Krankenkassenwahl, Franchise und Zahnunfall

  • Hallo zusammen,


    ich werde im neuen Jahr in die Schweiz ziehen. Ich habe schon länger recherchiert, auch mit 2 Schweizern gesprochen, ganz informiert fühle ich mich aber noch nicht.


    Frage 1:
    Dreht sich um die Krankenkassenwahl. Jeder verweist auf Comparis. Klar, da werden mir am Ende die günstigsten Krankenkassen vorgeschlagen. Aber wenn alle 74 (?) Schweizer Krankenkassen genau dasselbe leisten müssen, wieso sollte ich dann nicht einfach die billigste nehmen? Oder zeichnen sich einige Krankenkassen dadurch aus, dass sie weniger Probleme bei der Leistungsabrechnung machen?

    Frage 2:
    Benötigt man Zusatzversicherungen oder ist davon abzuraten? Zahnzusatz ist ja bspw. wegen der teuren Kosten und der eingeschränkten Leistungen nicht zu empfehlen.


    Frage 3:
    Was für ein Franchise empfiehlt sich? Ich weiß, dass die Wahl vom persönlichen Gesundheitszustand abhängt. Aber ist es bspw. so, dass mehr als 1500€ generell nie zu empfehlen sind, weil die monatliche Ersparnis im Verhältnis zur Franchise zu klein ausfällt?


    Frage 4:
    Zahnleistungen sind nicht durch die Krankenkasse abgedeckt. Ok, verstanden. Was aber ist mit Zahnunfällen, bspw. beim (Kampf-)Sport?


    (wenn nicht die Unfallversicherung für Arbeitnehmer dafür aufkommt). (https://www.ktipp.ch/artikel/d…n-meine-zahnarztrechnung/)


    Zitat

    Zahnunfälle sind bei erwerbstätigen Menschen grundsätzlich über die Unfallversicherung des Arbeitgebers versichert. Bei Kindern und Arbeitnehmern, die weniger als 8Std. pro Woche arbeiten sind die Zahnunfälle über die Unfallversicherung der Krankenkasse gedeckt, sofern das Unfallrisiko in der Grundversicherung eingeschlossen ist (unbedingt jedes Jahr überprüfen).


    Heißt das, wenn mir in meiner Freizeit ein Zahnunfall passiert, zahlt die Unfallversicherung des Arbeitgebers? Falls die Krankenkasse für einen Zahnunfall bezahlt, was genau wird denn da übernommen?



    Für jede Information bedanke ich mich :)

  • Hallo Anonymus...
    Puh...viele Fragen auf einmal.Ich bin gerade erst vor 10 Tagen hier angekommen und habe die Sanitas Krankenkasse mit Deutschlandpaket dazugebucht.Da ich direkt an der Grenze wohne kann ich auch ohne Franchise zu den Deutschen Ärzten gehen.Telmed Tarif.Ich sage der Hotline ich gehe zum Arzt und kann mich vorher beraten lassen...wenn ich das will.Genaueres weiss ich noch nicht.2500 Franchise habe ich im Jahr...dafür nur 246 Franken monatlich mit Zusatzversicherung auslandskrankenversicherung und spital schweizweit abgedeckt...wenn ich also Skifahren gehe...und verunfalle...kann ich auch in Arosa eingeflogen werden.
    Zum Zahnarzt gehe ich dann geplant in Hamburg...ist meines Wissens billiger jeden Monat etwas zurückzulegen als sich versichern zu lassen.
    Zu Zahnunfällen kann ich nichts sagen.
    Beste Grüsse aus Rheinfelden.

  • Erstmal danke für deine Antworten. Was kostet deine Zusatzversicherung Auslandskrankenversicherung monatlich? Ich hatte heute mit dem ADAC telefoniert: Man kann auch in der Schweiz weiterhin Mitglied bleiben, allerdings zählt die Auslandskrankenversicherung des ADAC nicht für das Wohnland und Deutschland. D.h. ich wäre in jedem Land der Welt im Ausland krankenversichert, nur nicht in Deutschland (ärgerlich, sonst hätte man sich eine weitere Versicherung sparen können).

  • Hallo Anonymous


    Grundsätzlich habe ich auf der Hauptseite eine ganze Menge Informationen zum Thema Krankenversicherung zusammengestellt. Da dürften sich auch ein paar Fragen klären.


