Zurück-Auswandern als Schweizer - Planung im Vorfeld sehr wichtig

  • Hallo mitenand,


    als Schweizer zurück in die Heimat ist gar nicht so einfach. Hat man sich doch so an manches im Ausland gewöhnt, man hat das Ganze schonmal durchgemacht mit den Ämtern, Zoll- und Steuerabgaben, Auto ausgeführt etc. und denkt, buhh jetzt alles zurück und nochmal von vorne anfangen, ist es wirklich das was ich will. Und dann entdecke ich diesen Artikel hier...


    https://www.swissinfo.ch/ger/g…beachten-muessen/43627048


    ...hat mich gerade etwas emotional tiefer sinken lassen, wusste gar nicht, dass es für manche Auslandschweizer so schwierig ist zurück zu kehren. Dass auch manch Flüchtling in der Schweiz besser dastehen kann als ein Zurückkehrer mit Schweizer Pass. Dieser Artikel lässt meine ehemalige und für mich immer mit Stolz getragene Heimat alt aussehen. Hier in Deutschland ist das Thema Flüchtlinge ein weit diskutiertes Thema und mit vielen Ängsten und Fragezeichen, wie es in diesem Land weitergehen soll, besetzt. Jetzt lese ich in diesem Artikel ähnliches und ja, ich muss zugeben ich bin gerade schockiert.


    Auch dass ein in der EU/EFTA-Land arbeitsloser Auslandschweizer die ersten 3-6 Monate vom Auswandererland als Unterstützung Arbeitslosengeld beziehen muss und in dieser Zeit einen Arbeitsplatz finden muss und wenn ihm das nicht gelingt, wieder zurück ins ausgewanderte Land soll, ist für mich unverständlich. So geht man mit den eigenen Landsleuten um! Ich bin entsetzt... ))):


    Diese Sichtweise ist glaube ich weniger bekannt und weniger öffentlich. Oder hat das so jemand schon gehört oder gelesen. Kann das wirklich wahr sein...?


    Gibt es hier auch Schweizer, die mal diesen Weg zurück gegangen sind oder es vorhaben? Eure Erfahrungen würden mich brennend interessieren...


    Liebi Griess no vom Starnberger See
    deNIce

  • Hallo deNice


    Danke für den Bericht. Ja, da hat Swissinfo nicht ganz unrecht. Auch als Schweizer sollte man nicht einfach so ohne Arbeitsstelle oder viel Ersparnisse zurückkehren. Der Sozialstaat ist in der Schweiz weniger ausgeprägt als in Deutschland und birgt damit für Rückkehrer finanzielle Risiken.


    Das man zuerst im Land der letzten Arbeitsstelle Arbeitslosengeld beantragen muss ist richtig, aber dass man als Schweizer wieder zurückgeschickt wird, wenn man in den ersten 6 Monaten keinen Job findet bezweifle ich. Als Schweizer musst du doch kein Aufenthaltsrecht beantragen oder verstehe ich da etwas falsch?


    Schöne Grüsse
    Maik

  • Im Link steht: "Wenn die Person nach diesem Zeitpunkt noch keinen Arbeitsplatz in der Schweiz gefunden hat, aber weiterhin Arbeitslosengeld beziehen will, muss sie in das EU/EFTA-Land zurückkehren, aus dem sie gekommen ist. Alternativ kann sie Sozialhilfeleistungen in der Schweiz beantragen."


    also ist das nicht so, dass man als Schweizer/in zwingend wieder abgeschoben wird.

  • Ich hab es zumindest so verstanden, dass es nicht ganz einfach ist, einfach so zurück zu kehren und denken, man wird mit offenen Armen willkommen geheissen. Mit Arbeitslosenstatus und alles was daran hängt, habe ich null Erfahrung, sprich keine Ahnung.


    Für Heimkehrer trotzdem ein guter und informativer Artikel.


    lg deNice