicht-selbständiger Arbeit + 10.000€ aus Mieteinkünften?
      Oder wie wird das gerechnet. Werden dann in der Schweiz die Mieteinkünfte meiner zu zahlenden Steuer mitgerechnet?

      Zu dem zitat "Auch ein Ehegatte, der nicht dauernd von seiner Familie getrennt lebt, hat seinen Wohnsitz regelmäßig dort, wo sich seine Familie befindet. Wenn sich der Auswandernde nicht von seiner Familie losgesagt hat ... hat er einen Wohnsitz in Deutschland und ist auch weiterhin unbeschränkt steuerpflichtig".

      bedeutet wenn ich es denn richtig verstehe, dass ich nie eine G-Bewilligung als Wochenaufenthalter bekomme. bzw. Steuerrechtlich von Deutschland loskomme?

      Natürlich werde ich regelmäßig zu meiner Frau nach DE fahren aber mindestens genauso oft wird sie in die Schweiz kommen.

      besten Dank für eure Antworten.

      LG Holger
    • Hallo Holger

      Deinen Lebensmittelpunkt wirst du bei dieser Konstellation weiterhin in Deutschland haben und somit auch in Deutschland steuerpflichtig bleiben. Wegen der Besteuerung in Deutschland würde ich dich bitte, dich direkt an einen Steuerberater zu wenden, dieser wird dir verlässlicherer Angaben als wir im Forum machen können.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Hallo Silicon,

      wenn du "internationaler Wochenaufenthalter" wirst, also Grenzgänger mit G-Bewilligung, wird es schwierig.
      Ich denke auch dass du das am besten den Steuerberater fragst. Die Bewilligung würdest du bekommen, aber ich denke dass der Lebensmittelpunkt ausschlaggebend ist.

      Wäre cool wenn du ein paar Infos geben kannst nach deinem Termin beim Steuerberater. Dieses Thema ist eines der meistdiskutierten hier im Forum.


      VG basileus
    • Wenn jemand eine konkrete Frage dazu hat, bitte so formulieren, dass ich die Frage mit zum Steuerberater nehmen kann.
      Ich lasse schon Jahre lang meine Steuern durch Ihn und seine Kanzlei bearbeiten.
      Er kennt sich laut eigener Aussage gut mit dem Grenzgänger Thema aus.

      VG Holger
    • Konkret wäre die Frage folgende: gilt bei einem Grenzgänger mit B-Bewilligung und wöchentlicher Heimkehr nach Deutschland (umgangssprachlich internationaler Wochenaufenthalter) der Lebensmittelpunkt als ausschlaggebend, oder kann der Grenzgänger unabhängig davon auch unter die 60-Tage Regel nach DBA DE/CH fallen (weil er pro Monat mindestends 5 Tage berufsbedingt in der Schweiz verbringen muss)?

      Bedingungen: der deutsche Wohnsitz des Grenzgänger ist weiter als 110km entfernt (mehr als 1.5 einfache Strecke) und der Lebens- bzw Ehepartner wohnt weiterhin in Deutschland


      VG basileus
    • Gleiche Frage, nur mir G-Bewilligung. Freundin und Kind in Deutschland, nicht verheiratet. Hauptwohnsitz in Neuss.

      Laut Aussage Quellsteueramt Zürich, bin ich ein "unechter Grenzgänger", weil ich nur am Wochenende in Deutschland bin, trotz G-Bewilligung und somit als Wochenaufenthalter voll Quellsteuerpflichtig bin.


      @ basileus:

      Ich frage mich was das deutsche Finanzamt in Deutschland machen will, wenn man das GRE-3 einreicht in dem vermerkt ist dass ich voll steuerpflichtig in der Schweiz bin/war und dort die Steuern abgeführt habe?
    • @basileus:

      Schau mal hier rein, lexetius.com/2010,6218 .

      Interessant ist da, wie die 60 Tage gezählt werden. Was im Umkehrschluss ja bedeuten würde, dass wenn man diese plausibel nachweisen kann, das Finanzamt einen nicht als echten Grenzgänger einstufen darf. Somit wäre das schweizer Gehalt steuerfrei in Deutschland und würde nur dem sog. Progressionsvorbehalt unterliegen. D.h., dass die Schweizer Einkünfte nicht in die Bemessungsgrundlage einbezogen werden, jedoch den Steuersatz aller anderen (!) in DE erzielten Einkünfte erhöhen würden.
    • Hi Druschii,

      das ist wieder mal typisches Rechtsdeutsch und leider sehr ermüdend zu lesen bzw auch zu verstehen. Trotzdem vielen Dank für den Link!
      Ich kenne den Art. 15a Abs. 2 DBA DE-CH mittlerweile ziemlich gut, aber irgendwie hat das deutsche Finanzamt eine andere Auslegung als ich.

      Ich war die ersten vier Monate regulärer Grenzgänger (mit Wohnung in Grenznähe) und dann vier Monate internationaler Wochenaufenthalter. Die 60 Tage Regel gilt aber gesamtumfassend für das Einkommen welches in der Schweiz verdient wurde in diesem Jahr. Für die acht Monate Arbeiten in der Schweiz reichen durch die unterjährige Beschäftigung übrigens schon 40 Nichtrückkehrtage aus. Das deutsche FA möchte für die vier Monate in Grenznähe deutsche Lohnsteuer haben, was aber aus meiner Sicht unzulässig ist (entweder komplettes Schweizer Gehalt in CH versteuert, oder komplett in DE).

      Von daher besser gleich zum Steuerberater, da dieser mit dem Finanzamt auf Augenhöhe kommunizieren kann und die auch wissen dass der Steuerberater weiss wovon er redet. Ich habe im Beiblatt zur Steuererklärung auch eine Erklärung beigelegt und genau auf den Artikel im DBA verwiesen, aber den Sachbearbeiter hat das nicht interessiert.


      VG basileus
    • Okay, du bist damit nochmal ein Sonderfall vom Sonderfall. Würde mich aber Deiner Argumentation anschliessen, es kann doch nur das ganze Jahr gelten. Ansonsten ist es doch Rosinen pickerei und damit willkür.

      Ich komme diesen Monat alleine schon auf 17 Nichtrückkehrtage, somit werde ich nicht dem echten Grenzgänger zugerechnet. Aber durch den Progressionsvorbehalt, werde ich wohl durch das schweizer Gehalt Steuern für mein bis Oktober in Deutschland erhaltenes Gehalt nachzahlen müssen...