Beiträge von lieberjott

    Nun ist es aber so, das mit der Überlegung als Grenzgänger dort zu arbeiten, also in Deutschland als Hauptverdiener weiter zu wohnen und in Basel beispielsweise zu arbeiten, nach meinen Informationen soviel Lohnsteuer in Deutschland zu zahlen ist, das sich das kaum rechnet.

    Warum sollte sich das "kaum rechnen"? Es wäre einfach, wie wenn du in Deutschland mehr verdienst - deine Steuerlast steigt, da mehr Einkommen zu verteuern ist und der Durchschnittssteuersatz steigt...aber da es ja keinen Steuersatz von 100% gibt und der Durchschnittssteuersatz trotzdem deutlich unter 42% liegen dürfte, bleibt dann trotzdem noch genug übrig. Und wenn's eh vor allem um die besseren Arbeitsbedingungen geht, dann kannst du die auch als Grenzgänger haben.

    Hinzu kommt, dass ein Konto bei der Schweizer UBS vermutlich nicht für die üblichen SEPA-Lastschriften taugt.
    Und viele Anbieter eine IBAN mit "CH" am Anfang sicher nicht akzeptieren, auch wenn zumindest SEPA-Überweisungen möglich wären.

    Hallo, habe von einem Grenzgänger bzw. Wochenaufenthaltern gehört, dass sich dieser zunächst bei der Schwizer KVG versichert hat und diese ihm dann

    grundlos gekündigt hätte.

    Warum ist er nicht zu einer anderen Schweizer Krankenversicherung gegangen?
    Aber letztendlich fehlen hier ja grundlegende Infos, so dass eigentlich alles nur Spekulation wäre.


    Zitat

    Er musste ich dann bei der GKV versichern.

    Ob er wirklich "musste", sei mal dahingestellt. Siehe auch meine erste Frage von oben. Der Grenzgänger hat ja sicher mal irgendwann explizit oder implizit das Optionsrecht in der Schweiz ausgeübt, das kann der Krankenversicherer ja nicht einfach so aushebeln.


    Wenn ich in das entsprechende Gesetz (https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1995/1328_1328_1328/de) schaue, dann sehe ich nicht mal, dass der Versicherer ein Kündigungsrecht hätte. Selbst bei Nichtbezahlung der Prämien erfolgt keine Kündigung.

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    Bin jetzt gespannt auf eure Antworten

    Die Rechtslage ist halt eindeutig. Mal gucken ob die Ausnahmeregelung noch verlängert wird - vermutlich nicht.

    Ich habe meine zuständige Bundestagsabgeordnete diesbezüglich angeschrieben, sie ist sich der Problematik bewusst...


    Wie ich's dann mache (als Grenzgänger DE->CH) wenn die Ausnahmeregelung ausläuft, weiss ich noch nicht. Mein Arbeitgeber hat jedenfalls schon mal drauf hingewiesen, dass dann die Regelungen wieder strikt einzuhalten sind. Andererseits kann er es kaum überprüfen.

    Kann jemand mit mir teilen ob Schweizerische Sozial-Beitragen und KK sind in D Steuerlich absetzbar ?


    Kann man beispielsweise AHV und Pensionskasse absetzen ?

    Ja, Ja, Ja, Ja. Aber gerade bei der Pensionskasse ist es komplizierter! Je nach Beiträgen kann nicht alles "abgesetzt" werden und Beiträge des Arbeitgebers können sogar zu einer höheren Steuerlast führen, da sie als Einkommen gewertet werden. Das gilt dann genauso, wenn der Arbeitgeber freiwillig die Unfallversicherung oder die Krankentaggeldversicherung bezahlt.


    Siehe Formular N-GRE (https://www.formulare-bfinv.de…on/invoke.do?id=034049_21), gerade die Seite 4 ist "interessant".

    Danke für die Rückmeldungen.

    Ich möchte nur vermeiden, dass dann später irgendwer kommt und sagt, ich könne nicht in die KvdR, weil ich die Vorversicherungszeiten nicht erfüllt habe.

    Für eine verbindliche Auskunft solltest du dich in Deutschland an den entsprechenden Träger wenden - hörensagen hilft da nicht weiter.

    Viele Fragen...ich konzentriere mich mal auf das Wesentliche:


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    Wäre das überhaupt möglich, in Deutschland und in der Schweiz so zu arbeiten?

    Du kannst sowohl in Deutschland und in der Schweiz bei unterschiedlichen Arbeitgebern tätig sein.


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    Müssen die Arbeitgeber einverstanden sein?

    Selbst wenn es im Arbeitsvertrag keinen entsprechenden Passus gibt, so würde ich das dringend vorher abklären.


