Zurück nach Deutschland - so genervt von täglicher Ausgrenzung

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    • Zurück nach Deutschland - so genervt von täglicher Ausgrenzung

      Hallo,

      ich wollte fragen, ob das einigen von euch auch so geht: eigentlich ist hier "alles schön", die Natur, die Infrastruktur, die Sauberkeit. Nur die Leute verhalten sich so bescheiden, teils untereinander, aber zumeist uns gegenüber, sobald klar wird, dass wir Deutsche sind. Am Anfang dachten wir noch, mit der Gewöhnung (schließlich wohnen hier nur 13 000 Leute) würde sich das geben, aber da tut sich nicht viel. Egal wie freundlich wir sind (dann eher noch schlimmer), wir werden wirklich behandelt, als seien wir immer noch "die Besatzungsmacht". Dabei wollen wir hier nur Menschen unter Menschen sein, verhalten uns freundlich, rücksichtsvoll, leise, geben nicht an oder rüpeln rum usw. (was man tatsächlich hier auffällig oft von deutschen Touristen erlebt *fremdschäm*). Aber egal was wir tun, wir bleiben "die Tütschen". Langsam reicht es mir wirklich, wir wollten hier leben, wir haben dafür alles aufgegeben, sind mit Sack und Pack hergezogen, haben uns durch wirklich sehr sehr sehr viel Sch*** hier gekämpft (Wohnungswechsel vonnöten, furchtbare Vermieter etc.) - und nun, wo wir endlich eine schöne Wohnung haben, auch ansonsten langsam hier ankommen, immer noch, so gut wie jeden Tag (außer sie haben mal einen wirklich guten Tag) das Gleiche: morgens beim Bäcker schon das erste abfälligere Grüßen, verschlossener Gesichtsausdruck, bei der Post verbissene Gesichtszüge, das Geld wird hingeknallt, Schweizer Nachbarn ignorieren uns absichtlich (außer wenn sie mal besonders gut drauf sind), der Busfahrer grüßt notgedrungen, dafür mit einem seltsamen Unterton, der Schaffner verhält sich ebenso bissig im Tonfall. Manche, wirklich sehr sehr sehr wenige, sind betont nett zu uns. Aber immer ist klar: wir sind "die Tütschen", statt einfach Menschen. Wirklich so gut wie nie ist man einfach nur Mensch, ist die Situation entspannt... Das höhlt mich und uns so aus hier, auf die Dauer. Und das sehe ich mittlerweile auch als Sinn und Zweck dieses Verhaltens: uns rauszuekeln. Mit Deutschen verheiratete Schweizer kennen wohl dieses Problem. Alle anderen netteren Schweizer (sehr wenige) mit denen wir mal sprechen, machen große Augen. Eine sagte freundlicherweise (eines von vielleicht 5-6 netten Gesprächen, die wir in den letzten 12 Monaten hatten) empört: "dabei sind doch die Deutschen so viel netter als die Schweizer" (im Supermarkt, an der Kasse etc.). Das finden wir inzwischen auch. Ich kann mir das alles auch geschichtlich und sonstwie herleiten. Aber es ist so schade. Wir sind sehr traurig. Und wütend! Warum werden wir, als nette, freundliche, integre Menschen, einfach so blöde angefeindet, immer und immer wieder, jeden Tag? Grundsätzlich würde ich gerne in der Schweiz leben - aber doch nicht so! So schade, so blöd, so taurig, und so ärgerlich, weil so dumm...
    • Hallo Davos
      Ich mache seit 4 Monaten noch keinerlei schlechte Erfahrungen.Mich erstaunt es sehr...denn ich wohne auch in einem 12000 Seelen Städtli und habe viele Kontakte beim Supermarkt...Arbeit Cafe SBB usw.Nichts davon bis jetzt...es grüssen mich sogar Wildfremde beim spazieren gehen...Du hattest mich doch schon gefragt..wo Du hinziehen könntest?
      Gruss Manou
    • Hallo Davos,

