Beiträge von lieberjott

    Der Beitrag von Anja ist schon sehr ausführlich, vielleicht noch als wichtige Ergänzung, warum in der Schweiz das "Alleinverdienermodell" weniger verbreitet ist: Die Krankenversicherung zahlt man als Kopfpauschale, also pro Person!

    Du müsstest dann also von deinem Nettolohn auch die Krankenversicherungsprämien sowie Selbstbehalte für dich, deine Frau und deine Kinder berappen. Da kommt je nach Kanton, Versicherungsmodell und Franchise schon mal locker mehr als ein Tausender pro Monat zusammen.


    Zum Thema öffentlicher Dienst: Ich würde schon davon ausgehen, dass Schweizer implizit oder explizit bevorzugt werden. Ich kenne sogar einen konkreten Fall aus jüngster Vergangenheit, wo das offen so kommuniziert wurde.


    Hinsichtlich Auto: Das kann in der Schweiz auch schon als teures Hobby zählen ;) Du wirst mit den Ohren schlackern, wenn du die Versicherungsprämien siehst.


    Thema Eigenheim: Zu den erwarteten Kaufkosten hat Anja auch schon was gesagt. Hinzu kommt, dass du in der Schweiz bei selbstbewohnten Wohneigentum den so genannten Eigenmietwert als Einkommen versteuern musst. Diesen kannst du andererseits mit Schuldzinsen (aus deiner Hypothek) gegenrechnen.


    Unter all den Gesichtspunkten - und dass du Alleinverdiener sein willst, halte ich 6000 bis 7000 CHF Brutto jenachdem schon etwas knapp. Das würde auch bedeuten, dass ihr fast gezwungener Massen in Deutschland einkaufen müsstest.

    Danke für eure Informationen. Das mit der schriftlichen Bestätigung ist eine gute Idee. Aus Ba-Wü darf man wohl (bis zu 24 h) aus wichtigen/ beruflichen Gründen ohne anschließende Quarantäne in die - grenznahe - Schweiz einreisen. Zur Not machen wir eine Gewalt- Tour: nachts los, Gespräch 1, Gespräch 2 und wieder zurück...wir müssen noch überlegen.

    Ich glaube nicht, dass eine "Gewalttour" eine gute Voraussetzung für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch ist. Eine Übernachtung würde ich definitiv einplanen. Entweder in der Schweiz (unkomplizierter, es gibt ja auch günstige Hotels) oder in Deutschland - nach vorheriger Absprache, welchen Nachweis das Hotel benötigt.
    Die Vignette für die Schweizer Autobahn wäre dann ggf. noch ein nötiges Investment. Die 24h-Regel könntet ihr ja nachdem trotzdem einhalten. Wobei es sein kann, dass diese nur für (grenznahe?) Bewohner von BW gilt. Der Regeldickicht ist mittlerweile wirklich recht schwer zu durchschauen, zumal der Ausnahmenkatalog eben nicht abschliessend ist.

    Ach du meinst den Steuertarif. Nunja, die Tarife unterscheiden nicht wer wo was verdient:

    "Tarif C:

    Für in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe lebende Ehegatten, bei welchen beide

    Ehegatten erwerbstätig sind und zwar auch wenn diese Erwerbseinkünfte ergänzend ordentlichveranlagt werden."


    Ansonsten frage ich mich, warum dein Mann die G-Bewilligung hat, wenn er doch quasi unter der Woche in der Schweiz wohnt. Den Wohnsitz hat er dort nicht offziell?

    Abgesehen davon kennt man in Schweiz keine Steuerklassen wie in Deutschland.

    Und für Grenzgänger gibt's eigentlich auch keine "wirksame" Steuerklasse in Deutschland - Steuerklassen beziehen sich ja nur auf die Lohnsteuer, aber ein Grenzgänger zahlt keine Lohnsteuer, sondern Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer. Das ist ein Unterschied, auch wenn's nach Wortklauberei aussieht.

    Die Hotels in der Schweiz waren in vielen Kantonen nie wirklich zu.
    Und ein Bewerbungsgespräch ist meines Erachtens kein touristischer Zweck, eine Übernachtung also evtl. auch in Deutschland möglich.