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    Wie geht das dann mit der sozialen Sicherheit? Läuft das dann über Deutschland?

    Wird bilateral koordiniert, mit Wohnsitz in Deutschland ist dafür die DVKA zuständig. Bei mehr als 25% Pensum in Deutschland bedeutet das komplette Sozialversicherungspflicht (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, etc-Versicherung) in Deutschland - auch für den Schweizer Job.


    Zitat

    Nur Steuern dann über Schweiz?

    Wohl kaum...Lässt sich mit so wenig Informationen auch kaum eindeutig beantworten.


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    Oder Saisonarbeit? Ein halbes Jahr in Deutschland, ein halbes Jahr in der Schweiz?

    Ich glaube kaum, dass man sich diese bürokratischen Implikationen mehr als eine Saison antun will.

    Wie bereits gesagt: Meines Erachtens müsste jede Schweizer Grundversicherung per Definition eine gesetzliche Krankenversicherung sein, es spielt dann keine Rolle, bei welcher man konkret ist.

    Als Schweizer brauchst du ja keine Arbeitsbewilligung.


    Zitat

    Auch der Umzug nach Deutschland wäre aufgrund meiner deutschen Staatsangehörigkeit kein Problem oder?

    Korrekt.


    Zitat

    An meinem Arbeitsverhältniss würde sich dann nichts ändern und ich müsste nicht meine Arbeit irgendwie neu anmelden?

    Naja, er müsste dich dann als Grenzgänger führen und dann wohl auch die Quellensteuer für Grenzgänger abführen, wenn du keinen Wohnsitz mehr in der Schweiz hast.

    Tesla hat ja Solarmodule in Dachziegelform entwickelt, da sieht man wohl nur am Schimmern, dass es keine normalen Ziegel sind.
    Ich denke, da ist schon vieles möglich und es wird noch mehr gehen. Ist letztendlich "nur" eine Frage des Preises und Aufwands.

    Wobei bei so manchen Dächern eine vollflächige, normale PV-Anlage eh schon eine optische Aufwertung darstellt.

    Bei dir ist der Tenor irgendwie immer, dass immer und ausschliesslich die anderen doof oder unfair wären.
    Die allgemeine Erfahrung sagt mir, dass es in der Regel zwei Seiten einer Medaille gibt und dass es nicht immer nur an den anderen liegen kann, wenn man laufend aneckt oder Probleme hat.

    Das ist ein "waschechtes" Schweizer Konto mit CH...Kontonummer. Lässt sich nicht von einem "normalen" Schweizer Konto unterscheiden, aber die Geschäftsbeziehung besteht zu einem deutschen Institut (was mit Wohnsitz Germany natürlich problemlos ist).

    Wenn's ein "waschechtes" Konto ist, dann kann es auch LSV+, eBill, es gibt echte Debit- und CHF-Kreditkarten, kann man Einzahlungsscheine scannen und bezahlen? An welchen Bancomaten in der Schweiz kan n man kostenlos CHF beziehen?
    Davon sehe ich nämlich nix auf der Seite.

    So ein Konto ist wohl nur sowas für solche (Grenzgänger), die komplett ihr Geld nach Deutschland in transferieren und in der Schweiz nicht mal einen Kaffee trinken würden.
    Aber nichts, um ordentlich am Geschäftsverkehr in der Schweiz teilzunehmen.

    Fun fact, das ich in unserer Dorf-Zeitung gelesen habe: Die Velo-Vignette hat es in der Schweiz bereits gegeben (ich glaube bis 2012 oder so etwas). Allerdings nur 10CHF/ Jahr und nicht die jetzt geforderten 20....

    Eh absurd, wenn man bedenkt, dass die Autobahnvignette nur CHF 40 kostet. Obwohl die Autobahninfrastruktur um Welten teurer und komplexer ist.
    Wie auch immer, die untergegangene Industrie der Velovignettenhalterhersteller wird sich freuen!

    Aber es ist überall das gleiche: Wird in Deutschland eine neue Fahrradstraße eröffnet, dann gibt's auch sofort Kommentare, dass Fahrradfahrer ja Sozialschmarotzer seien, die keine (MFZ/KFZ-)Steuern zahlen und somit nichts zur Infrastruktur beitragen würden :face_with_rolling_eyes:

    Anja, was möchtest du mit den vielen Worten eigentlich sagen? So richtig schlau werde ich nicht draus.


    Achja: Wenn du die ukrainischen Soldaten oder die Ukraine direkt unterstützen willst und Hilfsorganisationen nicht traust, dann kannst du auch direkt an die ukrainische Nationalbank spenden.