      ich lebe jetzt seit seit knapp 2 Jahren in der Schweiz in einem knapp 5000 Einwohner Örtchen und ich kann deine Erfahrungen
      überhaupt nicht bestätigen! Egal ob auf Arbeit, auf dem Amt oder auch soziale Kontakte, hatte ich noch nie Probleme damit
      Deutsche zu sein. Im Gegenteil, alle sind sehr nett und freundlich! Auch hat mich noch niemand "dumm" angemacht, wegen meiner
      Nationalität. Klar gibts so blöde Bemerkungen in der Arbeit schon mal, aber das sind meist auch keine Schweizer, ein bisschen foppen
      unter den Nationalitäten darf schon sein und lockert die Atmosphäre auf. Aber insgesamt habe ich bisher nur positive Erfahrungen
      gemacht. Gut, Deppen gibt es in jedem Land, aber das ist so.
      Es tut mir leid, dass du so negative Erfahrungen gemacht hast.

      Gruss Beate
    • Hallo Roblena, Hallo Manou,


      ich habe bereits einmal zwei Jahre in der Schweiz (am Röschtigraben) gewohnt, dort war es etwas internationaler und damit lockerer, ich hatte sogar einen (sehr netten!) Schweizer Freundeskreis dort, aber trotzdem ging es mir irgendwann auf die Nerven, dass die Deutschen selbst bei einigen schweizer Professoren an der Uni immer nur als 'Nazis' Erwähnung fanden. Aus beruflichen Gründen musste ich zurück nach Deutschland. Vor über einem Jahr nun wohlüberlegt hierher in den Osten gezogen, und seitdem bis auf ganz wenige Ausnahmen wirklich tagtäglich schlechte Erfahrungen. Hier scheint das auch besonders extrem zu sein (einem befreundeten griechischen Wissenschaftler verkauften sie letztens nicht einmal Mülltüten, bis sein schweizer Kollege einschritt) - aber ist die Chance, das es woanders in der Schweiz besser ist wirklich gegeben? Deshalb fragte ich, Manou. In der Hoffnung, dass... Vieles ist wirklich sehr gut in der Schweiz, ich schätze auch Ruhe und Höflichkeit (weniger Verklemmtheit und Verdruckstheit), aber der Umgang der allermeisten Menschen hier mit uns, tagtäglich, das geht so nicht. Ich will mich doch nicht ewig als 'die Fremde' (im Sinne vom aussätzig) fühlen, und gesellschaftlich außen vor sein, nur wegen meiner Herkunft. Ich kenne das so nicht. Und finde das auch weder freundlich noch intelligent (außer dass die Schweizer so vielleicht wirklich viele Ausländer wieder loswerden und unter sich bleiben, dies scheint ihnen ja einiges wert zu sein). Gut, dass du andere Erfahrungen machst, Manou. Ich hatte in jedem anderen Ausland bislang auch nur gute oder zumindest bessere Erfahrungen. Wir haben halt sehr darum gekämpft hier zu sein und zu bleiben. Schade, dass jetzt aufgeben zu müssen, wirklich vieles (materielle) ist auch gut hier, würde ich mir für Deutschland wünschen. Aber so wird es ja vielleicht auch eine innerliche Erleichterung, zurückzukehren. Und ja, wir hatten uns sehr auf die Schweiz vorbereitet. Bücher, Aufenthalte etc. Die Leute hier sind aber einfach, wie sie sind. Noch sind wir nicht 100% entschlossen, ob wir vielleicht doch noch einen anderen Ort in der Schweiz probieren, bevor wir nach Deutschland zurück gehen. Habe inzwischen aber viel dazu gelesen, und wirklich grundsätzlich offen und freundlich gegenüber Deutschen scheint es in der Schweiz so gut wie nirgendwo zu sein (s. Rückzüglerquote). So schade! Aber knapp vorbei ist halt auch daneben. Rheinfelden klingt sehr nett, vielleicht schauen wir uns dort / nördlichere Schweiz wirklich noch einmal um. Bin inzwischen aber schon sehr enttäuscht, von vielem hier, und auch verbittert. Sehr sehr sehr frustrierend hier. Und wir sind engagiert, freundlich und weltoffen...


