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Frage zu Größenordnung Gehalt

  • peter_u77
  • 21. März 2023 um 21:16
  • peter_u77
    4
    peter_u77
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    • 21. März 2023 um 21:16
    • #1

    Hi Leute,

    ich bin 34, Ingenieur in der SW Entwicklung und sehr gut qualifiziert. Hatte an Schule und Uni jeweils den Top3 Abschluss.

    Hier in DE bin ich bei einem Automobil-Konzern angestellt, der nach IG-M Tarif zahlt.

    Damit komme ich (nein, das ist kein Prahlen - es ist ja sowieso anonym hier) auf knapp 110k€ all-in Jahresgehalt.

    Bitte keine Diskussion, ob das nun wahr ist oder nicht - wer's nicht glaubt, schaut sich die BaWü ERA Entgelttabelle an, rechnte diese erst von 35h auf 40h um (+12%) und rechnet U/Weihnachtsgeld und Bonus drauf :winking_face:

    Nun wurde mir von zwei Headhuntern aus der Schweiz vermittelt, dass es wohl schwierig wäre, einen Job zu finden, der aus Gehaltssicht interessant für mich sei - es gibt ja eigentlich die "Daumenregel", +30-40% Gehalt Brutto, sodass man dank niedrigerer Steuern meines Wissens ungefähr auf das doppelte Netto kommt.

    Ich würde mich auf mit 140k CHF zufrieden geben, das wären dann nicht mal 30% mehr, aber dort wurde schon häufig abgewunken.

    Ist das wirklich so? Ich dachte eigentlich, dass gefühlt jeder studierte IT'ler, Physiker, Ingenieur o.ä. in der Schweiz sowieso 100k aufwärts verdient und mit entsprechender Berufserfahrung eben entsprechend mehr.

    Bin nun etwas verwirrt - habt ihr hier Infos für mich?

    Danke vorab!

  • lieberjott
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    lieberjott
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    • 22. März 2023 um 08:14
    • #2
    Zitat von peter_u77

    Ich dachte eigentlich, dass gefühlt jeder studierte IT'ler, Physiker, Ingenieur o.ä. in der Schweiz sowieso 100k aufwärts verdient und mit entsprechender Berufserfahrung eben entsprechend mehr.

    Ab 100k vielleicht schon. Aber auch nicht in jeder Branche und jedem Unternehmen.

    Auch der Konzern in welchem ich arbeite, zahlt sicher keine 140k "nur" für einen SW-Entwickler. Da muss man, wenn überhaupt, schon eine Lead-Rolle inne habe und deutlich älter sein.

    Und zum Netto: Die Steuern sind je nach Kanton und Gemeinde unterschiedlich, die Lebenshaltungskosten in der Regel höher (gerade in Tiefsteuerkantonen), weshalb ich mal in Frage stellen, dass netto wirklich das doppelte rauskäme. Und dann bleibt eben das Thema, was bleibt wirklich das verfügbare Haushaltseinkommen nach Steuern, Miete und Krankenversicherung.

  • MotU
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    MotU
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    • 22. März 2023 um 08:47
    • #3

    Physiker mit Promotion hier, mein Einstiegsgehalt war <100k. Und nun mit 6 Jahren Berufserfahrung und Senior bin ich immer noch weit weg von 140k.

    Ich stimme Deinen Recruitern zu: Du wirst nichts finden! Bleibe lieber in Deutschland, falls es wirklich nur ums Geld geht.

  • M.E.
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    M.E.
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    • 22. März 2023 um 12:39
    • #4
    Zitat von peter_u77

    Bin nun etwas verwirrt - habt ihr hier Infos für mich?

    Welche Infos stellst Du Dir denn vor ? - Wie Du selbst schnell erkennen könntest sind die Höhen des Einkommen abhönging von der Region, Erfahrung Aufgaben, Grösse des Arbeitgebers.... Das unterscheidet sich nicht von den Unterschieden die Du auch in Deutschland vorfindest. Wenn es für Dich vordergründig um das Gehalt geht würde ich Dir von einen Wechsel in die Schweiz abraten - meistens bildet dies keine dauerhafte Grundlage seinen Lebensmittelpunkt ins Ausland zu verlagern.

