Maximalbetrag Einzahlung Säule 3a bei unterjährigem Umzug

  • Guten Tag zusammen


    auch bei uns geht es dieses Jahr in die Schweiz und ich habe mich bereits eifrig informiert.

    Dennoch habe ich eine Frage bzgl. der Einzahlung in die Säule 3a bei einem unterjährigen Umzug.

    Nach meinem Verständnis spricht nichts dagegen, bei unterjährigem Umzug bereits im Kalenderjahr des Umzugs in die Säule 3a einzuzahlen.

    Ist der jährliche Maximalbetrag (2022: CHF 6’883) fix oder nur anteilig für die Zeit, die ich in der Schweiz angestellt bin (also bspw. bei Anstellungsbeginn zum 01.09.: max. 1/3 von CHF 6'883)?


    Daran anknüpfende Frage:

    Unabhängig davon, ob es nun 1/3 oder der volle Betrag ist, sollte meine Steuerlast dadurch sinken und ich kann die über die Quellensteuer zu viel abgeführten Steuern auch schon für das Jahr 2022 über eine freiwillige Steuererklärung geltend machen, oder?


    Danke schon mal und viele Grüsse

    MaxPower

  • Danke für die rasche Antwort.


    Leider habe ich auf beiden Seiten keine geeignete Antwort gefunden.


    In meinem geschilderten Beispiel mit Anstellung ab 01.09. geht es nicht um einen Teilzeiterwerb, sondern um eine Vollzeitstelle im Angestelltenverhältnis mit Anschluss an die Pensionskasse.


    Einzig der Hinweis auf der finpension Seite hilft ein wenig:

    Zitat


    Wenn die Steuerbehörde merkt, dass Sie ohne Anrecht in die Säule 3a einbezahlt haben, werden Sie eine Mitteilung erhalten mit der Aufforderung, den einbezahlten Betrag wieder aus der Säule 3a zurückzufordern.

    Im Zweifel also mit der Steuerbehörde frühzeitig Kontakt aufnehmen oder einfach einzahlen und abwarten, was passiert.


    Vielleicht findet sich ja doch jemand, der sich damit auskennt oder es schon selbst ausprobiert hat.


    Viele Grüsse

  • Soweit ich weiss kannst du den vollen Betrag einzahlen auch unter dem Jahr.War bei mir auch so.

    Ich hatte auch mal aus versehen 2 mal den vollen Betrag überwiesen und bekamm dann eine Rückzahlung von denen.

  • Danke für die Info!


    Ich habe zumindest keine besonderen Einschränkungen des Maximalbeitrags gefunden, die in Verbindung mit der Dauer der Tätigkeit in einem Kalenderjahr stehen.


    Aus finanzieller Sicht dürfte das Einzahlen des Maximalbetrages – auch bei nur vier Monaten Anstellung – die grösste Steuerersparnis bringen, oder übersehe ich da noch etwas?

  • Ich hab damals IMMER im Januar den VOLLEN Betrag einbezahlt,Januar aus dem Grund weil es mehr Zinsen gab ( DAMALS )

    Die Zinsen werden Anteilsmässig gerechnet.Wegen der Steuer bringt es nichts im Januar einzuzahlen ,weil der Steuerabzug eh fürs Jahr gilt.

    Wegen der Steuer ist es wichtig bis ENDE Jahr einbehzalt zu haben, sonst gilt es erst ab dem nächsten Jahr.Genau da hab ich damals zuviel einbezahlt die überweisung wurde noch am letzen Tag des jahres getätigt und nicht erst im Januar und so hatte ich fürs jahr halt 2 zahlungen drinn,eine im Januar und eine im Dez. :zany_face:


    Wenn man es sich Leisten kann immer den vollen Betrag einzahlen, gibt die grösste Steuerersparniss,aber viel können nicht den VOLLEN Betrag einzahlen.

  • Mit "damals" meinst du, dass du nicht mehr einzahlst oder weil sich irgendetwas geändert hat?


    Ich verstehe das so, dass das in die Säule 3a eingezahlte Geld unverzüglich in Wertpapiere/Anleihen/etc. investiert wird und da macht es natürlich einen Unterschied, ob ich das Geld am Anfang des Jahres einzahle und die Rendite mitnehme oder erst am Ende des Jahres und damit quasi ein volles Jahr verpasst habe.