      Hallo Beate, habe deinen Kommentar gerade erst gesehen. Ich freue mich, wenn andere positive Erfahrungen in der Schweiz machen, und wundere mich zugleich, weil das hier SO fern ist. Bin wirklich am rumrätseln, ob noch einmal wo anders probieren, bin aber inzwischen wirklich ein 'gebranntes Kind'. Wo lebst du denn, zumindest ungefähr? LG
    • Guten Morgen Davos,

      ich lebe in der Nähe von Zürich, ca. 20 km südlich.
      Und ich muss wirklich sagen ich war z.B. sehr erstaunt wie freundlich und hilfsbereit die Mitarbeitenden auf den Ämtern sind.
      Hatte mal eine Frage bezüglich Auto, die ich auf der Gemeinde gestellt habe, da die Mitarbeitende das selbst nicht wusste,
      hat sie mir gleich Namen und Telefonnummer vom zuständigen Amt mitgegeben.
      Das kannte ich so aus Deutschland nicht!

      Nur als kleines positives Beispiel:
      Bin mal mit meinem "Müll" (Papier, Pappe, Dosen usw) in die Garage gefahren, weil ich dies immer direkt auf den Bauhof bringe.
      Dabei hat mich die Nachbarin über mir (Schweizerin) gesehen und meinte gleich: Sie wollen doch nicht schon wieder zügeln? =O
      Ich nein auf keinen Fall, da meinte sie Gott sei Dank, weil wir seien doch so nett und anständig, sie hätte da schon andere im Quartier
      gehabt. Ein andermal hat sie Schoggi vorbei gebracht, weil von ihren Blumen immer so viele Blätter auf meinen Balkon fallen und ich das #
      ja dann sauber machen muss. Na das ist halt so, wenn man Blumen hat, aber ich habe mich riesig gefreut!

      Vielleicht ist es wirklich nur die Umgebung, es gibt ja überall "Sturköppe" auf der Welt.

      Wünsche dir jedenfalls, dass du für dich die richtige Entscheidung triffst und wenn du in der Schweiz nochmals in einer anderen Umgebung
      einen Neustart wagst, dass du ähnliche Erfahrungen machst wie ich.

      Huch, jetzt ist es doch recht lang geworden :)
    • Hallo Beate,
      vielen Dank für die aufmunternden Zeilen. Ja, das klingt nett. War gerade wieder 1h vor der Tür, und es war wieder einfach nur schlimm. Ich glaube zumindest erst einmal, habe ich die Nase wirklich voll 'von der Schweiz'. Da reiben sich hier sicher einige die Hände, genau darauf legen sie ihren täglichen Psychoterror hier nämlich aus. Meinetwegen könnten sie wenigstens offen sagen, dass sie die Deutschen hassen und die wegbleiben sollen - aber dazu sind sie zumindest hier wohl zu feige und geldgeil. Und haben anscheinend auch noch Spaß daran, sich besch*** gegenüber anderen Menschen zu verhalten. Solche unmenschlichen I*** wie hier habe ich wirklich noch nirgendwo angetroffen. Ich bin einfach nur froh, wenn ich hier raus bin. Von hier aus lässt sich die Lobhuddelei über 'die schöne Schweiz', abgesehen von der Natur, null nachvollziehen. Das zwischenmenschlich schlimmste Land (nach Indonesien), in dem ich je war.
    • Hallo Davos,

      bin seit fast 5 Jahren in der Schweiz und mir geht es genauso, glaube werde hier nie ankommen.
      kann mir auch nicht vorstellen das es an der Gegend liegt wo man lebt. hier wirst du nacht um eins auf der Strasse gegrüsst, was sehr nett ist aber näher kommst du nicht an die Menschen ran.
      Sie sind sehr freudlich aber unnahbar, ja, offene Ablehnung wäre mir auch lieber.
      Bin wirklich nur noch wgen dem Geld hier das ich verdiehne, traurig aber wahr.