    Zur Rückreise kann ich dir nicht so viel sagen. Es gibt viele Verordnungen und Ausnahmen und nicht immer ist der exakte Wortlaut gültig, es gibt auch "Aufweichungen". So wird beispielsweise Berufsausübung und ähnliches genannt als Ausnahme genannt. Ich weiß nicht, an welche (Gesundheits)behörde man sich wenden muss, um sich die entsprechende Ausnahme bzw. Vorhaben explizit bestätigen zu lassen.

    Problematisch ist vielleicht eher, wenn du deinen Mann begleitest würdest.


    Ist halt die Frage, wie groß man das Thema behandeln will. Am ehesten sind meines Erachtens Schwierigkeiten zu erwarten, wenn ihr mit eurem Auto (mit Kennzeichen aus Niedersachsen) über die Autobahn ein- bzw. zurückreist. Auch die Schweizer könnten euch anhalten - aber nur um sicherzustellen, dass ihr nicht aus Sachsen oder Sachsen-Anhalt kommt (da wäre die Einreise nicht ohne weiteres erlaubt).
    Mit dem ÖV über die Grenze (je nach dem wo ihr das Hotel habt) oder mit dem Auto über "kleine" Grenzübergänge abseits der Autobahn dürfte eher wenig Potenzial für Probleme geben. Das soll jetzt keine Ermunterung sein das so zu tun, sondern ist einfach ein Bericht aus der Praxis - zumindest für die Region Basel.

    lieberjott

    ich konnte aus dem Text leider nicht rauslesen, ob nun Kinder auskunftpflichtige Personen sind, oder nur Erwachsene :thinking_face:

    Letztendlich spielt es doch keine Rolle - es wird ja ausdrücklich geschrieben, dass du nichts anmelden musst. Aber falls du nachlesen willst:

    https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2007/249/de (Art. 26. und weitere)

    Nur wenn du danach gefragt wirst - weil man mehr als CHF 10'000 findet, musst du dich äussern.
    Wichtiger scheint mir, dass du die Ausfuhr der Barmittel aus der EU anmelden musst. Hinweise dazu sollten beim deutschen Zoll zu finden sein.


    Sofern du das "Bargeld" nicht schon in CHF hast, so würde ich gar nicht diesen Weg gehen, sondern das Geld einfach überweisen. Das dürfte vermutlich auch der günstigere Weg sein.

    Zitat

    Ich bin hier bei der Raiffeisenbank und würde, falls als Ausländer möglich, in der Schweiz wieder bei der Raiffeisenbank ein Konto eröffnen.

    Das ist bei vielen Banken entweder gar nicht oder nur eingeschränkt möglich und/oder es kostet happige Gebühren - also so lange dein Domizil im Ausland ist. Aber gut, diese Situation kann man ja schildern. Ich würde schon mal vorher die Banken kontaktieren, ob sie dich nehmen.


    Und nochwas: Die Raiffeisenbanken sind in der Schweiz auch wie in Deutschland viele "unabhängige" kleine Institute.


    Zitat

    Überweisungen von Raiba zu Raiba sollten aber möglich sein, und vielleicht nicht exorbitant teuer.

    Bis auf den Namen dürften die Raibas in Deutschland und in der Schweiz keine Gemeinsamkeiten haben - ich würde keine Vorteile im Zahlungsverkehr erwarten.


    Bezüglich Geld:

    https://www.ezv.admin.ch/ezv/d…aehrung--wertpapiere.html

    Das steht alles. Bitte vollständig lesen :)

    Bei Säule zwei müsste ich dann bei der Berechnung meiner Rente meinen Betrag verdopplen, um die Rentehöhe berechnen?

    Annäherungsweise würde das hinhauen ja. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer können je nach Pensionskasse und Modell auch mehr als den gesetzlichen Mindesbeitrag einzahlen. Auch als Arbeitnehmer kann man freiwillig mehr einzahlen durch Einmalzahlungen ("Einkauf").

    Der gesetzliche Zinssatz beträgt derzeit 1%.


    Zur 2. Säule:


    Zitat

    Die Schweiz vertritt hingegen die Auffassung, dass das Kassenstaatsprinzip nach Art. 19 DBA Schweiz für Auszahlungen aus öffentlich-rechtlichen Pensionskassen greift.

