Beiträge von lieberjott

    Hallo zusammen,


    mein Mann und ich spielen schon seit einigen Jahren mit den Gedanken in die Schweiz auszuwandern.

    Er als Beamter seit 15 Jahren (Berufs Feuerwehrmann) möchte seinen Beamten-Status jedoch nicht einfach so aufgeben.

    Die Berufsfeuerwehren in deutschsprachigen Regionen der Schweiz kannst du mit zwei Händen abzählen. Ist euch das bewusst?

    Mir hat jemand mal erzählt, auf dem Flughafen in Singapur wäre der Hallenboden ausgelegt mit weißem Teppich. :face_with_raised_eyebrow:

    Ja, in Changi hat's auch Teppich. Ob der jetzt weiss war, kann ich nicht mehr sagen, aber es war definitiv sehr angenehm, da der Teppich natürlich stark alle möglichen Geräusche dämmt. Macht den Aufenthalt dort sehr angenehm.

    Etwas mehr Respekt einem Arzt gegenüber und Kommunikation auf Augenhöhe wäre schon nicht schlecht.

    Falschaussagen und Falschbehauptungen werden nicht richtiger, nur weil sie von jemandem vom Stapel gelassen werden, der erfolgreich ein Medizinstudium abgeschlossen hat. Zudem mache ich mir keine Karteikarten, wer im Forum jetzt welchen Beruf hat um anhand dessen meine Kommunikation anzupassen.

    Ansonsten: Für Kommunikation auf Augenhöhe bezüglich dieses Themas müsste ich mich ganz schön tief in den Morast aus Desinformation begeben.


    Achja: Auch Offline gebe ich offensichtlichem Unsinn gerne kontra.

    Nachtrag: Scheint so, dass die Schweiz auch im Winter standardmässig Strom importiert, sich aber sorgt, dass sie dies eventuell nicht mehr kann:

    Alpiq-Chefin zu Strommangel – «Aus der Liquiditäts­krise ist eine Versorgungs­krise geworden»
    Für die Schweiz stelle sich im Winter die Frage, ob genügend Strom aus den Nachbarländern importiert werden könne, sagt Antje Kanngiesser zur Situation auf den…
    www.bazonline.ch


    Aber das passt leider nicht so ganz ins Bild, wenn man stupides Deutschland/EU = doof ; Schweiz = superduper betreiben will und Neutralität so versteht, dass sich die Schweiz möglichst stark abkoppeln und abkapseln sollte.

    Zitat

    Wir halten fest: Es wird in Deutschland in Gaskraftwerken Strom produziert für den es in Deutschland überhaupt keine Abnehmer gibt. Gaskraftwerke sind eigentlich nur für die Abfederung der Spitzenlasten im Stromnetz konzipiert.

    Umgekehrt wird ein Schuh draus: Dieser Strom wird nur deshalb produziert, da es eben in anderen Ländern einen Bedarf an Strom gibt, da dort nicht genug Strom produziert werden kann. Darauf weist auch der hohe Preis pro MWh am Spotmarkt (hourly/daily) hin. Denn erst dann lohnt es sich, die teuren Gaskraftwerke anzuschmeissen.


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    Der mit einer knappen Ressource sinnlos produzierte Strom wird in Länder exportiert die ein vielfaches der Atomstromkapazitäten von Deutschland haben (Schweiz 4 Atomkraftwerke : 8 Mio. Einwohner, Frankreich über 50 Atomkraftwerke : 67 Mio. Einwohner, Deutschland noch 3 Atomkraftwerke : 80 Mio. Einwohner).

    Und was helfen die tollen Atomkraftwerke, wenn diese mangels Kühlwasser nicht oder nicht mit voller Last betrieben werden können? Wartungsarbeiten sind nur ein Teil der Ursache. Siehe https://www.heise.de/news/Hitz…t-Grenzwerte-7182121.html


    Zitat

    Eine Irregeführte Planwirtschaft bezüglich der Energiepolitik kann man nun wirklich nicht leugnen.

    Jegliche politische Entscheidung als "(irregeführte) Planwirtschaft" zu bezeichnen ist lächerlich. Man könnte genauso sagen, dass zumindest in diesem Sommer die atomkraftbasierte Energiepolitik in Frankreich und der Schweiz eine irregeführte Planwirtschaft sei.

    (...)

    Käme als Nachsatz nicht so wieder dämliches Geschwurbel, hätte ich dir tatsächlich fundiert drauf geantwortet. Aber vermutlich interessiert dich die Antwort gar nicht, daher brauche ich mir die Mühe nicht geben.


    Nur so viel: Es kann nur Strom exportiert werden, wenn es einen Stromüberschuss gibt. Demzufolge kann man diesen gar nicht in Deutschland verkaufen. Das Ausland muss diese Strommengen an der europäischen Strombörse kaufen und dort definiert grob gesagt die teuerste Erzeugungsart den Preis pro MWh. Ergo zahlen die Importeure massiv. Am heutigen Spotmarkt können nur Deutschland und Österreich relevante Strommengen anbieten, für knapp 630 Euro pro MWh Peakload - macht also satte 63 Cent pro kWh. Aber schwurbel' ruhig weiter von Planwirtschaft...