      LG aus Glarus
      Artur
    • Davos schrieb:

      Hallo Beate,
      vielen Dank für die aufmunternden Zeilen. Ja, das klingt nett. War gerade wieder 1h vor der Tür, und es war wieder einfach nur schlimm. Ich glaube zumindest erst einmal, habe ich die Nase wirklich voll 'von der Schweiz'. Da reiben sich hier sicher einige die Hände, genau darauf legen sie ihren täglichen Psychoterror hier nämlich aus. Meinetwegen könnten sie wenigstens offen sagen, dass sie die Deutschen hassen und die wegbleiben sollen - aber dazu sind sie zumindest hier wohl zu feige und geldgeil. Und haben anscheinend auch noch Spaß daran, sich besch*** gegenüber anderen Menschen zu verhalten. Solche unmenschlichen I*** wie hier habe ich wirklich noch nirgendwo angetroffen. Ich bin einfach nur froh, wenn ich hier raus bin. Von hier aus lässt sich die Lobhuddelei über 'die schöne Schweiz', abgesehen von der Natur, null nachvollziehen. Das zwischenmenschlich schlimmste Land (nach Indonesien), in dem ich je war.
      Hallo Davos,

      ich kann dich verstehen und muss dir beipflichten, dein Artikel hat mich sehr nachdenklich gemacht. Es ist tatsächlich heutzutage so wie du es beschreibst, für uns Deutsche in der Schweiz, es gibt nur "geschäftsmäßige Freundlichkeit", das war nicht immer so, als ich vor ca. 15 Jahren in die Schweiz kam, war das ganz anders. Natürlich gab es da auch schon Verhaltensweisen seitens der Schweizer, die für uns Deutsche befremdlich wirkten, jedoch waren das damals" meiner Auffassung" nach Einzelfälle. Ich kann dir leider auch keine korrekte Erklärung für diese Verhaltensweise seitens der Schweizer Mitbürger geben. Jedoch kann ich Vermutungen anstellen, und diese auch begründen. Aufgrund meiner langen Verweildauer in der Schweiz habe ich sehr gute und auch zuverlässige Kontakte (ich benutze bewusst nicht den Ausdruck Freunde) unter der Schweizer Bevölkerung gefunden, jedoch ist es leider so, dass Schweizer den Ausdruck Freundschaft nicht kennen, die kennen Kollegen aber das sind noch lange keine Freunde. Ein Schweizer "Kolleg"(den ich als deutscher als Freund bezeichnen würde) hat mich einmal ausdrücklich vor solchen Kollegen gewarnt. Ganz kurz zur Erklärung, und dass soll keine Belehrmeisterei sein, ich habe fünf Jahre gebraucht um das zu verstehen bzw. zu lernen, also sobald es dir wirtschaftlich besser geht als denen "Schweizer Freunde" (gibt es nur noch Neid und dessen musst du dir einfach bewusst sein) auf gut deutsch, da beißt die Maus kein Faden. Es spielt auch gar keine Rolle für diese Leute weshalb es dir besser geht, ob du z. Bsp. eine bessere Ausbildung gemacht hast, die dich oder deine Eltern Geld gekostet hat, oder ob du einfach intelligent warst (bist), dich einfach nur besser bei einem Vorstellungsgespräch verkauft hast, was auch immer dich befähigt hat und du nur etwas besser (im materiellen Sinne bist als Sie, was durchaus nicht so schwer ist, zugegebenermaßen oder?) das macht dich zum Feind! D.h. sobald es dir wirtschaftlich nur ein klein wenig und wenn es nur nach außen hin den Anschein erweckt (die meisten Schweizer sind sehr oberflächlich), besser geht als dem Rest werden Sie dich immer mobben (und wenn du als Frau noch gut aussiehst, hast du gleich verloren, ich versuche dass jetzt bewusst zu überspitzen, denn ich kenne dich nicht persönlich also "beruflich erfolgreich, hübsch und intelligent") das kennen wir doch aus dem Tierreich, der Kanarienvogel unter lauter Spatzen, dazu muss ich nichts mehr sagen oder? Und das liegt ganz sicher nicht an deiner Persönlichkeit.

