Wohnsitz und Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz --> Der Arbeitsplatz (eine Anstellung auf 450,-€-Basis) aber in Deutschland --> Wer kennt diese Situation und kann uns helfen?

  • Hallo liebe Auswanderer,


    meine Frau, mein Sohn und ich werden ab dem 04.03.2019 in der Schweiz in Zürich wohnen. Meine Wenigkeit geht ganz normal in Zürich zur Arbeit, meine Frau ist aktuell in Elternzeit und passt auf unseren Sohn auf. Jetzt hat sich aber eine Möglichkeit für meine Frau ergeben, sodass sie auf 450,-€-Basis (steuerfrei in Deutschland) von zuhause aus (Wohnsitz Zürich/ mit Aufenthaltsbewilligung B) für einen deutsches Unternehmen arbeiten darf.


    Daraus ergeben sich für uns zwei Fragen:


    1. Wie ist die Besteuerung generell für meine Frau?


    2. Hat der Nebenjob meiner Frau sonstige Auswirkungen? Z.B. auf die KIZU in der Schweiz oder die Besteuerung von mir?


    Freuen uns auf eure Rückmeldungen.


    Vielen Dank und
    LG
    SNJ1918

  • Hallo lieberjott,


    was habe ich herausgefunden?


    Im Kanton Zürich ist ein Einkommen bis 14.000,-SFR steuerfrei ergo 1.166,67 SFR / Monat. Weiterhin muss jemand, welcher einen Job im Ausland hat, aber einen Wohnsitz in der Schweiz ein ANOBAK-Formular von der SVA Zürich ausfüllen und dementsprechend auch Sozialversicherungsabgaben bezahlen.


    Ob meine Frau diesen Job von zuhause aus machen kann, kannst du glaube ich nicht beantworten ;-).


    Die Spannung zeigt und bald sind wir in der Schweiz.


    Wir freuen uns :-).


    Nochmal vielen Dank an alle, welche uns bis zum Umzug mit Antworten und tollen Beiträgen unterstützt haben.


    LG
    SNJ1918

  • Danke für dein Update - das war (vor allem das bezüglich der Sozialabgaben) in etwa das, was ich vermutet habe.


    Zu meinem: "ob man so einen Job im Home Office tatsächlich machen kann." Damit meinte ich eher, dass fraglich ist, ob solch ein Job, welcher komplett im Ausland durchgeführt wird, überhaupt ein 450 €-Job sein kann - hinsichtlich der Rahmenbedingungen.
    Aber gut, da bereits die Sozialversicherungspflicht in der Schweiz festgestellt wurde, spielt das eventuell keine Rolle mehr.


    Achja: Die Sozialversicherungsabgaben in der Schweiz muss übrigens trotzdem der Arbeitgeber zahlen. Entweder er bezahlt direkt an die SVA ZH oder er zahlt deiner Frau die Sozialversicherungsbeiträge aus und sie führt die dann an die SVA ZH ab.

  • Bei einem Minijob zahlt der Arbeitgeber pauschale Sozialabgaben. Der Arbeitnehmer jedoch nicht (bzw. freiwillig), das ist ja das besondere am Minijob.
    Es muss offiziell festgestellt werden, in welchem Land deine Frau sozialversicherungspflichtig ist - dafür gibt es ein Formular, dessen Name mir leider gerade nicht einfällt*. Wird festgestellt, dass deine Frau in der Schweiz sozialversicherungspflichtig ist (was ich vermute, siehe http://www.vsud.ch/fileadmin/D…lversicherungspflicht.pdf), dann muss der Arbeitgeber diese Abgaben eben in die Schweiz an die SVA abführen. Und ja, darunter fällt u.A. die AHV. Aber das sind keine Unsummen, sondern ca. 70 bis 75 Franken im Monat.


    *https://www.infobest.eu/de/the…tikel/sozialversicherung/


    "Zuständig für die rechtsverbindliche Klärung der Unterstellung einer Person unter das Sozialversicherungsrecht eines Landes ist in Deutschland die DVKA (Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland), in Frankreich das CLEISS (Centre des Liaisons Européennes et Internationales de Sécurité Sociale) und die CPAM für die Ausstellung des A1 Formulars und in der Schweiz die zuständige Ausgleichskasse:"