    Zu deinen Fragen:


    • Ja die Leistung ist in der Grundversicherung bei allen gleich. Die Abrechnung, Papierkram und Freundlichkeit kann aber unterschiedlich sein. Eine neutrale Übersicht über die Preise findest du hier: Priminfo (Prämienübersicht vom Bund).
    • Zahnzusatzversicherung finde ich nur für Kinder und Jugendliche sinnvoll. Als Erwachsener da einzusteigen empfinde ich im Verhältnis zu versicherter Leistung als zu teuer. Da spar ich mir lieber die Prämie und lege selbst etwas für den Fall der Fälle zur Seite. Als Zusatzversicherung habe ich von vielen die Spitalzusatzversicherung empfohlen bekommen.
    • Die Wahl der Franchise ist eine Art Wette. Wenn du Kerngesund bist und bis auf mal eine Grippe nichts hast, dann nimm 2'500 Franken. Wenn schnell mal Krank bis und die Arztrechnungen jährlich mehr als 1'800 Franken sind, dann wähle 300 Franken Franchise. Wenn du dir unsicher bis wähle 1'500 Franken, dass wird aber in keinem Fall die günstigste Variante sein, aber auch nie die Schlechteste.
    • Zahnunfälle sind über die Unfallversicherung abgedeckt. Sobald du mehr als 8 Stunden die Woche arbeitest, bist du automatisch über den Arbeitgeber unfallversichert. Sonst musst du dich über Krankenkasse zusätzlich unfallversichern.

    Schöne Grüsse
    Maik

  • Hallo honigbiene 111


    ....also, wenn ich deinen Beitrag richtig verstanden habe über die Krankenkasse, dann hast du die Sanitas gewählt mit Deutschlandpaket, einer Franchise von 2500 CHF
    dazu Telmed Tarif für montl. 246 CHF und gehtst dann in Deutschland jeweils zum Arzt ??
    Stimmt doch...oder ???


    Ich weiss auch Absolut nicht, was das Richtige ist...in Sachen Krankenkasse !!!????


    Grüessli.... :CH:

  • Hallo Marty und Honigbiene11


    also, dass mit der Krankenkasse versuche ich gerade zu Ende zu bringen, da ich gerne vor dem Umzug die Krankenversicherung abgeschlossen hätte. Ich habe zwei in die engere Auswahl genommen und gestern per Mail kontaktiert, bin jedoch nicht sehr weit gekommen. Irgendwie stehe ich gerade auf dem Schlauch :!: Mein Arbeitsvertrag hier in Deutschland geht bis Ende Januar, so dass ich meiner Meinung nach auch so lange hier gesetzlich versichert bin oder ändert sich etwas an meinem Versicherungsschutz, wenn ich mich Mitte Januar hier in Deutschland abmelde? Reicht es, wenn ich einen Tag nach meinem Umzug mit der Krankenkasse vor Ort einen Termin vereinbare und die Krankenversicherung dort abschliesse? Ist es besser die Krankenversicherung vor dem Umzug abzuschliessen :?: Mir ist es wichtig eine Versorgungslücke zu vermeiden.


    Vielleicht denke ich auch einfach zu kompliziert, wenn mir jemand weiterhelfen kann wäre dies super.


    Einen schönen Abend
    Fee17 :CH:

  • Hallo Fee17


    ...ich melde mich auch Mitte Januar hier in Deutschland ab und mein Arbeitsvertrag geht auch bis Ende Januar, d.h. du bist bis Ende Januar auf jeden Fall noch versichert.
    Es würde auf jeden Fall reichen, wenn du erst nach deinem Umzug eine KV abschliesst, da du spätestens nach 3 Monaten Krankenversichert sein musst.
    Ist es überhaupt machbar,eine Versicherung ohne Aufenthaltsbewilligung zu bekommen? Was hat deine Anfrage ergeben?


    Tschüssli.... :)

  • Hast Du richtig verstanden...ca 246 mit einer Art Auslandkrankenversicherung ( ich darf wohl auch in Deutschland zum Arzt) und ambulanter Versorgung weltweit und Hospital Standard...sodass es sich nicht nur auf den Kamton Argau beläuft...sondern ich auch in Arosa zum Skilaufen kann pder halt in Bern zum Wandern...aber...
    Wenn ich mich dann mit einem Schweizer Bekannten unterhalte- soviele habe ich nicht- fragt der mich, warum genau hast Du das und das dazugebucht?
    Das verunsichert.Aber die Grundversicherung über den Telmed mit 2500 Franken Franchise kostet 231 Franken pro Monat...alles andere wäre für mich jetzt Lehrgeld und zu verkraften...deswegen: unbedingt bei der Sanitas fragen...und klar machen...was der einzelne von Euch braucht.
    VIEL ERFOLG...Irgendwo muss man anfangen...

