Rettungsdienst in der Schweiz

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    • Rettungsdienst in der Schweiz

      Hallo alle zusammen. Für mich rückt nun der Gedanke immer Näher zu meinem Freund in die Schweiz zu ziehen. Nun bewerbe ich mich seit mehreren Monaten schon aber ich hab eher weniger Erfolg. Ich such eine Stelle im Rettungsdienst. Arbeite hier in diesem Job seit über 10 Jahren. Hat irgendjemand von euch Erfahrungen was das Rettungswesen in der Schweiz angeht?

      Danke und liebe Grüße
      Jessica
    • Salut Jessica,

      ja ich kenne mich etwas aus im Schweizer rettungsdienst, da ich hier selbst im RD tätig bin. Wenn du RA bist, kommt es immer drauf an da man hier meist nur als dipl. Rettungssanitäter HF/IVR/SRK eine stelle bekommt. Ich hatte Glück als RA hier eine Stelle zu bekommen, muss jedoch bis ende des Jahres die Anerkennung machen. Ich kann dir nur eins sagen, man dasrf den Schweizer Rettungsdienst niemals mit dem deutschen Rettungsdienst vergleichen.
      Dann ist noch zu klären wo des wäre ist es die Stadtrettung wie Basel, Bern, Zürich, Lausanne, Luzern oder ist es eher in einer ländlichen Region.
      Zu einem hohen teil wird der Rettungsdienst durch Private Unternehmen durchgeführt. Es gibt aber auch Rettungsdienste die an dem jeweiligen Spital angegliedert sind, wo man in der Einsatz freien Zeit auf dem Notfall, der IPS oder der Anästhesie mithilft, dies sidn auch oft stellen wo man noch die Ausbildung zum dipl. Pflegefachmann/frau haben muss.

      Es wird gern gesehen wenn man die Anerkennung schon vorher macht, jedoch liegt die Durchfallrate bei ca. 50%. Du musst für die Anerkennung eine Vorprüfung deiner Unterlagen machen lassen, dann entscheidet das SRK was du machen darfst ob du nur den Transportsanitäter machen darfst oder den Diplom Rettungssanitäter, kosten sind bei ca 1600 CHF. Zur Prüfung musst du eine Diplomarbeit abgeben die als eine Fallstdie behandelt wird, wenn du die von Deutschlan aus schreibst muss man Fragen wie des ist, weil wenn man hier arbeitet muss die Fallstudie aus einem Einsatz herraus kommen.

      Solltest du noch weitere Fragen habe, werd ich sie dir gern beantworten.

      Gruss Meik
    • Hey Meik,

      Es wird in den Kanton Solothurn gehen. Nun möchte ich hier noch meinen Rettungsschwimmer machen um meine Chancen doch einwenig zu erhöhen oder somit anderweitig eingesetzt zu werden.

      Ich habe schon einiges über das Anerkennungsgesuch gelesen und bin schon recht von den Socken was doch alles noch gefordert wird. Zumal man ja doch denkt, nach den vielen Jahren in diesem Job, dass es doch garnicht soviel Unterschiede geben dürfte. Naja dem ist halt so und wir werden auch dafür Lösungen finden.
      Aber du kannst mir gern sagen was im Rettungsdienst anders ist als in Deutschland, so kann ich mich einwenig darauf vorbereiten.

      LG Jessica
    • Salut Jessica,
      ich kann jetzt nur für meinen Rettungsdienstbereich sprechen, da ich in keinem anderen in der Schweiz gearbeitet habe. Was einheitlich ist, sind die Rettungsdienstprotokolle die werden vom IVR ( Inter Verband Rettung ) erstellt und vertrieben.

      Also bei uns zähle ich zur Medizinischen Kompetenzstufe 3, die nächste stufe wären bei usn gleich die Ärzte die unser NEF bestetzten mit der Stufe 4.
      Man hat bei uns z.B. viel mehr Kompetezen und etliche Einsätze fährt man direkt ohne Notarzt da man sämtliche Medikamente zur Analgesie frei hat. Bei usn im Betrieb kann es zu einer Abmahnung führen wenn ein Patient mit einer VAS von 3 keine entsprecchende Analgesie bekommt.
      Wir müssen und die Übergabe im Spital von der Pflege oder einem Arzt abzeichnen lassen, solange ist man noch für den patienten zuständig.

      Ich z.B. habe 72h dienst aufgeteilt in Präsenzzeit auf der Wache von 08:00 - 18:00 und dann habe ich von 18:00 - 08:00 Pikett (bereitschaftszeit) die ich daheim verbringe udn die Ambulanz nur besetzte wenn mein Pager geht. Ich bekomme fürs Pikett nur stunden wenn ich einen Einsatz habe, der in meiner region so zwischen 2-3h dauern kann, ansonsten bekomme ich ein bestimmten Betrag pro Pikett. Danach habe ich 72 Stunden frei. Es kann sein das mich die SNZ 144 oder Kollegen anrufen wenn sie mit der Ambulanz auf dem Weg zurück zur Basis sind und hier oben ein Ernster Notfall ( Rea/ CVI / Hypoglykämie ) ist und ich als First Responder ausrücke, dann bekomme ich die stunden auch gut geschrieben.

      Was ich aber zumindest bei uns sehr gut fand, das man als neuer, erstmal eine Woche als 3. mitfährt um des alles kennenzulernen, hat bei mir nicht ganz geklappt ich was schon am 2. Tag als 2. auf dem Auto bei Verlegungen.

      Das Funken läuft hier auch ganz anders ab als in D, nur man gewöhnt sich recht schnell daran.

      Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.

      Gruss Meik
    • Hallo Jozsef,
      Arbeitszeit ist verschieden, ich habe eine 46 Stunden Woche. Pikett ist bei uns bezahlte Bereitschaftszeit von daheim aus. Was man darf ist von Firma zu Firma verschieden, es liegt an den Freigaben von der ärztlichen Leitung.
      Wir dürfen bei uns ne ganze Menge, wo wir schon in anderen Spitälern in der CH verwundert angeschaut wurden.
    • Hallo Meik,

      46 Stunden mit Bereitschaftszeit? In Bereitschaft bist du zu Hause und wenn das Peeper peept muss du schnell zu Arbeit? Die Arbeitszeit funktioniert wie in D. Soll-stunden und Ist-stunden.Ich arbeite in D. als Notfallsanitäter aber mit Rettungssanitäterische Kompetenten:(. Gibt es bei euch viele Notärzte?

      Gruß Jozsef