      Ich, jedoch nur ein Mann, also auf meine Schönheit kommt es doch nicht so an, musste mir derartige Anfeindungen auch gefallen lassen, obwohl ich verheiratet war und bin, wenn du mehr hören willst erzähle ich dir das gerne, aber ich denke dass hat hier erst einmal nichts verloren.

      Bleib Standhaft und lass dich nicht unterkriegen, es gibt auch anständige Menschen unter den Schweizern und ganz ehrlich gesagt, die meisten würden sich wahrscheinlich über ein paar ehrliche Worte, wie wir Sie miteinander austauschen freuen, denn die haben bei Gott, keine wahren Freunde, auch wenn ich dich nicht kenne, du hast mein Herz berührt, bitte bleib stark und lass dich nicht unterkriegen. Und wenn du Lust hast dann Antworte, mir geht es ähnlich wie dir!
    • @mxymen Huhu, nur mal so als Anmerkung, sorry. Du siehst schon, das dieser Artikel von Davos 3 Jahre alt ist, oder?

      Entweder ist er also nach diesen Anfeindungen längst wieder raus aus der Schweiz und daher wahrscheinlich hier im Forum gar nicht mehr unterwegs oder es hat sich alles mega gewandelt und wieder gut geworden (ist nur eine Vermutung meinerseits - also nicht den Kopf abreissen, falls ich im Irrtum bin)
      LG
    • mxymen schrieb:

      ich kann dich verstehen und muss dir beipflichten, dein Artikel hat mich sehr nachdenklich gemacht. Es ist tatsächlich heutzutage so wie du es beschreibst, für uns Deutsche in der Schweiz, es gibt nur "geschäftsmäßige Freundlichkeit", das war nicht immer so, als ich vor ca. 15 Jahren in die Schweiz kam, war das ganz anders. Natürlich gab es da auch schon Verhaltensweisen seitens der Schweizer, die für uns Deutsche befremdlich wirkten, jedoch waren das damals" meiner Auffassung" nach Einzelfälle. Ich kann dir leider auch keine korrekte Erklärung für diese Verhaltensweise seitens der Schweizer Mitbürger geben. Jedoch kann ich Vermutungen anstellen, und diese auch begründen. Aufgrund meiner langen Verweildauer in der Schweiz habe ich sehr gute und auch zuverlässige Kontakte (ich benutze bewusst nicht den Ausdruck Freunde) unter der Schweizer Bevölkerung gefunden, jedoch ist es leider so, dass Schweizer den Ausdruck Freundschaft nicht kennen, die kennen Kollegen aber das sind noch lange keine Freunde. Ein Schweizer "Kolleg"(den ich als deutscher als Freund bezeichnen würde) hat mich einmal ausdrücklich vor solchen Kollegen gewarnt. Ganz kurz zur Erklärung, und dass soll keine Belehrmeisterei sein, ich habe fünf Jahre gebraucht um das zu verstehen bzw. zu lernen, also sobald es dir wirtschaftlich besser geht als denen "Schweizer Freunde" (gibt es nur noch Neid und dessen musst du dir einfach bewusst sein) auf gut deutsch, da beißt die Maus kein Faden. Es spielt auch gar keine Rolle für diese Leute weshalb es dir besser geht, ob du z. Bsp. eine bessere Ausbildung gemacht hast, die dich oder deine Eltern Geld gekostet hat, oder ob du einfach intelligent warst (bist), dich einfach nur besser bei einem Vorstellungsgespräch verkauft hast, was auch immer dich befähigt hat und du nur etwas besser (im materiellen Sinne bist als Sie, was durchaus nicht so schwer ist, zugegebenermaßen oder?) das macht dich zum Feind! D.h. sobald es dir wirtschaftlich nur ein klein wenig und wenn es nur nach außen hin den Anschein erweckt (die meisten Schweizer sind sehr oberflächlich), besser geht als dem Rest werden Sie dich immer mobben (und wenn du als Frau noch gut aussiehst, hast du gleich verloren, ich versuche dass jetzt bewusst zu überspitzen, denn ich kenne dich nicht persönlich also "beruflich erfolgreich, hübsch und intelligent") das kennen wir doch aus dem Tierreich, der Kanarienvogel unter lauter Spatzen, dazu muss ich nichts mehr sagen oder? Und das liegt ganz sicher nicht an deiner Persönlichkeit.
      @mxymen