  • peter_u77
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    peter_u77
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    • 22. März 2023 um 12:49
    • #5
    Zitat von MotU

    Physiker mit Promotion hier, mein Einstiegsgehalt war <100k. Und nun mit 6 Jahren Berufserfahrung und Senior bin ich immer noch weit weg von 140k.

    Ich stimme Deinen Recruitern zu: Du wirst nichts finden! Bleibe lieber in Deutschland, falls es wirklich nur ums Geld geht.

    OK, danke für den Erfahrungsbericht.

    Klar, in der Schweiz sind die regionalen Unterschiede natürlich auch enorm, ich vermute fast noch größer als in DE. Daher ist natürlich die Vergleichbarkeit echt schwierig, wie M.E. auch schrieb.

    Und jein, es geht mir AUCH um die Natur! I Love Mountains, die Berge, die Vielfalt, die Seen - Schweiz ist für mich einfach wunderschön. Auch die Stadtbilder sind einfach herrlich. Aber klar, ich möchte mich zumindest finanziell nicht schlechter stellen, sondern etwas adäquates finden.

    Let's see.

  • Hannoveraner
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    • 22. März 2023 um 14:27
    • #6

    Wenn du in Ba-Wü lebst, kommst du doch besser, du guckst die Schönheiten der Schweiz als Tourist an. Das Leben ist entschieden günstiger in Deutschland und mit deinem Gehalt sowieso. Ich müsste da nicht überlegen.

    Letztendlich entscheidest du es selbst, wir können nur Tipps geben. Viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung. :winking_face:

  • clyde
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    • 23. März 2023 um 11:39
    • #7

    Als "einfacher" Software Entwickler viel mehr als CHF 120K zu verdienen wird in der Schweiz auf jeden Fall schwierig, außer man will nach Zürich, wo die Lebenshaltungskosten auch höher sind. Dafür zahlt man aber auch roundabout nur 20% Steuer und hat wesentlich mehr Netto vom Brutto als in Deutschland.

    Das liegt aber insgesamt nicht daran, dass die Gehälter hier schlecht wären, das liegt daran, dass die Automobilindustrie im Speziellen überzogene Löhne in Deutschland bezahlt.

    Ich würde sagen:

    Es hängt von deinen Lebenshaltungskosten ab (Miete, Lebensmittel, Essen gehen, Hobbies), ob eine Auswanderung für dich Sinn macht oder nicht. Das kann für dich niemand so wirklich beantworten.

  • peter_u77
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    peter_u77
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    • 23. März 2023 um 16:38
    • #8

    Ja, da könntest Du wohl recht haben mit den Automotive Konzernen - da muss nicht mal arg viel Verantwortung dabei sein, um auf solche Gehälter zu kommen. EG15/16 ist als SW Entwickler in der ERA Tabelle einfach Standard, schon crazy. Aber gut, in Stuggitown sind die Lebenshaltungskosten auch nicht vernachlässigbar günstig :smiling_face: Danke auf jeden Fall für Eure Einschätzungen!

  • fillg1
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    • 23. März 2023 um 20:30
    • #9

    Mehr als 120k CHF ist für einen Softwareentwickler ohne Leitungsfunktion schon sehr schwierig, eventuell wenn man auch in der der Informatik promoviert hat und das Promotionsthema exakt zum Arbeitgeber passt, z.b. man hat an neuen Machine Learning Verfahren gearbeitet und kann diese dann bei einem Pharmaunternehmen anwenden. Aber selbst dann fehlt dann doch die Projekterfahrung, Softwareentwicklung an der Universität und in der Industrie sind doch häufig zwei verschiedene Dinge, dass fängt schon damit an, dass an der Uni menschliche Resourcen billiger und einfacher zu haben sind als technische, während es in der Industrie umgekehrt ist :winking_face:

    Im Übrigen gilt immer noch der von mir häufig geäusserte Satz, genausowenig wie man heiraten sollte nur um Steuern zu sparen, sollte man nur wegen des Gelds auswandern.