    Das bezieht sich auf einen Sonderfall, der nur bei ganz wenigen Personen zutrifft. Die wenigsten Pensionskassen sind öffentlich-rechtlich. Es betrifft mehr oder weniger nur Angestellte im öffentlichen Dienst.
    Der Artikel von Haufe scheint mit eh nicht vollständig und aktuell, es fehlt meines Erachtens auch die Betrachtung von Obligatorium und Überobligatorium in der beruflichen Vorsorge.

    Hallo,


    da es noch keine Antworten gab, probier ich mich mal an Antworten.


    Zur Säule 1 (AHV): Doch, der Rechner geht schon für die Zukunft. Bei "Bei der AHV versichert" gibst du "Teilweise" ein. Der Beginn darf aber in der Tat nicht in der Zukunft sein. Da musst du halt beispielsweise 01.2021 eingeben und dann das voraussichtliche Ende entsprechend nach vorne datieren.


    Zur Säule 2 (berufliche Vorsorge): Der auf lohncomputer.ch gezeigte Abzug ist nur der Arbeitnehmerabzug. Der Arbeitgeber zahlt in der Regel nochmal genauso viel ein (oder ggf. auch mehr). Die Auszahlung einer Rente aus der Pensionskasse erfolgt aus dem so genannten Altersguthaben, welches sich eben aus den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen speist. Mit dem Alter steigen die Beiträge, hier gibt's eine Übersicht: https://www.comparis.ch/umzug-…o/glossar/lohnnebenkosten

    Das Altersguthaben speist sich auch durch Zinsen, wobei diese natürlich akutell auf einem tiefen, aber gesetzlich festgelegten Niveau sind.

    Der Umwandlungssatz von 6,8 % ist aber nicht in Stein gemeisselt und de facto schon Geschichte, da sich dieser wegen des Zinsniveaus und der steigenden Lebenserwartung nicht mehr halten lässt. Wenn du pessimistisch rechnen willst, solltest du eher 5,0 % oder gar 4,5% ansetzen. Hängt auch davon ab, in welchem Alter du in Rente gehen willst (Regelalter, früher, später).


    Frage 3: Nein, eine solche Doppelbesteuerung mit negativem Effekt sollte es eigentlich nicht geben, dafür gibt es entsprechende Abkommen. Details habe ich derzeit aber keine parat, da müsste ich mich erst einlesen.
    Aber prinzipiell ist es so: Wenn die Schweiz Quellensteuern einbehält, so kannst du diese entweder zurückfordern oder diese werden auf die deutsche Steuerschuld angerechnet (die Steuerschuld also gemindert).

    Ich behaupte mal: Wenn ihr nicht in ein total abgelegenes Tal zieht (beispielsweise in den hintersten Zipfel von Glarus), ist in jedem Kanton der Deutschschweiz grosszügiger Infrastruktur (sprich eine grosse Stadt) in weniger als einer Stunde erreichbar.

    Ich denke da eben an Bern, Basel, Luzern, St. Gallen...achso, fast hätte ich noch Zürich vergessen :grimacing_face:

    Schulen und weiterführende Schulen gibt es auch in kleineren Gemeinden.


    Zur eigentliche Frage kann ich nicht so direkt weiterhelfen, nur ein paar Denkanstösse liefern: Wo soll's denn landschaftlich aussehen? Voralpenkulisse wie in Oberbayern? Dann ist der Aargau wohl beispielsweise eher nichts ;) Wäre eine geographische Nähe zu Bayern aus irgendwelchen Gründen zu bevorzugen? Dann eher in der Ostschweiz schauen.

    Mhh, ich vermisse hier die Umzugskartons, von denen sicherlich einige anfallen werden und die auch etwas wiegen können.

    Mal so als Beispiel: 10 Kartons a 20 kg (weil vollgepackt) wären dann auch schon 200 kg.

    Es wäre sicherlich sinnvoll, bei den ganzen aufgeführten Sachen die Gewichte zu recherchieren (bei IKEA ist das beispielsweise easy) oder zu schätzen - dann weisst du, ob du damit bei einem 3,5Tonner (Sprinter) an die Grenze kommst oder nicht. Die Nutzlast wird ja in der Regel beim Vermieter angezeigt (z.B. für einen langen Sprinter 950 kg).


