Aufenthaltsbewilligung B verlieren wegen Strafanzeige in DE?

  • Hallo zusammen,

    ich habe ein paar Fragen, ich habe das letzte Jahr in DE ohne es zu wissen, Steuerhinterziehung begangen, offenbar haben meine Eltern obwohl ich mein Studium abgebrochen habe und gearbeitet habe immernoch Kindergeld bekommen, dieses geld wurde gleich auf ein "Sparkonto" (extra Girokonto dass meine Eltern angelegt haben), es wurde kein einziger Cent abgehoben und keiner hat es sozusagen bemerkt. Jetzt muss ich unterlagen nachreichen bei der Familienkasse um mein Studium fürs letzte Jahr nachzuweisen. Die Problematik ist, dass Unwissenheit nicht vor der Strafe schützt. Ich arbeite jetzt seit 2 Monate in der Schweiz und die Familienkasse wird mich ziemlich sicher anzeigen weil die verpflichtet sind das zu tun. Sowohl ich als auch meine Eltern haben noch nie was verbrochen, noch nie Probleme gehabt mit dem deutschen Gesetz, ich wurde nichtmal geblitzt seitdem ich mein Führerschein habe, sogar im gegenteil, ich hatte viele Ehrenämter, habe Spendekampagnen für Krebskranke und Tierschutvereine selber orgaisiert usw.

    Ich frage mich jetzt ob so eine Strafanzeige wegen Steuerhinterziehung bzw auch eine Verurteilung (ein Anwalt hat es mir bestätigt, dass ich zu 100% verlieren werde) meine Aufenthaltsgenehmigung vermasseln kann, obwohl ich sonst nie Probleme mit der Polizei hatte.

  • Um was geht es nochmal genau, Kindergeld? Dann ist das ja keine Steuerhinterziehung.

    Und ich würde auch nicht den Teufel an die Wand malen, sondern erstmal recherchieren, was nebst einer Rückforderung überhaupt noch kommen kann.

    Selbst wenn es eine Anzeige gäbe, dann müsstest du ja erstmal verurteilt werden und dann auch noch in solcher Höhe, dass dies als Vorstrafe gelten würde. Zudem wäre zu klären, wer überhaupt der Schuldige ist. Das Kindergeld beantragen und bekommen ja die Eltern; wenn diese keine richtigen Angaben machen, dann müssen sie es auf ihre Kappe nehmen.

  • Ich stimme lieberjott zu.


    Ja, auch beim Kindergeld ist man in einer Bring-Schuld, sprich, wenn sich Dein Status ändert müsst Ihr das melden. Ich war in einer "ähnlichen" Situation, wobei doch deutlich vorteilhafter für mich.

    Ich habe innerhalb eines Monats meine Änderung gemeldet. Die Familienkasse hat aber weiterhin über 4 Monate bezahlt. Ich schätze solange hat es gedauert, bis meine Meldung bearbeitet wurde.

    Daraufhin kam nur eine Forderung der Rückzahlung. Ähnlich wie Du hatte ich extra alles zur Seite geschoben, da ich das erwartet habe und somit war alles erledigt.

    Aber wie gesagt, bei mir war es deren Fehler/ Langsamkeit, die dazu geführt hat.

  • Eine Strafanzeige hat überhaupt gar keine Auswirkung auf gar nichts!


    Höchstens eine Verurteilung, die ins Strafregister eingetragen wird.


    In deinem Fall wird ein Anwalt mit Sicherheit es so hinbekommen, dass das Verfahren eingestellt wird - mangelndes öffentliches Interesse i.d.dR .


    Also einfach einen Anwalt damit beauftragen.