Bankonto und Bankgebühren

  • @basileus Danke für deine Antworten :)
    Ich bin aktuell noch unschlüssig ob ich das aufwändigere Procedere (bei dem man auch mehr falsch machen kann) verfolgen möchte um zweimal im Monat Geld zu überweisen.
    Die Einzahlung kann man auf CHF-Konto machen? Wie schnell erfolgt in etwa die Gutschrift bei IB? Und hast du Erfahrungswerte, wie schnell die Auszahlung auf ein anderes Konto funktioniert?

  • Vermutlich bist du mit Transferwise oder Revolut besser aufgehoben (je nach Höhe des Betrags, den du öfter überweisen möchtest).
    Ich habe eh ein Depot bei IB, von daher ist es für mich praktisch. Die Einzahlung erfolgt in CHF auf ein Konto der Citibank (Schweizer IBAN).
    Im Normalfall ist das Geld den nächsten Tag gutgeschrieben auf deinem IB-Konto.


    Bzgl Auszahlung kann ich dir leider keine Erfahrungswerte liefern. Ich habe gelesen, dass es teilweise drei Tage dauert. Bisher habe ich aber nur Geld dorthin transferiert, da ich keine grösseren Beträge in Euro wechsele aktuell.



    VG basileus

  • Ja scheint mir so. Trotzdem vielen Dank für die Erklärung, ich behalte es mal im Hinterkopf.


    Apropos Transferwise: Die Transferwise Kreditkarte kann jetzt auch Apple Pay*.
    Und bei sehr grossen Beträgen scheint Transferwise langsamer zu sein als üblich: Habe heute einen Betrag über 10'000k überwiesen (CHF -> EUR) und die Umwandlung und Auszahlung haben einige Stunden gedauert - wurde aber auch so in der App kommuniziert.


    *Jetzt kommen sie so langsam alle, nachdem der Anfang sehr harzig war. Ich glaub ich muss bald mal wieder ausmisten.

  • Für CHF 10.000 gibt mir die Transferwise-Webseite eine Gebühr von CHF 35.44 (Stand 25.04.20 12:23). Wechselkurs ist 0.949442.
    Da am WE die Forex-Börsen geschlossen sind, kann ich es nicht genau vergleichen. Ich hab in meiner App einen CHF/EUR Kurs von 0.94953 als Schlusskurs.
    D.h. der Transferwise-Wechselkurs wäre etwas schlechter.


    Als Vergleich:
    IB: CHF 10000 x 0.94953 = 9495.30€
    TF: CHF (10000 - 35.44) x 0.949442 = 9460.77€


    Macht eine Differenz von 34.53€ pro 10k CHF. 4x überwiesen, und man hat die Jahresgebühr für IB drin.

  • @basileus
    Ich hatte es am Donnerstag anhand der IB Demo gecheckt, die Überweisung wär definitiv um einiges günstiger gewesen als mit Transferwise.
    Aber eben, für mich ist auch die Geschwindigkeit End-to-End ein Thema. In der Konstellation wäre auch eine normale Auslandsüberweisung etwas günstiger als Transferwise - aber die dauert mir eben zu lang.


  • Als ganz neuer Nutzer in diesem Forum habe ich auch mal die Gebühren und Kurse
    für CHF -> EUR Transfers von CH nach DE verglichen.


    Mir erscheint die Konversion von CHF nach EUR bei BitcoinSuisse noch günstiger als bei Transferwise.
    Und zwar habe ich heute für 500 CHF bei Transferwise 462,17 EUR gesehen und bei BitCoinSuisse 463,48 EUR überwiesen.
    Mit Transferwise wurden zur selben Zeit im Vergleich (nur) 462,17 EUR als Transferbetrag berechnet und angegeben.
    Jetzt bin ich mal gespannt, wieviel dann effektiv auf meinem Konto in DE ankommt. Das poste ich dann gerne.


    Auf den Währungskonten (DKK, CHF, USD, EUR) von BCS soll/darf man aktuell seit
    dem 04.01.2021 nicht mehr viel Geld parken. Sonst wird eine Rücküberweisung angekündigt!
    Auf mich wirkt aber der Transfer von einem "echten" Konto in der Schweiz bei BCS
    deutlich vertrauenerweckender wie Transferwise oder Revolut.

