Da kann sich der deutsche Beamte eine Scheibe von abschneiden!

  • Heute war ich mehr als verblüfft, wie schnell die Behörden hier (teilweise) arbeiten.


    Heute um 12:30 Uhr hab ich per eMail mit Ausweiskopie beim KESB ein Handlungsfähigkeitszeugnis beantragt.

    Heute 16:15 Uhr bekam ich eine eMail zurück mit dem Zeugnis als PDF und der Bemerkung, dass das Original

    in den nächsten Tagen bei mir im Briefkasten liegt.


    Ich muss ehrlich sagen, ich war total baff, wie flott und unkompliziert das abgelaufen ist.

    Das kenn ich von den deutschen Behörden aber ganz anders :sleeping_face:


    Gruss

    Martin

  • Hallo Martin


    Das wird dir noch öfter passieren - z.B. mit Arztterminen.... noch nie länger als 10 Minuten im Wartezimmer gesessen

    oder Monate auf einen Termin warten beim Augenarzt - In Deutschland: ja kommen Sie in 4 Monaten, hier : ach , haben Sie heute Nachmittag Zeit?


    Das ist wirklich manchmal krass

  • Kann ich nur bestätigen. Inzwischen habe ich mich schon daran gewöhnt, aber als ich mich damals bei der Gemeinde zum ersten mal angemeldet habe, hatte ich nicht alle Unterlagen (sie wollten meine Eheurkunde und Geburtsurkunde).

    Typisch Deutsch sage ich "Die habe ich leider nicht dabei, dann müsste ich nochmal wiederkommen" - "Ist ok, schicken Sie es einfach per mail" - ich *Surprised Pikachu Face* "Per mail? Nicht Original? keine beglaubigte Kopie?" - "Nein, Nein, einfach einscannen und schicken". Ich mitm Handy Cloud-Server geöffnet, Dokumente per mail geschickt und voila alles direkt noch erledigt!!!


    Das werde ich NIE vergessen XD

  • Das mit den Handelsregisterauszügen nervt mich ehrlich gesagt eher ein wenig, weil ich so viele davon brauche. In Polen kann man das ganze Zeug gratis mit dem "profil zaufany" (das ist die polnische Qualifizierte Signatur) runterladen und lustig per Mail durch die Gegend senden. Jedes Dokument ist qualifiziert signiert und man kann auch selber seine Dokumente gratis damit unterschrieben (nicht wie mit der Swissid für 2 PLN pro Unterschrift). Und das Easygov finde ich aktuell noch recht mühsam, weil es so oft "gewartet" wird, wenn ich es brauche - und dann gleich immer das ganze Wochenende.


    Dafür ist's dann so, dass die ganzen Kontrollen in der Schweiz recht locker sind. Nebenan läuft gerade die AHV Kontrolle. Solange der Revisor Kaffee hat, kommt das gut :D

  • Frischen Kaffee anbieten ist in der Schweiz generell eine gute Idee. Dann läuft es Zwischenmenschlich schon gleich viel besser. 😉

  • Heute war ich mehr als verblüfft, wie schnell die Behörden hier (teilweise) arbeiten.

    Heute Nachmittag wirst du dann Zeuge des Gegenteils. Seit mindestens Mittwoch weiss die halbe Schweiz bei welcher "Organisation" heute Nachmittag ein "lauter" Rücktritt des Geschäftsführers erfolgt. Und natürlich wissen das ausreichend viele Beamte/Staatsangestellte, um eine Untersuchung zu starten und eben nicht auf die Pressemeldung zu warten - es "könnte" ja etwas versteckt werden. Weil die Organisation aber ein so gutes Image hat, halten alle (auch die Behörden) die Füsse still und lassen ausreichend Luft. Da möchte sich niemand die Finger verbrennen. Man wird dann natürlich heute Abend notgedrungen aktiv, wenn es "in und um Bern" knallt. Und in der Presse wird man etwaige Analogien zu einer Schwesterorganisation wenige Kilometer im Süden ziehen und bekunden, dass man damit nie gerechnet hätte. Dabei wusste man es dort natürlich auch schon lange. So läuft's eben: Ausgesessen wird hier auch mal gerne - in der Hoffnung, dass alles gut geht.