    Ob's alles reinpasst? Könnte man theoretisch auch rechnerisch ermitteln. Volumen vom Transporter nehmen, Volumen der anderen Dinge berechnen. Ich würde mal behaupten, dass mehr als über 60% schon kritisch werden könnten, da ja nicht wie bei Tetris alles nahtlos neben- und auf einanderpasst.

    Mit der Couch und den Betten dürfte ein normaler 3,5 Tonner wohl schon gut gefüllt sein - ich wüsste nicht, wie man dann noch sinnvoll die ganzen anderen Möbel reinkriegen soll, ohne bis zur Decke zu stapeln (was nicht realistisch ist). Mit einem 7,2 Tonner wäre ich relaxter (aber gut, den dürfte ich nicht mehr fahren).

    Letztendlich müsst ihr wissen, ob ihr euch den Stress antun wollt am Umzugstag Stunden zuzubringen, um die beste Einladestrategie herauszufinden, weil alles rein muss und ihr um XX Uhr am Grenzübergang sein müsst.

    Ich kann gerne den Text des Widerspruchs zur Verfügung stellen...

    Da hätte ich nichts dagegen! Falls der Widerspruch zu viele persönliche Daten enthält, die sie schlecht entfernen lassen, dann kannst du ihn mir gerne per PN schicken :)


    Es war schon eine ziemlich kalte Dusche für uns, dass das Finanzamt, nachdem es Kenntnis vom Vorbezug erhalten hat, direkt (mit einem Monat Zahlungsziel) gleich mal XX'XXX Euro Nachzahlung/Vorauszahlung für das entsprechende Jahr haben wollte.

    Danke, sehr spannende Erkenntnis!


    Meine Frau hat 2020 auch einen Vorbezug aus einer öffentlich-rechtlichen Pensionskasse getätigt, wo das Finanzamt natürlich das Obligatorium besteuern möchte. Die Quellensteuerrückforderung in der Schweiz wurde bereits abgelehnt, eben wegen dieser besonderen Konstellation.

    Da muss ich wohl mal meinen Steuerberater für die Steuererklärung drauf hinweisen, dass er da ganz genau hinschauen sollte. Würde uns auch eine Menge Geld sparen.

    Da ich selbst lange Zeit in Lörrach gelebt habe kenne ich die Preise zu gut, heute würde ich mir eine Wohnung in Frankreich suchen und von dort in die CH zum arbeiten pendeln.

    Also wenn man schon die S-Bahn-Verbindung aus Lörrach und dem Wiesental (tagsüber Halbstundentakt, Fahrzeit je nach Ort 10 bis 40 Minuten bis zum Badischen Bahnhpf) schon schlecht findet, was soll man dann erst über Frankreich sagen, wo es ausser dem Tram 8 nach Saint-Louis und dem TER (der oft ausfällt - wegen Corona, wegen Streik oder einfach so) praktisch nichts keinen nennenswerten BZW. brauchenbaren ÖV gibt?

    Ich stimme aber Kerstin zu: Wenn man als Krankenschwester Schicht arbeitet, dann ist es wohl von Vorteil, nah an der Arbeitsstelle zu wohnen und nicht so auf den ÖV angewiesen zu sein, welcher zu Randzeiten nicht so häufig oder gar nicht fährt.

    Und ja, alles was in Lörrach ordentlich und gut angebunden ist, ist teuer. Da könnte es wirklich einfacher sein, in Basel etwas schönes und bezahlbares zu finden.

    entweder kauft man ein Auto bar oder man kann es sich schlicht weg nicht leisten. Soviel dazu zum Thema Leasing für Privatpersonen.

    Das sehe ich anders. Ein Auto hat eine Gebrauchsfunktion. Warum soll man nicht einfach nur für Abnutzung zahlen und das Restwertrisiko auf den Leasinggeber abwälzen? Ich finde das eigentlich recht fair.

    Die ganzen Leute, die sich von VW (und anderen Herstellern) einen "Schummeldiesel" oder einen mit Euro4 gekauft haben, am besten noch bar bezahlt, die schauen ganz schön in die Röhre, weil diese Autos fast nichts mehr wert sind. Es hilft denen sicherlich ungemein zu wissen, dass deren damalige Barzahlung beim Kauf das einzig richtige war ;)


    Da könnte man ja genauso gut sagen, "entweder man kauft sich eine Wohnung oder man kann es sich schlichtweg nicht leisten" - bei der Wohnungsmiete zahle ich ja letztendlich auch für die Wertminderung durch Gebrauch und die Finanzierung durch den Eigentümer.

