Grenzgänger-Deutsche oder Schweizer Krankenversicherung?

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    • Grenzgänger-Deutsche oder Schweizer Krankenversicherung?

      Hallo zusammen,
      ab dem 01.01.2015 werde ich Basel arbeiten, aber zunächst grenznah in Deutschland wohnen. Die Infos zur Krankenversicherung habe ich so verstanden, dass ich wählen kann, ob ich mich in Deutschland oder Schweiz versichere. Die deutsche Krankenversicherung kostet 15% vom monatl. Brutto und die Schweizer haben Franchise/ Grundvers. pauschal. Glaube ich habe beide Modelle grundsätzlich verstanden. Jetzt trotzdem meine Fragen: 1. Unter welchen Umständen kann ich in Deutschland versichert bleiben? Und gibt es einen maximal Betrag für die Versicherung? 15% kann ja richtig teuer sein...? Macht das Sinn? Hat irgendjemand ähnliche Gedanken, oder gar Erfahrungen?
      Der Hintergrund ist, dass ich es bis Ende des Jahres nicht schaffen werde, Vorsorgeuntersuchungen und Zahnarztbesuche zu erledigen. Das möchte ich noch in Deutschland versichert erledigen, bevor ich dann weiter nach Basel ziehen möchte und ich dann natürlich im schweizer System bewege.

      Ich freue mich über jede Anwort,
      LG Pia
    • Hallo Pia

      Bist du aktuell privat oder gesetzlich in Deutschland versichert?

      Vorraussetzung: Als Grenzgänger hast du innerhalb der ersten drei Monate die Möglichkeit dich mit einem formlosen Gesuch beim Amt für Sozialversicherungen Schweiz dich von Versicherungspflicht befreien zu lassen. (Grenzgänger Krankenversicherung)

      Ich denke, dass macht eigentlich nur Sinn für jemanden der ein relatives geringes Einkommen hat. Ansonsten würde ich eine Schweizer Krankenversicherung mit niedriger Franchise wählen. Nachdem deine Untersuchungen abgeschlossen sind und du keine grossen Arztbesuche erwartes kannst du für das neue Versicherungsjahr die Franchise auf 2500 Franken erhöhen und damit die Beiträge senken. Die Franchise kannst du jährlich wechseln.

      Ich würde mir aber mal von beiden Krankenkassen konkret ein Angebot zukommen lassen und vergleichen.

      Grüsse
      Maik
    • Hallo Maik,
      danke für die Antwort. Bin gesetzlich krankenversichert, und habe mir überlegt, dass ich einfach noch flott zum Zahnarzt gehe, bevor ich umziehe.Dann befürchte ich eigentlich keine großartigen Arztbesuche mehr. Ich lasse mich trotzdem auch nochmal von meiner jetzigen Krankenkasse beraten, aber der Gedanke in der Schweiz krankenversichert zu sein, fühlt sich immer besser an. Ich habe einfach die Sorge, das mich eine überraschende Erkrankung in den Ruin treiben könnte, bevor ich mir ein angemessenes finanzielles Polster ansparen konnte. Aber das mit dem Polster wird recht schnell gehen und eigentlich bin ich sehr selten krank.

      LG Pia
    • Klingt vernünftig, würde ich auch so machen.

      Wenn du Befürchtungen wegen den Gesundheitskosten hast, dann könntest du eine niedrige Franchise wählen. Damit senkst du das Risiko bei einer Erkrankung. Schlimmster Fall: 300.- Franchise + 700 maximaler Selbstbehalt = 1000.- Franken maximale Kosten im Krankheitsfall.

      Wenn später die Ersparnisse grösser sind, könntest du die Franchise wieder anheben und damit Prämien sparen. Schlimmster Fall: 2500.- Franchise + 700 maximaler Selbstbehalt = 3200.- Franken maximale Kosten im Krankheitsfall.

      Liebe Grüsse
      Maik
    • Hallo,
      vielen Dank für eure Antworten. Ich habe heute mit meiner Krankenkasse gesprochen. Ich müsste den Höchstsatz in Deutschland zahlen und das sind fast 800€. Ich werde eine Schweizer Krankenversicherung auswählen. Die Dame meinte nur, ich soll aufpassen mit privaten Zusatzversicherungen, da ich unter Umständen Schwierigkeiten bekommen könnte, falls ich irgendwann mal ins Deutsche GKV System zurück möchte/ muss. Aber ich könnte jederzeit anrufen und mich absichern, bevor ich mehr als die Grundversicherung abschließe. Damit kann ich erstmal gut leben.
      Noch was anderes- Kann ich eigentlich mein Konto bei der Sparkasse in Deutschland behalten und zusätzlich ein Schweizer Konto eröffnen, auch wenn mein Wohnsitz in Deutschland ist? Oder anders, ist es günstiger den Lohn auf ein Schweizer oder Deutsches Konto zu überweisen, wegen der Chf und € Wechslerei?

      LG
      Pia
    • Pia schrieb:

      Ich habe heute mit meiner Krankenkasse gesprochen. Ich müsste den Höchstsatz in Deutschland zahlen und das sind fast 800€.


      Danke Pia, sehr gute Information.

      Pia schrieb:


      Noch was anderes- Kann ich eigentlich mein Konto bei der Sparkasse in Deutschland behalten und zusätzlich ein Schweizer Konto eröffnen, auch wenn mein Wohnsitz in Deutschland ist? Oder anders, ist es günstiger den Lohn auf ein Schweizer oder Deutsches Konto zu überweisen, wegen der Chf und € Wechslerei?


      Für Grenzgänger gibt es spezielle Angebote. Damit kannst du dein Konto in Deutschland behalten und der Wechsel von € zu CHF ist damit auch einfacher und wesentlich günstiger. Beispiel: Sparkasse Hochrhein. Solange du in Deutschland wohnst würde ich soetwas in Anspruch nehmen. Vielleicht bietet deine Sparkasse auch sowas an.

      Wenn du dann später in Basel wohnst würde ich ein Lohnkonto in der Schweiz eröffnen. Dein Konto in Deutschland darfst du behalten auch wenn du in der Schweiz wohnst, es empfiehlt sich aber für den Schriftverkehr eine Anschrift von Eltern bzw. Verwandten anzugeben. Das spezielle Grenzgängerangebot darfst du aber meines erachtens nach dem Umzug nicht behalten.

      Schöne Grüsse
      Maik