    Mal noch ein Einwurf zum Thema Energie:
    https://www.tagesspiegel.de/wi…-im-vorjahr/28608598.html


    Zitat

    Der Branchenverband Zukunft Gas vermutet als Grund für das aktuelle Plus eine stark erhöhte Stromnachfrage aus Frankreich, wo derzeit zahlreiche Atomkraftwerke nicht am Netz sind, sowie aus der Schweiz, wo derzeit wegen der Dürre nicht so viel Strom aus Wasserkraft produziert werden kann.

    Bereits im zweiten Quartal habe sich der Stromexport aus Deutschland nach Frankreich gegenüber dem Vorjahr fast versechsfacht. Beim Export in die Schweiz betrug der Anstieg sogar mehr als das Sechsfache. „Diese Strommengen wurden zum Teil wohl mit Gaskraftwerken produziert und exportiert“, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.


    Jaja, das doofe Deutschland welches seine Atomkraftwerke abstellt, exportiert nun Strom in das Atomkraftwerkmusterland Frankreich und auch in die Schweiz...

    Egal ob Grenzgänger oder Ansässiger in der Schweiz, du musst du dich selber krankenversichern und trägst die Prämien selber.

    Die Prämien unterscheiden sich ob man Grenzgänger ist oder ob man in der Schweiz wohnt (wo dann auch der Ort eine Rolle spielt).

    Es gibt in der Schweiz quasi nur die gesetzliche Versicherung, somit sollte es bei Rückkehr nach Deutschland in die GKV keine Probleme geben.



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    was lohnt sich erfahrungsgemäß finanziell eher. Als Grenzgänger in Deutschland zu leben und in der Schweiz zu arbeiten oder direkt in der Schweiz leben?

    Das ist sehr individuell und hängt von verschiedenen Faktoren ab.

    Ja, die Zahlen hauen schon eher hin (und bei dem Wohnungsbudget ist Toplage definitiv nicht drin :winking_face: ). Was du bei der Krankenversicherung durch eine höhere Franchise sparst, solltest du trotzdem als Rücklagen haben.

    Und ist natürlich gut, dass dann noch ausreichend übrig bleibt :smiling_face: Der Verzicht auf ein Auto ist in der Tat sinnvoll und spart eine Menge Geld. Zudem gibt's ja quasi schweizweit auch das Mobility Carsharing beispielsweise.

    Also damit mal ein gefühl bekommst du wirst mindestens um die 2000 miete zahlen im monat

    In guter Lage in Zürich? Bitte Realitätscheck auf einem entsprechenden Wohnungsportal machen.


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    dann wirst du ca 170-240 krankenkasse zahlen,

    In welchem Kanton gibt's denn so geringe Prämien, bzw. welche Franchise muss man da wählen? Im Kanton ZH ist's je nach Versicherungsmodell mindestens doppelt so viel (bei CHF 300 Franchise).


    Zitat

    Vergessen pensionskassen,Ktg,uvg und AHV Abzüge wirst jährlich auch um die 7500 lohnabzüge haben

    Das dürfte wohl zu wenig gerechnet sein. Hinzu kommt noch die Quellensteuer. Abgesehen davon erfolgen die Lohnabzüge monatlich.

    Wenn man nach seinem Wunsch bezüglich Jahresbrutto gefragt wird, erwähnt man dann das Jahresbrutto für 12 oder 13 Monate? Was ist denn üblich?


    Ich habe sehr oft gelesen, dass 13 Gehälter Standard sind. Es wurde beim Gespräch nur die Summe „notiert“, jedoch nichts dazu gesagt.

    An der Höhe des Jahresbrutto ändert sich ja nichts, nur weil es in 13 statt vielleicht 12 Tranchen ausgezahlt wird.
    Und so sehr ist der 13. Monatslohn zumindest nach meiner Erfahrung auch nicht mehr Standard; ich kenne einige Unternehmen, da wird das Salär nur 12 mal ausgezahlt - aus Gründen der Einfachheit.

    Was ist denn eure Motivation, in die Schweiz zu ziehen? Darüber verlierst du leider keine Worte und es geht direkt um's finanzielle :smiling_face:

    Und ja, es kann gut sein, dass man als Familie in der Schweiz, trotz höherem Gehalt, nicht besser lebt bzw. mehr übrig hat als in Deutschland.


    Wenn ich deine Rechnung richtig interpretiere, so lebt ihr in Deutschland in einem Eigenheim, würdet aber in der Schweiz zur Miete wohnen?


    Bei Grenzgänger hast du vermutlich die Kosten für die Krankenversicherung vergessen - die ist im Schweizer (Netto-)Lohn nicht enthalten.


    Ich habe das Gefühl, dass das Ergebnis zu knapp ist (zumal es ja hinsichtlich Essenskosten schon etwas "geschönt" ist und auch die Miete evtl. zu optimistisch angesetzt ist, sowie nur die Differenz zwischen Mieteinnahmen und Immokredit letztendlich für einen Überschuss sorgt) um ganz klar sagen zu können, dass sich ein Umzug rentiert.
    Aber es kann ja andere, softe Faktoren geben, welche wichtiger sind.