Lebenskünster und Quereinsteiger-Jobs

  • Nach meinem kürzlichen Umzug nach Graubünden ist die erste Anfangsverliebtheit gewichen und der Alltag stellt mir eine meiner Lieblingsfragen: Welche zufriedenstellende berufliche Tätigkeit führe ich aus? :thought_balloon:


    Ich wurde mit meinem Sozialpädagogik-Studium nie richtig warm, arbeite zwar auch als Waldkindergärtner, Schulbegleiter, Privater Einzel-Seniorenbetreuer (best job!) aber auch als Auslieferungsfahrer, Gartenhelfer, Reinigungskraft, Nachhilfelehrer, freier Webdesigner und zuletzt als Postbote in Deutschland. Der Postler-Job machte mir Spaß, die Arbeitsbedingungen gingen die letzte Zeit leider steil bergab. Ich hoffte, in der Schweiz etwas bessere Bedingungen zu finden und war nach dem Probearbeiten in toller Bergkulisse optimistisch. Nun stellt sich heraus, dass der Zeit- und Leistungsdruck sehr hoch ist, sodass ich mir vorsichtig auch mal Gedanken über einen Plan B mache.


    Ich habe den Eindruck, dass in der Schweiz noch etwas mehr Wert auf Berufsausbildungen gelegt wird. Ich denke folgende Jobs sind zum Quereinstieg geeignet:

    • Busfahrer (Es wird zur Zeit auch beim Führerschein unterstützt)
    • Zugbegleiter, Lockführer, Wagenreiniger, o. Ä.
    • u. U. Servicekraft o. Ä. in der Gastronomie
    • Verkäufer, z. B. im Dorfladen
    • Touristischer Mithelfer, oft saisonal (z. B. Seilbahnen, Kassierer, Campingplätze, etc.)

    Was sind eure Erfahrungen und Eindrücke zu Quereinsteiger-Jobs in der Schweiz? Was machen Lebenskünstler, die ihr kennt? Wie nehmt ihr Menschenn in solchen Arbeitsbereichen im Alltag wahr? Wo sind die Leute entspannt und strahlen vor guten Arbeitsbedingungen? :winking_face_with_tongue:

  • In meinem Bekanntenkreis haben sich ein drei Personen in den Polizeidienst getraut. Das geht in einigen Kantonen schon "nur" mit der Niederlassungsbewilligung und war für die betroffenen relativ attraktiv - würde für dich aber eben erst in 5 Jahren in Frage kommen. Der eine war Bäcker und konnte aus gesundheitlichen Gründen (Allergie) seinem Beruf nicht weiter nachgehen. Ein anderer wollte mehr Kontakt mit Menschen und war vorher Buchhalter. Der dritte ist nun zwar Polizei, aber in der IT der Bundespolizei. Also der hat mehr oder weniger einen Wechsel in den Staatsdienst gemacht. Alle loben aber den Polizeidienst.