Ausbildung in der Pflege ungeimpft

  • Hallo zusammen,

    Ich mache nun seit über einem Jahr die Ausbildung als Pflegekraft in Deutschland. Offen gesagt möchte ich mich nun aus verschiedenen Gründen nicht mit den zur Zeit zugelassenen Impfstoffen gegen Covid 19 impfen lassen und kann deshalb ab März meine Ausbildung nicht fortführen. Meine Frage ist, wie es da in der Schweiz aussieht. Kann man als ungeimpfte Person eine Ausbildung in der Pflege machen? Oder entwickelt es sich auch zunehmend in Richtung Impfpflicht? Über Antworten würde ich mich sehr freuen!

  • Die Chancen könnten momentan nicht schlecht stehen, da die Schweiz eine Initiative startet, viel mehr Pflegekräfte auszubilden. In Graubünden zum Beispiel müssen sich momentan alle ausgebildeten Pflegekräfte zur Verfügung stellen, egal was sie derzeit arbeiten. Ich würde einfach mal Bewerbungen rausschicken und abwarten, ob nach dem Impfstatus gefragt wird.

    Gruss Martin

  • Leider ist Deine Frage sehr schwer zu beantworten. Eine Impfpflicht für Pflegeberufe kommt mit jeder Welle immer wieder zur Diskussion. Bislang ist es dabei geblieben, aber es gibt natürlich keine Garantie ob sie nicht doch innerhalb der nächsten 12 Monate eingeführt wird...

  • In manchen Kantonen gab es im Sommer Diskussionen zu diesem Thema - aktuell aber anscheinend nicht.


    Ansonsten: Eine (Nicht-)Impfung als treibende Kraft um auszuwandern? Uff...Ich weiss nicht ob das hinreichende Gründe sind, um tatsächlich langfristig erfolgreich und glücklich zu sein. Zumal ich es mir frustrierend vorstelle, wenn du deine Ausbildung nochmal von vorne anfangen müsstest, falls dein bisheriger Stand nicht berücksichtigt werden kann. Nach erfolgter Ausbildung in die Schweiz auszuwandern wäre definitiv einfacher.

    PS: Novavax als Proteinimpfstoff (ohne mRNA) ist in der EU seit Dezember 2021 zugelassen und dürfte auch bald in Deutschland verfügbar sein. Somit wäre das, rein technisch, eine Impfung wie einige der anderen Impfungen auch, die du bereits in deinem Leben bekommst hast und die dir bisher sicher nicht geschadet haben.

  • Hallo Valen_Tina

    Ich würde Dir den Rat geben, in Deutschland erst einmal abzuwarten, auf keinen Fall die Ausbildung abbrechen aus dem Grund. Lass einen Antikörper und

    T-Zellentest machen in einem "unabhängigen" Labor. Damit Du den Nachweis hast, dass Du "natürlich immun" bist. Ich werde das jetzt auch in Angriff nehmen, damit ich mit März mit meiner Ausbildung zum Life Coach beginnen kann.

    Es kann ja nicht sein, dass mit einem Impfzwang all die, welche in "Systemrelevanten Berufen" arbeiten oder in Zukunft arbeiten wollen (!!!) das Handtuch werfen! Dann ist der Notstand wahrlich ausgebrochen.


    Mit einer abgebrochenen Ausbildung in Deutschland, wirst Du auch in der Schweiz keine Möglichkeit bekommen eine Ausbildung zu machen. Höchstens als Pflegehelferin, die "preiswerte" Variante zur Diplomierten Pflegefachfrau/FaGe. Die werden immer mehr gesucht, weil sie die Arbeit am Patienten machen, während die Fachkräfte mit der Dokumentation des Pflegeprozesses zu tun haben...

    Die Erfahrung habe ich in der Zeit gemacht, als ich 3 Monate Stationsassistentin gewesen bin. Ich war für Blutentnahmen und das Richten der Medikamente verantwortlich.

    Irgendwann wird man froh sein, wenn überhaupt noch jemand in der Pflege arbeiten möchte, unabhängig vom Impfstatus!!!

    Mich hat noch nie einer gefragt, ob ich geimpft bin. Auch nicht bei einem Vorstellungsgespräch in der letzten Woche.

    Vorher habe ich noch einen Schnelltest gemacht, um sicher zu sein, dass ich keine Gefahr bin.

    Auch mein Impfschutz vor einer Hepatitis Infektion interessierte schon vor Corona niemanden von meinen Arbeitgebern im Gesundheitssystem. Sehr seltsam...

  • Das ist alles sehr sehr bedenklich und tragisch. Mehr fällt mir dazu nicht ein. Unsere Gesellschaft schafft sich durch die ganze Spalterei selber ab.

  • Danke für eure vielen Antworten! Also ich werde nun einfach mal ein paar Bewerbungen rausschicken und dann schauen, ob ich Rückmeldungen bekomme.


    Ich wollte nach meiner Ausbildung sowieso gerne in die Schweiz auswandern, klar ist es ohne abgeschlossene Ausbildung eher schwierig, aber sicher auch machbar. An dem Klinikum, wo ich arbeite, ist es als ungeimpfter einfach kaum mehr auszuhalten, man wird komplett darauf reduziert und ständig angefeindet, einem wird von Kollegen der Tod gewünscht, und vom Betrieb selbst wird man systemisch krass benachteiligt. Deshalb möchte ich dort sowieso nicht mehr bleiben, egal wie es weiterläuft, da ist einfach zu viel passiert

    Einmal editiert, zuletzt von Maik () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Valen_Tina mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Danke für eure vielen Antworten! Also ich werde nun einfach mal ein paar Bewerbungen rausschicken und dann schauen, ob ich Rückmeldungen bekomme.

    https://www.praktischarzt.ch/m…dung-berufsbild-und-lohn/

    Laut dem kann die Ausbildungsvergütung im Monat ca. 1000 Franken betragen - teilweise gibt's im ersten Jahr auch gar nichts. Wie willst du mit dem deinen Lebensunterhalt in der Schweiz bestreiten? Hast du du Möglichkeit, anderweitig finanzielle Unterstützung zu bekommen?

  • Die Chancen könnten momentan nicht schlecht stehen, da die Schweiz eine Initiative startet, viel mehr Pflegekräfte auszubilden. In Graubünden zum Beispiel müssen sich momentan alle ausgebildeten Pflegekräfte zur Verfügung stellen, egal was sie derzeit arbeiten. Ich würde einfach mal Bewerbungen rausschicken und abwarten, ob nach dem Impfstatus gefragt wird.

    Gruss Martin

    es ist nicht zulässig nach einem Impfstatus zu fragen!