Beiträge von lieberjott

    Das mit der Stiftung Auffangeinrichtung BVG hatte ich ja auch schon geschrieben, das ist quasi der Notnagel, wenn sich niemand um sein Freizgüigkeitsguthaben kümmert.

    Du kannst auch proaktiv bei der Stiftung ein Freizügigkeitskonto eröffnen: https://web.aeis.ch/DE/pages/185/Eröffnung%20eines%20Freizügigkeitskontos

    Der einzige Vorteil ist, dass die Auffangeinrichtung keine Gebühren verlangt.


    Und ja, sobald du wieder einen pensionskassenpflichtigen Job hast, wird das Geld wieder in die Pensionskasse eingezahlt.

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    die dame erhält ihr geld von der IV und redete genau von der Summe, von der du redetest. Sie sagte, dass wir mit meinem Gehalt genau unter diesen 21510 CHF bleiben. Das heisst im Klartext, ich wäre nicht PK-pflichtig?

    Genau. Damit spart deine Auftraggeberin dann halt die Arbeitgeberbeiträge zur Pensionskasse und muss sich auch nicht drum kümmern, an einer PK angeschlossen zu sein.


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    Wäre es also von mir eine Art Freiwilligkeit, dass ich dann in eine PK einzahle, von der ich ja gar nicht wüsste, welche es wäre.

    Das wäre meines Wissens nicht möglich.


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    Ich bin seit 8.10. ohne Arbeit und bekomme noch diesen Monat 1x Gehalt. Danach müsste ich bei der Zurich sicherlich sagen, dass ich ab sofort kein Geld verdiene auf bestimmte Zeit, oder wie gehe ich da vor?

    Deine Pensionskasse bei der Zurich müsste eigentlich vom Arbeitgeber informiert werden, dass deine Anstellung endet und du würdest daraufhin Post von der Pensionskasse bekommen.


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    Zusammengefasst muss ich dann also Geld auf dieses Freizügigkeitskonto einzahlen, wo finde ich dieses und wieviel muss ich dort parken, kannst du mir das bitte auch noch sagen?

    Das Freizügigkeitskonto musst du selber bei einer Bank oder Versicherung deiner Wahl eröffnen, leider kostet dies in der Regel sogar Geld. Parken musst du dort alles.
    Deiner ehemaligen Pensionskasse musst du dann die Daten für das Freizügigkeitskonto mitteilen. Bzw. oft tun das sogar die Institutionen selber, bei denen du das Konto eröffnest. Du erhältst dann jeweils auch wieder Post von beiden Beteiligten: Dass das Geld aus der Pensionskasse auf das Freizügigkeitskonto überwiesen wurde und von der Bank, dass das Geld angekommen ist.
    Kümmerst du dich nicht darum, landet dein Guthaben aus der Pensionskasse irgendwann in der "Stiftung Auffangeinrichtung BVG".


    Solltest du wieder in der Schweiz pensionskassenpflichtig beschäftigt sein, musst das Geld dann wieder in die Pensionskasse einbringen.

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    ich zahle aktuell quellensteuer und massenhaft steuern in deutschland, also falle ich nicht unter die 60 TAge Regel. Ich habe einen Ausländerausweis und fange auch langsam an zu verzweifeln.

    Dann ändert sich also nichts. Aber wie gesagt, es gibt keinen Grund zum verzweifeln - die Antwort vom Steuerring ist halt ohne den Kontext etwas irritierend für dich.


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    Wie meint sie das mit dem "BVG-pflichtig"? Ich zahle jeden Monat Betrag X für die BVG, seit ich in der Schweiz arbeite. Da ich aber bald die Stelle ändere, frage ich mich, ob dieser BEtrag X weiterhin von der Pensionskasse automatisch abgezogen wird vom Konto, oder ob diese Pensionskasse an einen Arbeitgeber geknüpft ist?

    BVG=Pensionskasse. Man zahlt erst ab einem gewissen Mindesteinkommen in die Pensionskasse ein. Erst ab einem Jahreslohn von 21'510 Fr ist man obligatorisch in der Pensionskasse versichert.
    Und die Pensionskasse ist immer an den Arbeitgeber geknüpft. Verlässt du die Stelle, musst du das Geld entweder an eine neue Pensionskasse übertragen (sofern du wieder über den Job bei einer PK angeschlossen wärst) oder du müsstest das Geld auf einem so genannten Freizügigkeitskonto parken.


    Wie gesagt, Grenzgängerin bleibst du trotz allem. Einen anderen Job in Deutschland wirst du dann nicht haben, oder?

    Du bist weiterhin Grenzgängerin.


    Die 60-Tage-Regelung ist unabhängig von deinem Status und hat "nur" Einfluss auf deine Besteuerung.

    Wenn du nicht unter die 60-Tage-Regelung fällst, zahlst du halt komplett in Deutschland Einkommenssteuer - so wie viele andere Grenzgänger auch.


    Wie du aktuell besteuert wirst, also ob du aktuell unter die 60-Tage-Regelung fällst, wissen wir nicht.


    Letztendlich ist's aber alles kein Drama.

    Das Finanzamt weiss doch (vermutlich) gar nicht, zu welchem Anteil du wo gearbeitet hast.

    Und es ist eigentlich auch kein Steuerthema, sondern es geht um Kranken- und Rentenversicherung etc. pp. - ist die Frage, ob das Finanzamt das interessiert. Ich würde da definitiv nichts proaktiv ansprechen.

    Aber grundsätzlich hat dein Arbeitgeber vollständig recht.