  • peter_u77
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    peter_u77
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    • 24. März 2023 um 11:42
    • #10
    Zitat von fillg1

    Im Übrigen gilt immer noch der von mir häufig geäusserte Satz, genausowenig wie man heiraten sollte nur um Steuern zu sparen, sollte man nur wegen des Gelds auswandern.

    Definitiv, da geh ich voll mit.

    Die Natur, Berge, Städte sind für mich durchaus große Argumente :smiling_face:

  • Heinz
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    • 25. März 2023 um 16:31
    • #11
    Zitat von fillg1

    Mehr als 120k CHF ist für einen Softwareentwickler ohne Leitungsfunktion schon sehr schwierig

    Die großen internationalen Unternehmen zahlen aber auch schon für Einstiegspositionen deutlich höhere Gehälter (z.B. https://www.levels.fyi/companies/goog…ons/switzerland, https://www.levels.fyi/companies/orac…ons/switzerland).

  • lieberjott
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    • 25. März 2023 um 19:39
    • #12

    Oracle und Google sind schon noch etwas andere Kaliber, da wird es sicher sehr spezifische Anforderungen und ein hartes Assessment geben.

  • Heinz
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    • 26. März 2023 um 01:18
    • #13
    Zitat von lieberjott

    Oracle und Google sind schon noch etwas andere Kaliber, da wird es sicher sehr spezifische Anforderungen und ein hartes Assessment geben.

    Ja, aber der Fragesteller ist doch "sehr gut qualifiziert" und "hatte an Schule und Uni jeweils den Top3 Abschluss", da könnte er eine Bewerbung bei solchen Firmen doch schon in Erwägung ziehen.

  • fillg1
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    • 26. März 2023 um 07:52
    • #14

    Allerdings ist man dann in der Ortswahl doch schon recht eingeschränkt und ich weiß nicht ob Google und Co. zur Zeit überhaupt einstellen https://www.inside-it.ch/google-entlaes…itende-20230315

    Einmal editiert, zuletzt von fillg1 (26. März 2023 um 08:10)

  • Heinz
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    • 26. März 2023 um 14:55
    • #15
    Zitat von fillg1

    Allerdings ist man dann in der Ortswahl doch schon recht eingeschränkt

    Die Firmen bieten auch Stellen an, bei denen man ausschließlich im Home Office arbeitet.

    Zitat

    ich weiß nicht ob Google und Co. zur Zeit überhaupt einstellen https://www.inside-it.ch/googl…50-mitarbeitende-20230315

    Ja, die stellen auch ein. Deutlich weniger als letztes Jahr, aber mit der passenden Qualifikation ist es schon möglich. Außerdem hat der Fragesteller ja auch nicht gesagt, dass er sofort eine neue Stelle möchte.

  • clyde
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    • 27. März 2023 um 09:15
    • #16

    September 2022 waren auch 500 weitere Layoffs bei Google in Zürich im Gespräch.

  • peter_u77
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    peter_u77
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    • 27. März 2023 um 10:58
    • #17
    Zitat von clyde

    September 2022 waren auch 500 weitere Layoffs bei Google in Zürich im Gespräch.

    :o

    Das ist heftig.

    Qualifikation hin oder her - die Ami Mentalität beim Thema Arbeitnehmerschutz wäre eher nix für mich.

    Da sage ich pauschal mal nein Danke :smiling_face:

  • clyde
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    • 27. März 2023 um 11:10
    • #18

    Die Schweiz ist, was Kündigungsfristen angeht, sehr arbeitgeberfreundlich:
    https://www.ch.ch/de/arbeit/kund…kundigungsfrist

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