Krankenversicherung bei Deutschem und Schweizer Einkommen

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    • Krankenversicherung bei Deutschem und Schweizer Einkommen

      Hallo,

      ich werde neben den Einkünften aus einem Angestelltenverhältnis in der Schweiz auch selbständige Einkünfte in Deutschland haben. Eigentlich würde ich mich gerne mit einer Schweizer Grundversicherung krankenversichern und dann über E106 hauptsächlich in D zum Arzt gehen.
      Ich habe mich letzte Woche bei einer Bank beraten lassen und der Berater meinte das ginge nur, wenn meine Einkünfte aus D einen gewissen Anteil nicht überschreiten. Er war sich nicht sicher ob 25 oder 30%.
      Wisst Ihr genaueres oder ob das überhaupt stimmt?

      Noch eine Frage: Wisst Ihr wie das mit der Franchise (hab letztens gelernt, dass man das nicht Englisch sondern Deutsch ausspricht :) )läuft, wenn ich in D zum Arzt gehe. Ich muss trotzdem einen Teil selber tragen, oder?

      VG
    • Habe mich heute selbst bei der zuständigen Stelle (DVKA) erkundigt:
      Die Info die ich bekommen habe, war nicht richtig - es geht zum einen um Anzahl der Stunden und Art der Tätigkeit, nicht um Höhe des Einkommens. Dann stimmen die 25%.
      In meinem Fall allerdings ist es so, dass wenn eine selbständige und eine abhängige Beschäftigung bestehen, muss man sich in dem Land versichern, in dem die unselbständige Tätigkeit besteht.

      Broschüre zu dem Thema für Grenzgänger:

      dvka.de/media/dokumente/merkbl…land/Arbeiten_Schweiz.pdf


      Die Frage mit der Franchise ist allerdings noch offen.........
    • Danke für den Link und die Infos. Der Hinweis mit der Aussprache beim Wort Franchise ist auch gut, erspart einem die Peinlichkeit. :thumbsup:

      Ob es bei Grenzgängern Unterschiede bei der Anwendung gibt kann ich dir leider nicht sagen. Ich kann dir aber erklären wie dies bei Behandlungen in der Schweiz angewendet wird. Bei der Franchise ist es so, dass dies der Betrag ist, den du zunächst vollständig selber tragen muss, bevor überhaupt die Krankenversicherung tätig wird. Danach beteiligt sich diese an den Kosten. Die Höhe wird dann auf das ganze Jahr kumuliert.

      Ein Beispiel:
      Du wählst 300 Franken Jahresfranchise für das Jahr 2016. Im Jahr 2016 gehst du angenommen zweimal zum Arzt.
      1. Arztbesuch im März. Die Rechnung betrug 300 Franken. Diese Rechnung zahlst du komplett selbst und schickst dieser zur Anrechnung für die Franchise bei der Krankenversicherung ein.
      2. Arztbesuch im Oktober. Die Rechnung betrug 200 Franken. Diese Rechnung überweist du zunächst auch und schickst im Anschluss die Rechnung wieder bei der Krankenversicherung ein. Jetzt wird es etwas schwieriger aber jetzt bekommst du auch etwas zurück. Die Krankenversicherung überweist dir 180 Franken zurück. 10% Selbstbehalt musst du auch nach erreichen weiterhin selbst zahlen. Der maximale Selbstbehalt pro Jahr und Erwachsenen beträgt 700 Franken.
      Je niedriger die gewählte Franchise desto höher die Krankenkassenbeiträge. Als Faustregel kann man sagen, dass sich ab 1800 Franken Arztrechnungen pro Jahr die niedrigste Franchise von 300 Franken lohnt. Ansonsten wählt man lieber 2500 Franken Jahresfranchise. Ist immer eine kleine Wette auf die Zukunft.

      Ich hoffe, ich habe es nicht zu kompliziert erklärt.

      Schöne Grüsse
      Maik