Auswanderungsgedanken

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    • Auswanderungsgedanken

      Hallo Zusammen,

      ich hätte ein Jobangbot in der Schweiz (nähe Risch), bin mir aber nicht sicher ob es sich finanziell lohnt, beziehungsweise dass ich mich nicth verrechne :).
      Das Land reizt mich ja schon sehr, und als Allgäuer ist es auch nich so befremdend :).
      • Brutto: 6000 CHF (Angemessen als Einstiegsgehalt für Ingenieur/Pharma in der Schweiz?)
      • Sozialabgaben(AHV: 309, ALV 66 ,NBU 86,40 , KTG 27,00),Pensionskass 272.30 Quellensteuer(Zug): 240 = Gesamt 1.000,70 CHF
      • Netto: 4.999,30 CHF

      • Krankenversicherung mit Rücklagen: 375CHF
      • Miete: 1800 CHF (mind. 70qm und bevorzugt auf dem Land)
      • Nebenkosten: 70 CHF
      • Billag: 39 CHF
      • Internet: 45 CHF (Internet verfügbarkeit auf dem Land?) evt. + Telefon 30CHF
      • Handy: 50 CHF
      • Private Haftpflicht/Hausrat Versicherungen: 20 CHF
      • Auto - Steuern, Versicherung, Sprit: 180 CHF (wenig Fahrer, liebe mein Rad)
      • Verpflegung: 450CHF (in Deutschland komm ich mit durchschnittlich 300€ im monat aus)

      • Zur freien Verfügung: 1970 CHF

      Ich würde vorerst ohne Partnerin auswandern also ist die Rechnung für mich alleine. Stimmt meine Rechnung ungefähr? Falls die ich mich dafür entscheide, wonach es auch grad aussieht, würde ich hier auch alles Dokumentieren ;)

      Schonmal danke

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Geblobbe ()

    • Hoi,

      ich habe den Fehler noch nicht gefunden aber deine Nettoberechnung scheint mir zu hoch. Ich denke Netto bleiben vom Lohn um die 4500 - 4600 CHF.

      Bei den Nebenkosten von 70 CHF was meinst du damit?

      Krankenversicherung finde ich sehr hoch. Viele Zusatzversicherungen und Wenig Selbstbeteiligung ( Franchise) ?

      Verpflegung alleine 600CHF? Also wir sind zu zweit und brauchen keine 500CHF.

      Gruss
      Mario
    • Hey Mario,
      danke für die Antwort.Also die Brutto/Netto rechnung stammt direkt vom potentiellen Arbeitgeber AHV 5,15% ALV 1,10%, BVG 180CHF, GAV 0,7%, Quellensteuer ZG/A0Y -4,18%, dann komm ich auf -848 CHF

      Mit Nebenkosten dachte ich an Wasser/Müll etc. also das was normal auf die Kaltmiete mit drauf kommt. Die Miete is ja echt das abschreckenste, für gutes Essen geb ich ja gern mehr aus aber die Miete, dabei will ich nichtmal in ne Stadt ;)

      Bei der Krankenversicherung hab ich mal nen groben Wert genommen (CHF 1.000 Franchise), weil wie du schreibst gibt es da einige Parameter und ich dachte ich setz lieber etwas höher an. Welcher Wert wäre sinniger?

      Verpflegung sollte denk ich schon mit 600CHF hinkommen, da ich auch relativ viel Fleisch/Fisch esse und in Deutschland ja auch schon 10€ am Tag brauche (hehe wovon die Katze 1€ am Tag frisst ;))

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Geblobbe ()

    • Hmm Netto kommt mir auch etwas zu hoch vor. Mir fällt auf, dass du keine Pensionkassenbeiträge berücksicht hast. Je nach Alter müsstest du dafür noch 270 bis 350 Franken einplanen. Ausser du bist unter 25, dann zahlst du keine Pensionskassenbeiträge. (Lohnabrechnung Schweiz)

      Die niedrige Quellensteuer kommt aber hin. Der Kanton Zug zählt zu den Kantonen mit ganz niedrigen Steuern. Du musst dann aber auch im Kanton Zug wohnen. Für Quellenbesteuerte zählt glücklicherweise nur der Kanton und nicht die Gemeinde. Dadurch spart man in den ersten 5 Jahren, wo man Quellenbesteuert ist etwas ein.

