Auswandern in die Schweiz - Freundin noch auf Jobsuche

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    • Auswandern in die Schweiz - Freundin noch auf Jobsuche

      Hallo an alle!

      Eine Frage wie diese wurde hier glaube ich schon öfters gestellt, aber nicht in dieser Form :)

      Kurz zur Situation:
      Ich habe vor kurzer Zeit eine Stelle in Zürich angenommen, weshalb meine Freundin und ich nun in zwei Wochen in die Schweiz auswandern.

      Ich bekomme ja problemlos eine Aufenthaltsgenehmigung B und kann mich für die nächsten 5 Jahre in der Schweiz aufhalten. Der "Standard-Weg" für meine Freundin ist wohl, dass sie eine Aufenthaltsgenehmigung für 3 Monate beantragt und diese dann notfalls nochmals um 3 Monate verlängert, richtig?

      Dieser Standard-Weg ist für uns etwas problematisch, zumindest aus zwei Gründen:
      1. Einerseits ist es steuerrechtlich etwas günstiger für ihre alleinstehende Mutter, wenn meine Freundin offiziell noch eine Weile in Deutschland wohnt (sie kann finanzielle Hilfeleistungen steuerlich absetzen).
      2. Andererseits haben wir etwas Sorgen, dass es in den insgesamt 6 Monaten nicht mit einer Anstellung in Zürich für sie hinhaut. Bei mir hat es letztlich auch viel länger gedauert als geplant. Was wäre nach Ablauf der 6 Monate? Müssten wir dann unsere Auswanderung schon wieder aufgeben oder schnell noch heiraten?
      Um das alles zu umgehen, war unser bisheriger Plan so, dass sie offiziell in Deutschland bleibt, also den Wohnsitz nicht ändert. Zusätzlich bezahlen wir für die deutsche Krankenversicherung und schließen eine langfristige Auslandskrankenversicherung ab, falls ihr in der Schweiz etwas passieren sollte. Bei ihr wird es eh in der Anfangsphase eher so sein, dass sie öfters mal zwischen Deutschland und der Schweiz hin und her pendelt.

      Uns ist klar, dass das nicht der vorgesehene Weg ist und sicherlich auch am Rande der Legalität liegt. Aber gibt es hier irgendwelche Hürden, die wir übersehen? Wenn sie tatsächlich in einer Personenkontrolle geraten sollte, dann ist sie eben gerade zu Besuch da und zufällig heute Morgen mit dem Auto gefahren gekommen...an der Grenze gibt es ja schließlich keinen Stempel in den Reisepass oder ähnlich.

      Freue mich auf eure Antworten!

      Danke und viele Grüße
    • Bis zu 3 Monate kann Sie sich auch ohne Bewilligung aufhalten. Alles was darüber hinaus ist, ist Bewilligungspflichtig. Da würde ich auch nichts riskieren. Die Folgen könnten sehr unschön sein.

      Für die Jobsuche gibt es eine Aufenthaltsbewilligung , die für 6 Monate gültig ist. Danach kann sie in begründeten und aussichtsreichen Fällen auf bis zu 12 Monate verlängert werden. Die Krankenversicherung müsstet ihr in der Schweiz abschliessen. Eine Auslandsversicherung reicht da nicht aus.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Hallo Maik,

      vielen Dank für deine Antwort. Du hast Recht, da sollten wir nichts riskieren und wir werden jetzt auch den ganz offiziellen Weg gehen.

      Nur nochmal zum Verständnis:
      1. Für die ersten drei Monate gilt sie quasi als Touristin und benötigt keine Aufenthaltsbewilligung, richtig?
      2. Muss sie sich trotzdem in Zürich irgendwo melden?
      3. Danach benötigt sie dann eine Aufenthaltsbewilligung, die sie nach 3 Monaten dann wohl beantragen muss, richtig?
      4. Ist das dann eine L-Bewilligung?
      5. Man liest, dass sie dafür (und auch für eine Verlängerung) ausreichend finanzielle Mittel vorweisen muss. Gibt es da Richtwerte, um welche Summe es sich da handelt? Kann ich gegebenenfalls für sie bürgen?
      Nochmals danke und viele Grüße
    • Hallo Herr-Vorragend

      Gut zu hören.
      1. Richtig, das ist so möglich solange sie keiner Arbeit nachgeht. Oder sie beantragt gleich die Aufenthaltsbewilligung ohne Erwerbstätigkeit für die Jobsuche. Dann müsste sie sich aber in der Schweiz krankenversichern, könnte aber Unterstützung von Deutschland erhalten, wenn sie arbeitssuchend ist. Solltest du vielleicht mit dem deutschem Arbeitsamt abklären.
      2. Nein, wenn sie sich als Touristin aufhält.
      3. Richtig
      4. Ja
      5. Nein, da gibt es keine genauen Werte und hängt auch stark vom Kanton ab. Die Ersparnise müssen soweit reichen, dass ein einfacher und normaler Lebensstandard für die Zeit möglich ist. Ob eine Bürgschaft möglich ist, könntest du beim kantonalen Amt für Migration erfahren.
      Schöne Grüsse
      Maik