  • jan82

    Mir ist diese Woche nichts Besonderes aufgefallen, hast du einen Link?


    Meine Steuererklärung wird auch nicht gerade schnell bearbeitet, ich habe diese Anfang Juni abgesendet und jetzt per Email beim Steueramt des Kantons vorsichtig nachgefragt, die Antwort war sinngemäss, dass sie generell keine Auskünfte erteilen und haben mich an meine Gemeinde verwiesen, von der bekam ich dann die Auskunft dass das noch dauern kann .

  • Meine Steuererklärung wird auch nicht gerade schnell bearbeitet, ich habe diese Anfang Juni abgesendet

    Du wohnst im Kanton Zürich, oder? Ich habe einen Bekannten, der immer noch auf die Steuererklärung von 2017 wartet (C-Bewilligung). Zürich ist da bekanntermassen sehr träge. Vor Mitte nächsten Jahres würde ich an deiner Stelle nicht mit einer Antwort rechnen (sehr optimistisch gerechnet).


    In Basel hat es für 2018 ca. ein Jahr gedauert. Auf den Bescheid für 2019 warte ich aktuell noch.

  • Du wohnst im Kanton Zürich, oder? Ich habe einen Bekannten, der immer noch auf die Steuererklärung von 2017 wartet (C-Bewilligung). Zürich ist da bekanntermassen sehr träge. Vor Mitte nächsten Jahres würde ich an deiner Stelle nicht mit einer Antwort rechnen (sehr optimistisch gerechnet).

    Daran kann man sehen dass Zürich ein wohlhabender Kanton sein, sie können es sich leisten auf meine Steuernachzahlung zu verzichten :grinning_face_with_smiling_eyes:

  • Daran kann man sehen dass Zürich ein wohlhabender Kanton sein, sie können es sich leisten auf meine Steuernachzahlung zu verzichten

    Das kommt ganz darauf an. Bei meinem Bekannten geht es um ordentliche Nachzahlungen, die er vom Kanton zurückbekommen würde. Wenn du das dann mal auf 3-4 Jahre rechnest, sind wir schnell bei mittleren fünfstelligen Summen die noch ausstehen.

  • Das Steueramt meiner Gemeinde war sehr schnell. Hat mir ein Formular für die provisorische Steuererklärung zugeschickt, welches ich ausfüllen musste. Das Einkommen für 2021 habe ich nur geschätzt, da ich zum Zeitpunkt nicht wusste, wie ich meinen Lebensunterhalt bis zum Jahresende verdienen werde.

    Einige Wochen später bekam ich dann meine provisorische Steuererklärung zugeschickt, was mich zunächst sehr überrascht hat. Ich dachte, dass ich die Steuern im darauffolgenden Jahr erst zahlen muss, so wie es in Deutschland üblich ist. Aber wie das Wort provisorisch schon sagt und wenn man bedenkt, dass auch die Gemeinde das Geld braucht :winking_face:

    Ich habe die Summe auf einmal bezahlt, mit etwas Zähneknirschen und etwas Kopfschütteln wegen der lächerlichen 25 Rappen (!!!!!!), die ich als "Vergünstigung" bekommen habe, weil ich im Voraus zahle.

  • Also in Bern hat es bei mir Jahre gedauert. In Zug habe ich 2020 (ohne Fristverlängerung) eingereicht. Bis heute gibt es aber noch keine definitive Veranlagung, sondern nur die "Schätzung" zum Umzug. 2021 ist natürlich auch nur provisorisch und sollte (um Zinsen zu zahlen) bis zum 31.12. gezahlt werden. Ich habe so den Eindruck, dass Zug und Bern sich hier beim Tempo der Abarbeitung nicht besonders unterscheiden. Was soll's....

  • Ich habe so den Eindruck, dass Zug und Bern sich hier beim Tempo der Abarbeitung nicht besonders unterscheiden

    Mit Bern kenne ich micht nicht aus, aber in Zug hat es für die Firma vom Abschicken bis zur definitiven Veranlagung sage und schreibe vier Tage gedauert. Gut, wahrscheinlich ist meine Steuererklärung für die Firma einfacher als deine private STE. Über langsame Abarbeitung kann ich mich aber definitiv nicht beschweren :slightly_smiling_face: