Junges Paar möchte gerne in die Schweiz.

  • Hallo zusammen :CH:


    Ich bin Marcus und bin neu in diesem Forum. Ich habe schon viel in diesem Forum gelesen und bin von dem netten Umgangston hier sehr angetan, weshalb ich mich direkt angemeldet habe. Nun ist es so, dass ich eine Ausbildung zum Bürokaufmann habe und zur Zeit als Zugbegleiter in D arbeite. Meine Freundin absolviert im Juni ihre Prüfung zur Augenoptikerin. Nun haben wir einige Fragen bezüglich eines Umzuges in die Schweiz. Wir wären sehr dankbar, wenn Ihr uns etwas davon beantworten könntet.


    - hat jemand die Erfahrung gemacht, sich früh zu bewerben, die Stelle jedoch erst ca 1/2 Jahr später zu beginnen? Wie sehen dort die Möglichkeiten aus? Wir möchten zusammen auswandern und dementsprechend relativ gleich die neue Arbeit beginnen.


    - ist es für mich als 22-jährigen machbar, bezüglich der Jobsituation im Bürosegment,
    der seit 1 Jahr als Zugbegleiter arbeitet, in diesem Bereich Fuß zu fassen? Andere Option wäre, bei der SBB wieder als Zugbegleiter erstmals Fuß zu fassen, da ich auch gute Französischkenntnisse habe.


    - im Juli habe ich voraussichtlich die Prüfung zum Wirtschaftsfachwirt (IHK) absolviert. Weiß jemand, wie die Schweizer diese Qualifikation ansehen?



    - ich habe einen Verwandten in Kanton Aargau. Ist es nützlich, bei der Bewerbung dessen Adresse als Referenzadresse für den Schriftverkehr anzugeben? Da die Unternehmen einen „einfacheren“ Weg hätten.


    Gerne könnt Ihr eure Abläufe von der ersten Bewerbung bis zum Jobbeginn und der neuen Wohnung mitteilen. Wir wären euch sehr dankbar!

  • Hallo Marcus, willkommen im Schweiz Forum :) fühl Dich wohl bei uns. :) Unser geschätztes Mitglied Markus Schulz - Mitgliedersuche - About Swiss Forum (auswandern-schweiz.net) hat mehrfach darauf hingewiesen, dass die Schweizer Eisenbahn Lockführer sucht. Dass man sich dort derart im Personalnotstand befindet, sogar Leute über 50 ein zu stellen. Vielleicht eine spannende Option für Dich.


    Verwandtschaft in CH zu haben ist sicher kein Nachteil.


    Wie ich schon oft aus meiner Beobachtung heraus feststellen konnte, ist jede Übersiedlung in die Schweiz mit Vollprogramm (Wohnung & Job) sehr individuell gestaltet. Daher mein Tipp: probiert es aus, seid mutig! Und eine Augenoptikerin ist sicher auch begehrt in CH.


    Viel Erfolg und viel Glück bei Eurem Ländersprung in die Schweiz. :CH:

  • Hallo Marcus


    Willkommen im Forum und viel Erfolg bei der Auswanderung. Eine Stelle erst 6 Monate später zu beginnen, sehe ich nicht unbedingt als Problem. Das ist doch oft so.

    Unser geschätztes Mitglied Markus Schulz - Mitgliedersuche - About Swiss Forum (auswandern-schweiz.net) hat mehrfach darauf hingewiesen, dass die Schweizer Eisenbahn Lockführer sucht. Dass man sich dort derart im Personalnotstand befindet, sogar Leute über 50 ein zu stellen. Vielleicht eine spannende Option für Dich.

    nur mal so als Anmerkung die SBB wird gerade überrannt mit Bewerbungen.
    https://www.nau.ch/news/schwei…aus-wie-noch-nie-65861341 daher denke, dass das als Option weg fällt.

  • Vielen Dank für die schnellen Antworten!
    Lokführer zu werden habe ich mir schon oft überlegt, allerdings denke ich dass ich eben durch die Weiterbildung einen anderen Weg einschlagen würde, da diese wiederum viel Geld gekostet hat. Das Problem das ich sehe ist, dass die meisten Stellen ab sofort oder in naher Zukunft zu besetzen sind. Deshalb denke ich, dass die meisten Firmen wohl kaum ein halbes Jahr warten. Seht ihr mit Französischkenntnissen gute Chancen?
    Und würdet ihr bei jeder Bewerbung die Schweizer Adresse angeben oder individuell beim Unternehmen anfragen? Vielen Dank für eure Hilfe

  • Ich kennen mich jetzt nicht so mit Stellen für "normale" Bürotätigkeiten aus, aber vielleicht sind die Firmen auch froh dass sich überhaupt jemand meldet oder sie hoffen dass sie in ein paar Monaten sowieso noch mehr Arbeit haben, also "Versuch macht klug" ;-). Mehrsprachigkeit ist eigentlich gerade in der Schweiz immer von Vorteil.