  • @Fee17: Bei mir sah es genauso aus. Arbeitsvertrag bis 31.01. und Umzug mit Abmeldung/Ummeldung um den 16.01. herum.
    Meine Krankenkasse in Deutschland (AOK) meinte dazu, dass ich bis zur Anmeldung in CH versichert bin. Eine Versicherungslücke entsteht also nicht. Es ist nur wichtig die Krankenkasse in D mit der Anmeldebescheiningung aus CH zu kündigen.
    Was ich auf jeden Fall vermeiden würde, wäre den Anschluss einer KV in CH lange rauszuzögern. Denn ab dem Zeitpunkt der Anmeldung bist du versicherungspflichtig! Das heißt, wenn du dich erst nach 3 Monaten anmeldest, musst du die 3 Monate nachzahlen!

  • Hallo Marty,


    entschuldige bitte, dass ich mich noch nciht gemeldet habe. Bei mir ist mit den Feiertagen, Umzug organisieren und arbeiten sehr viel gewesen, so dass dies untergeganen ist. Also, ich habe eine Krankenkaase im Dezember wegen der Offerte kontkaktiert und sie schrieben mir wir können einen Termin vor Ort planen. Ich bin also, nicht weiter gekommen und habe mir überlegt die Krankenkasse direkt mit der Anmeldung am nächsten Tag des Umzugs vorzunehmen. Mir ist dies mit der Krankenkasse von Deutschland zu kompliziert.
    Ich habe die Offerten für meine Hausrat, Haftpflicht und Rechtsschutz beantragt und dies ging ohne große Probleme. Wir haben auch noch einen Termin vor Ort geplant.


    Ich wünsche Dir weiterhin eine ruhige Vorbereitungszeit.
    VG
    Britta

  • Ich bin mittlerweile bei der Sanitas..allerdings habe ich wahrheitsgemäss meine Erkrankungen in den letzten 5 Jahren angegeben und jetzt hat sie ein Ausschlussverfahren in der Krankenhaus und Notfallbehandlung festgesetzt.Ich bin sprachlos...dh.ich habe einen Bandscheiben vorfall angegeben und sie schliessen die Behandlung des komplette Rumpfs..mit Lähmungen oder Verspannungen aus?Wer hat soetwas auch erlebt?
    Lügen oder nicht erwähnen ist dann wohl besser?

  • Hi Honigbiene!


    Das ist ja der Hammer! So was ist echt möglich???
    Dann wird mir mit meiner Krankheit (Psoriasis-Arthritis) ja auch wieder Bange, dass ich die Behandlung nachher selber bezahlen muss.

  • Ich habe die selben Erfahrungen gemacht. Wegen eines Besuchs beim Osteopathen wegen einer geprellten Rippe (2 Besuche, dann war alles behoben) wollte die KV bei den Zusatzversicherungen für alle Krankeiten, die sich auf Wirbelsäulen-Problematiken zurückführen lassen, sämtliche Leistungen ausschliessen (aber sich natürlich den vollen Zusatz-Tarif bezahlen lassen).


    Da ich mir die Streiterei darüber, ob im Zweifelsfall ein Leberfleck auf dem grossen Zeh o.ä. auch noch auf eine Wirbelsäulenerkankung zurückzuführen ist, schon bildlich vorstellen konnte, und mich die Krankenkasse mit ihrer unkooperativen Haltung wirklich aufgeregt hat (ein Aufschlag von 10 bis 20 % hätte ich mir ja eingehen lassen, aber nicht einen Ausschluss) habe ich mich dann letztendlich gegen ALLE Zusatzversicherungen entschieden - mein Geld kriegen die nicht. ;-) Effektiv habe ich jetzt lediglich eine Grundversicherung und warte jetzt mal ab, ob ich allenfalls noch einmal 5 Jahre ohne Arztbesuch zusammenbekomme (anders kann ich mir nicht vorstellen, ohne Vorbehalte in eine Zusatzversicherung aufgenommen zu werden), oder ob ich irgendwann noch einen Anlauf starte und eine Versicherung suche, die die Zusatztarife dann allenfalls mit Aufschlägen anbietet.