  • Auf mich wirkt aber der Transfer von einem "echten" Konto in der Schweiz bei BCS


    deutlich vertrauenerweckender wie Transferwise oder Revolut.

    Du bekommst bei BCS ein "echtes" Konto mit einer IBAN oder wie? Kann man bei Revolut und Transferwise auch haben.
    Ansonsten sind Transferwise und Revolut seit Jahren etabliert und teilweise sogar Partner anderer Banken. Und für mich vertrauenserweckender als ein Crypto Currency-Dienstleister mit Sitz in Zug.

  • Du bekommst bei BCS ein "echtes" Konto mit einer IBAN oder wie? Kann man bei Revolut und Transferwise auch haben. Ansonsten sind Transferwise und Revolut seit Jahren etabliert und teilweise sogar Partner anderer Banken. Und für mich vertrauenserweckender als ein Crypto Currency-Dienstleister mit Sitz in Zug.

    Ein echtes, aber kein eigenes Konto. Die IBAN ist fix CH770077821197698200#. wobei die Endnummer # die Währung CHF, EUR oder USD festlegt.
    Ein fester Referenzcode als Betreff ist dann für die Zuordnung zum eigenen Kunden-Depot-Portfolio erforderlich.
    Ich habe mir schon überlegt, ob man so das CHF-Gehalt überweisen lassen und auf ein kostenpflichtiges Girokonto völlig verzichten kann?
    Diese einmalige Zahlung kann man dann in EUR tauschen und nach DE auf ein EUR-Girokonto überweisen.


    Mutige kaufen mit (vielleicht nicht allen) CHFs dann monatlich ein paar Cryptos.
    So ist man auch vorbereitet, wenn zukünftig Gehälter alle mit BTC bezahlt werden. :-) Scherz!!!


    Fragen:
    Eignet sich Transferwise und Revolut tatsächlich für monatliche Überweisungen größer als 4000 CHF?
    Und kann der Arbeitgeber dahin womöglich direkt ohne persönliches Zwischen-Girokonto in der Schweiz überweisen?

  • Eignet sich Transferwise und Revolut tatsächlich für monatliche Überweisungen größer als 4000 CHF?
    Und kann der Arbeitgeber dahin womöglich direkt ohne persönliches Zwischen-Girokonto in der Schweiz überweisen?

    Also ich parke bei Revolut keine grösseren Beträge, aber setze mit dem Konto definitiv 6-stellig um. Und überweisen aus der Schweiz geht natürlich gratis, aber auch hier (ist in meinem Fall) nur ein Sammel CS Konto hinterlegt. Dein Arbeitgeber müsste also den Verwendungszweck entsprechend setzen. Das ist mindestens unschön, teilweise sogar unmöglich.

  • Ein echtes, aber kein eigenes Konto. Die IBAN ist fix CH770077821197698200#. wobei die Endnummer # die Währung CHF, EUR oder USD festlegt. Ein fester Referenzcode als Betreff ist dann für die Zuordnung zum eigenen Kunden-Depot-Portfolio erforderlich.

    Genauso läuft auch das bei Transferwise bei direkten Geldüberweisungen.




    Zitat

    Ich habe mir schon überlegt, ob man so das CHF-Gehalt überweisen lassen und auf ein kostenpflichtiges Girokonto völlig verzichten kann?


    Diese einmalige Zahlung kann man dann in EUR tauschen und nach DE auf ein EUR-Girokonto überweisen.

    Das wird ziemlich sicher nicht funktionieren. Gehaltszahlungen sind auch direkt als Salärzahlung geschlüsselt und dein AG kann sicher nicht dem Verwendungszweck frei eingeben. Ist auch die Frage, ob der Empfänger eine entsprechend gechlüsselte Zahlung verarbeiten könnte.



    Zitat

    Eignet sich Transferwise und Revolut tatsächlich für monatliche Überweisungen größer als 4000 CHF?
    Und kann der Arbeitgeber dahin womöglich direkt ohne persönliches Zwischen-Girokonto in der Schweiz überweisen?