  • Ich habe zumindest keine besonderen Einschränkungen des Maximalbeitrags gefunden, die in Verbindung mit der Dauer der Tätigkeit in einem Kalenderjahr stehen.

    Genau, du darfst meines Wissens nach einfach nur den maximal AHV-pflichtigen Lohn einzahlen. Da du in drei Monaten hoffentlich mehr als den Maximalbetrag der 3a verdienen wirst, sollte das passen.


    Aus finanzieller Sicht dürfte das Einzahlen des Maximalbetrages – auch bei nur vier Monaten Anstellung – die grösste Steuerersparnis bringen, oder übersehe ich da noch etwas?

    Die 3a bringt im Grunde immer etwas - wieviel genau weiss man immer erst nachher, weil über die Jahre natürlich die Performance zählt. Aber die grösste Steuerersparnis in der Schweiz hat die Wahl des steuergünstigen Wohnsitzes. So viel wie da kannst du sonst mit gar nichts sparen...

  • Mit "damals" meinst du, dass du nicht mehr einzahlst oder weil sich irgendetwas geändert hat?


    Ich verstehe das so, dass das in die Säule 3a eingezahlte Geld unverzüglich in Wertpapiere/Anleihen/etc. investiert wird und da macht es natürlich einen Unterschied, ob ich das Geld am Anfang des Jahres einzahle und die Rendite mitnehme oder erst am Ende des Jahres und damit quasi ein volles Jahr verpasst habe.

    Damals weil ich seit 2017
    als Schweizer nach Deutschland Ausgewandert bin.

    Hier Lebe ich mit meinem Erspartem aus der Schweiz bis zur Rente und danach kann ich mit der Schweizer Rente auch sehr gut Leben und es bleibt DANK Auswanderung noc sehr viel vom erspartem übrig.

    Hab mich mit 55 zur Ruhe gesetzt und das geht aber nur wenn man auswandert in der Schweiz würe das nicht gehen.

    Das gleiche haben noch 2 Freudespaare von uns auch gemacht und wohnen per Zufall nicht weit von einander entfernt.

  • Der Wohnsitz ist bei uns wegen diverser Rahmenbedingungen fix.

    Das war >10 Jahre lang mein reden - und dann ging's ganz schnell. Das fix wird dann unglaublich schnell variabel...


    Generell sind die Abzugsmöglichkeiten stark eingeschränkt - da kannst du nicht viel machen. Dafür zahlst du gesamthaft schon vergleichsweise moderate Steuern. Am meisten lässt sich über den Wohnsitz sparen, danach kommt der (steuerfreie) Kapitalgewinn und danach irgendwann die 3. Säule. Ich würde mal schätzen, dass man in der Schweiz durchschnittlich 30% Steuern zahlt. Das macht dann rund 2000 CHF Steuerrückerstattung. Für einige etwas mehr, für andere etwas weniger.


    Aber: Wenn du jetzt noch 30 Jahre arbeiten musst und das Kapital (ohne jede 3a Limitation) jedes Jahr einen Prozent mehr Performance generiert, stehen auf der anderen Seite 34% Performanceverlust. Im Grunde sehe ich es ähnlich wie beim BVG: Ich zahle ein/nach, weil es Teil meines Vorsorgekonzepts ist. Am meisten lohnt es sich aber in der Zeit direkt vor der Pensionierung, weil die super Start-Performance (durch den Steuerabzug) dann nicht durch die vermutlich etwas niedrigere Performance über die vielen Jahre ausgeglichen wird. Und für Personen, die sehr wenig Steuern zahlen (wegen des niedrigen Verdienstes oder weil sie sehr steueroptimiert wohnen) muss man sich das dann sowieso nochmal überlegen. Wo wenig ist, kann man wenig abziehen...

  • Das war >10 Jahre lang mein reden - und dann ging's ganz schnell. Das fix wird dann unglaublich schnell variabel...


    Generell sind die Abzugsmöglichkeiten stark eingeschränkt - da kannst du nicht viel machen. Dafür zahlst du gesamthaft schon vergleichsweise moderate Steuern. Am meisten lässt sich über den Wohnsitz sparen, danach kommt der (steuerfreie) Kapitalgewinn und danach irgendwann die 3. Säule. Ich würde mal schätzen, dass man in der Schweiz durchschnittlich 30% Steuern zahlt. Das macht dann rund 2000 CHF Steuerrückerstattung. Für einige etwas mehr, für andere etwas weniger.


    Aber: Wenn du jetzt noch 30 Jahre arbeiten musst und das Kapital (ohne jede 3a Limitation) jedes Jahr einen Prozent mehr Performance generiert, stehen auf der anderen Seite 34% Performanceverlust. Im Grunde sehe ich es ähnlich wie beim BVG: Ich zahle ein/nach, weil es Teil meines Vorsorgekonzepts ist. Am meisten lohnt es sich aber in der Zeit direkt vor der Pensionierung, weil die super Start-Performance (durch den Steuerabzug) dann nicht durch die vermutlich etwas niedrigere Performance über die vielen Jahre ausgeglichen wird. Und für Personen, die sehr wenig Steuern zahlen (wegen des niedrigen Verdienstes oder weil sie sehr steueroptimiert wohnen) muss man sich das dann sowieso nochmal überlegen. Wo wenig ist, kann man wenig abziehen...

    Oder Soviel wie möglich Einzahlen und dann vor der Pensionierung Auswandern ,dann in Deutschland die Steuerfreie Auszahlung der 3 Säule und danach noch die Quellensteuer aus der CH Verlangen.

    FUNKTIONIERT habs genauso gemacht und somit nur GEWONNEN.

    Bei der Pnsionskasse BVG sieht es etwas anders aus da muss man evtl. Steuern zahlen ,bei sieht es so aus ,da ich schon von Anfang an dabei war es nur eine kleine Steuer fällig wird.

    Mein Steuerberater ist noch in Abklärung.

  • Aber: Wenn du jetzt noch 30 Jahre arbeiten musst und das Kapital (ohne jede 3a Limitation) jedes Jahr einen Prozent mehr Performance generiert, stehen auf der anderen Seite 34% Performanceverlust. Im Grunde sehe ich es ähnlich wie beim BVG: Ich zahle ein/nach, weil es Teil meines Vorsorgekonzepts ist. Am meisten lohnt es sich aber in der Zeit direkt vor der Pensionierung, weil die super Start-Performance (durch den Steuerabzug) dann nicht durch die vermutlich etwas niedrigere Performance über die vielen Jahre ausgeglichen wird. Und für Personen, die sehr wenig Steuern zahlen (wegen des niedrigen Verdienstes oder weil sie sehr steueroptimiert wohnen) muss man sich das dann sowieso nochmal überlegen. Wo wenig ist, kann man wenig abziehen...

    Jetzt hast du mich etwas abgehängt. :smiling_face:

    Du vergleichst hier 3a mit 3b?

    Woher kommt das 1% p.a.? Durch die niedrigere Performance von angebotenen 3a-Lösungen im Vergleich zu einer Anlage in ein gewöhnliches 70/30-Portfolio?

    Was meinst du mit 34% Performanceverlust?

  • Jetzt hast du mich etwas abgehängt. :smiling_face:

    Du vergleichst hier 3a mit 3b?

    Woher kommt das 1% p.a.? Durch die niedrigere Performance von angebotenen 3a-Lösungen im Vergleich zu einer Anlage in ein gewöhnliches 70/30-Portfolio?

    Was meinst du mit 34% Performanceverlust?

    Die 3b kannst du nur in wenigen Kantonen abziehen - bspw. bis 1500 CHF p.a. im Kanton Fribourg. Daher würde ich das jetzt mal bei unserer Flughöhe vernachlässigen.


    Ich gehe davon aus, dass eine 3a Anlage immer eine etwas schlechtere Performance aufweist als eine nicht gebundene, weil du eben flexibel bist. In dem Beispiel habe ich einfach mal 1% p.a. angenommen - wenn ich es genau wüsste, wäre ich Milliardär. Und 1% über 30 Jahre sind 34.7% - also eigentlich sogar 35%. Deshalb wird dir jeder Vermögensberater auch bei der zweiten Säule vermutlich zu einer späteren Nachzahlung raten, weil man die möglichen Einzahlungen der 2. Säule ja aufsparen kann und zudem im höheren Alter oftmals höhere Einkommen hat und die Progression etwas brechen kann. Für die 3. Säule musst du aktuell noch jährlich einzahlen. Einige Parteien setzen sich aber dafür ein das zu ändern. Es fällt da also einigermassen schwer alles richtig für die nächsten 30 Jahre einzuschätzen. Ich nehme daher 2. und 3. Säule als konservative Altersvorsorge (bei mir die 3a+b sogar als verpfändete Versicherung) und zahle artig ein - was ich habe, habe ich.


