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Risiken: Arbeitslosigkeit, Weiterbildung und Jobsuche

  • Maximilian_Hae
  • 7. Juli 2025 um 21:21
  • Maximilian_Hae
    5
    Maximilian_Hae
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    Wohnort
    St. Gallen
    In der Schweiz seit
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    Herkunft
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    • 7. Juli 2025 um 21:21
    • #1

    Hoi zämme :beaming_face_with_smiling_eyes:

    Ich habe ein paar Fragen und Sorgen rund um das Thema Arbeit und bin um jeden Tipp dankbar.

    Zu mir und meiner Situation: Ich bin vor 3.5 Jahren in die Schweiz gezogen, wegen eines lukrativen Jobangebots. Ich bin in meiner jetzigen Firma (IT-Dienstleister) als Senior Berater für SAP-Anwendungen angestellt, berate aber auch immer mehr Kunden generalistischer (Digitalstrategie, Digitalisierungsprojekte, uvm.). Seit 2 Jahren kein Karrierefortschritt (weder Beförderung noch sonstige finanzielle Verbesserung) bei kontinuierlich steigenden Lebenskosten (Versicherungen, Teuerung, Mietzinsen, etc.). Da die Firma aktuell nicht besonders gut dasteht und es schon einige Entlassungswellen in den letzten zwei Jahren gab, bin ich besorgt über meine Lebenssituation. Selbstverständlich habe ich mich schon umgehört, beworben und auch über Headhunter Stellen gesucht - bislang leider erfolglos. Der Arbeitsmarkt in dieser Branche ist derzeit extrem angespannt und es nicht einfach, etwas gutes neues zu finden.

    Zu meinen Fragen:

    • Ich habe nach wie vor die B-Bewilligung. Was droht mir im Falle einer Kündigung? Habe ich überhaupt Anspruch auf Unterstützung/Arbeitslosengeld? Wenn ja, wie sieht diese aus und wie lange kann man damit "über die Runden kommen"?
    • Trotz lückenlosem Lebenslauf, gutem Abschluss (M.Sc.) erhalte ich häufig nicht einmal eine Einladung zum Interview. Es frustriert, lässt mich manchmal an mir zweifeln und verdirbt mir immer mehr die Laune mich überhaupt noch zu bewerben. Habt ihr Tipps für die Stellensuche, vielleicht auch im Hinblick auf Initiativbewerbungen (die ich gerne an regionale Unternehmen senden würde)?
    • Ist es "normal" dass es gehaltstechnisch zwei Jahre in Folge eine Nullrunde gibt? (Ich habe einige Arbeitskollegen, denen es trotz Schweizer Pass gleich ergeht, daher schliesse ich nicht darauf, dass es an meiner Herkunft liegt...)
    • Sollte es in der aktuellen Anstellung zu Ende gehen. Gibt es in der Schweiz die Möglichkeit, die Zeit bis zum nächsten Job, mit einer Weiterbildung (CAS-Programm, MBA, o.ä.) zu überbrücken?

    Ich freue mich auf eure Rückmeldung und bin vorab schon einmal um jeden Tipp dankbar!


    Grüsse

    Max

  • RaboCo
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    Herkunft
    Deutschland BW
    • 8. Juli 2025 um 09:45
    • #2

    Hallo Maximilian Wilkommen Hier ein par Antworten auf Deine Fragen

    Zitat von Maximilian_Hae

    Ich habe nach wie vor die B-Bewilligung. Was droht mir im Falle einer Kündigung? Habe ich überhaupt Anspruch auf Unterstützung/Arbeitslosengeld? Wenn ja, wie sieht diese aus und wie lange kann man damit "über die Runden kommen"?

    Ja, hast Du, Man geht zum RAV (Regionale Arbeitsvermittlung) Wobei RAK Kontrolle besser als Beschreibung passt. Dort meldet man sich AL dann zur Arbeitslosenkasse und meldet sich. Achtung Anspruch bei Selbstkündigung schwierig. Bei Kündigung durch AG bekommt man 80% des letzten Lohns. Achtung das RAV ist sehr streng und es wird sehr schnell sanktioniert wenn man nach deren Meinung nicht genug "Bemühung" zeigt. Aber das ist ja hoffentlich noch nicht soweit.


    Trotz lückenlosem Lebenslauf, gutem Abschluss (M.Sc.) erhalte ich häufig nicht einmal eine Einladung zum Interview. Es frustriert, lässt mich manchmal an mir zweifeln und verdirbt mir immer mehr die Laune mich überhaupt noch zu bewerben. Habt ihr Tipps für die Stellensuche, vielleicht auch im Hinblick auf Initiativbewerbungen (die ich gerne an regionale Unternehmen senden würde)?

    Nicht aufgeben, im Moment sind viele Firmen ein wenig vorsichtig. Dazu empfehle ich Dir sich mit Leuten vom Fach zu unterhalten, wo genau welcher Bedarf besteht und zudem vielleicht eine Karriereberatung in Anspruch zu nehmen. Aber ich bin der Meinung, dass die IT noch ener der besten Chancen bietet. Ich habe einen FReund, der hat über 100 Bewerbungen geschrieben. Wichtig Netzwerk ausbauen und die sozialen Medien nutzen. Also die bekannten Plattformen, damit man gefunden werden kann.


    Ist es "normal" dass es gehaltstechnisch zwei Jahre in Folge eine Nullrunde gibt? (Ich habe einige Arbeitskollegen, denen es trotz Schweizer Pass gleich ergeht, daher schliesse ich nicht darauf, dass es an meiner Herkunft liegt...)
    Sollte es in der aktuellen Anstellung zu Ende gehen. Gibt es in der Schweiz die Möglichkeit, die Zeit bis zum nächsten Job, mit einer Weiterbildung (CAS-Programm, MBA, o.ä.) zu überbrücken?

    Also das ist ganz normal in der Schweiz (Also meiner Meinung nach) und liegt auch nicht an der Herkunft. Hier muss man selbst aktiv werden und wenn die Situation es zulässt mit dem Chef reden. Ich persönlich denke abwer das ist mitllerweile fast überall auf der Welt so. Ausser vielleicht in D wo es ein instituionelle Lohnrunden gibt. Bsp. Rahmenarbeitsverträge oder Gewerkschaftsverhandlungen. Es gibt hier zwar auch Rahmenarbeitsverträge. DIese regeln aber in der Regel nur das Minimum. DIe Gewerkschaften spielen in der Schweiz traditionell kaum eine Rolle. Der Begriff "Nullrunde" ist in der Schweiz unbekannt

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