Kann man in der Schweiz wohnen und für dt. Firma arbeiten?

  • Hallo zusammen,


    das Thema mag erstmal komisch klingen, Sachlage ist jedoch folgende:

    Ich werde die Stelle wechseln und dafür in die Schweiz ziehen. Nun ist da noch meine Frau, die gerne mitkommen würde, sich auch bei schweizer Arbeitgebern bewirbt, allerdings bis jetzt nichts hat.

    Sie hat hier in D aktuell eine Arbeit, die sie zu 100% im Home Office erledigt.

    Darum war nun die Idee, daß sie diese Tätigkeit eben erst einmal von dem schweizer Wohnsitz aus macht. Doch wie wäre das mit Bewilligung, Sozialabgaben, Rente, Steuern. Die Sozialabgaben wären wahrscheinlich in D zu leisten, KV dann auch dort? Bzgl. der Rente würde sie nur Rentenansprüche in D aufbauen, alle 3 Säulen der schweizer Rente blieben unbedient. Die Einkommensteuer wäre die Quellensteuer in der Schweiz oder müßte sie erstmal die hohe dt. Steuer zahlen und dann später im Rahmen der regulären Veranlagung verrechnen und rückzahlen lassen?


    Mit den Grenzgängern gibt es ja weithin bekannte Regelung, aber andersherum...


    Vielleicht weiß ja hier jemand Rat...

  • Hallo Gut Gut

    Das Thema wurde hier schon des öfteren besprochen, z.b. in diesem Thread.

    Ein Aspekt den man auch berücksichtigen sollte ist, dass auf den deutschen Arbeitgeber einiges an Mehraufwand hinzukommen wird, ist das Thema neu für ihn, wird das in der Anfangszeit sicherlich mindestens eine Person in Buchhaltung/Gehaltsabrechnung/Steuerberater Vollzeit beschäftigen

  • Bei der Besteuerung unterliegen nach DBA aus Deutschland stammende Einnahmen (=das Gehalt Deiner Frau) für 5 Jahre einer nachlaufenden Besteuerung. Es fallen also die Steuern in Deutschland an.


    Da der Sachverhalt komplex sein wird (fiktive Besteuerung, Progressionsvorbehalt, ggfs. Quellensteuerabzug) wird man das - um teure Überraschungen zu vermeiden - sicherlich mit einem passenden Steuerberater abklären müssen, der sich in beiden Rechtsräumen gut auskennt.

  • Sie hat hier in D aktuell eine Arbeit, die sie zu 100% im Home Office erledigt.

    Darum war nun die Idee, daß sie diese Tätigkeit eben erst einmal von dem schweizer Wohnsitz aus macht.

    Wie fillg hinweist, gibt es da einige Fallstricke auch für den Arbeitgeber - Wenn Ihr das ernsthaft in Betracht zieht würde ich zuerst dies mit dem AG Deiner Frau abklären - ansonsten liefert das Internet und auch das Forum mit den passenden Stichwörtern einige Hinweise / Erläuterungen was dann auf Euch zukommen würde - so dass Ihr Euch ein Bild davon machen könnt

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure Hinweise.

    Es scheint ja, wie ich mir schon dachte, nicht so leicht zu sein. Nicht nur steuerliche Punkte, sondern auch Aspekten der Sozialversicherung müssten geklärt werden. Doch an wen wendet man sich da so, dass man einen ganzheitlichen Blick auf die Optionen bekommen kann?

    Ich werde zuerst einmal am besten hier weiter stöbern.