Hab gerade die Kündigung bekommen - bin völlig überfordert und brauche mal Hilfe

  • ABER und hier kommt es jetzt, der Arbeitgeber meldet dem Kanton meinen Austritt aus der Firma, und damit erlischt meine Grenzgängerbewilligung. Sie muss wieder neu beantragt werden vom neuen Arbeitgeber. Der Antrag wird geprüft, und er kann auch abgelehnt werden. Das hat die Mitarbeiterin am Telefon gesagt, die ich vorhin anrief.

    Mitarbeiterin vom zuständigen Migrationsamt oder bei deinem zukünftigen Ex-Arbeitgeber?
    Zumindest der zweite Teil ist, wenn überhaupt, nur in der Theorie gültig. Dank des Freizügigkeitsabkommens sind für Bürger aus der EU/EFTA die Grenzgängerbewilligungen eigentlich ein Selbstläufer, wenn die wenigen formalen Anforderungen erfüllt sind.


    Ich würde lieber direkt beim zuständigen Migrationsamt nachfragen, ob eine Austrittsmeldung wirklich die Bewilligung erlöschen lässt. Für das Beispiel Sankt Gallen habe ich wirklich einen entsprechenden Passus gefunden, der dieses Vorgehen in der Tat bestätigt. Eventuell ist es kantonal unterschiedlich.

  • Mitarbeiterin vom zuständigen Migrationsamt oder bei deinem zukünftigen Ex-Arbeitgeber?
    Zumindest der zweite Teil ist, wenn überhaupt, nur in der Theorie gültig. Dank des Freizügigkeitsabkommens sind für Bürger aus der EU/EFTA die Grenzgängerbewilligungen eigentlich ein Selbstläufer, wenn die wenigen formalen Anforderungen erfüllt sind.


    Ich würde lieber direkt beim zuständigen Migrationsamt nachfragen, ob eine Austrittsmeldung wirklich die Bewilligung erlöschen lässt. Für das Beispiel Sankt Gallen habe ich wirklich einen entsprechenden Passus gefunden, der dieses Vorgehen in der Tat bestätigt. Eventuell ist es kantonal unterschiedlich.

    Hallo lieberjott, ja beim Migrationsamt hatte ich angerufen. Dort hiess es, es sei vom Gesetz so festgelegt, dass der Arbeitgeber mich abmelden müsse, und damit erlische dann die Bewilligung.

    Was meinst du mit Selbstläufer und Bedingungen?

  • Was meinst du mit Selbstläufer und Bedingungen?

    Dass wenn du eine EU/EFTA-Bürgerin ist, die G-Bewilligung eigentlich recht einfach zu bekommen ist. Es gibt keine besonderen Hürden für dich oder den Arbeitgeber und auch keine begrenzten Kontingente. Der Arbeitgeber muss auch nicht nachweisen, dass es keinen besseren Kandidaten aus der Schweiz geben würde.

  • Dass wenn du eine EU/EFTA-Bürgerin ist, die G-Bewilligung eigentlich recht einfach zu bekommen ist. Es gibt keine besonderen Hürden für dich oder den Arbeitgeber und auch keine begrenzten Kontingente. Der Arbeitgeber muss auch nicht nachweisen, dass es keinen besseren Kandidaten aus der Schweiz geben würde.

    vielen Dank für die Info

  • Dass wenn du eine EU/EFTA-Bürgerin ist, die G-Bewilligung eigentlich recht einfach zu bekommen ist. Es gibt keine besonderen Hürden für dich oder den Arbeitgeber und auch keine begrenzten Kontingente. Der Arbeitgeber muss auch nicht nachweisen, dass es keinen besseren Kandidaten aus der Schweiz geben würde.

    ich muss mich jetzt doch nochmal melden, hab nämlich vorerst einen kleinen Aushilfsjob angeboten bekommen, zwei mal 2,5 Stunden in der Woche, kann aber mehr werden. Die Frau von Basel Stadt vom Migrationsamt meinte, es sei im Ermessen des Bearbeiters, ob ich bei solch einer kleinen Stundenanzahl eine Bewilligung bekäme. Sie wäre mir sicher, wenn ich so verdienen würde wie vorher, oder mindestens 50% arbeiten würde. Bekomme ich die falschen Leute ans Telefon? Ich hab hier schon von Leuten gelesen, die Aushilfsjobs in der Schweiz machen, auch nur stundenweise in der Woche. Wie machen die das?

