Familiennachzug mit Kindern und Grenzübertritt

  • Ich hätte da mal eine Frage zum Familienachzug. Habe das Forum schon durchsucht aber nichts konkretes gefunden.


    Soweit ich das verstanden habe, kann ich, sofern ich den B-Ausweis in der Hand habe, sofort den Familiennachzug angehen.


    Nur wie verhält es sich beim Grenzübertritt?


    Kann ich meine Familie gleich beim Umzug mitnehmen und an der Grenze Familiennachzug angeben und anschliessend

    bei der Gemeinde anmelden und das Gesuch auf Nachzug stellen?

    Oder muss ich erst das Gesuch stellen und darf meine Familie erst nachholen, wenn der Nachzug gewährt ist?


    Kann es an der Grenze Probleme geben, wenn beim Umzug das Gesuch über den Nachzug noch nicht gestellt, bzw. noch nicht genehmigt ist?


    Ich weiss, dass sich meine Familie 90 Tage ohne Titel hier aufhalten darf, aber meine Kinder dürfen in dieser Zeit

    wahrscheinlich auch keine Schule besuchen, oder gibt es da evtl. eine Ausnahmeregelung?


    Zu Info: Es sollte eigentlich keine Probleme mit der Genehmigung geben, familiäre Verhältnisse sind gegeben, allesamt EU-Bürger, 4,5 Zimmer Wohnung

    für 5 Personen ist vorhanden und finanzielle Verhältnisse sind auch ausreichend.


    Gruss

    Martin

  • Solltest du direkt beantragen können, wenn du auch gehst. Die Kinder sollten trotzdem die Schule besuchen können, da sie ja gemeldet sind(am besten die Schule auch schon vorher über die Gemeinde kontaktieren. Sie sind dankbar). Da auch sans-papier in die Schule können, sollte es nicht vom Aufenthaltsstatus abhängen und der ist ka bei euch sowieso gestellt und in Bearbeitung.

  • Nur wie verhält es sich beim Grenzübertritt?

    Also ich würde das Gesuch nach dem Umzug stellen und sie dann zur Schule schicken - fertig. Und den Zöllner interessiert nicht wer da noch im Auto sitzt. Viele melden sich ja erst nach dem Umzug vor dem Stellenantritt an. Kann mir nicht vorstellen, dass da irgendetwas Probleme macht.

  • Hoi,


    ich denke auch, dass die alle direkt mit einreisen können mit der EU-Bürgerschaft. Meine Frau ist Drittstaatlerin und die musste erst einmal eine Einreiseerlaubnis von ausserhalb der Schweiz beantragen, bevor wir dann offiziell den Familiennachzug durchführen konnten. Aber wie gesagt, das sollte bei Euch wegfallen.

  • Wobei Deine Frau ja aus Belarus kommt, oder? Ich frage deshalb, weil ich gerade gelernt habe (ich reise kommende Woche mit eine Belarus-Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Polen ein), dass auch eine EU-Aufenhaltsbewilligung (in Polen heisst die "Karta pobytu") ausreicht, um in die Schweiz einzureisen. Und vermutlich hat sie ja vorher eine Deutsche Karte gehabt - davon gehe ich jetzt mal aus. Hilft dem Fragesteller nicht, aber vielleicht steht mal jemand von euch vor dieser Frage. Dann muss das EDA (siehe Anlage) die Mail nicht zweimal schreiben :grinning_squinting_face:

  • Vielen Dank für die Antworten, das hilft mir schon mal weiter :thumbs_up:

    Wenn ich weiss, dass die Kinder in die Schule und Kindergarten dürfen, dann kann ich guten Gewissens meine Familie gleich mitnehmen.

    Werde wie empfohlen zuvor mal in der Gemeinde Bescheid geben.


    Gruss

    Martin

  • Wobei Deine Frau ja aus Belarus kommt, oder? Ich frage deshalb, weil ich gerade gelernt habe (ich reise kommende Woche mit eine Belarus-Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Polen ein), dass auch eine EU-Aufenhaltsbewilligung (in Polen heisst die "Karta pobytu") ausreicht, um in die Schweiz einzureisen. Und vermutlich hat sie ja vorher eine Deutsche Karte gehabt - davon gehe ich jetzt mal aus. Hilft dem Fragesteller nicht, aber vielleicht steht mal jemand von euch vor dieser Frage. Dann muss das EDA (siehe Anlage) die Mail nicht zweimal schreiben :grinning_squinting_face:

    Da meine Frau auch Belarusin ist erlaube ich mir mal hier zu antworten. War bei uns das gleiche, sie hatte eine Niederlassungserlaubnis in Deutschland aber Staatsbügerschaft Belarus. Sie musste daher bei der Schweizer Botschaft in Deutschland ein nationales Schweizer Visum für den Familiennachzug beantragen. Erklärung ist, dass die Niederlassungserlaubnis zwar zum Reisen ausreicht, allerdings mit Wohnsitzverlegung erlischt, daher muss ein nationales Schweizer Visum beantragt werden. War aber schlussendlich einer der einfacheren Schritte :winking_face:

  • jan82 Nein tust Du nicht :winking_face:


    Wenn ich mich richtig erinnere musste sie zuerst zur Botschaft in Deutschland. Daraufhin wurde dann eine Fallnummer generiert, die dann hier bearbeitet werden konnte... oder war es umgekehrt?... egal, in 6 Jahren sind wir eh Schweizer, wenn alles gut geht :face_with_tears_of_joy: :CH:

  • zuvor mal in der Gemeinde Bescheid geben

    Es empfiehlt sich dringend dies abzuklären. Je nach Alter entsteht eine Pflicht zum Besuch, das muss unterjährig ganz sicher zuvor abgeklärt werden. Der Kindergarten ist Teil der Schule und daher nicht mit dem Kindergarten in Deutschland zu vergleichen.




    Für den Kanton Bern gilt:

    Eintritt in den Kindergarten

    Der Kindergarten ist obligatorisch und eigenständiger Teil der elf Jahre dauernden Volksschule In der Regel dauert er zwei Jahre. Jedes Kind, das bis am 31. Juli vier Jahre alt geworden ist, tritt im August in den Kindergarten ein. Entscheidend für den Eintritt ist das Alter.

  • Markus,


    ja, das ist mir bekannt.

    Kiga ist hier Vorschule, wir wissen von einer befreundeten Auswanderin, dass ihre Kinder hier im Kiga erst mal ordentlich was aufzuholen hatten.

    Französisch wird auch ein Fach. wo es viel aufzuholen gibt, dafür dürften sie in Englisch etwas weiter sein.

    Aber Kinder lernen schnell und passen sich sowieso viel schneller an, als Erwachsene, da hab ich die geringsten Bedenken.


    Gruss

    Martin