Angepinnt Wohnung in der Schweiz + Deutschland, Steuerbefreiung

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    • Das Eigentum in Deutschland muss in jedem Fall in der Steuererklärung in der Schweiz angegeben werden. Es ist mindestens satzbestimmend wirksam.

      Bei Quellensteuerpflicht ist zu beachten, dass diese durch Eigentum/Vermögen entfallen kann und eine ordentliche Besteuerung notwendig werden kann.

      In Deinem Fall würde ich von steuerlicher Ansässigkeit in der Schweiz ausgehen, daher unbedingt die Sache mit Deiner Gemeinde klären, die stimmen sich über eine eventuelle Quellensteuer mit dem Kanton ab. Im Zweifelsfall einen Treuhänder befragen.
    • Danke für die Antwort.

      Dann werde ich mal hier in der Gemeinde nachfragen.

      Hab mich eigentlich nur zum Spass auf diese Stelle beworben und jetzt bin ich hier. Hab am gleichen Tag meinen Arbeitsvertrag, Mietvertrag unterschrieben sowie bei der Gemeinde mein Wohnsitz angemeldet und direkt danach ein Bankkonto bei de UBS eröffnet, das ging hier Zack Zack alles. So dass ich mich nicht wirklich informiert habe was die ganzen Steuerregeln usw. angeht. Nicht dass ich mir mehr schaden als gutes angetan habe mit dieser Schnellentscheidung hier anzufangen.

      Weiß einer ob man zwei Wohnsitze auf einmal haben darf. Also sprich den einen in Deutschland (Ferienwohnung) und die hier in der Schweiz wo ich auch arbeite und lebe.
      Oder muss ich mich in Deutschland abmelden?
      Wie ist es mit der Steuererklärung in Deutschland? Muss ich da was zahlen auch wenn ich kein einkommen habe? Grundsteuer für meine Wohnung zahl ich ja fleissig jedes Quartal, oder wollen die noch mehr sehen?

      Grüsse
    • Du kannst problemlos mehrere Wohnsitze haben, aber im internationalen Umfeld gibt es keine Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebenwohnsitz oder Ferienwohnung. Bist Du in 2 Ländern gemeldet, hast Du dort jeweils einen Hauptwohnsitz. Das inkludiert dann neben Grundsteuer auch sonstige Abgaben wie GEZ/Serafe usw. Weiter ist das für die Behörden dann eine Zustelladresse, d.h. regelmässige Postabholung ist zwingend nötig um keine Fristen zu versäumen.

      Für die Steuer ist die steuerliche Ansässigkeit entscheidend. Fällt in Deutschland kein Einkommen an ist es relativ egal, eine Steuererklärung ist nach meinen Informationen auf jeden Fall abzugeben. Sollte aber von der "Ferienwohnung" aus im Rahmen einer Homeoffice-Vereinbarung gearbeitet werden, entsteht sehr schnell eine Steuerpflicht, da gibt es einen Grenzwert. Obendrein könnte die Finanzverwaltung vermuten, dass der Behalt der Wohnung in Deutschland ein Hinweis darauf ist, dass der Lebensmittelpunkt eben doch nicht in der Schweiz liegt. (Wozu behält man eine Wohnung zu relativ hohen Kosten? Jede Einmietung in einem Hotel wäre günstiger, vor allem wenn man sie nur selten nutzt. Ggfs. ist das Eigentum in Deutschland - da nicht vermietet - mit dem Eigenmietwert in der schweizerischen Steuererklärung anzusetzen.)
    • Hallo zusammen

      Ich bin neu hier und hoffe, jemand von euch kann mir weiterhelfen. Ich bin Schweizer, wohne und arbeite in der Schweiz. Nun habe ich eine Partnerin aus Deutschland kennengelernt, welche bei Lufthansa arbeitet. Damit sie mich bei Lufthansa als Lebenspartner eintragen kann (was uns bei Flügen und um uns zu sehen einiges erleichtern würde), müsste ich eine Wohnsitzbestätigung/Anmeldebestätigung aus D haben. Meine Frage ist nun, kann ich mich in D einfach so anmelden, ohne mich in der Schweiz abzumelden? Bleibe sicher vorläufig in der Schweiz wohnhaft und angemeldet. Hat das irgendwie steuerliche oder andere Konsequenzen? Oder hat jemand von euch eine Idee, wie ich/wir das machen könnten? Vielen Dank. Gruss aus der Schweiz
    • Hoi Pepe,

      ja, Du kannst Dich in Deutschland anmelden. Wahrscheinlich müsste Deine Partnerin noch schriftlich bestätigen, dass Du tatsächlich bei ihr wohnst. Somit hast Du dann zwei Erstwohnsitze. Was passieren könnte ist, das das Deutsche Steueramt auf die Idee kommt, dass Dein neuer Lebensmittelpunkt in Deutschland ist, da Du dort jetzt regelmässig wohnst und Deine Partnerin dort lebt. Somit wärest Du auf einmal in Deutschland steuerpflichtig!!
      Würdest Du dann sagen, dass Du dort gar nicht lebst, sondern Dich nur gemeldet hast, um günstiger zu fliegen verstösst Du gegen das Bundesmeldegesetz, was ein Ordnungswidrigkeitsverfahren nach sich ziehen würde.

      Viel Erfolg
    • Salut Jungs,

      also Ich bin jetzt seit 6 Jahren in der Schweiz habe B- Bewilligung und hatte immer einen Job und eine Wohnung hier.
      Meine Eltern haben ein Haus (800km von Zürich entfernt) wo ich gemeldet ( Meldeadresse) bin. Ich habe mir quasi nie Gedanken gemacht mich abzumelden.
      Ich schlafe dort natürlich ab und zu im Jahr wenn ich meine Eltern besuche. (jedoch gibt es dort keine persönlichen Sachen wie Möbel etc. mehr von mir)

      Da ich mir immer gedacht, wenn der Wohnsitz eh soweit weg, ist ja auch klar wo mein Lebensmittelpunkt ist. (also für mich ist er in der Schweiz seit dem ich hier bin)
      Letztens hatten wir das Thema in einer Runde mit Freunden.
      (1.)Sie meinten wenn ich Pech habe, kann ich trotzdem doppelt besteuert werden ist das richtig!?
      (2.)Ein andere Kolleg meinte jedoch, wenn man 10 Jahre hier Arbeitet, gibt es ein Gesetz (keine Ahnung wie das heisst)welches die Doppelbesteuerung nichtig macht!?
      (3.)Ich hoffe ihr könnt mir helfen, bzw. die Angst nehmen, da es auch passieren kann das ich evtl. nach Deutschland aus familiären Gründen zurückkehren muss.

      lg und danke im vorraus
    • Hi TP,

      Meiner Meinung nach alles kein Problem. Wenn ich das so richtig sehe, hast Du momentan zwei Erstwohnsitze. Deinen primären hier in der Schweiz, wo Du auch arbeitest und lebst (evtl. sogar mit einer Beziehung). Wenn Du dazu noch ein Zimmer bei Deinen Eltern hast, in dem es keine persönlichen Gegenstände mehr gibt und Du dort nur 3-4 mal pro Jahr bist, muss man ziemlich gut argumentieren, weshalb sich Dein Lebensmittelpunkt und somit die Versteuerung nach Deutschland verschiebt.

      Von diesem 10-Jahresgesetz habe ich noch nichts gehört oder hier gelesen. Allerdings bin ich auch bei weitem kein Steuerexperte.
    • Von dem 10-Jahresgesetz habe ich auch noch nichts gehört. Zwischen Deutschland und der Schweiz gibt es Doppelbesteuerungsabkommen, was die doppelte Besteuerung verhindert. Entscheidend ist wo du deinen Lebensmittelpunkt und die Einkünfte hast. Sofern du keine Einkünfte in Deutschland generierst gibt es auch nichts in Deutschland zu versteuern. Aus deinem Text heraus kann ich keinen Grund entdecken, warum dein Lebensmittelpunkt in Deutschland sein sollte. Sobald du nach Deutschland zurückkehrst verschiebt sich dein Lebensmittelpunkt wieder.

      Maik schrieb:

      Es gibt drei Nachteile die entstehen können, wenn du weiterhin in Deutschland gemeldet bist:
      • Du könntest weiterhin in Deutschland Kirchensteuerpflichtig sein, sofern du in der Kirche bist.
      • Personalausweis und Reisepass muss bei deinem Wohnsitz in Deutschland beantragt werden.
      • Amtliche Schreiben gelten als zugestellt und Fristen laufen auch nur mit der reinen Zustellung ab. Daher bei Wohnsitz in Deutschland, regelmässig Post öffnen, evtl. auch durch deine Eltern.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Hoi TP,

      ich denke mit dem "10-Jahres-Gesetz" meint dein Kollege die Möglichkeit, dass du dich nach 10 Jahren einbürgern lassen kannst.
      Also 5 Jahre B-Bewilligung, nach 5 Jahren C-Bewilligung. Mit C ist man steuerlich gleichgestellt zu Schweizern. Für Deutsche gibt es die C-Bewilligung mehr oder weniger automatisch, gilt aber nicht für alle EU-Staatsangehörige.