      Die Krankenversicherung finde ich, wie Mario bereits sagt, zu hoch kalkuliert. Ausser du planst in diesem Beitrag bereits Rücklagen für Zahnarzt und Franchise mit ein, dann würde es passen. Bei den Lebensmitteln würde ich 150 Franken weniger kalkulieren, dann passt es mit deinen Ausgabenniveau in Deutschland ganz gut zusammen. Dafür würde ich beim Auto mehr einkalkulieren, gerade wenn du aufs Land ziehen möchtest. Sonst passt deine Kalkulation. :thumbup:

      Bei der Franchise würde ich persönlich, wenn du wenig krank und jung bist 2500 Franken nehmen. Wenn du über 50 oder eher anfällig für Krankheiten bist, dann würde ich mich für 300 Franken Franchise entscheiden. Sich für die goldene Mitte zuentscheiden macht bei der Franchise selten Sinn.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Danke Maik, habs oben mal angepasst, mit der Pensionskasse hast du absolut recht. Und Krankenkasse rechne ich mal mit Rücklagen, weil das mehr als sinnvoll ist. Im groben kommt dann ca das selbe raus.
      Zur Krankenkasse ich bin zwar Jung aber leider vom Herz her vorgeschädigt, was nicht heißt das ich krank bin, sondern das ich einmal im Jahr zur Untersuchung muss, nur zur Sicherheit :) wobei die nicht teuer ist.

      Also im Vergleich zu Deutschland hab ich im Monat ca 300-500€ mehr in der Tasche (selbe Stelle, selber Arbeitgeber) wobei sich das mit steigendem Gehalt erhöht. Was ja schonmal sehr erfreulich ist. Geld ist zwar nicht der Hauptgrund warum ich die Schweiz in Betracht ziehe, aber wäre ein Grund es nicht so tun, wenn weniger über bliebe.

      Wie schwer gestaltet sich denn die Wohnungsuche in dem Gebiet (DH. Zug oder halt Kanton Luzern auch wenns von der Quellensteuer teurer kommt)? Es wäre nämlich sehr kurzfristig bei mir (1.April, Beginn), so dass ich wohl zunächst zum Arbeiten kommen würde und am Wochenende heimfahren (250km, das geht) und das tunlichst nicht über mehrer Wochen machen will ;)
    • Hoi Geblobbe,

      hab gerade gelesen, 80CHF Nebenkosten ist auch sehr niedrig für eine Wohnung, wobei ich 1800CHF auf dem Land für die Größe der Wohnung auch sehr teuer finde. Gut, ich kann nur vom Rheintal sprechen, Kanton St. Gallen, aber Richtwert 200CHF Nebenkosten (Warmwasser, Hauswart, Heizung) sollte eine Wohnung schon haben.
      Dazu kommt Müll (alleine hat man ja nicht soviel), Strom, Internet, und die schweizer GEZ (die mit über 400CHF pro Jahr zu Buche schlägt)

      Bei der Krankenkasse bin ich Maiks Meinung, entweder 2500CHF oder 300CHF Franchise. Bei der niedrigen ohne Zusatzvers. liegst du bei 250 - 280CHF p.M.
    • Die Wohnungssuche ist in der Zentralschweiz im Moment recht schwer. Auch wenn überall gebaut wird, habe ich das Gefühl, dass egal welche Miete sie nehmen, die Wohnungen ohne Probleme weggehen. Wir sind 2012 in die Stadt Luzern umgezogen und haben sicher ein halbes Jahr suchen müssen bevor wir etwas bekommen haben. Auf dem Land, wo du ja suchst, sollte es aber etwas einfacher werden. Allgemein kann man aber sagen, dass man sich bei der Wohnungssuche anstrengen muss und eventuell lieber die Ansprüche für den Anfang etwas runterschrauben sollte.