    Zu 1: Ja, das mache ich seit Jahren so bei Transferwise. Wobei ich festgestellt habe, dass Überweisung mit einem grösseren Volumen (ich weiss nicht wo die Schwelle ist, so ca. über 5 bis 6k) mittlerweile etwas länger dauern - aber immer noch am gleichen Tag ankommen.
    Zu 2: Auch bei Transferwise wird es nicht funktionieren, aus gleichen Gründen wie oben mit Bezug auf BCS. Zumal hinzu kommt, dass du bei Transferwise vorher sagen musst, wie viel Geld überwiesen werden soll. Oder anders gesagt: Bei Transferwise gibt's leider (noch) keine eigene IBAN für ein CHF-Konto. Ich weiss nicht wie es bei Revolut ist.

  • Danke sehr für die hilfreichen Infos.
    Vermutlich wird der Arbeitgeber das Überweisen auf irgendein generische IBAN auch aus Haftungsgründen nicht mitmachen.
    Denn wenn ein Überweisung nicht ankommen sollte und das Konto nicht auf den eigenen Namen lautet, kann die Recherche komplex werden.


    So werde ich mir irgendein Girokonto in der Schweiz zulegen und von dort nach BitcoinSuisse, Revolut oder Transferwise weiterleiten.
    In Kombination mit einem Depot in CH könnte so ein CHF-Girokonto auch sinnvoll zum Depotinvest aus Anteilen des Monatsgehalts sein.
    Dann muss man sich aber die Depotkosten gut anschauen (diese liegen bei "normalen" Banken in CH deutlich über einigen günstigen Angeboten in DE).


    Eventuell kann man auch nur ein eigenes Depot-Verrechnungskonto und kein Girokonto ja als Gehaltskonto nehmen? Das geht aber nur, wenn kein persönliches Referenzkonto zugeordnet sein muss. Solch ein Konto ist in der Regel (auch aus nachvollziehbaren Sicherheitsgründen) vorgeschrieben. Swissquote z. B. verlangt für das Verrechnungskonto keine Gebühr, verlangt aber pro Jahr 0,10 % Depotgebühren (min. 60 CHF, max. 200 CHF). Die Transaktionskosten sind heftig, lohnen sich somit nur für größere Beträge bei langfristiger Anlage und nicht zum intensiven Handeln. Aber auch Flatex in DE hat 2020 bereits nachgezogen und verlangt neben 0,1 % pro Jahr fürs Depot sogar Minuszinsen von 0,5 % auf das Verrechnungskonto.

  • Das wird ziemlich sicher nicht funktionieren. Gehaltszahlungen sind auch direkt als Salärzahlung geschlüsselt und dein AG kann sicher nicht dem Verwendungszweck frei eingeben. Ist auch die Frage, ob der Empfänger eine entsprechend gechlüsselte Zahlung verarbeiten könnte.

    Also theoretisch geht das bei uns. Man müsste die Zahlung aber jedes Mal neu anpassen - oder ein cleveres Skript schreiben (ich bin da eindeutig für Option 2). Normalerweise setzt er automatisch als Zahlungszweck "[Mitarbeiternachname], [Vorname] - [Monat]/[Jahr]". Die Bank fügt dann selber "Saläreingang" hinzu.


    Ist aber in jedem Fall unüblich.

  • Hier eine aktuelle Übersicht mit Stand heutigem Datum,
    wenn man 10.000 EUR mit CHF kaufen und nach DE überweisen möchte.
    Den Betrag habe ich nur so hoch gewählt, da man so
    den "effektiven" CHF/EUR-Kurs besser direkt erkennt.

    Anmerkungen:

    • Alle Zeilen ohne Anmerkung sind von http://exchangemarket.ch
    • Alle Zeilen mit Anmerkung "http" sind von den jeweiligen Webseiten.
    • Ein paar Dienstleister erfordern > 5.000 CHF Überweisungsbeträge. Man muss ja nicht jeden Monat überweisen
      und kann CHF ansammeln. Bei einigen CH-Banken sinken durch höhere CHF-Guthaben auch die Kontoführungsgebühren.
    • BitcoinSuisse ist nur der Wechselkurs, man muss also einen der anderen Dienstleister zusätzlich nutzen (*).
    • Revolut und XendPay habe ich nicht aufgeführt, weil die kein Konto mit CH-IBAN anbieten (Mehrkosten!).
    • Monito liefert leichte Abweichungen https://www.monito.com/geld-sc…deutschland/chf/eur/10000
      insbesonders stimmen die Effektivkosten (z.B. bei XendPay) nicht.

