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Anmeldung erforderlich bei Arbeitssuche ?

  • Frau Stirnima
  • 2. April 2015 um 18:01
  • Frau Stirnima
    1
    Frau Stirnima
    Gast
    • 2. April 2015 um 18:01
    • #1

    Ich gehe ab Mai für längstens sechs Monate in die Ost-Schweiz, um dort eine Arbeit zu suchen.
    Von der Agentur für Arbeit in Deutschland habe ich die Genehmigung erhalten (Formular U2), dort arbeitssuchend zu sein.

    Ich muss mich innerhalb von sechs Werktagen beim Schweizer Arbeitsamt melden.

    Nun meine Frage: Muss ich mich, bevor ich beim Arbeitsamt dort vorstellig werde, in der Schweiz anmelden?
    Ich habe dort lediglich ein Zimmer, wo ich in der Zeit wohnen kann.

    Ich habe keinen Arbeitsvertrag, da ich ja dort erst mal Arbeit suchen möchte.

    Das Arbeitslosengeld aus Deutschland bekomme ich aber nur, wenn ich mich beim Arbeitsamt in der Schweiz gemeldet habe.

  • Frau Stirnima
    1
    Frau Stirnima
    Gast
    • 3. April 2015 um 12:24
    • #2

    Kann mir hier denn keiner eine Antwort geben??

  • Maik
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    Maik
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    • 3. April 2015 um 12:36
    • #3

    Hallo Frau Stirnima

    Bei der Gemeinde melden musst du dich auch wenn du nur ein Zimmer hast. Welche Reihenfolge gewünscht wird, würde ich direkt der RAV (Regionale Arbeitsvermittlung) erfragen. Ich würde eher darauf tippen, dass du dich erst nach der Anmeldung bei der RAV bei der Gemeinde meldest. Die Anmeldung bei der Gemeinde muss spätestens 14 Tage nach der Einreise in die Schweiz erfolgt sein.

    Für einen Aufenthalt von weniger als 90 Tagen brauchst du keine Aufenthaltsbewilligung. Dauert der Aufenthalt länger als 3 Monate musst du Kurzaufenthaltsbewilligung zur Stellensuche für weitere drei Monate beantragen und in der Schweiz krankenversichert sein. Denk bitte noch daran bei deiner Krankenkasse in Deutschland eine Leistungsübernahme für die Schweiz zu beantragen. Dies trifft zu wenn du gesetzlich versichert bist, bei privatversicherten sieht es im Einzelfall anders aus.

    Schöne Ostergrüsse
    Maik

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  • Frau Stirnima
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    Frau Stirnima
    Gast
    • 3. April 2015 um 12:44
    • #4

    Hallo Maik.

    Vielen Dank und schöne Ostern.

    Gruß
    Frau Stirnima

  • BRTS
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    BRTS
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    • 3. April 2015 um 13:10
    • #5

    Ich wünsche auch allen schöne Ostern, vorweg.

    Doofe Frage meinerseits, die weder persönlich noch sonst irgendwie tendenziös verstanden werden will:

    Es kann aber nicht zufällig sein, dass deutsche Arbeitsämter versuchen, sich die Statistiken schönzurechnen und Kosten auf andere abzuwälzen, indem sie Arbeitslose in die Schweiz "schleusen" bzw. freundlich dazu ermutigen, sich doch ausserhalb Deutschlands um Arbeit zu bemühen, oder? :confused_face:

    Danke und lG

  • Frau Stirnima
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    Frau Stirnima
    Gast
    • 3. April 2015 um 15:02
    • #6

    "Es kann aber nicht zufällig sein, dass deutsche Arbeitsämter versuchen, sich die Statistiken schönzurechnen und Kosten auf andere abzuwälzen, indem sie Arbeitslose in die Schweiz "schleusen" bzw. freundlich dazu ermutigen, sich doch ausserhalb Deutschlands um Arbeit zu bemühen, oder?"

    Da kann ich dich beruhigen. Ich nehme mein Arbeitslosengeld in die Schweiz mit. Das heißt, Deutschland zahlt das Geld und ich suche in der Schweiz einen Job.

