• Ich (33) komme beruflich aus dem Sozialen Bereich und arbeite mittlerweile als Postbote in Deutschland. Die Bewegung an der frischen Luft und der freudige Kontakt mit den Leuten tun mir richtig gut.


    Nun möchte ich zeitnah bei der Schweizerischen Post weiterarbeiten. Ich rechne mir ganz gute Chancen aus, eine Anstellung zu bekommen. Eher Sorge habe ich, bald eine Wohnung zu finden, obwohl meine Ansprüche nicht groß sind. Wovon ich träume wäre eine bodenständige Öko-Gemeinschaft mit Permakultugarten :green_heart: . Ich möchte weiter einen sehr einfachen Lebenssteil pflegen.


    An der Schweiz gefällt mir im Vergleich zu Deutschland der Hauch mehr an Demokratie, ein Hauch liberalerer Umgang mit der Corona Pandemie, etwas mehr politische Neutralität wahrend. Interessant finde ich auch, dass es Alternative Heilmethoden leichter haben.

  • Hallo home of the heart


    Der freudige Kontakt mit den Leuten wird dir hier als Postbote nicht so schön vorkommen... also die Postboten, die ich kenne, rasen mit ihren Mopeds von Haus zu Haus... keine netten Gespräche oder ständig der gleiche Postbote (zumindest hier bei uns fällt mir das sehr auf)


    Wenn du einen Job hast, ist eine Wohnung eigentlich kein Problem, hier sind viele leer stehende Neubauten


    Alternative Heilmethoden haben es leichter? Das ist abhängig davon, wie du versichert bist, oder wieviel Geld du dafür anlegen kannst. Hier zahlt dir der Arbeitgeber keinen Anteil zur Krankenversicherung (normalerweise) und daher bist du eigentlich "privat" versichert (nach deutschem Standard). Daher wirst du eigentlich auch dementsprechend zuvorkommend behandelt.

    Oder habe ich dich mit der Aussage falsch verstanden?


    LG Kerstin

  • home of the heart

    Ich habe hier noch etwas gefunden, was für Dich eventuell interessant sein könnte.


    Insieme Region Baden Wettingen (ein Verein) sucht Betreuer für Ferienlager von Menschen mit Beeinträchtigung,

    vom 16.7. bis 30. Juli 2022. in 3 verschiedenen Gegenden in der Schweiz.

    Entlohnung: 1500.- CHF pauschal

    Mehr dazu findest Du auf der Homepage: http://www.insieme-baden-wettingen.ch

    Vielleicht kannst Du es als eine Art Schnuppern mal probieren, um erste Eindrücke von der Schweiz zu bekommen.



    Mich würde Scoul interessieren :smiling_face_with_halo:

  • Fang als Postbote in der Provinz an, da bekommst Du sogar ein richtiges Auto. Und Zeit für Znüni am Stammtisch ist auch noch😁

    Ich wohn gegenüber vom Wirtshaus und der Wirt bekommt immer besonders viel Post😁

  • Danke für eure Beiträge! Bisher ist das Interesse der Schweizerischen Post nicht besonders groß. Und leider ist es gerade eine schlechte Zeit, den A1 Führerschein zeitnah in Deutschland zu machen (der wird bei vielen Stellen wegen der Mopeds gewünscht). die Fahrschulen sind nach den Lockdowns total überlastet...

  • Zum Glück hat home of the heart noch Alternativen zur Post, er hat sich schon auf sozjobs.ch umgesehen.

    Dort sieht er für sich im Moment mehr Chancen. Vielleicht ist das auch gut so, wenn es ihm um die Arbeit mit Menschen geht, wo er seine sozialen Kompetenzen anwenden kann.


    Na klar kann mancher auch aus der tiefsten Provinz und mit viel Auswander-Erfahrung einschätzen, ob sich die Tür zur Schweiz für home of the heart öffnet oder nicht.

    Es liegt schliesslich an jedem selbst, was er für die Erfüllung seiner Träume und Wünsche anpackt, dass diese in Erfüllung gehen.

    "Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum"

  • Zum Glück hat home of the heart noch Alternativen zur Post, er hat sich schon auf sozjobs.ch umgesehen.

    Dort sieht er für sich im Moment mehr Chancen. Vielleicht ist das auch gut so, wenn es ihm um die Arbeit mit Menschen geht, wo er seine sozialen Kompetenzen anwenden kann.

    Ich mag den Job als Postbote echt gern, weil man eine Menge Leute und die Gegend kennenlernt. Insofern eigentlich Ideal als Auswanderer. Im Sozialen Bereich bin ich als Maßnahmenkritiker zur jetzigen Zeit etwas zurückhaltend, möglicherweise finde ich aber die passende Nische.


    Eine neue Idee von mir ist, in einem Bergbauernhof für einige Monate für Kost, Logis und Taschengeld mitzuarbeiten. Wisst ihr, ob man damit für diese Zeit eine Arbeitsbewilligung erwarten kann (für mein Auskommen wäre ja gesorgt).

  • Bestimmt gibt es eine Arbeitsbewilligung für Saisonarbeiter.


    Wenn das Dein Job als Postbote ist, in Deutschland, dann geniess es. Kündigen würde ich jedenfalls erst, wenn Du einen gleichwertigen Job in der Schweiz gefunden hast.

    Hier wird es schwierig sein bei der Post Deinen Traumjob zu bekommen. Wohl nur mit genügend Vitamin B, mit dem passenden Führerausweis. Oder mit ganz, ganz viel Glück, in einem Schweizer Bergdorf, was ich Dir natürlich von Herzen gönne.

