• Ich würde es von der Perspektive im Land abhängig machen. Hast Du wirklich vor zu bleiben, würde ich eine Verbindung mit einer Kantonalbank eingehen und eine dauerhafte Geschäftsbeziehung etablieren. Die sind nicht ganz so "riesig" wie UBS und CS, bieten aber z.B. höhere Haftungsgrenzen an da bei den meisten noch die Kantone in der Haftung sind. Negativ-Zinsen haben aber inzwischen alle... ;-)


    Mit den Kantonalbanken kann man dann nahezu alles anstellen. Beim Kauf unserer Ferienimmobilie hatte z.B. das Grundbuchamt im Vertragsentwurf das Zahlungsversprechen einer "Gross- oder Kantonalbank" verlangt.


    Wer den Aufenthalt in der Schweiz hingegen eher auf Zeit sieht und nicht dauerhaft, kann entweder mit den Packages der Grenz-Banken in Deutschland oder kleinen Paketen z.B. von der Post oder Migros alles tun was man regelmässig braucht.

  • Was kann man denn so zum Fazit sagen das ein schweizer Konto billiger ist? Und wenn ja welches ist am empfehlenswerten: ubs financepost oder mirgos Bank


    Oder doch bei der Sparkasse bzw Volksbank ein schweizer Konto zu erstellen wo das Geld dann in Euro Transfersiert wird

    Bedenke dass du bei einem Konto in Deutschland keine Schweizer Lastschriften durchführen lassen kannst und auch keine Schweizer Einzahlungsscheine einreichen/bezahlen kannst (wobei sich das in naher Zukunft durch ISO 20022 vielleicht ändern könnte).


    Und wenn du doch noch Ausgaben in der Schweiz hast, musst du wieder von Euro in CHF konvertieren, was weitere Wechselkursverluste verursacht.

  • Wie gerade im anderen Thread geschrieben, würde ich immer noch die Migrosbank empfehlen. Die sind ab CHF 7'500.- Kontostand kostenlos.
    Geld kann man auch in jedem Migros-Supermarkt damit abheben, d.h. man braucht kein riesiges Filialnetz.

    Hast Du wirklich vor zu bleiben, würde ich eine Verbindung mit einer Kantonalbank eingehen und eine dauerhafte Geschäftsbeziehung etablieren

    Das kann ich so unterschreiben. Bei manchen Sachen wie Immobilienkauf mag es besser sein, eine grössere Bank zu haben.
    Man sollte allerdings darauf schauen, bei welcher Kantonalbank man Sachen abschliesst. Diese unterscheiden sich teils deutlich vom Preis. Die BKB (Basler Kantonalbank) ist z.B. teurer als die ZKB (Zürcher Kantonalbank).
    Man muss übrigens nicht zwingend in dem Kanton der Kantonalbank wohnen, um dort ein Konto zu eröffnen. Geld kann man schweizweit an allen Kantonalbankautomaten abheben, also z.B. als BKB-Kunde auch bei der BCV im Wallis.

  • In dem Fall haften die Luzerner noch viel weitgehender:


    "Die LUKB verfügt über eine Staatsgarantie. Dadurch haftet der Kanton Luzern für alle Verbindlichkeiten der LUKB, soweit deren eigene Mittel nicht ausreichen."


    100k pro Kunde sind beim esisuisse, alles darüber hinausgehende liegt dann beim Kanton.


    Da wir aber auch Aktionäre der Bank sind wollen wir den Fall gar nicht erleben ;-)

  • Die Staatsgarantien sind speziell der EU ein Dorn im Auge. Bei der ZKB sorgt die Garantie für die bestmögliche Rating-Bewertung AAA (als einer der wenigen Banken weltweit).
    Angesichts der Bilanzsummen von manchen Kantonalbanken ist die Garantie allerdings nicht ohne. Ist auch gut in dem vom Jan verlinkten Artikel beschrieben.

  • Guten Tag,


    mich würde die aktuell günstigste Variante für ein CH-Konto als Grenzgänger interessieren.
    Bei welcher Schweizer Bank fallen aktuell die geringsten Kontoführungsgebühren für Grenzgänger an?