      Wie wahr, wie wahr.. Freunde.. so was kennt man in der Schweiz nicht, pff, Kollegen.. wer braucht den so was, ist ja als ob man "bekannte" hätte, pfui Teufel.
      Man dürfte doch erwarten, dass die Schweizer froh sind, wenn gut ausgebildete, erfolgreiche Deutsche endlich mal Ordnung in die Schweiz bringen, aber nein, nur Ablehnung und Neid.
      Keine Ahnung wie du das schon 15 Jahre auszuhalten vermagst, denn wenn die Schweizer nun doch Freunde hätten.. dann würdest du einfach nicht dazu gehören und das wäre dann schon irgendwie doof :(

      Aber "psst", nicht das hier noch welche von denen mitlesen, weiss Gott was die Neidhammel sich dann wieder denken.
      Es käme dann sicher noch so ein ironisch, passiv aggressiver Kommentar dazu.. braucht man sich nicht zu geben, man trägt ja ohnehin schon sein Kreuz als Kanarienvogel unter den Spatzen.
      Ach.. Schwäne unter lauter Enten, Perlen vor die Säue geworfen... da kann man wirklich nichts mehr zu sagen :(

      In diesem Sinne, lass dich auch nicht unterkriegen, obschon du (bei Gott, völlig unverschuldet), in der Schweiz keine wahren Freunde finden kannst.

      Gott zum Gruße
    • Kerstin schrieb:

      Entweder ist er also nach diesen Anfeindungen längst wieder raus aus der Schweiz und daher wahrscheinlich hier im Forum gar nicht mehr unterwegs
      Letzte Aktivität im März 2017, notiert die Foren-Software. Wenn eine Verkäuferin beim Bäcker ein dummes Gesicht zieht, ist das noch lange keine Anfeindung. Eine Anfeindung ist eher, wenn ein neu gewählter Ministerpräsident von Thüringen im dortigen Landtag einen Blumenstrauß vor die Füße geworfen bekommt (wie kürzlich ereignet). In allen Kulturen, in denen ich bisher gelebt habe, selbst innerhalb Deutschlands, könnte ich von Erlebnissen berichten, in denen ich als Ausländer (oder nicht dort geborener) dumm angesprochen, skeptisch beäugt oder sonst wie herabwürdigend/ausgrenzend behandelt wurde. Warum sollte die Schweiz da eine Ausnahme bilden? Die Gefahr besteht viel mehr, dass die eigene Psyche eine Art "Tunnelblick" im Kopf manifestiert, nur noch die unangenehmen Begegnungen wahrnimmt und akribisch zählt, die herzlichen/freundlichen Begegnungen dafür wegblendet.

      Und ich gehe letztlich nicht zur Bäckerei wegen der nette Verkäuferin, sondern wegen den Backwaren. :P
      ***************
      Manchmal fährt der falsche Zug an den richtigen Ort.
    • jan82 schrieb:

      Super. Und jetzt habe ich Schluckauf
      Da muss ich mal was erzählen.
      In der Schweiz habe ich gelernt wie man einen Schluckauf weg macht, das war an einem
      feuchtfröhlichen Abend als der mir das gezeigt hat, das war vor 26 Jahren.
      In den vielen Jahren habe ich doch einigen Personen den Schluckauf weg gemacht, manche musste
      ich nur anschauen, dann war er schon weg, meistens auch in geselliger Runde.
      Manchmal war es auch eine pikante Situation, weil sie es nicht kapierten dass sie es selbst waren
      wenn der Schluckauf weg war, reine Kopfsache.
      Ich selbst hatte die ganzen Jahre keinen Schluckauf mehr. Das ist nur EINE Erinnerung die ich an
      die schweizer Zeit habe.