    Ich bin auch vor 6 Jahren mit der Vorstellung in die Schweiz gekommen, in einem Bergdorf zu wohnen und dort in einer Arztpraxis zu arbeiten, bis zu meiner Pensionierung. Heute sehe ich es anders, vielleicht ziehe ich mich im Alter in ein Bergdorf zurück, wer weiss :winking_face:

  • Kann man das so gut einschätzen aus der brandenburgischen Provinz?

    Wer in der brandenburgischen Provinz aufgewachsen ist, der hat bedauerlicherweise massive Probleme, das Defizit globaler Gedanken zur Menschheit und zur Geopolitik in seiner vielschichtigen Gesamtheit zu erfassen, meist kommt da ein simplifiziertes und dumm wirkendes Resultat heraus! Die "ungereisten" Menschen hier in der Lausitz sind relativ dümmlich. Andere Menschen, nach 18 Jahre Frankfurt am Main, 4 Jahre Mainz, 5 Jahre Wiesbaden, ein Jahr Karibik, 6 Jahre Österreich (Salzburg/Wien), 4 Jahre Ost-Tschechien (Olomouc), 2 Jahre Spanien (Denia) und zum vorläufigen Abschluss 4einhalb Jahre Uruguay als Farmer denken da schon ein Stück anders. Das nur mal als Randbemerkung :grinning_face_with_big_eyes:

  • Ach mein lieber Amadeus, ich kenne schon lange deine Vita zur Genüge. Und ich weiss ebenso lang von deinen verschiedenen Auswanderungen und Aufenthalten in aller Herren Länder. Und ich habe auch Respekt vor deinem Mut, was bestimmte Destinationen angeht. Nur lassen sich diese Erfahrungen auf keinen Fall 1:1 auf die Schweiz übertragen. Das wird hier nämlich gern übersehen. Deshalb meine (vielleicht) provozierende Anmerkung.

    Ich bin ja schon froh, dass du aus dem richtigen Frankfurt stammst und so nicht auch noch die Ostalgie-Keule bemühen musst.


    Was mich noch interessieren würde, hast du denn einen Zeitkorridor, wann du in die Schweiz kommst? Es wird nicht leichter werden.

  • Du bist also der Mensch mit dem schwarzen Mantel und dem schwarzen Hut, der unauffällig auffällig hinter mir her schleicht. Endlich weiß ich, wer Du bist :beaming_face_with_smiling_eyes: :beaming_face_with_smiling_eyes: 1 zu 1 übertragen, das geht gar nicht, jedes Leben/jeder Lebensweg ist sehr individuell, da stimme ich Dir zur Gänze zu. Vor 3 Jahren wollte ich in die Schweiz, mich entspannt in einem schönen Hotel in die Nachtrezeption einnisten. Leider haben die Schweizer meine Wertigkeit durch Tagblindheit nicht erkannt als absolutes Plus für ihr Unternehmen, sohin wohnte ich dann in der Lausitz 20 Monate in einem Hotel, habe ein "Rekonstruktionsbüro" eröffnet und dann kam die Pandemie und jetzt bin ich im Monat 24,3 als "Partner in Pandemiezeiten". Ein Marathon, jeder Monat ein Kilometer. Sobald die Strecke erfüllt ist geht es definitiv in die Schweiz nach Luzern. Mit dem Unterschied, dass ich mit Cash komme und nicht mehr in einem Hotel arbeiten muss.

  • Hey, es hat sich was getan: Ich hatte soeben ein Gespräch mit einem sympathischen Herrn des größten Schweizerischen Postdienstleisters, der offensichtlich Interesse hat. Es werden nun vom Arbeitgeber einige Dinge abgeklärt, etwa ob eine 80% Stelle für die Aufenthaltsgenehmigung B reichen würde. Drückt mir die Daumen!

  • Gratuliere home of the heart. 80% Pensum müsste reichen für die Aufenthaltsgenehmigung B.

    Bei mir haben vor 6 Jahren 70% Pensum gereicht, ob das heute noch so wäre, keine Ahnung.

    Drücke Dir auf jeden Fall die Daumen.

  • Ich durfte gleich Probearbeiten. Der Eindruck war gegenseitig positiv. Ein springender Punkt ist, dass das Gehalt bei der 80% Stelle recht eng ist und ich nur wenig Raum für einen etwaigen Nebenjob hätte. Ich würde die Stelle aber - nach etwas zögern - machen! Mitwochabend bekomme ich Bescheid, ob sie mich anstellen.

  • Habe soeben Bescheid bekommen: Es sieht so aus, als ob ich zum 1.7. angestellt werde (der Rest ist eher noch Formsache). Ich werde wohl in einem anderen Bereich arbeiten als bei der Probearbeit (möglicherweise eher Industrieviertel und Hochhäuser statt Bergdörfer) und man hat mir gesagt, dass sie hoffen, dass ich als ruhiger Typ auch schnell genug arbeite und noch energetischer werde... :high_voltage:


    Dass ich in einen anderen Bereich komme ist eine Wendung, das Feedback ein kleiner Dämpfer. Das Gehalt ist wie gesagt knapp und für die 80% Stelle muss ich Mo-Sa von 6.00 bis mind. 13.30 Uhr freihalten. :alarm_clock:


    Ich freue mich auf die wunderschöne Bergnatur (hatte noch gar keine Zeit dafür) und darauf, an dieser Herausforderung persönlich zu wachsen. Es gibt einen Notfallplan, der auch abdeckt, falls die Sache krachend scheitert. So wie ich derzeit die gesellschafspolitische Situation wahrnehme scheint mir die Schweiz noch der beste Ort zu sein. :CH: :white_flag: Ich habe ein paar neue Bekanntschaften in der Schweiz und freue mich diese zu vertiefen.


    Dies ist jetzt meine Chance, in die Schweiz zu gehen und ich werde sie ergreifen. :postal_horn: