Beiträge von Maik

    Hallo Pia


    Bist du aktuell privat oder gesetzlich in Deutschland versichert?


    Vorraussetzung: Als Grenzgänger hast du innerhalb der ersten drei Monate die Möglichkeit dich mit einem formlosen Gesuch beim Amt für Sozialversicherungen Schweiz dich von Versicherungspflicht befreien zu lassen. (Grenzgänger Krankenversicherung)


    Ich denke, dass macht eigentlich nur Sinn für jemanden der ein relatives geringes Einkommen hat. Ansonsten würde ich eine Schweizer Krankenversicherung mit niedriger Franchise wählen. Nachdem deine Untersuchungen abgeschlossen sind und du keine grossen Arztbesuche erwartes kannst du für das neue Versicherungsjahr die Franchise auf 2500 Franken erhöhen und damit die Beiträge senken. Die Franchise kannst du jährlich wechseln.


    Ich würde mir aber mal von beiden Krankenkassen konkret ein Angebot zukommen lassen und vergleichen.


    Grüsse
    Maik

    Hallo Mona


    Ja die Ecopop-Initiative ist wesentlich heftiger als die Masseneinwanderungsinitiative. Bei der Masseneinwanderungsinitiative war lediglich festgeschrieben, dass die Einwanderung über Quoten reguliert werden soll. Wie hoch diese ausfallen und wie es genau geregelt sein soll war nicht festgelegt. Aktuell wird immer noch mit der EU verhandelt, wie diese Initiative umgesetzt werden kann. Dies wird wahrscheinlich auch bis 2016/17 gehen.


    Bei der Ecopop-Initiative sieht es dahingegen anders aus. Diese schreibt vor, dass die Zuwanderung maximal 0,2 % der Wohnbevölkerung der Schweiz betragen darf. Im Moment wären dies maximal 16000 Einwanderer. Das würde vorn und hinten nicht reichen. Allein aus Deutschland wanderten 2013 über 15000 Personen ein. Die Wirtschaft hätte grosse Probleme. Die Medizinische Versorgung benötigt aktuell pro Jahr 11000 Einwanderer und im Tourismus sind es sogar über 25000 Einwanderer.


    Gestern hat sie SRG Bern, diese macht vor den Abstimmungen immer Umfrage, die ersten offiziellen Umfrageergebnisse veröffentlicht. 58 % lehnen die Initiative ab und nur 35 % sind im Moment für die Initiative. Diesmal hoffe ich, dass die Wirtschaft und Politik die Initiative aktiv bekämpfen wird und nicht wie im Februar Tatenlos zusehen wird. Bisher bekennt sich auch keine einzige Partei für diese Initiative. Daher denke ich, dass die Initiative deutlich abgelehnt werden.


    Was aber unbedingt passieren muss, dass die Ängste und Nöte (Zersiedelung, Überfremdung, Lohndumping, Hohe Miete) durch die Politik in der Schweiz angegangen werden müssen. Diese kommen nicht von ungefähr und sind sonst nur Treibstoff für solche Initiativen.


    "just my two Cents"
    Maik

    Hallo Peter


    Die Kinderbetreuung ist in der Schweiz eine recht kostspielige Angelegenheit. Daher bleibt häufig ein Ehepartner für die Kinderbetreuung zu Hause. Bis zur Vorschule können Kinder in öffentlichen oder privaten
    Kinderkrippen oder Kindertagesstätten (kurz Kita) untergebracht werden. Die Kosten hierfür hängen in den meisten Fällen vom steuerbarem Einkommen und ob die Betreuung ganz oder halbtags ist. Es gibt auch Pauschalbeträge, diese liegen je nach Kita für eine Ganztagsbetreuung um die 140 Franken pro Tag und Kind. Für das zweite Kind gibt es meist einen Rabatt ( häufig 10% ). Am besten mal Kita + Wohnort googeln, Tarife sind meist einsehbar sein.


    Wichtig! Viele Kitas sind sehr gut ausgelastet und haben Wartezeiten unbedingt vorher wegen einem Platz anfragen.


    Viel Erfolg.


    Gruss Maik

    Sehr gut, da du die Fahrzeuge als Umzugsgut einführst, kannst du ohne Einfuhrsteuer die Fahrzeuge in den ersten 12 Monaten ummelden. Da dies nicht eilt, würde ich das zu Anfang nach hinten schieben. Wie du schon festgestellt hast, gibt es sowieso schon jede Menge Papierkram und Behördengänge. Eine Auswanderung bedeutet zu Anfang sehr viel Arbeit.


    Bei der Miete würde ich 25% (max.30%) vom Bruttolohn rechnen.


    Gruss Maik

    Hallo Oliwa


    Massgebend ist der Hubraum. Ich zahle aktuell im Kanton Luzern 389 Schweizer Franken für 2000cm3 Hubraum. Ob Diesel oder Benziner spielt in Luzern keine Rolle. Vergünstigen gibt es nur für Alternativantriebe (Elektroautos, Hybridantieb, Gasantrieb usw.)


    Für die Ummeldung der in die Schweiz eingeführten Fahrzeuge hast du bis zu 12 Monate Zeit. Hast du die Fahrzeuge als Umzugsgut eingeführt?


    Gruss Maik

    Hallo Andrea


    Gute Einstellung. Ich denke die Zeitplanung ist genau richtig. Und dass du das Pendeln satt hast, kann ich gut verstehen, schliesslich will man irgendwann auch wieder einen Alltag zusammenleben können. Ging uns damals auch so.


    Frag am besten als erstes Mal bei der SLRG (Schweizer Lebensrettungsgesellschaft) nach wie weit dein Rettungsschein aus Deutschland anerkannt wird. Dort finden sich auch immer wieder mal Jobs. Zum Beispiel: Bademeister/in für das Seebad Richterswil. Dies ist aber zum Beispiel en befristeter Job und deine Aufenthaltserlaubnis wäre an den Job gebunden. Besser wäre sicherlich ein unbefristeter Vertrag, wird aber in diesem Bereich sicher schwierig. Ich würde an deiner Stelle nach der Abklärung beim SLRG mal bei der Swisstherme in Riken nachfragen. Die könnten dir sicher einen längeren Vertrag anbieten und es wäre in der Nähe von Zofingen


    Für den Verkauf sollte es etwas einfacher werden. Das Gehalt lässt sich dabei recht schwer festlegen. Kommt auf die Position, Branche und das Geschäft selbst an. Ich würde mit 4000 bis 4500 Schweizer Franken Brutto rechnen.


    Bei der Bewerbung würde ich erwähnen, dass dein Mann bereits seit einem Jahr in der Schweiz arbeitet. Damit signalisierst du deinem Arbeitgeber, dass es dir Ernst ist und bereits Verbindung zur Schweiz hast.


    Für welche Branche hast du die besten Qualifikationen?


    Gruss Maik

    P.S. Ein paar Jobbörsen:

    Einen Haushaltsplan aufzustellen ist eine sehr gute Idee und hilft einem einen guten Überblick über die zukünftigen Einnahmen und Ausgaben zu bekommen. Ich habe damals für Dinge des alltäglichen Bedarfs die Kosten doppelt so hoch wie in Deutschland gerechnet und bin damit sehr gut gefahren.

    Vielen Dank Oliwa, dass freut mich sehr.


    Du kannst deinen Arbeitgeber bitten, dass er das für dich tut. Ist aber nicht unbedingt selbstverständlich. Sprich ihn am besten mal darauf an. Ansonsten reicht es auch, wenn du ein paar Tage vor Arbeitsbeginn beim Amt vorbei gehst. Wenn du es selber machst, meldest du dich beim Amt für Migration. Du wirst mit deinem Vertrag dann den Ausweis B bekommen. Diesen brauchst du dann bei vielen Formalitäten wie Kontoeröffnung usw.


    Keller sind eigentlich dabei, bisher hat ich noch keine Wohnungsbesichtung ohne Keller.


    Maklerkosten sind unüblich, jedenfalls für den Mieter. Aber 1 bis 3 Monatsmieten Kaution solltest du einplanen.


    Ich persönlich bin mit der Postfinance sehr zufrieden.


    Einen schönen Abend noch
    Gruss Maik

    Hallo Tanja


    Ja solange du eine Arbeitsstelle vorweisen kannst ist eine Aufenthaltserlaubnis für dich kein Problem. Mit ein paar Millionen auf dem Konto geht es natürlich auch ohne :winking_face: .