  • Guten Abend! Schade, dass du die Stelle verloren hast. Allein durch deine Deutschkenntnisse hoffe ich, dass deine Chancen intakt sind, eine andere Anstellung zu finden, wenn auch vielleicht in einem verwandten beruflichen Bereich.


    Ich habe in meiner täglichen Arbeit auch mit solch ungenügenden Arbeitszeugnissen zu tun. Aber 17 Fehler auf einer Seite ist ja lächerlich. Können die kein Deutsch oder was soll das?! Ich würde den ehemaligen Arbeitgeber mit Nachdruck auf alle 17 Fehler aufmerksam machen und eine Korrektur verlangen.


    Die Schweiz ist eine "Papierli-Nation": Es wird viel Wert auf Arbeitszeugnisse gelegt und sie müssen wohlwollend formuliert sein. Zwar ist es richtig, dass ein fehlerhaftes auch auf den Arbeitgeber zurückfällt, aber für dich ist es auch nicht förderlich, weil es dich unseriös wirken lässt ohne dass du etwas dafür kannst.


    Nach meinem Wissen müsstest du dich auch beim RAV anmelden können und sie müssten dir Unterstützungsleistungen anbieten (Beratung u.a.), auch wenn sie dir als Grenzgänger (in?) vermutlich keine Zahlungen schuldig sind. Die Arbeitslosenentschädigung müsste in Deutschland erfolgen, Irrtum vorbehalten. Da scheint es irgendwie eine Grauzone zu geben - von der besuchten Website werde ich gerade nicht schlau.

  • Die Schweiz ist eine "Papierli-Nation": Es wird viel Wert auf Arbeitszeugnisse gelegt und sie müssen wohlwollend formuliert sein. Zwar ist es richtig, dass ein fehlerhaftes auch auf den Arbeitgeber zurückfällt, aber für dich ist es auch nicht förderlich, weil es dich unseriös wirken lässt ohne dass du etwas dafür kannst.

    Ich habe nach nunmehr 8 Wochen mein Arbeitszeugnis vom Besten Arbeitgeber, 3 mal infolge, bekommen!

    Die Bearbeitung der von mir gewünschten Korrektur hat 3 Wochen gedauert!

    Ich frage mich, wozu ich 3 HR Leute als Ansprechpersonen hatte, ich mich am Ende doch selber um Alles kümmern musste! Viele Prozesse einfach zu lange dauern, trotz Digitalisierung und immer schneller werdender Technik...

    Hauptsache das Pflege-, Medizinische- oder sonstige Personal erledigt seine Aufgaben in der vorgegebenen Zeit!


    Letzten Mittwoch hatte ich Termin bei meiner RAV Beraterin. Sie meinte, das habe ich sehr gut gemacht!

    Ich habe ihr gesagt, dass sie bestimmt froh ist, so etwas "pflegeleichtes" wie mich unter ihren "Schützlingen" zu haben. Am Ende haben wir uns sogar noch über sehr private Dinge unterhalten. Ich glaube sogar, dass ich ihr noch Gutes getan habe :smiling_face_with_halo:


    Das Zeugnisse "wohlwollend" formuliert sein müssen, finde ich ganz ehrlich gesagt, je nach Sicht der Dinge nicht wirklich schön!

    Was nützen mir sehr gute Sozialkompetenzen, wenn ein Mensch, egal ob Teamkollege oder Vorgesetzter mit weniger guten oder gar keinen Sozialkompetenzen auch ein wohlwollendes Zeugnis bekommt?

    Oder als Vorgesetzter entsprechend gute Referenzen???

    Ich muss mich für mein gutes Benehmen ständig rechtfertigen! Bekomme durch die Blume geschriebene nicht wohlwollende Zeugnisse!

    Einmal wurde ich mit sofortiger Wirkung von der Arbeit frei gestellt, mit Praxisverbot!

    2 mal war es eine Kündigung im gegenseitigen Einvernehmen, was mir jeweils 46 Einstelltage Arbeitslosengeld gebracht hat. Da bekommt "im gegenseitigen Einvernehmen" für mich auch eine ganz andere Bedeutung.

    Entsprechend fielen auch die Zeugnisse aus.