  • Startet Eure Bewerbungen direkt, in diesem Fall ist Corona nur "Beiwerk", weil allen bewusst ist, dass das Leben auch mit Corona nur als Beiwerk verstanden werden kann. Es muss ja irgendwie weitergehen. :)

    Ich kann es auch kaum erwarten nur meine Freundin wartet noch auf ihr Zwischenzeugnis mit dem sie sich bewerben will. Wir wollen uns da gegenseitig unterstützen. Beim ersten Gespräch möchten wir dann 2-3 Tage zu meinem Verwandten nach Aarau und uns da die Gegend anschauen (ich war schon 6-7 mal da jedoch meine Freundin noch nicht). Wir sind da bezüglich des Wohnortes ziemlich offen, allerdings die großen Städte müssen es finanztechnisch nicht gerade sein. Ich wollte schon seit meinem ersten Besuch vor 6 Jahren unbedingt in die Schweiz ziehen, da die Leute hier zum großen Teil viel entspannter als in D sind und ich auch schon Bekannte hier hätte, wodurch sich meine Freundin auch besser einleben könnte. Dass Corona Beiwerk ist sehe ich auch so, jedoch sind die deutschen Behörden ziemlich verklemmt und so haben wir Angst, dass diese uns bei den nötigen mehrmaligen Ein- und Ausreisen einen Strich durch die Rechnung machen könnten, auch in Bezug auf den „Besichtigungsaufenthalt“ :)

  • In unserem "Corona-Informationsthread" schreiben Mitglieder von sehr unterschiedlichen Erfahrungen von ihren Erlebnissen an der Grenze. Und scheinbar wechselt das Tag für Tag, ich würde mich davon nicht abhalten lassen. Sinnvoll ist es schon, derzeit nicht in eine Stadt zu ziehen, Corona auf dem Land, ist weit entspannter als in einer Stadt. Wenn Euch ein Behördenmensch in Euren Aktivitäten wegen Corona blockieren oder ausbremsen will, dann sagt ihm, Corona bleibt eine Dekade! Ist die Schweiz nun für 10 Jahre eine Mondlandschaft.

  • Also kann man ohne mehrmaligen Test mit diesem Grund ein und ausreisen? Weil wir möchten Mitte Februar mit den Bewerbungen beginnen.

    Aktuell werden Bewerbungen vermutlich eher elektronisch stattfinden.


    Stand aktuell kann man aus Deutschland in die Schweiz einreisen, ohne in Quarantäne zu müssen. Ausnahmen gibt es für die Bundesländer Sachsen und Thüringen.
    Problematisch ist die Rückkehr. Da die Schweiz als Risikogebiet eingestuft ist, muss man bei der Einreise einen negativen Corona-Test haben, welcher nicht älter als 48h ist. Man muss sich nach der Einreise unverzüglich in Quarantäne begeben und darf frühestens nach 5 Tagen bei erneut negativen Testbefund wieder nach draussen.


    Hinzu kommt, dass sich die Regeln relativ schnell ändern. Ich an eurer Stelle würde erstmal von Reisen nur zu Bewerbungsgesprächen absehen.



    VG basileus

  • Hatte alles online, sogar die Vertragsunterzeichnung.

  • Das ist denke ich mal das Problem. Weil ich hätte keine Probleme, quasi blind dort hin zu ziehen, aber meine Freundin war eben noch nicht in der Schweiz und wenn Sie sich dann nicht wohl fühlt bringt das auch nichts. Eigentlich gibt es nur die Möglichkeit, noch ein Jahr zu warten oder eben einfachere Regeln abzuwarten. Denn für ein paar Monate ein neues Arbeitsverhältnis in D zu beginnen ist nicht wirklich sinnvoll. Und 5 Tage Urlaub nur für die Quarantäne und dann ca 500 Euro für 4 PCR-Tests, deren Ergebnis mMn wie die Ziehung der Lottozahlen sind, ist dann ziemlich aufwändig.