    Da ihr verheiratet seid ist Familiennachzug kein Problem. Du musst aber nachweisen, dass deine Wohnung in der Schweiz gross genug für deine Familie ist.


    Welchen Ausländerausweis wirst du wahrscheinlich haben und hast du eine Arbeitsstelle oder wirst du selbständig sein?


    Schöne Grüsse
    Maik

    Hallo Oliwa


    Zu Luzern kann ich dir ein paar Tipps geben. Luzern Stadt selbst ist recht teuer und schwierig eine Wohnung zu bekommen. Aber drum herum wird es einfacher. Schau mal Kriens, Littau, Emmen oder Emmenbrücke da wird es etwas einfacher. Gerade für den Übergang sollte das ganz gut sein. Ab und an gibt es befristete Wohnungen zur Vermietung, dass könnte für dich gut sein, da sich darauf nicht so viele bewerben.


    Besondere Schwierigkeiten für Deutsche bei der Wohnungssuche habe ich nicht gespürt. Ist für alle nicht so einfach. Am Anfang ist es als Ausländer schwieriger, da für den Vermieter schlecht einzuschätzen ist wie lange du bleibst und du noch keine richtige Referenzen vorweisen kannst. Am besten ein persönliches Anschreiben zur Wohnungsbewerbung legen.


    Für deine Frau sehe ich keine Schwierigkeiten. Im medizinischen Sektor gibt es auch eine Menge deutsche Ärzte. Einzig mit der Sprache sollte sie sich schon früh beschäftigen. Schweizerdeutsch zu verstehen ist denke ich in ihrem Beruf sehr wichtig.


    Beim Amt musst du dich unbedingt melden. Du brauchst deine Aufenthaltserlaubnis (Ausländerausweis) und ein späterer Umzug ist kein Problem. Dann bekommst du einfach einen neuen Ausländerausweis ausgestellt. In der Schweiz ist wie in Deutschland alles recht bürokratisch, dafür auch klar geregelt.


    Fettnäpfchen gibt es viele und man wird sicher immer mal welche erwischen. Ist ein grosses Thema. Etwas einfacher hat man es, wenn man etwas zurückhaltender auftritt und nicht alles mit Deutschland vergleicht. Auf die EU sind viele Schweizer nicht besonders gut zu sprechen. Viele Türen öffnet einem ehrliches Interesse an der Schweizer Kultur.


    Ich hoffe, dass hilft euch etwas fürs Erste. Für Alle Fragen ist das Forum gern da.


    Viel Erfolg bei der Wohnungssuche
    Gruss Maik

    Hallo Maximus


    Ja die liebe Waschküche, ich habe da auch ab und an etwas Mühe. Ich denke, dass muss mein einfach so akzeptieren. Egal in welchem Haus und wie der Waschplan geregelt ist, es bleibt immer ein Streitpunkt. Auch wenn in der Schweiz gern mal Konflikten aus dem Weg gegangen wird, in der Waschküche geht immer die Post ab.


    Eine Lösung ist entweder bei der Wohnungssuche gleich darauf zu achten, dass ein Wäscheturm zur Wohnung gehört. Ab 4.5 Zimmer oder bei recht neuen Wohnungen kann dies schnell mal der Fall sein. Welche meist aber nicht besonders günstig sind. Die andere Lösung wäre, den Vermieter direkt anzusprechen, ob man nicht selbst eine Maschine im Badezimmer installieren kann. Allerdings sollte man die Wäsche weiterhin im Trockenraum bzw. Waschküche trocknen. In der Wohnung wird dies gar nicht gern gesehen.


    Allerdings mit dem Wäsche zusammenschieben würde ich so auch nicht akzeptieren. Sprich denjenigen doch einfach mal an.

    Hallo Alex


    Willkommen im Forum, wir werden dir so gut wie möglich weiterhelfen.


    Das ist verständlich, auch wenn die Schweiz nicht all zu weit weg ist, ist es schliesslich ein anderes Land. Von daher hast du schon die richtige Einstellung, es läuft einfach vieles anders.


    Da du weiterhin in Deutschland arbeiten wirst, besteht die Krankenversicherungspflicht in Deutschland. Von daher kannst und musst du sogar bei deiner Krankenversicherung in Deutschland bleiben. Eine Versicherungspflicht für die Schweiz besteht in deinem Fall nicht. Ich würde mich aber noch zusätzlich bei deiner deutschen Krankenversicherung informieren, wie der Ablauf beim Krankheitsfall in der Schweiz wäre.