    Ich benötige das Konto ausschließlich für den Gehaltseingang und Abbuchung der Schweizer Krankenversicherung.
    Alles Weitere (Bargeldbezug, Bargeldlos Zahlen etc.) habe ich bereits gebührenfrei (teils Weltweit) über deutsche Anbieter. Geld von CH nach D wird über Transferwise gesendet.


    Nach meinen Recherchen wäre die Migrosbank bei Kontostand > CHF 7.500,- mit aktuell CHF 5,- mtl. Gebühr die günstigste Lösung. Leider sind Cler und Neon für Grenzgänger nicht verfügbar.


    Vielen Dank für eure Infos.


    VG

  • Leider erwähnst Du Deinen deutschen Anbieter nicht.


    Meine Tochter hat bereits länger ein Konto bei der DKB und für ihre vorübergehende Tätigkeit in der Schweiz ein Konto bei der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden eröffnet. Zu dem Sparkassenkonto gehört eine CH-IBAN, die sie für den Gehaltseingang verwendet hat. Mittels Dauerauftrag wurde das Geld monatlich auf das DKB-Konto weitertransferiert.


    Ihre Beiträge für die schweizer Krankenversicherung hat sie monatlich kostenlos mit einem Einzahlungschein in einem schweizer Postamt eingezahlt. Der Betrag wurde bei einem Geldautomaten in unmittelbarer Nähe des Postamtes mit der DKB-Visakarte abgehoben. Der Einzahlungsschein kam monatlich per Post, zusammen mit der Beitragsrechnung.


    Bei folgenden Banken gehört eine CH-IBAN zum Girokonto: Sparkasse Hochrhein, Sparkasse Lörrach-Rheinfelden, Volksbank Dreiländereck, Volksbank Hochrhein und Volksbank Rhein-Wehra eG.
    Die CHF-Beträge werden beim Geldeingang zum Devisenkurs in Euro umgerechnet, dieser beinhaltet bei den Sparkassen einen Aufschlag in Höhe von 0,0040, bei den Volksbanken 0,0030.
    Die billigste der genannten Banken ist zurzeit die Volksbank Rhein-Wehra eG (5,95 € / Monat für das Kontomodell VR-GiroOnline). Zur Kontoeröffnung muss einen Termin in einer Filiale ausgemacht werden.


    Die Konditionen von schweizer Banken für Grenzgänger sind durchweg schlecht.

  • Vielen Dank für den Tipp der Volksbank Rhein-Wehra eG. In deren Bedingungen lese ich jedoch eine mtl. Gebühr von EUR1,80: https://www.volksbank-rhein-we…girokonto/vr-girochf.html
    Der größte Nachteil ist für mich, dass kein CHF Lastschriftverfahren angeboten wird.


    Meine deutschen Anbieter sind Barclaycard und Comdirect. Diese spielen bei meiner Frage jedoch eine untergeordnete Rolle, da es auch andere Anbieter gibt, die Bargeldbezug und Kartenzahlungen im Ausland kostenlos anbieten.
    Ich würde mich freuen, wenn jemand noch seine Lösung mit CHF Konto inkl. Lastschriftverfahren vorstellt.


    Vielen Dank und VG

  • Ich habe gar keine CHF Lastschriften mehr. Das kommt unterdessen (sogar die Krankenkasse) alles per E-Rechnung und ich kann einstellen, ob es automatisch freigegeben wird (das ist dann ja faktisch eine Lastschrift) oder, ob ich das manuell mache. Vielleicht ist es für dich also auch eine Option einfach auf E-Rechnung umzustellen.

  • Ich hatte früher aus etwas komplizierteren Gründen ein Konto der UBS Frankfurt mit Deutscher IBAN auf einem CHF Konto. Im Jahr danach gab es dann sog. Saldofreikonten, die mein Problem besser abdeckten.


    Aber unabhängig davon konnte ich das UBS Frankfurt Konto genau verwalten wie alle anderen. Ohne Einschränkung. Das war schon ganz nett, aber sehr teuer.