    Mein Sparkasse in DE verlangt 8,50 EUR pro eingehender EUR-Überweisung aus CH, relevant für Option 2 (*). Und 12,50 EUR mit EUR von DE nach CH.
    Die Positionen 1,3 und 4 (mit jeweils landesinternen Überweisungen) und 2 zuzüglich CH/DE-Gebühr (*) sind damit offensichtlich die besten Alternativen (Stand heute!).

  • Also ich würde jetzt gerade mit Revolut 10‘807.47 EUR zahlen. Natürlich arbeite ich eigentlich nicht mit Marktorder, sondern plane das etwas.


    Die Einzahlung in der Schweiz würde ich per Kreditkarte machen. Für 10.000 EUR bekomme ich dann von der UBS 10*6 CHF Kickback. Übertragung an mein Bankkonto in Deutschland (Sparkasse) oder Polen (PKO) ist gratis und hat noch geht sehr schnell.


    Item, insgesamt kostet mich das 10‘807.47 EUR abzüglich 60 CHF - und zwar Ende März (da Kreditkarte). Mit etwas Planung (Kursorder) kriegt man das natürlich günstiger.

  • Die Positionen 1,3 und 4 (mit jeweils landesinternen Überweisungen) und 2 zuzüglich CH/DE-Gebühr (*) sind damit offensichtlich die besten Alternativen (Stand heute!).

    Danke für die Nachforschung, aber mal ganz ehrlich: du machst dir so einen Aufwand für einen Unterschied von CHF 20 zwischen Transferwise und BitcoinSuisse?


    Davon abgesehen: hast du bei einem der Anbieter wirklich Geld überwiesen, oder sind das alles nur Gedankenspiele? Ich habe mehrfach Geld überwiesen, und meistens bekommst du nicht den Kurs den dir die Anbieter anzeigen Revolut und Transferwise mal ausgenommen).


    In der Zeit, in der du die ganzen Sachen verglichen hast, hättest du was anderes schönes machen können :)


    PS: wenn du wirklich den besten Kurs haben möchtest, nimmst du Interactive Brokers.

  • Basileus, danke Dir für die berechtige Kritik. Ich mache mir aus solchen Dingen eben auch einen Sport! :-)
    Und ich war dazwischen bei strahlender Sonne in wunderschön weissem Schnee tatsächlich 10 km Waldlaufen (zum Ausgleich!).


    Bei CurrencyTransfer habe ich mich registriert und meine erste Test-Transaktion erfolgreich durchgeführt.
    Ein minimaler Gegenwert von 6.000 GBP ist bei CurrencyTransfer Pflicht. Zu dem Zeitpunkt waren die
    Gesamtkosten nur um 10 EUR höher als auf der TransferWise-Website. Die Transaktion wurde in 48 h abgewickelt.


    Ich konnte sogar von einem nichtpersönlichen CHF-Absendekonto in der Schweiz auf das persönliche Konto bei CurrencyTransfer überweisen.
    Von dort ging es dann in EUR über die BarclaysBankFrankfurt auf das persönliche EUR-Konto in Deutschland.
    So hatte ich weder einen schlechten Wechselkurs und vor allem keine 8,50 EUR, welche sonst für EUR-Überweisungen aus der Schweiz bei meiner Bank fällig sind.
    Umgekehrt, also EUR aus DE auf ein EUR-Konto in CH kostet sogar deutlich mehr, und zwar minimal 12,50 EUR.


    Bei CurrencyTransfer habe ich einen persönlichen Ansprechpartner mit E-Mail
    und Telefon (UK) und hatte im Vorfeld mehrfachen, sehr freundlichen Kontakt.
    Vermutlich läuft das bei CurrencyTransfer so gut wegen des Gegenwertlimits von 6.000 GBP. Und trotz Brexit!
    Bei einigen Transferalternativen ist man vermutlich ein Kunde unter sehr vielen.


    P.S. Konto bei der Migros-Bank eröffnet -> In der Tat günstige 5 CHF pro Monat bei Kontostand > 7.000 CHF.
    Kleiner Nachteil (Vorteil?): Online-Banking nicht im Browser, sondern nur mit separater Win/Mac-Software und Android/iPhone-App.