    Solange sie den deutschen Führerschein hat, kann sie weiterhin in Deutschland mit Begleitung Auto fahren. Nach der Einwanderung in der Schweiz, hat sie 12 Monate Zeit den Führerschein umzuschreiben. Da sie dann aber noch nicht die Probezeit hinter sich hat, bekommt sie dann zunächst den Schweizer Führerausweis auf Probe (bis zu 3 Jahre). Innerhalb dieser Zeit muss deine Tochter noch die Zweiphasen-Ausbildung machen, dass bedeutet aber nicht, dass sie den Führerschein neu macht, sondern muss sie lediglich zwei Kurse absolvieren. Diese kosten zusammen um die 500.- CHF und sind für alle Fahranfänger Pflicht. Vor allem der erste Kurs ist aber auch sehr nützlich und bringt viel zum Thema Sicherheit im Strassenverkehr.

    Das sogenannte Telmedsystem halte ich auch für schwierig. Das Hausarztsystem ist nur wenig teurer, aber dafür gehst du zuerst zum Hausarzt und musst dich nicht telefonisch beraten lassen. Schau beim Abschluss der Krankenkasse mit darauf, dass der Vertrag nicht länger als 1 Jahr läuft, dann kannst du immer wenn nötig zum Jahresende wechseln. :thumbs_up:

    Hoi Meik und Willkommen im Forum.


    Das kommt darauf an, was du von deiner Bank erwartest. Wenn es lediglich um ein Gehaltskonto und Sparkonto gehen sollte, würde ich dir die PostFinance und die Walliser Kantonalbank empfehlen. Die PostFinance hat ein sehr dichtes Filial- und Automatenetz und von den Gebühren sind sie auch noch sehr annehmbar. Von der Kantonalbank habe ich auch viel gutes gehört und sie haben auch ein dichtes Filialnetz.


    Zur Krankenkasse wird dir sicher Isabelle noch etwas sagen können.


    Schöne Grüsse in den Norden :smiling_face:

    Hallo und Willkommen im Forum Sandra


    Es gibt wohl keinen schöneren Grund auszuwandern, als für die Liebe. Habe ich damals auch gewagt und bis heute nicht bereut. :smiling_face_with_heart_eyes:


    Die Bewerbung würde ich, wenn nicht explizit per Email erwünscht, am besten per Post schicken. Mein persönlicher Tipp wäre noch, wenn dein Freund es zu lässt, seine Adresse als Korrespondenzadresse anzugeben. Ist für den Arbeitgeber einfacher und zeigt ihm auch auf, dass du schon mit einem Bein in der Schweiz bist. Hat mir damals sehr geholfen.


    Ich kenn mich jetzt mit dem Studiom auf Lehramt nicht so aus. Wie weit ist dein Studium mit dem ersten Staatsexamen abgeschlossen? Lehrer werden je nach Region sehr gesucht.


    In welcher Region möchtest du arbeiten? In der Schweiz gibt es auch viele private Kindertagesstätten, dass wären vielleicht noch zusätzliche Möglichkeiten. :thumbs_up:

    Hoi Osscar


    Willkommen in der Schweiz, ich hoffe du lebst dich gut ein.


    Zu deiner Frage. Für Deutschland brauchst du Dank dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Schweiz nur die Einnahmen bis Ende Juni versteuern. Zur Berechnung des Steuersatzes wird aber dein Einkommen aus der Schweiz mit einberechnet, daher musst du dies bei der Steuererklärung mit angeben. Du zahlst zwar für dein Einkommen in der Schweiz keine Steuern nach, aber dein Einkommen aus Deutschland wird wegen der Progression mit einem höheren Steuersatz berechnet.


    Da du neu hinzugezogen bist, denke ich, dass du in der Schweiz Quellensteuer zahlst. Daher bist du, sofern du weniger als 120.000 Franken im Jahr verdienst, nicht verpflichtet eine Steuererklärung für die Schweiz zu machen. Dass heisst solange du noch keine C-Bewilligung hast und weniger als 120.000 Franken verdienst läuft es mit den Steuern in der Schweiz sehr einfach ab.


    Schöne Grüsse
    Maik