      VG basileus
    • So....Nachdem das Steueramt in Zürich nun fast ein Jahr gebraucht hat um mich steuertechnisch zu registrieren, kam nun mein GRE-3 Formular zurück.

      Abgelehnt und nicht vom Steueramt gegengezeichnet...

      Begründung, sie sehen mich grundsätzlich als Wochenaufenthalter und nicht als Grenzgänger, da die Vorraussetzungen für den Grenzgänger nicht erfüllt sind (Entfernung zum deutschen Wohnort mehr als 110km entfernt)

      Mh...Hatte es so verstanden, dass das GRE-3 extra dafür da sei, bei Grenzgängern die Nichtrückkehr verbindlich nachzuweisen...Jetzt muss es so gehen.
      Meine Frist zur Einreichung der deutschen Steuererklärung endet am 30. September. Werde jetzt mal mit allem was ich habe, die Steuererklärung einreichen.
      Bin gespannt was passiert...
    • Interessant. Kantönligeist mal wieder. In BS ging das relativ problemlos und sehr schnell mit der Gegenzeichnung.

      Wenn sie dich als Wochenaufenthalter sehen, dann würde das heissen sie haben die volle Quellensteuer bekommen? Verstehe das grad auch nicht so richtig.
      Das GRE-3 ist in der Tat dafür da, die Nicht-Rückkehrtage zu bestätigen. Du zahlst am Ende die volle Quellensteuer in der Schweiz, aber das deutsche Finanzamt hat mit dem GRE-3 den Nachweis dass du nicht täglich zurückkehren konntest.

      Ich würde mir an deiner Stelle einen Steuerberater in Deutschland suchen (so schnell wie möglich).

      Bei mir wollte das deutsche Finanzamt trotz gestempelten GRE-3 Einkommenssteuer in Deutschland sehen. Konnte das am Ende nur mit Steuerberater lösen.

      Viel Erfolg!
      basileus
    • Hallo ,
      Ich habe zu dem Thema auch eine Frage und hoffe dass mir schnell geholfen werden kann.
      Ich wohne momentan noch in der Schweiz und bin auch nur hier gemeldet. Zum 1.2 geh ich aber zurück nach DE.
      Für meine Anerkennung(als Physio) muss ich in einer Gemeinde gemeldet sein.
      Ich würde mich jetzt gerne Weihnachten wieder in meiner alten Gemeinde anmelden obwohl ich noch bis Ende Jan hier gemeldet bin.
      Kann das steuerrechtliche Konsequenzen haben? Ich zahlen ja weiterhin meine Quellsteuer hier und wäre in Deutschland bei meinen Eltern gemeldet.

      Würd mich freuen, wenn mir jemand schnell helfen kann.

      Liebe Grüße
      Martha
    • Neu

      basileus schrieb:

      ....

      Bei mir wollte das deutsche Finanzamt trotz gestempelten GRE-3 Einkommenssteuer in Deutschland sehen. Konnte das am Ende nur mit Steuerberater lösen.

      Viel Erfolg!
      basileus
      Um noch kurz zurückzumelden, bei mir ist alles so durchgelaufen, wie ich es eingereicht habe. Gestern konnte ich meinen Steuerbescheid online abrufen und ich habe fast die Summe erstattet bekommen, die ich eingereicht habe.
      Alles ohne Anwalt und Rücksprache mit dem deutschen Finanzamt zu halten.
      Habe das schreiben vom Schweizer Steueramt beigelegt, dass nicht unterschriebene (vom Schweizer Steueramt) GRE-3 Formular mit ausgefüllten N-AUS für die Schweizer Einkünfte und aufs DBA verwiesen.

      Jetzt werde ich mich noch von der generellen Steuererklärung befreien lassen, da ich mittlerweile vollständig in die Schweiz gezügelt bin und in D keine Einkünfte, etc habe...