      Ein Schluckauf entsteht (meiner Meinung nach) wenn zwei rationale Gedankengänge die zur
      gleichen Zeit verarbeitet werden sich nicht mögen. Also wenn der eine Gedanke über den anderen
      stolpert. In dieser Situation hat man dann auch noch die falsche Atmung, dann passt alles
      zusammen. Selten aber kommt vor.

      Das nur als Auflockerung in diesem angespannten Thread hier.

      Grüße
      Schocki
    • Haha Schocki :) :P Luft anhalten und 3-5x Schlucken und langsam wieder anfangen zu atmen und schon ist der Schluckauf weg. Deine These zur Entstehung eines Schluckaufs finde ich interessant und nachdenkenswert, bisher dachte ich immer, wenn ich etwas zu schnell esse.
      ***************
      Manchmal fährt der falsche Zug an den richtigen Ort.
    • Gegen Schluckauf hilft ein Teelöffel voll Zucker - oder ein richtig guter Kuss :) Glaubt ihr nicht? Dann probiert es beim nächsten Mal einfach aus, das hilft wirklich immer....

      @Amadeus - Das Wort Anfeindungen hätte ich wohl besser in """ Gänsefüsschen gestellt... ich fand es nur so witzig das nach 3 Jahren endlich einer antwortet :D
    • Was sind 3 Jahre Kerstin? <3 Ich hänge schon 14 Monate in der Seestadt, seit Du mir erklärt hast, dass die Schweizer für jede berufliche Bewegung ein Zertifikat verlangen. Der Teelöffel Zucker hat mir zu viel Kalorien und mit dem Kuss, hier im Hotel sind nur männliche Wesen (bis jetzt) und das würde den Schluckauf nur verstärken. :P

      Anfeindung ist echt was völlig anderes, als, wenn Dich eine Verkäuferin/ ein Passant dämlich anschaut. Anfeindung sieht man in den Augen, generell checkt man Anfeindung, im Gegensatz zu dumm schauen, oder verlegen schauen. Winke vom See :)
      ***************
      Manchmal fährt der falsche Zug an den richtigen Ort.
    • @Amadeus - ein Teelöffel Zucker/gestrichen hat 16-20 Kalorien (also das ist jetzt wirklich nicht viel) - wenn man bedenkt was eine Scheibe Käse oder Wurst oder gar ein ganz einfacher Naturjoghurt hat... ich, der Korinthenkacker :D



      Aber es ist halt nicht gesund oder besser gesagt nicht so gesund....
    • Also ich muss dann auch noch meinen Senf dazu geben, weil das Thema doch eigentlich immer aktuell ist!