  • Ich habe gar keine CHF Lastschriften mehr. Das kommt unterdessen (sogar die Krankenkasse) alles per E-Rechnung und ich kann einstellen, ob es automatisch freigegeben wird (das ist dann ja faktisch eine Lastschrift) oder, ob ich das manuell mache. Vielleicht ist es für dich also auch eine Option einfach auf E-Rechnung umzustellen.

    E-Bill dürfte aber vermutlich trotzdem nur mit einem "echten" Schweizer Konto gehen.


    Ansonsten ein Vorschlag: UBS, Grenzgängerpaket, CHF 10 im Monat:
    https://www.ubs.com/ch/de/priv…d-cards/bundles/euro.html


    Die Auslandsgebühr entfällt, u.a. bei folgender Voraussetzung:
    "Kunden mit Domizil Deutschland, Frankreich, Italien oder Österreich,sofern ein regelmässiger Saläreingang von mindestens CHF 500 proMonat erfolgt"

    Ansonsten würde ein CHF-Einzelkonto (Privatkonto) CHF 5 pro Monat kosten.

  • Wenn die e-bill nur mit Schweizer Konto funktioniert, ist die deutsche Variante mit CHF-IBAN wieder raus aus dem Rennen.
    Das UBS Grenzgängerpaket sieht interessant aus. Ansonsten eben das Migrosbank Konto für CHF 5 bei >7500CHF


    Allerdings sind die Gebühren zum Übertrag auf mein deutsches Konto sehr hoch. Ich würde hier tatsächlich auf Transferwise zurückgreifen.


    Update1:
    Soeben hatte ich ein Beratungsgesprech mit der VB Rhein-Whera. Gleich wie bei den anderen Grenznahen Banken, nimmt die CHF-IBAN nicht am Schweizer Zahlungsverkehr teil. Somit keine Möglichkeit für Lastschrift, e-bill etc. Kosten €5,95 VRGiro Online + €1,80 VRGiroCHF
    Für den Geldübertrag fallen die enstprechenden Gebühren und Spreads an.


    Im Moment sehe ich ein echtes CHF-Konto + Transferwise als uneingeschränkte und konstengünstigste Möglichkeit.


    Update2:
    Die St. Galler Kantonalbank hat mir angeboten als GG die gleichen Konditionen des Privatkontos zu erhalten, wenn Kontostand >CHF 2000 ist. https://www.sgkb.ch/de/privatkunden/privatkonto
    Sprich max. CHF 5 im Monat Gebühr.

  • Update2:
    Die St. Galler Kantonalbank hat mir angeboten als GG die gleichen Konditionen des Privatkontos zu erhalten, wenn Kontostand >CHF 2000 ist. https://www.sgkb.ch/de/privatkunden/privatkonto
    Sprich max. CHF 5 im Monat Gebühr.Wenn die e-bill nur mit Schweizer Konto funktioniert, ist die deutsche Variante mit CHF-IBAN wieder raus aus dem Rennen.

    Ok, spannend. Die SGKB hat an sich auch eine Gebühr fürs Domizil Ausland, aber diese entfällt bei Geldeingängen ab CHF 500 pro Monat. Scheint mir sehr an die UBS angelehnt, ist aber natürlich sehr begrüssenswert.


    Die Kantonalbanken sind auch sehr okay, zumal man bei jeder KB kostenlos Geld abheben kann.

  • Ich habe das UBS Grenzgänger Paket und bin sehr zufrieden. Nur schon die Euro Kreditkarte mit Cashback ist praktisch. Mit der Kunden-Maestro Karte kann man in der Schweiz sowohl Euro wie auch Franken kostenlos beziehen an jedem UBS Bankomat. Der einzige grosse Nachteil ist für mich das man ausserhalb der Schweiz keine Möglichkeit hat kostenfrei Euro zu beziehen sondern nur zu den üblichen hohen Schweizer Gebühren.
    Ausserdem erlassen sie dir beim Währungswechsel 70% der Gebühren und sind plusminus gleichauf mit Transferwiese. Bei kleineren Beträgen eher ein Tick günstiger und bei grossen eher ein Tick teurer. Also von mir eine Klare UBS empfehlung.