    Falls es tröstet: mein Partner ist Schweizer und hat schon immer nur die GV und lebt ganz gut damit. Er hat es auch damals kaum verstanden, dass ich überhaupt Zusatzversicherungen wollte. Wenn man in Deutschland bislang gesetzlich versichert war, sollte es in der Schweiz mit der GV schon auch hinhauen. Eventuelle on tops (naturheilkundliche Behandlungen, Zahnbehandlung, Aufpreis für Einzelzimmer etc.) kann man je nach Budget und räumlicher Flexibilität allenfalls auch aus eigener Tasche bezahlen bzw. gleich in Deutschland beziehen. Nur der Orthopädie-Spezialist in der Züricher Exklusiv-Klinik wird einen wohl ohne mindestens halbprivate Versicherungsausstattung nicht annehmen. Aber gut, es gibt auch in Deutschland Ärzte, die keine Kassenpatienten annehmen.


    Ergänzend kann ich noch erwähnen, dass wir auch in der Familie in Deutschland einen Fall haben, wo eine Zahnzusatzversicherung seitens der Versicherung abgelehnt wurde, da der Betroffene einmal gesundheitliche Probleme hatte, die mit den Zähnen rein gar nichts zu tun hatten.


    In der Hinsicht unterscheiden sich Schweizer Versicherungen und deutsche Versicherungen nach meinen bisherigen Erfahren kein bisschen.


    Liebe Grüsse
    Carina

  • Hallo Zusammen,


    bin jetzt mittlerweile seit 1,5 Jahren in der Schweiz und kann euch Zuzüglern folgendene Erfahrungen schildern. Diese sind auch durch Erfahrungswerte meiner Schweizer Freunde und meines Schweizer Partners kombiniert.


    1. Grundversicherung:
    Die GV kann jedes Jahr gewechselt werden und wer sich die Zeit nehmen will und sich informieren will, kann hier durchaus Geld sparen. Wie Maik schon sagte, die GV sind alle gleich aber bei manchen Krankenkassen kann man Rechnungen zum Beispiel erst gesammelt am Ende vom Jahr einreichen. Die Schweizer wechseln durchaus fast jedes oder jedes zweite Jahr um hier Geld zu sparen. Es ist zwar aufwendig, aber manchmal kann es sich wirklich lohnen.


    2. Franchise:
    Maik hatte oben schon alles super erwähnt :)


    3. Zusatzversicherung:
    Ich hab meine Zusatzversicherung erst jetzt abgeschlossen. Ich bin noch jung und nicht oft krank oder habe auch sonst keine grösseren Beschwerden (Rückenprobleme etc.) wo eine schnelle Entscheidung besser gewesen wäre. Aber das ist auch wieder abhängig von jedem Einzelnen. Ich wollte mir einfach Zeit lassen und habe mit Freunden gesprochen, was wirklich notwendig ist und bei welchen Kassen Sie sind.
    @Honigbiene: Ja leider ist das so in der Schweiz. Ich habe Freunde die sich jung bei Zusatzversicherungen versichert haben und nun nicht mehr wechseln können, da Sie schon eine Hüft-OP hatten. Würden Sie die Zusatzversicherung wechseln, würde jede Kasse die Hüfte ausschliessen, da dort schon eine Vorschädigung vorhanden ist. Daher sind Sie jetzt an ihre jeweilige Krankenkasse gebunden, da dort noch nicht die Hüfte ausgeschlossen ist.
    Generell müssen die Zusatzversicherungen euch nicht nehmen oder können eben Ausschlüsse mit in den Vertrag nehmen. Daher sollte ihr meiner Meinung nach auf jeden Fall eine gute Versicherung wählen, da man diese (aus den Erfahrungsberichten meiner Freunde) meist nie mehr wechselt.


    Lügen macht aber auch keinen Sinn, da die Versicherung auch nicht zahlt, sollte rauskommen, dass ihr nicht die Wahrheit angegeben habt.