    Als sehr authentischer Mensch, fällt es mir entsprechend schwer mich damit zu identifizieren. Ich kann nur beim Vorstellungsgespräch mein Gegenüber vom Gegenteil überzeugen, was auch nicht immer einfach ist.


    Sicherlich habe ich bisher immer den kürzeren gezogen, rein finanziell gesehen, das ist auch gut so!

    Ich streite mich nämlich nicht so gerne.

    Nächstes Jahr läuft endlich meine Rechtsschutzversicherung aus. Eine neue werde ich nicht abschliessen!

  • Bei dir ist der Tenor irgendwie immer, dass immer und ausschliesslich die anderen doof oder unfair wären.
    Die allgemeine Erfahrung sagt mir, dass es in der Regel zwei Seiten einer Medaille gibt und dass es nicht immer nur an den anderen liegen kann, wenn man laufend aneckt oder Probleme hat.

  • @"Ach DU lieberjott" und Hannoveraner

    Wie würdet Ihr denn auf Ungerechtigkeiten im Job oder im täglichen Leben reagieren???

    Oder wenn Ihr Kinder hättet, wenn die in der Schule gemobbt würden???

    Falls Ihr keine Kinder habt, wie hätten Eure Mütter und Väter dann auf so etwas reagiert???

    Denkt mal drüber nach! Auf Eurem hohen Ross!


    Dass immer 2 dazu gehören, ist ja nichts Neues, so ist es in jeder zwischenmenschlichen Beziehung und auch im Arbeitgeber- / Arbeitnehmerverhältnis. Nur dass es in der Schweiz eben keinen Betriebsrat gibt!

  • Liebe Anja


    Auch wenn wir in vielen Punkten nicht einer Meinung sind, so habe ich doch grundsätzlich eine gewisse Bewunderung für Personen, die nicht mit dem Strom schwimmen und für Ihre Meinung einstehen. Einfacher ist erstmal das Mitschwimmen - keine Frage. Viele verbiegen sich, um der Masse zu folgen. Meine "Gegen den Strom Schwimmer" - insbesondere wurde das natürlich in der Corona Zeit deutlich - sind auch nicht immer einfach zu managen. Das wirklich problematische sind aber immer die Spannungen zwischen den verschiedenen Personen. Da musste ich mir Dinge anhören: Ich könnte Bücher schreiben.


    Wie dem auch sei: Wenn du selber aktiv entscheidest für Deine Meinung einzustehen, dann musst du eben auch damit Leben, dass es mal Gegenwind gibt. Und ab 50 MA kannst du ja eine Arbeitnehmervertretung gründen (der AG kann das nicht für Dich übernehmen). Das gilt natürlich nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten. Ich kann Dir versichern, dass ich als kleiner Arbeitgeber vermutlich viel viel gelassener reagiere als viele meiner Angestellten, wenn ich mal Contra bekomme (ist gestern gerade zweimal passiert). Wenn die wütend sind, dann lassen sie das sehr sehr schnell raus - oftmals ungefiltert. Früher war ich da regelrecht schockiert - heute geht mein Puls vermutlich nicht mehr über 70. Vielmehr warte ich erstmal zwei Tage ab, versuche etwas Ruhe reinzubringen und dann nach den zwei Tagen setze ich mich mit den Leuten zusammen, um eine Lösung zu finden. In vielen Fällen ist den beteiligten dann gar nicht mehr bewusst was jetzt gerade so schlimm war. Als Arbeitgeber entwickelt man da eine gewisse Routine zur Deeskalation und diese Routine kommt leider (!) durch die Regelmässigkeit etwaiger Konflikte zu Stande, die oftmals für sich genommen nicht wirklich tragisch zu klären wären.


    Bei den gravierenden Problemen ging es gestern um "Arbeitshosen" und die "Überstundenabbau aus dem Vorjahr" (letzteres ist so ziemlich jedes Jahr ein grosses Thema). Alles immer Kleinigkeiten, aber für die Mitarbeiter dann häufig die Spitze des Eisbergs und dann kommt die Explosion, wenn ich in der Nähe bin.


    Ich finde es vollkommen okay, wenn man Arbeitnehmer oder Arbeitgeber bewertet. Das sollte natürlich beidseitig fair sein und auch eine gewisse Objektivität aufweisen. Auch sollte man in gewissen Grenzen darauf hinweisen dürfen was nicht gut gelaufen ist - dieses "nur positiv" bringt uns ja alle nicht weiter. Aber bei Dir wirkt es eben oft wie ein "Nachtreten" - und damit möchte ich Dich nicht ärgern. Und man kann eben in der Sache auch hart und bestimmt auftreten ohne immer wieder die Unzufriedenheit raus zu lassen.