      Ich habe mich gestern mit 2 Schweizerinnen getroffen, die ich beim Standortbestimmungskurs 50+ vom RAV kennen gelernt habe. Wir haben wieder einmal festgestellt, dass diese Begegnung das Beste war, was uns passieren konnte und generell das allerbeste von diesem Kurs überhaupt!
      Der Kurs war letztes Jahr im August und ich war die einzige Deutsche unter den anfänglich 15 Teilnehmern. Bei der Vorstellungsrunde habe ich sicherlich etwas ganz wichtiges gesagt, nämlich, dass ich nicht zum Geldverdienen in die Schweiz gekommen bin. Somit war vom 1. Tag an alles geklärt und ich hatte überhaupt keine Schwierigkeiten mich wohl zu fühlen in der Gruppe.
      Noch einmal mehr war ich dann ein Exot, als ich erzählt habe, dass ich in der ehemaligen DDR aufgewachsen bin und darauf immer noch sehr stolz bin! Auch aus dem Grund, weil ich einiges aus der ehemaligen DDR mit der Schweiz verbinde. Es war nämlich nicht alles Schlecht! Und auch ohne Kommunist zu sein oder sonst irgendetwas haben alle in meiner Familie die DDR Zeit "überlebt".
      Was den meisten Menschen mit dem Fall der Mauer dann verloren gegangen ist, ist der Umgang miteinander und vor allem die Menschlichkeit. Neid hat sich ausgebreitet, sogar zwischen Ost und West. Vor 2 Jahren ist meine Deutsch (Ost) - Deutsche (West) Freundschaft in die Brüche gegangen, auf die ich immer sehr stolz war. Diese für mich wirklich wahre Freundschaft dauerte fast 30 Jahre. Wir hatten uns nach der Wende kennen gelernt, als die Westmannschaft zur Nachbarschaftshilfe in den Osten geschickt wurde, um uns das Arbeiten bei zu bringen... Irgendwann äusserte sich meine Freundin dann einmal über den Solidariätsbeitrag, den die Westdeutschen für den Aufbau Ost vom Lohn abgezogen bekommen haben... Ich habe sie darüber aufgeklärt, dass wir den auch vom Lohn abgezogen bekommen. Das war nur ein Beispiel dafür, dass die Mauer noch vorhanden ist.
      Nach 4 Jahren in der Schweiz und zahlreichen Unterhaltungen mit Schweizern, muss ich nun einer Person recht geben, die einmal gesagt hat, dass die vielen Ausländer die in ein Land kommen, egal welches(!!!) ja ihre Konflikte, religiöse oder andere in das Land in das sie geflüchtet sind, mit hin nehmen. Wahrscheinlich ist das ein ziemlich treffender Punkt.

      Trotz aller Widrigkeiten, die ich in den letzten 2 Jahren erlebt habe, fühle ich mich immer noch sehr wohl in der Schweiz.
      Ich nehme die neue Umgebung wahrscheinlich auch anders wahr. Höre viel Radio und im TV verfolge ich interessante Sendungen.
      Letztes Jahr habe ich gelesen, dass der Kanton Aargau überlegt, Langzeitarbeitslose über 50jährige nach Deutschland zum Arbeiten zu schicken, die dann allerdings noch eine Ausgleichszahlung bekommen, weil der Lohn in Deutschland ja nicht reicht zum Leben in der Schweiz. Das kann doch nicht sein, oder??? Mein erster Gedanke dazu war, dann sollte man vielleicht einmal über die vielen Grenzgänger nachdenken.
      Ein Schweizer Arzt, mit dem ich kurz nach meine Ankunft in der Schweiz zusammen gearbeitet habe, hat mir damals erklärt, dass die Schweiz vieles von Deutschland übernommen hat, was nicht so gut ist. Vor ein paar Wochen haben wir uns wieder gesehen und ich habe ihm seine Aussage bestätigt.
      Auch mein Mentor (ein Schweizer) den ich durch meine Arbeitslosigkeit kennen gelernt habe, hat etwas Wichtiges gesagt, nämlich, dass er es schade findet, dass die Schweiz immer mehr Kapitalistisch wird...


      Wahre Freunde findet man nirgendwo so wirklich, erst recht nicht in den neuen Medien, nur im wahren Leben! Wenn man Glück hat.
      Mit Ehrlichkeit ist es ähnlich, nicht jeder Mensch kann damit umgehen, das ist einfach so! Egal welcher Nationalität man angehört.
      Ich für mich kann mir jedenfalls nicht vorstellen hier wieder weg zu gehen. Erst recht nicht zurück nach Deutschland, dann vielleicht doch noch Norwegen ;)
    • Huhu Anja

      ich war auch letztes Jahr im 50+ Kurs - und habe vor ein paar Tagen jemanden von dort wieder getroffen.
      Nach seiner Aussage haben alle 15 Teilnehmer mittlerweile feste Arbeit gefunden - es hat sich also wirklich gelohnt.
      Und auch ich fand die Teilnahme dort klasse, ich war auch die einzige "hochdeutsch"-sprechende Person und es war stellenweise wirklich anstrengend alles zu verstehen - doch mittlerweile klappt es prima.

      Ich fühle mich hier auch wesentlich wohler und möchte nicht mehr zurück. Das Leben ist einfach schöner geworden.

      LG Kerstin