    Die "Ermutigung" kam einzig und allein von mir selbst.

    Kann es sein, dass du Angst hast von "Deutschen" überschwemmt zu werden???

  • BRTS
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    • 3. April 2015 um 19:11
    • #7
    Zitat von Frau Stirnima


    ...
    Da kann ich dich beruhigen. Ich nehme mein Arbeitslosengeld in die Schweiz mit. Das heißt, Deutschland zahlt das Geld und ich suche in der Schweiz einen Job.
    ...


    Mit anderen Worten: Deutschland zahlt, damit Du in der Schweiz nen Job findest. Wow.

    Zitat von Frau Stirnima


    ...
    Kann es sein, dass du Angst hast von "Deutschen" überschwemmt zu werden???


    Nein; aber bei einem solchen Auftreten und einer derartigen (von deutschen Behörden sanktionierten) Mache, die dahintersteht, verstehe ich SVP-Wähler immer besser. Und das schreibe ich als SP-Unterstützer. MIr ist völlig schleierhaft, wie Deutsche noch ernsthaft hoffen können, dabei noch willkommen zu sein. Keine Ahnung ...

    Trotzdem aber viel Erfolg.

    LG

  • Maik
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    • 4. April 2015 um 09:23
    • #8

    Frau Stirnima, danke für die Erklärung.

    Ich finde es gut, dass du die Möglichkeiten nutzt, die dir geboten werden und dich nicht einfach der Arbeitslosigkeit hingibst. Für diesen aufwendigen Schritt gehört schon einiges an Engagement dazu.

    Viel Erfolg :thumbs_up:

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  • BRTS
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    • 4. April 2015 um 11:15
    • #9

    Natürlich ist es gut, dass sie sich nicht dem Schicksal ergibt, sondern aktiv für Verbesserung sorgt.
    Die Frage, ob sie das auch täte, wenn sie dafür nicht von deutschen Behörden bezahlt würde, kann sie sich ja für sich selbst beantworten.

    Aber eine Aufgabe einer RAV oder Arbeitsbehörde ist doch, Arbeitssuchende mit den Profilen der Firmengesuche (einer bestimmten Region!) zu verbinden, wenn möglich, und dafür zu sorgen, dass Arbeitssuchende in der Zwischenzeit ein Auskommen haben, dabei v.a. auch im Hinterkopf zu haben, für die wirtschaftliche Prosperität der eigenen Region und der dort lebenden Bev. zu sorgen, und nicht etwa, Probleme ins Ausland zu "entsorgen".

    Stellt Euch 'mal vor, was in Deutschland loswäre, wenn hunderttausende Ausländer vom Ausland dafür bezahlt würden, sich in Deutschland Arbeit zu suchen ...

    Imho treten hier Mentalitätsunterschiede doch sehr deutlich zutage.
    M.E. denken aber auch nicht alle Deutschen, dass das der richtige Weg sein könnte, in der Schweiz Fuss zu fassen. Jeder muss aber letztlich selber wissen, wie er etwas anpackt und dann damit umgeht. Nur finde ich dann verwunderlich, dass sich so viele Deutsche beschweren, sie seien im Ausland (und besonders in der Schweiz) nicht willkommen. Freunde zu finden bei der Anspruchshaltung und dem Verständnis von sozialer Gerechtigkeit - imho sehr schwierig gerade in einem auf Konkordanz und Konsens bauenden Gemeinwesen wie der Schweiz.

    LG

  • Maik
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    • 4. April 2015 um 17:32
    • #10

    Hallo BRTS

    Langsam finde ich deine Beiträge im Forum nicht mehr zumutbar. Kannst du mir bitte sagen, was du genau damit bezwecken möchtest? Leider habe ich keinen einzigen Beitrag von dir gefunden, der jemanden weiterhelfen könnte.

    Das Forum ist als Erfahrungsaustausch zwischen Auswanderern, als Anlaufstelle für offene Fragen und Möglichkeit zur besseren Integration erstellt worden. Dafür investiere ich meine private Zeit und Geld. Wenn du ein Forum suchst, in dem du über arrogante Deutsche oder schmarotzende Grenzgänger herziehen kannst, dann mach dies woanders. Hier möchte ich das nicht mehr sehen und werde das in keinem einzigen Beitrag mehr dulden.

    Wenn du darauf antworten willst, kannst du dies in einem eigenem Thema oder mit einer privaten Nachricht an mich tun, aber nicht mehr in Themen von anderen. Dieses hat mit der eigentlichen Fragestellung der Themeneröffnerin nichts mehr zu tun.

    Dazu zietiere ich gern die Forenregeln:

    Zitat

    Umgangsformen
    Im Forum herrscht ein lockerer, aber respektvoller und sachlicher Umgangston.

    Meinungsverschiedenheiten werden nicht öffentlich ausgetragen, sondern
    können über persönliche Nachrichten (Konversation) geklärt werden.

    Adios
    Maik

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  • Frau Stirnima
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    Frau Stirnima
    Gast
    • 6. April 2015 um 10:53
    • #11

    Hallo Maik,

    vielen Dank für deine lieben Worte.

    Ich wollte mich an dieser Stelle auch noch mal bezüglich der Äußerungen von BRTS zu Wort melden.

    Die deutschen Agenturen für Arbeit sind garantiert nicht daran interessiert, die Probleme im Ausland zu entsorgen. Wenn man ins Ausland zur Arbeitsuche gehen möchte, muss man den Antrag auf PD U2 selbst stellen. Kein Vermittler macht den Vorschlag, doch einfach mal so eben ins Ausland zu gehen. Im Gegenteil. Man muss gute Gründe vorbringen, um eine Genehmigung zu bekommen.

    Wenn die Genehmigung vorliegt, bekommt man für drei bis längstens sechs Monate das Arbeitslosengeld von Deutschland gezahlt und fällt dem anderen Land - in diesem Fall der Schweiz - nicht zur Last.

    Meine Gründe, in die Schweiz zu gehen, sind privater Natur. Ich hatte hier in Deutschland einen sehr gut bezahlten Job. Der Vertrag ist vor kurzem ausgelaufen.

    In Deutschland ist es leider so, dass unsere Steuergelder für Dinge ausgegeben werden, die wir so nicht wollen. Leider haben wir kein Mitspracherecht wie es die Schweizer in ihrem Land haben. Ich kann die Schweizer auch verstehen, dass einige für die Quotenregelung gestimmt haben. In Deutschland gibt es so was nicht. Zur Zeit kommen sehr viele Menschen aus Bulgarien und Rumänien nach Deutschland. Vor einiger Zeit war es sogar noch so, dass sie ziemlich schnell Sozialleistungen bekommen haben.
    Ich bin bestimmt nicht ausländerfeindlich, aber erst mal sollte auch Deutschland an die vielen eigenen Arbeitslosen denken (wir haben hier eine reale Quote von 6 Millionen).

    Als deutscher Arbeitsloser muss man irgendwann von Hartz IV leben. Du bekommst zwar die Miete für eine kleine 1-Zimmer-Hütte, musst dann aber mit 392 Euronen auskommen. In der Schweiz wäre so was undenkbar. Zu verdanken haben wir das der SPD und Gerhard Schröder ...

    Nun wird sogar darüber nachgedacht, Sparguthaben ab einer bestimmten Höhe mit 10 % Abgaben zu besteuern, damit Griechenland die Gelder wieder verschleudern kann. Griechenland zahlt keine Steuern und zahlt mega hohe Pensionen.

    In Deutschland bekommst du nach 45 Jahren Arbeit 42 % Rente, zum großen Teil auf Hartz IV-Niveau. Ein Beamter zahlt keinen Cent in die Rentenkasse und erhält 70 % und kann ein schönes Leben führen. Da wir Bürger kein Mitspracherecht haben (es lebe die Demokratie), wird das auch so bleiben.

    Nicht nur, dass ich private Gründe habe, in die Schweiz zu gehen, auch diese Missstände in Deutschland und die EU treiben mich aus meinem eigenen Land. Und das freiwillig !!!

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