Angepinnt Grenzgängerbewilligung G oder Aufenthaltsbewilligung B ??

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ich habe eine Frage zur Quellbesteuerung mit 60 Tage Regelung.
      Ich bin Grenzgänger und komme als Vertriebsleiter locker auf 100 und mehr Übernachtungen pro Jahr. Somit reiche ich nach diesem Jahr das Gre-3 ein.

      Welcher Kanton erhebt dann die Quellsteuer? Also die Differenz zu meinen bereits einbehaltenen 4,5%?

      - Der Kanton des Firmenhauptsitzes?
      - Der Kanton meiner Arbeitsstätte/Büro?

      und falls ich mich als Wochenaufenthalter anmelden würde (Wohnung unter der Woche) wird dann die Steuer von dem Kanton erhoben, in dem sich die Wohnung befindet?
    • DanielSan schrieb:

      und falls ich mich als Wochenaufenthalter anmelden würde (Wohnung unter der Woche) wird dann die Steuer von dem Kanton erhoben, in dem sich die Wohnung befindet?
      Ja, die Quellensteuer wird dann an den Kanton abgeführt, in welchem du deine Wohnung hast.

      Falls du keine Wohnung in der Schweiz hast, kann ich dir leider nicht wirklich weiterhelfen. Ich vermute, es ist der Kanton des Firmenhauptsitzes.
      Genaueres kann dir aber sicher deine zukünftige HR-Abteilung sagen.
    • Noch als Ergänzung zum Thema Grenzgänger und GRE-3: die Schweiz hat im Juni 2019 mit dem Kreisschreiben Nr. 45 (hier) eine Reform der Quellensteuer beschlossen. Die Änderungen treten ab 2021 in Kraft.
      U.a. muss das GRE-3 nun bis spätestens 31.03. des Folgejahres eingereicht werden.

      Das Kreisschreiben hat 69 Seiten, nur als Info.
    • Vielen Dank für die Info. Die Frist bis 31.03. finde ich mehr als ausreichend. Da mein Nachweis meine Spesenabrechnung ist, liegt mir Quasi mit Ende des Jahres alles vor, Gre 3 ist von HR schnell bestätigt. Ich hoffe sonst gab es keine Änderungen.
      @basileus nutzt Du das Gre 3? Welche Nachweise musstest Du erbringen? Scheint ja von Steueramt zu Steueramt sehr unterschiedlich zu sein.
    • Hoi Daniel,

      ich nutze das GRE-3 nicht mehr, da ich mittlerweile Aufenthalter bin (=B-Bewilligung). In der Tat ist es bzgl GRE-3 bei jedem Steueramt unterschiedlich. Das trifft aber sowohl auf die Schweiz als auch auf Deutschland zu.

      Der "eigentlich korrekte" Ablauf für GRE-3 wäre wie folgt:
      1. Dein Arbeitgeber bestätigt dir die >= 60 Rückkehrtage mittels GRE-3 relativ zeitnah in 2021. Das GRE-3 hat vier Ausfertigungen: a) Ausfertigungen für das Betriebsstättenfinanzamt, b) Ausfertigung für den Arbeitgeber, c) Ausfertigung für das kantonale Steueramt, d) Ausfertigung für den Grenzgänger. Alle vier Seiten müssen vom Arbeitgeber ausgefüllt und bestätigt werden.
      2. Danach würde man mit dem deutschen (!) Finanzamt abklären, ob das GRE-3 anerkannt wird. Aus meiner Erfahrung ist es besser, sofort das kantonale Steueramt zu kontaktieren (ich war Wochenaufenthalter) und das GRE-3 stempeln zu lassen. Wenn man erst mit dem deutschen Finanzamt alles abklärt, ist die Frist in der Schweiz bereits abgelaufen.
      3. Die Nachkorrektur beim Schweizer Steueramt einreichen mit dem GRE-3. In meinem Fall wurde alles relativ zeitnah bearbeitet und ich habe dann die fehlenden Quellensteuern nachgezahlt in der Schweiz.
      4. In der deutschen Steuererklärung gibst du dann das GRE-3 mit an. Das kann, je nach Erfahrung des zuständigen deutschen Finanzamts, relativ kompliziert werden. In meinem Fall hat das Finanzamt erst nach mehrmaliger Korrespondenz mit dem Steuerberater eingelenkt.
      Das ist meine persönliche Erfahrung, und ich hoffe ich habe es korrekt wiedergegeben. Ist bereits eine Weile her...


      VG basileus

      PS: ich hatte sämtliche Belege aufgehoben, diese aber schlussendlich nicht gebraucht. An deiner Stelle würde ich alle Belege aufheben, bis du auch von deutscher Seite die Bestätigung bekommen hast, dass du volle Quellensteuer in der Schweiz zahlst.