  • Aber bei Dir wirkt es eben oft wie ein "Nachtreten" - und damit möchte ich Dich nicht ärgern. Und man kann eben in der Sache auch hart und bestimmt auftreten ohne immer wieder die Unzufriedenheit raus zu lassen.

    Wenn ich als Arbeitnehmer jede Menge Verpflichtungen habe, egal ob dem Arbeitgeber oder dem Arbeitsamt gegenüber, um mein Geld für den Lebensunterhalt zu bekommen, darf ich sehr wohl "Nachtreten"!

    Es geht einfach ums Prinzip.

    Auf mein Arbeitszeugnis bezogen, hat sich mein Einsatz, in freundlicher und höflicher Art gelohnt. Das Zeugnis war nämlich ausserordentlich wohlwollend geschrieben. Es fehlte lediglich eine sehr wichtige Fachkompetenz (venöse Zugänge legen). Ausserdem hatte ich auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlassen, was auf keinen Fall der Wahrheit entsprach.

    Ich habe bis zum letzten Tag um diesen Job gekämpft. Auf meine (höfliche) Art die Denunzierung einer Landsmännin weg gesteckt und die Loyalität meiner Vorgesetzten in dieser Angelegenheit sehr geschätzt.

    Es war nämlich mein Traumjob, welcher heute nur noch als Freiwilligenarbeit oder Praktikum angeboten wird, von dem ich meine Miete jedoch nicht zahlen kann.

    In dem ich meine Berufung endlich gefunden und meine Empathie ausleben konnte! Vor allem mein Engagement auch noch entsprechend honoriert bekommen habe!

    Einschliesslich der vielen Gesten von Wertschätzung und Dankbarkeit durch Patienten und Patientinnen, weil ich mir Zeit für sie genommen habe, die ich eigentlich nicht hatte. Oder einfach weil ich gut strukturiert bin!

    So einfach und voller Zufriedenheit habe ich mir mein Geld hier in der Schweiz bisher nur 2mal verdient. Sogar die Work-Life-Balance war trotz Vollzeitjob gegeben.


    Was mich Unzufrieden gemacht hat, war hauptsächlich die Tatsache, dass der Beste Arbeitgeber, 3 Jahre in Folge, es sich leisten kann, auf wertvolles Personal zu verzichten. Auf der anderen Seite ständig auf der Suche nach Personal ist!

    10 - 15% der Arbeitszeit in jedem Unternehmen werden für die Konfliktbearbeitung verwendet!

    30 - 50% der wöchentlichen Arbeitszeit von Arbeitszeit von Führungskräften werden direkt oder indirekt mit Reibungsverlusten, Konflikten und Konfliktfolgen verbracht!

    (Ergebnis einer Konfliktstudie der KPMG AG von 2009)

    Ein schlechtes Konfliktmanagement verursacht enorm viel Kosten, das habe ich auch so wahrgenommen!


    Unangemessen geführte Konflikte können die Kündigung von Mitarbeitenden zur Folge haben!

    Die Arbeitsbelastung für die anderen Mitarbeitenden steigt und vielleicht sinkt deren Motivation!

    (Salomo50 Publikation)


    Das ist die neue Arbeitswelt, mit der wir lernen müssen umzugehen!

  • darf ich sehr wohl "Nachtreten"!

    Es geht im Leben nicht immer ums Dürfen und Können - das weisst Du ja. Es geht mitunter auch darum mal zu Schlucken, mit einem Thema abzuschliessen um sich mit Elan der nächsten Aufgabe zu stellen.


    In den wenigsten Fällen bringt es uns weiter, wenn man nach hinten blicken - nur um nachzutreten. Man kann sich selber verbessern und aus dem Geschehenen seine persönlichen Lehren ziehen. Deinen ehemaligen Arbeitgeber wirst du aber nicht ändern. Du raubst Dir einfach selber die Energie für Deinen Neustart.


