Strengere Regeln für Niederlassungsbewilligung C

  • Hallo zusammen


    Im Schweizer Radio und bei "20 Minuten" habe ich gerade von den Beschlüssen des Nationalrates gehört/gelesen.
    Dabei geht es hauptsächlich darum, dass man die Niederlassungsbewilligung C nur noch bei der Erfüllung gewisser Integrations-Richtlinien bekommt. Es wird aber auch angesprochen, dass die Kantone bei der Erteilung der Aufenthaltsbewilligung B bestimmte Vereinbarungen zur Integration verlangen können. Zudem soll der Familiennachzug erschwert werden. :/


    Soll das nun generell gelten oder bleibt für EU-Bürger alles beim Alten?


    Meine große Vorfreude auf den Start in der Schweiz im kommenden Februar hat nun einen kleinen Dämpfer bekommen. Gerade wenn meine Familie dann im Sommer nicht nach kommen kann.

  • Hallo Oli


    Keine Sorge, ist nur halb so schlimm wie es wirkt.


    Der Familiennachzug bezieht sich nur auf Asylanten mit dem Status "vorläufig aufgenommen". Für diese soll der Familiennachzug bis zum Entscheid verhindert werden.


    Die Vereinbarungen zur Aufenthaltsbewilligung B kommen nur zum Zug, wenn ein besonderer Integrationsbedarf besteht. Das könnte zum Beispiel die Sprache sein oder bei stark abweichenden Kulturen und Werten. Für Ausländer aus der EU wird dies nur selten der Fall sein.


    Die Niederlassungsbewilligung C soll an neue Voraussetzungen geknüpft werden. Die Niederlassungsbewilligung soll nur noch jemand erhalten. Der A) eine Arbeit hat, B) eine Landesprache beherrscht und C) wer die öffentliche Sicherheit und Ordnung beachtet. Diese drei Regeln sollten aber eh selbstverständlich sein.


    Nun muss der Ständerat das neue Gesetzt aber auch noch befürworten, was wahrscheinlich auch passieren wird. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass die SVP das Referendum gegen das neue Gesetzt erhebt, da ihnen die neuen Regeln nicht weit genug gehen.


    Leider machen einen die Medien immer nervöser als nötig. Es gibt zwar immer mal wieder Diskussionen und Initiativen zu strengeren Ausländergesetzen. Aber das angesprochene hält sich sicher im Rahmen.


    Ich hoffe, ich konnte dich etwas beruhigen.


    Schöne Grüsse
    Maik

  • Hallo Maik,


    vielen Dank für die Klarstellung!
    Arbeit, eine Landessprache, soziale Kompetenz, der Wille zur Integration sind definitiv vorhanden. Dann kann ich mich ja doch weiter auf meinen Neustart im Februar freuen. :)
    Aber wenn man das liest, denkt man im ersten Momet "Was ist jetzt schon wieder?"


    Auf der anderen Seite aber auch alles verständlich. Auf dem Arbeitsmarkt sollte ein Schweizer Vorrang haben und wer sich nicht integrieren will oder gar eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellt, den würde ich auch nicht in meinem Land haben wollen.


    Bis für mich das "C" in Frage kommt, dauert es eh noch 10 Jahre :D

  • Zitat von S.Oliver

    Bis für mich das "C" in Frage kommt, dauert es eh noch 10 Jahre


    Nicht ganz. Als EU/EFTA Bürger wirst du deine C-Bewiligung bereits nach 5 Jahren erhalten. ;)