      Zur Franchise gibt es noch eine relative einfache Rechnung bis 1800 Franken Arztkosten im Jahr lohnen sich 2500 Franken Franchise, darüber sollte man 300 Franken Franchise nehmen.
    • Hoi Maik,

      generell scheint Wohnungsmangel zu sein in der Schweiz. Es gibtkein dazwischen. Entweder alt oder neu. Bei den neuen stehst du in der Warteschlange...
      Auch wir haben viel angeschaut und viele Absagen bekommen... Nun hat es geklappt. Freu...
    • Hallo Leute,

      will mich bei meinem ersten Eintrag auch gleich mal vorstellen:
      Ich bin ein motivierter, lebensfroher, jedoch auch etwas wunderlicher 28jähriger Freigeist aus Österreich. Bin naturverbunden und liebe es mich auch einfach mal ins Gras zu legen und alles auf mich wirken zu lassen..... naja, arbeite im Moment in einem Chemiebetrieb aber von irgendwas muss ich ja leben. Technisches begeistert mich ebenso wie an irgendeiner Erfindung zu bastl. Die Vortellung damit etwas zu bewirken ist ein super Gefühl.

      So jetzt zu meinem Anliegen: Meine Freundin und ich sprachen schon öfters über eine Auswanderung in die Schweiz, jedoch infos oder dergleichen haben wir nie eingeholt weil es bis dato eher nur ein "was wäre wenn" war. Langsam formt sichs aber zu einem konkreten Wunsch in unserem Leben was zu ändern.... scheinbar sind wir mit dem Leben und den Umständen in Österreich nicht mehr ganz so zfrieden, denn mehr direkte Demokratie und das Gefühl als Bürger wahrgenommen zu werden, so stellen wir uns das in der Schweiz vor, wäre echt nett. Ist das wirklich so?
      Und wie finde ich als Chemieverfahrenstechniker (CVT) und meine Freundin als Medizintechnischefachkraft (MTF) einen Job? Mir wäre egal als was genau ich arbeite, es muss mir gefallen und mir das Gefühl geben was sinnvolles für mich und andere getan zu haben. Naja die Rechnungen sollt ich schon zahlen können und mir auch noch a bissal was leisten wär ned ganz so verkehrt ;)
      Wie stellt man das alles an? Denn Rücklagen haben wir keine....
      Ist das zu utopisch?

      Mit freundlichen Grüßen,
      Manuel
    • Hallo Manuel und Willkommen im Forum

      Zu deinen Jobchancen kann ich leider nichts konkretes sagen, in dem Bereich fehlen mir einfach Erfahrungswerte. Gut ausgebildete Fachkräfte mit Berufserfahrung sind aber fast immer gefragt.

      Demokratie und im besonderen die direkte Demokratie wird in der Schweiz wirklich sehr gelebt und darauf kann die Schweiz auch stolz sein. Politisch wird dir dies aber als Ausländer wenig nutzen, da du bei Abstimmungen kein Stimmrecht hast. Aber trotzdem bin ich vor Wahlen und Volksabstimmungen sehr interessiert und mich faszinieren die Themen und Abstimmungsergebnisse mehr als damals in Deutschland. Man hat sogar ohne Stimmrecht eher das Gefühl, dass man etwas bewirken kann.

      Ohne Rücklagen auswandern ist schwierig. Dann ist die Budgetplanung im Vorfeld besonders wichtig. Jedoch sollten immer soviel Rücklagen vorhanden sein, dass ihr jederzeit ohne Probleme zurückwandern könnt. Diese eiserne Reserve sollte ihr euch immer lassen. Denn egal wie begeistert ihr von der Schweiz seid, man weiss leider erst vor Ort ob es wirklich für einen stimmt. Schau dir mal die "Checkliste für Auswanderer" auf der Hauptseite von About Swiss an.

      Schöne Grüsse
      Maik