    Ich würde hier eher ansetzen eine Verbindung mit möglichst wenig umsteigen suchen.

    So viele Schienenverbindungen DE-CH gibt es nicht.

    Gäbe Basel Bad Bf, Waldshut-Tiengen - Koblenz, Schaffhausen, Konstanz - Kreuzlingen, - das waren vermutlich schon alle westlich vom Bodensee.


    Tatsächlich wäre wohl Singen (Hohentwiel) nicht schlecht - umsteigefrei und unter einer Stunde Fahrzeit mit dem IC Stuttgart - Zürich.

    Danke für die Antwort. Wir verdienen beide sehr gut aber tatsächlich möchte ich das hier nicht offen legen. Also sollte ich mal die Steuerlast berechnen und habe dann schon mal einen Anhaltspunkt?!

    Das ist nur ein Anhaltspunkt, aber ein wichtiger.

    Du müsstest eine Gesamtaufstellung aller Kosten machen: Was kostet es in Deutschland (bzw. würde es kosten) und was würde es ungefähr in der Schweiz kosten: Steuern, Miete, Krankenversicherung, andere Versicherungen, Fahrtkosten ins Büro, Auto, Lebensmittel, Mobilfunk/Telekommunikation, Essen gehen etc. pp.
    Das macht etwas Aufwand, aber wer nicht nur nach Bauchgefühl entscheiden will, der kommt meines Erachtens nicht drumherum.


    Für diese Aufstellung müsstest du aber schon wissen, wo in der Schweiz es euch hinzieht und wie bzw. wo ihr wohnen wollt. Wer vor allem von der Wohnfläche her deutsche Standards ansetzt, der muss teilweise tief in die Tasche greifen. Das war damals bei meiner Berechnung der ausschlaggebende Punkt: Eine schöne, grosse Mietwohnung in einer Gegend die mir gefallen würde, wäre 2 1/2 bis 3 mal so teuer gewesen als die in Deutschland und der Kauf gleich unmöglich.


    Zitat

    Habe ich richtig verstanden, dass mein deutsches Einkommen in der Schweiz versteuert wird bis auf diese 4,5%, angenommen wir ziehen in die Schweiz?

    Und dann hätte ich noch den Aufwand eine Bewilligung in der Schweiz zu bekommen, richtig?

    Sorry, über das Thema "Grenzgänger andersherum" weiss ich leider zu wenig. Und ja, da ihr nicht verheiratet seid, müsstest du dich um eine Bewilligung kümmern und nachweisen, dass du dir den Lebensunterhalt in der Schweiz leisten kannst.

    Plant ihr in absehbarer Zeit Kinder zu bekommen? Dann könnte es vorteilhaft sein, in Deutschland zu bleiben. Krankenversicherung, Kinderbetreuung, Lebensmittel etc. ist halt günstiger in Deutschland.


    Zitat

    Macht es finanziell einen großen Unterschied wo wir wohnen würden in unserer Konstellation?

    Um das zu beurteilen, fehlen knallharte Fakten zum Einkommen - ich erwarte jetzt nicht, dass du dieses offenlegst, aber letztendlich ist das der ausschlaggebene Punkt. Man muss meines Erachtens schon sehr gut verdienen, damit es sich unterm Strich wirklich lohnt, in die Schweiz zu ziehen. Sprich, die Steuerlast in Deutschland (als Grenzgänger) wäre irgendwann so hoch, dass es günstiger wäre, in der Schweiz zu wohnen, trotz höherer Wohn- und Lebenshaltungskosten (und niedrigeren Steuersätzen).


    "Grenzgänger andersrum" ist, soweit ich gehört habe, nicht so wirklich klasse.


    Auf jeden Fall würde sich weniger ändern, wenn ihr in Deutschland wohnen bleibt und sie Grenzgängerin wird. Später kann man sich ja immer noch dazu entscheiden, ganz in die Schweiz auszuwandern.