    Je mehr Risiko du bereit bist zu gehen, desto schlechter ist meine Strategie - wenn du kein Pech hast :winking_face:

  • Danke für die Aufklärung!


    Die 1% habe ich dann richtig – als grobe Annahme – verstanden.

    Ich habe zwar gesehen, dass 3a-Modelle mit nahezu 100% Aktienanteil angeboten werden. Gleichzeitig waren aber Schweizer Konzerne massiv überrepräsentiert. Das ist schon ein grösseres Klumpenrisiko, dass da eingegangen werden muss.

    Oder gibt es Modelle, bei denen man sich ganz klassisch auch eine 70/30-Kombi ins 3a-Konto holen kann?


    Und wenn wir schon bei der 2. Säule sind, auch wenn es mittlerweile etwas OT ist:

    Ich dachte, die Beiträge zur PK werden bei abhängig Beschäftigten direkt vom Lohn abgezogen und in die Pensionskasse gezahlt. In welchen Fällen sind denn Nachzahlungen möglich?

  • Für die 3. Säule musst du aktuell noch jährlich einzahlen

    Diese Ausage ist falsch .



    Richtig ist:

    Man muss nicht , man kann und wenns mal nicht geht lässt man es sein und zahlt dann später wieder ein.

    Man kann aber NIE mehr als das Max. einzahlen aber weniger bis gar nichts ist immer möglich.

  • Meiner Meinung nach reisst du meine Aussage mit deinem Zitat aus dem Kontext. Es ging relativ eindeutig darum, dass es nicht möglich ist die 3a nachträglich einzuzahlen und den Steuerabzug für vergangene Jahre nachträglich geltend zu machen. Und auch diese Aussage hat für jüngere Personen nur eine begrenzte Aussagekraft, weil es in den nächsten 20 Jahren bestimmt noch ein paar Revisionen zu dem Thema geben wird.


    Zudem gibt es natürlich 3a Vorsorgelösungen, die man nicht so einfach zu jedem Zeitpunkt ruhen lassen kann. Meine 3a-Lebensversicherung könnte ich unterdessen zwar bis zu 3 Jahre ruhen lassen, aber auch nur alle 10 Jahre einmal.

  • Meiner Meinung nach reisst du meine Aussage mit deinem Zitat aus dem Kontext. Es ging relativ eindeutig darum, dass es nicht möglich ist die 3a nachträglich einzuzahlen und den Steuerabzug für vergangene Jahre nachträglich geltend zu machen. Und auch diese Aussage hat für jüngere Personen nur eine begrenzte Aussagekraft, weil es in den nächsten 20 Jahren bestimmt noch ein paar Revisionen zu dem Thema geben wird.


    Zudem gibt es natürlich 3a Vorsorgelösungen, die man nicht so einfach zu jedem Zeitpunkt ruhen lassen kann. Meine 3a-Lebensversicherung könnte ich unterdessen zwar bis zu 3 Jahre ruhen lassen, aber auch nur alle 10 Jahre einmal.

    Ok ist ein Missverständniss ,beide haben Recht :smiling_face_with_smiling_eyes:


    Hier noch ein Link zur Info bezgl. 3 Säule

    Säule 3a in der Schweiz – das Wichtigste, das Sie wissen müssen
    Die dritte Säule in der Schweiz und Säule 3a kurz erklärt: Einzahlung, Auszahlung, Vorteile, unterschiedliche Lösungen, Wertschriftenanlagen
    descartes-vorsorge.ch

  • Ich habe zwar gesehen, dass 3a-Modelle mit nahezu 100% Aktienanteil angeboten werden. Gleichzeitig waren aber Schweizer Konzerne massiv überrepräsentiert. Das ist schon ein grösseres Klumpenrisiko, dass da eingegangen werden muss.

    Oder gibt es Modelle, bei denen man sich ganz klassisch auch eine 70/30-Kombi ins 3a-Konto holen kann?

    Schau dir finpension oder VIAC an. Dort hast du die Möglichkeit, bis 99% zu gehen beim Aktienanteil. Finpension finde ich persönlich besser, da im Vergleich zu VIAC keine 40% CHF-hedged gehalten werden müssen.


    70/30 würde ich an deiner Stelle generell mal hinterfragen. Bei einem Allworld stehen wir aktuell eher bei 90/10 (Developed/EM).


    Ich dachte, die Beiträge zur PK werden bei abhängig Beschäftigten direkt vom Lohn abgezogen und in die Pensionskasse gezahlt. In welchen Fällen sind denn Nachzahlungen möglich?

    Soweit ich weiss, kannst du einmalig alle 5 Jahre einzahlen in die PK. Die Frage ist aber: macht das Sinn? Gesetzlich vorgegeben ist eine Mindestverzinsung von 1%, auch wenn es im letzten Jahr bei den meisten Kassen mehr gab. D.h. hier hast du einen grossen Gap zur langfristigen Investition im Aktienmarkt. Bei einer Zeitdauer von 15, 20 oder 25 Jahren macht das sehr viel aus.

  • Schau dir finpension oder VIAC an. Dort hast du die Möglichkeit, bis 99% zu gehen beim Aktienanteil. Finpension finde ich persönlich besser, da im Vergleich zu VIAC keine 40% CHF-hedged gehalten werden müssen.

    Die Möglichkeit der hohen Aktienanteile habe ich gesehen. Allerdings war mein Eindruck, dass ich nur zwischen verschieden hohen Aktienanteilen wählen kann, aber welche Aktien/Aktien-ETFs konkret da drin sind, wird vom Anbieter festgelegt. Und dort ist mir eine extreme Überrepräsentation Schweizer Unternehmen aufgefallen und ich sehe hier ein grosses Klumpenrisiko, v.a. wenn ich auch noch selbst in der Schweiz lebe und arbeite.


    70/30 würde ich an deiner Stelle generell mal hinterfragen. Bei einem Allworld stehen wir aktuell eher bei 90/10 (Developed/EM).

    Das Fass machen wir hier bitte nicht auf. Es gibt gute Gründe für 70/30 oder auch 90/10. Endlosdiskussion. Wer sich auf dem Level bewegt, hat schon vorher viel gelesen und richtige Schlüsse gezogen. Die Wahl zwischen 70/30 oder 90/10 wird nicht über Wohlstand / kein Wohlstand im Alter entscheiden, sondern in der Regel den Zeitpunkt des Eintritts in den Ruhestand um einige Monate beeinflussen.

    Meine Frage ist, ob ich bei irgendeinem Anbieter die Möglichkeit habe, dies bei 3a selbst zu steuern, um vom Schweizer Klumpenrisiko wegzukommen.

    Soweit ich weiss, kannst du einmalig alle 5 Jahre einzahlen in die PK. Die Frage ist aber: macht das Sinn? Gesetzlich vorgegeben ist eine Mindestverzinsung von 1%, auch wenn es im letzten Jahr bei den meisten Kassen mehr gab. D.h. hier hast du einen grossen Gap zur langfristigen Investition im Aktienmarkt. Bei einer Zeitdauer von 15, 20 oder 25 Jahren macht das sehr viel aus.

    Ich würde gerne alle Möglichkeiten erstmal kennen, bevor ich guten Gewissens eine fundierte Entscheidung treffen kann. Und in der Schweiz gibt es nach meinem ersten Eindruck zumindest für mich persönlich eine höhere Auswahl von interessanten Anlagemöglichkeiten als in Deutschland.

    Es gibt diverse Gründe, nicht zu 100% in RK3 zu gehen, sondern eine wie auch immer gestaltete Aufteilung zwischen RK1 und RK3 zu machen.

    Bei den aktuell (noch?) nicht vorhandenen Zinsen für Tagesgeld/Festgeld/Anleihen wäre die PK zumindest eine weitere Option mit immerhin 1,x% Zinsen.

    Gleichzeitig ist das Geld in der PK aber gebunden und ich kann es nicht für Rebalancing einsetzen.

    Das ist natürlich alles zu berücksichtigen.


    Aber meine Frage bleibt an der Stelle trotzdem, selbst wenn es nur einmalig in fünf Jahren möglich ist:

    Wenn ich in den fünf Jahren durchgängig in einem Angestelltenverhältnis gearbeitet habe, gibt es dennoch Möglichkeiten zur Nachzahlung? Oder trifft das eher zu, wenn man gewisse Zeiträume nicht angestellt war (Arbeitslosigkeit/Sabbatical/Erziehungszeit/Pflegezeit/...)?