    Und leider Gottes sind die Vergütungssysteme so wie sie sind. Ich bin auch kein Freund des Fallpauschalensystems (damit meine ich nicht speziell Swiss DRG, sondern eher die Idee dahinter), aber hier ist ein einzelnes Krankenhaus natürlich nur ein kleines Zahnrad im Getriebe. Auf der einen Seite ärgerst du Dich über steigende Krankenkassenprämien (das kann ich verstehen), auf der anderen Seite merkst du aber auch, dass das System ganz gut Geld gebrauchen könnte, um eine menschlichere Behandlung zu ermöglichen (was ich ebenfalls verstehen kann, denn alleine der Begriff "Fallpauschale" ist ja nun nicht gerade ein Synonym für Menschlichkeit). Dass aus der eigenen Perspektive das Geld immer dahin fliesst wo man es persönlich gerade "weniger" sieht, ist denke ich ganz normal. Gerade bei den Sozial- und Krankenversicherungen sollten wir aber froh sein, wenn wir zu den "zu viel Zahlern" gehören.

  • Vielleicht will er auch einfach nur auf notorische Impfgegner verzichten. Kann ich sogar verstehen. Dies ist im Gesundheitswesen ein nicht zu vernachlässigender Grund. Statt dir zu kündigen ist er dich auf eine andere Art losgeworden. Sei einfach froh, dass das nicht in dem wohlwollenden Zeugnis steht. So darf gern mit allen Impfgegnern verfahren werden. Ich kann mir sogar vorstellen, dass du sonst sogar deinen Traumjob behalten hättest.

  • Vielleicht will er auch einfach nur auf notorische Impfgegner verzichten. Kann ich sogar verstehen. Dies ist im Gesundheitswesen ein nicht zu vernachlässigender Grund. Statt dir zu kündigen ist er dich auf eine andere Art losgeworden. Sei einfach froh, dass das nicht in dem wohlwollenden Zeugnis steht. So darf gern mit allen Impfgegnern verfahren werden. Ich kann mir sogar vorstellen, dass du sonst sogar deinen Traumjob behalten hättest.

    Also wenn diese schwachsinnige Spalterei hier nicht bald aufhört, dann bin ich für meinen Teil raus.

  • Das hat doch nichts mit Spalterei zu tun. Nur eine Reaktion auf die immer gleichen Beiträge, wie böse die Arbeitgeber sind. Warum soll man die Sache nicht auch mal von dieser Seite betrachten? Wie weiter oben schon geschrieben liegt es zu einem grossen Teil auch an einem selbst.


    Übrigens, man muss nicht einen Beitrag zitieren, auf den man direkt antwortet.

  • Liebe Anja


    Ich bin mittlerweile schon einige Jahre hier im Forum dabei. Wenn mich nicht alles täuscht, haben wir uns beim Grillieren vor ein paar Jahren sogar schon persönlich getroffen (aber nicht viel miteinander gesprochen).


    Vorab: es tut mir wirklich Leid, dass du deinen Traumjob nicht behalten konntest. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass dieser Rückschlag nur ein kleiner Stein im Weg deines Lebens ist und du etwas Besseres und Erfüllenderes findest. Mitunter wissen wir erst viele Jahre später, warum uns manche Dinge im Leben passiert sind. Und wir sind froh, dass es so gekommen ist. Nach dem was ich hier lesen kann, bist du eine Kämpferin die nie aufgibt. Davor habe ich grossen Respekt!


    Ich denke zudem, dass du viel Empathie mitbringst und deinen Job wirklich gerne machst. So liest es sich, nachdem was du schreibst. Die Dankbarkeit der Patienten, welche du betreust, scheint ja oft genug vorhanden zu sein. Leider arbeitest du in einem Bereich (wie von Jan schon angesprochen), in dem die Vergütung nicht allzu gut ist und auch die Wertschätzung der Mitarbeiter nicht an erster Stelle steht. Das ist auch in anderen Bereichen so, aber im Speziellen im Gesundheitswesen.


    Ich sehe all das (natürlich hauptsächlich durch die Sachen, die du schreibst) - und ich sehe auch deine Enttäuschungen, Rückschläge und eine gewisse Frustration. Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Einer meiner Lieblingssprüche ist folgender: "Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist". Das trifft es sehr gut - nur leider halten sich die wenigsten Menschen daran (mir gelingt es auch nicht immer).



    Und jetzt ein ABER. Bitte versteh das nicht falsch - es ist meine Wahrnehmung, aber ich möchte dir das reflektieren.

    Du schreibst sehr oft, wie glücklich und zufrieden du bist. Und wie du dich mit wenig durchs Leben gekämpft hast. Leider kommt das Glück und die Zufriedenheit in deinen Posts oft nicht rüber. Ich sehe dort viel Verbittertheit, viel Frust und viel Enttäuschung. Wie Jan schon richtig geschrieben hat, muss man im Leben manche Dinge schlucken und einfach nach vorne schauen. Es hilft nicht, sich auf die Vergangenheit zu konzentrieren und wie schlimm doch alles war.


    Damit komme ich zu einem anderen Punkt: du bist (wie ich) in der DDR geboren. Es gibt das Klischee vom Jammer-Ossi, und leider ist dort auch ein Stück Wahrheit mit drin. Natürlich ist nicht jeder so, aber es gibt genug Personen die so sind. Ich schliesse mich hier auch nicht aus und ertappe mich auch oft genug dabei, negativen Gedanken zu viel Raum zu geben. Ein Freund von mir wohnt seit 2007 in Zürich. Er hat mir schon vor vielen Jahren (noch bevor ich in die Schweiz gekommen bin) erzählt, dass er es nicht länger als zwei Wochen am Stück in der alten Heimat aushält. Einfach weil zu viel Negativität herrscht und viel gejammert wird. Ich denke da ist etwas dran. Woran das liegt, kann ich dir leider nicht sagen. Eventuell haben wir Ossis aufgrund der Erziehung und dem Aufwachsen in einem kommunistischen System ein kritischeres und somit weniger optimistisch geprägtes Weltbild. D.h. aber nicht, dass wir (sprich du oder ich) uns nicht ändern können.


    Ich sehe die Punkte, welche du angesprochen hast, ebenfalls. Fehlende Mitarbeitermotivation, Kritik an Führungskräften etc. Aber auch hier kann man sich wieder die Frage mit den Mokassins stellen. Natürlich gibt es Führungskräfte, denen Empathie oder auch Kompetenzen fehlen. Andererseits ist diese Führungskraft aber auch ein Mensch mit Stärken und Schwächen. Als Arbeitgeber hat man zudem auch noch andere Sorgen als ein Arbeitnehmer. Was man aber leider erst versteht, wenn man selber einer ist.



    Also, lange Rede, kurzer Sinn. Ich wünsche dir wirklich von Herzen alles Gute, und ich denke du bist wirklich eine herzensguter Mensch. Mit dem "Nachtreten" und dem Blick zurück tust du dir aber keinen Gefallen. Schau nach vorne und denke nach, wie du (ja, DU) die Situation ändern kannst. Keine Opferrolle mehr, sondern volle Verantwortung. Du bestimmst dein Schicksal. Würdest du dir dann den ganzen Tag negative Gedanken machen, oder würdest du positiv in die Zukunft schauen? Eine kleine Übung (falls du diese nicht schon machst) ist, sich jeden Tag hinzusetzen und sich drei Dinge zu überlegen, für die man dankbar ist. Auch gerne mehr. Am besten schriftlich festhalten, damit man sich die Sachen auch später nochmal anschauen kann.


    So, das war es erstmal von mir.



    LG basileus

  • Was mich Unzufrieden gemacht hat, war hauptsächlich die Tatsache, dass der Beste Arbeitgeber, 3 Jahre in Folge,

    Das scheint Dich ja sehr zu nerven, dass Du es in jedem Post erwähnst, was vermutlich daher kommt, dass Du es nicht nachvollziehen kannst. Aber sieh es mal von der anderen Perspektive: Du weisst nicht wie schlimm es woanders ist!

    Ich erinnere mich hier an einen User, der nach einigen Monaten am Inselspital im Vollsprint wieder nach Deutschland zurück ist. Persönlich kenne ich Geschichten vom LUKS, die ganz ähnlich klingen. Ganz zu schweigen von den fordernden Bedingungen in den Hirslanden-Kliniken.

    Meine Frau arbeitet auch bei dem "besten Arbeitgeber" und ist sehr zufrieden und möchte da auch nicht weg, trotz >1h pendeln pro Strecke, einfach weil sie nirgendwo zu den gleichen (sehr guten) Konditionen wird arbeiten können :beaming_face_with_smiling_eyes:


    Ich stelle hiermit den Antrag auf ein Ende der Rednerliste und wieder zum eigentlichen Thema dieses Threads zurückzukehren :waving_hand_light_skin_tone:

  • Ich danke Euch allen für Eure Bemühungen, mir zu erklären, wie ich ticke, oder besser nach Eurer Meinung zu ticken habe! Nun ja, ich bin in einem Alter, wo das alles an mir abprallt und ich mir eher Sorgen um den Einen oder Anderen hier im Forum mache!

    Ihr schreibt Euch so viel von der Seele, dass ich nichts von dem, was Ihr mir an Kritik rüber bringt persönlich nehme.

    Tut mir leid.

    Ich weiss nicht, ob einer von Euch 2 Monate ohne oder mit 2800.- CHF Einkommen überstehen würde, als Alleinverdiener, ohne Existenzängste haben zu müssen. Ich konnte es bisher in der Schweiz.

    Im Herbst lasse ich mich zum Life-Coach ausbilden, dieses Zertifikat gönne ich mir!


    Später, wenn ich pensioniert bin, werde ich mir als Coach meine Rente aufbessern.

    Menschen Lebenshilfe geben, die aus den Steinen, die ihnen im Leben in den Weg gelegt werden, nicht so schöne Dinge bauen können...


    MotU

    Gerade gestern habe ich meiner Nachbarin erklärt (Geimpft, war in Führungsposition in der Pflege, wurde völlig überraschend vom Arbeitgeber freigestellt), dass ich immer noch drauf hoffe, wieder beim "Besten Arbeitgeber" infolge arbeiten darf. Denn wie ich versucht habe zu erklären, ging es mir dort so gut wie nie, wie Deiner Frau!

    Ich habe mich mit der Personalpolitik arrangiert.

    So gehandelt, wie es die Betriebskultur des Unternehmens beschreibt:

    Gegenseitiges Vertrauen, Toleranz, Respekt und Loyalität!

    (Werte, die auch leider hier im Forum verloren gegangen sind, nicht erst seit Corona!)


    Bei einem Vorstellungsgespräch wenige Wochen nach meinem Austritt, hat man mir gesagt, dass die Abteilung gerade umstrukturiert wird, es dadurch einige Konflikte im Team gibt, wie ich damit umgehen würde...

    Falls ich den Einstieg wieder finde, wovon ich ausgehe, würde ich gerne in der Personalkommission mitarbeiten.


    basileus

    Ja, wir kennen uns persönlich. Ich habe schon sehr oft an das 1. Forumtreffen damals am Zürichsee gedacht.

    Ob das wohl heute auch so harmonisch verlaufen würde?

    Wer wäre überhaupt noch dabei?

    Welche neuen Forummitglieder wären für einen fairen Austausch bereit?


    Ich bin mir sicher, dass es ein Treffen in dieser Form nicht mehr geben wird, sehr schade.

    Für diejenigen, welche sich wirklich Mühe geben, einen Austausch auf Augenhöhe zu pflegen.


    Zitat aus dem Buch "Hochsensibel ist das neue Stark" von Anita Moorjani:

    "Was wäre, wenn alle stark emphatisch veranlagten Menschen, die die Welt besser machen wollen, lernen könnten sich vor Kritik weniger zu fürchten?

    Dann könnten wir, wenn wir ins Licht der Öffentlichkeit treten, den Weg frei machen für eine neue Denkweise (statt im Schatten von Narzissten und Bullys zu verschwinden)."

    In diesem Sinne "Jeder sieht, was DU scheinst, nur wenige fühlen, wie Du bist!"

    Aus diesem Thread bin ich nun auch raus. Ich werde nur noch. Auswandererblog über mein Leben in der Schweiz schreiben!

  • Ob das wohl heute auch so harmonisch verlaufen würde?

    Wer wäre überhaupt noch dabei?

    Welche neuen Forummitglieder wären für einen fairen Austausch bereit?

    Du siehst Probleme, die ich gar nicht nachvollziehen kann. Also ich habe ehrlich gesagt noch nie ein Grilltreffen gesehen, dass irgendwie eskaliert wäre. Sowas gab es bisher noch nicht. Und das Menschen verschieden sind, ist doch gut, schön und wichtig. Alle, die ich bisher von hier getroffen habe, waren IMHO sehr umgänglich. Und da ich mich mit einigen öfter getroffen habe, scheint's zumindest auch für diejenigen nicht so extrem schlimm mit mir gewesen zu sein...