    Manche Kassen (Concordia) setzen bei Abschluss eine Grundversicherung bei der selben Kasse voraus. Diesen Fall hatte ich jetzt auch, habe mich aber dazu entschieden, trotzdem zu dieser Kasse zu gehen. Ich zahle nun zwar für 2017 mehrere Hundert Franken mehr als bei der vorherigen Grundversicherung, aber ich denke ich habe ein paar gute Zusatzversicherungen. 2018 wechsle ich dann einfach wieder zu einer günstigeren Grundversicherung :)


    4. Zusätzliches:
    Für alle (Berg-)Sportler oder auch Reisende unter uns. Ich kann noch empfehlen ein Rega-Gönner zu werden. Die Rega ist die Schweizer Luftrettung und als Gönner (30 CHF im Jahr), übernehmen Sie unter anderem Kosten die zum Beispiel durch eine Bergrettung mit Helikopter nicht von der Kasse übernommen werden.
    Solltet ihr einen Unfall im Ausland haben und ein Rücktransport gestaltet sich schwierig, könnte es auch passieren, dass die Rega euch mit ihrem Jet zurückholt.
    https://www.rega.ch/de/rega-un…itrag-grosse-wirkung.aspx


    Kann sein, dass dies für den ein oder anderen noch interessant ist. Manchmal kann man damit auch seine Zusatzversicherung "ergänzen" bzw. weniger versicherung lassen.


    Lieber Gruss und euch Zuzüglern allen einen super guten Start in eurer neuen Heimat.

  • Hallo Zusammen,


    ich habe noch mal einige Verständnisfragen zur Krankenversicherung (Grundversicherung + Zusatzversicherung)!


    Meine Frau und ich sind gerade auf der Suche nach der besten Kombination und möchten neben einer günstigen Grundversicherung (wahrscheinlich Hausarztmodell) noch eine gute Zusatzversicherung. Da wir sehr viel Wert legen auf Komplementärmedizin (Alternativmedizin), möchten wir uns hier gut abdecken. Ein weiterer Punkt ist, die Kostenbeteiligungen an Fitnessabonnements von KV (200 CHF und mehr).


    Nun habe ich 2 Fragen...


    1) Wenn meine Frau einen Franchise von 300 CHF bei der GV nimmt weil sie doch öfters mal zum Arzt geht als ich z.B. (ich wähle 2.500 CHF), wie sieht das in der Praxis aus, wenn wir 2 verschiedene Versicherer haben (A. für GV und B. für Zusatz) und meine Frau lieber zur Praxis geht, wo alternative Heilmethoden angeboten werden? Zieht auch da erst die GV bei A. mit dem Eigenbehalt und Erstkontakt zum Hausarzt oder kann sie aufgrund ihrer Zusatzvers. für Komplementärmedizin direkt zum Heilpratiker etc. gehen? Weil dann überlegen wir, ob es nicht mehr Sinn macht, für beiden einen hohen Franchise für die GV zu wählen, um da Geld im Beitrag zu sparen und dafür eine bessere Zusatzvers. zu wählen, wo z.B. Komplementärmedizin mit abgedeckt ist und wir vorzugsweise direkt hingehen.


    2) Die SWICA KV bietet eine sehr hohe Kostenbeteiligung bei Fitnessabos an. Sollten wir allerdings nur die Zusatzversicherung bei denen abschliessen, gibt es dort Wartezeiten oder evtl. Ablehnungen, wenn man die GV dort nicht abschliesst??? Wartezeiten kenne ich sonst lediglich von Rechtsschutzvers., bin mir aber hier unsicher.


    Danke Euch!

  • Hallo Rob & Lena


    Ja, bei Abschlüssen von Zusatzversicherungen stellen die Versicherer sich häufig komplizierter an, als wenn man dort auch die Grundversicherung hat. Empfehlenswert ist es daher beim Abschluss der Zusatzversicherung auch gleich die Grundversicherung dort abschliessen. Ihr könnt im Zweifel zum Jahresende leicht die GV wieder wechseln und behaltet einfach die ZV, dann gibt es auch keine Probleme. Bei Zusatzversicherungen ist das Wechseln meistens nicht so einfach.


    Beim Erstkontakt müsstet Ihr in eurem Fall dennoch zum Hausarzt gehen. Wenn ich es jetzt nicht falsch verstehe, zählt die Zusatzversicherung nur dafür, dass die Behandlung mit alternativen Heilmethoden anerkannt werden und damit angerechnet werden.


    Schöne Grüsse
    Maik