    In der Schweiz gibt es kein H-Kennzeichen oder Äquivalent dazu.
    Weiterführende Infos gibt es mit dem Stichwort "Veteranenfahrzeug". Die Prüfung ob das Fahrzeug zum Status entspricht, wäre dann in der Schweiz zu machen.

    Der Lohn wird in Deutschland "normal" versteuert. In Deutschland profitierst du halt von den dir bekannten Mechanismen wie Ehegattensplitting, Kinderfreibeträge/Kindergeld, teilweise günstigerer (im Vergleich) Kinderbetreuung etc.

    Da du ja vermutlich verheiratet bist und das Einkommen deiner Frau nicht bekannt ist, kann man die Steuerlast kaum seriös berechnen.

    Zu Österreich kann ich nichts sagen.

    Wieso denkst du gerade bei meiner Frau?

    Naja, wegen der Staatsbürgerschaft, da könnte einen Sachbearbeiter annehmen, dass sie schon mal in der Schweiz gearbeitet haben müsste.

    Aber ich nehme an, dass es eigentlich keine Möglichkeit gibt, für die neue Pensionskasse etwas über andere Kanäle herauszufinden, wenn ihr angebt, dass keine Austrittsabrechnungen bzw. Freizügigkeitsguthaben gibt.

    Die ganze Informationsweitergabe erfolgt ja anhand der Austrittsabrechnungen; es gibt meines Wissens kein Zentralregister. Es sei denn, ihr landet aus blödem Zufall wieder bei genau der gleichen Pensionskasse bzw. Sammelstiftung bei welcher ihr schon vorher mal wart.

    Nochmal ein paar Gedanken von mir.

    Wenn ihr beide komplett euer Vorsorgeguthaben habt ausbezahlen lassen, dann müssten ja eure Freizügigkeitskonten saldiert sein, sprich ihr habt eigentlich keine Geschäftsbeziehung mehr mit der Freizügigkeitsstiftung bzw. Bank.

    Die Freizügigkeitsstiftung oder Bank hat vermutlich auch wenig Interesse, wieder Einlagen von euch zu bekommen, weil damit derzeit wegen Negativzinsen und strikter Anlageregeln kein Geld zu verdienen ist - im Gegenteil.
    Andererseits darf der Sachbearbeiter euch natürlich nicht ermuntern, gegen die Gesetzeslage zu verstossen (durch einen Verkauf ohne Rückzahlung der Gelder). Und vermutlich will er auch keine Aussage machen, auf die man ihn ggf. vor Gericht festnageln könnte.


    Wenn ihr jetzt in Deutschland arbeitet und erst in Zukunft wieder in die Schweiz geht, dann frage ich mich, ob ihr bei euren nächsten Pensionskassen wieder als weisses Blatt Papier anfangt (vermutlich schon), sprich denen ist gar nichts über euren Vorbezug bekannt - weil ihr ja kein Freizügigkeitsguthaben einbringen werdet (Mutmassung).

    Vor allem bei deiner Frau könnte die neue Pensionskasse stutzig werden und nach der letzten Austrittsabrechnung fragen - in den Reglementen behalten sich die PKs in der Regel vor. Beispiel: https://www.swisscanto-stiftun…tung-sst-Formulare-de.pdf -> "Recht auf Einsicht". Ich kann dir nicht sagen, wie die Rechtslage ist, wenn ihr behauptet dass es keine gäbe.

    Dann bleibt quasi nur der Verkauf und die Rückzahlung. Vermietung wäre interessant für uns, aber nach so kurzer Zeit könnte wohl der Anschein entstehen, das man dies mit dem Hintergrund auf schnelle Vermietung gemacht hat.

    Bei einem Verkauf nach so kurzer Zeit wären dann die ganzen Kaufnebenkosten für die Katz. Erscheint mir nicht so klug.
    Andererseits: Mit bestehendem Wohneigentum wieder in die Schweiz zu ziehen hat evtl. auch steuerlich wieder Nachteile.

    Ohne jetzt Salz in die Wunde streuen zu wollen: So ganz durchdacht erscheint die Angelegenheit nicht?

    Super, danke dir. Werde mich mal in Ruhe anschauen.

    Viele Menschen haben ja Immobilien in Deutschland und wohnen in der Schweiz.

    Ja, aber solche Immobilien dürfen nicht mit Vorsorgegeldern erworben werden, wenn man nicht drin wohnen wird. Kann man hier nachlesen: https://www.bsv.admin.ch/bsv/d…neigentumsfoerderung.html


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    Ich denke, dass komplizierte bei uns ist die Situation mit dem Vorbezug und der Rückkehr in die Schweiz.

    Eigentlich ist da nichts wirklich kompliziert und die Rückkehr an sich ist auch nicht ausschlaggebend ist

    Ist richtig. Das wurde in Deutschland nicht eingetragen.


    In welche Bedingungen kann man das Nachlesen. Das Geld haben wir von einem Freizügigkeitskonto vorbezogen und nicht von einer Pensionskasse.


    In welchen Bedingungen kann ich nachlesen? Wir haben das Geld von einem Freizügigkeitskonto.

    Auch beim Freizügigkeitskonto sollte es ein entsprechendes Reglement geben bzw. Informationen, die ihr beim Vorbezug erhalten habt. Oder war das kein expliziter Vorbezug für Wohneigentum (was eigentlich nicht sein kann, wenn ihr alle Gelder bekommen habt)?
    Wobei das eigentlich keine Rolle spielt, da hier die Gesetzgebung eigentlich schon eindeutig genug ist und das Reglement diese Gesetzeslage in diesem Aspekt nur widerspiegeln dürfte.

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    Müssten wir bei einer Rückkehr das Geld in die Pensionskasse wieder einzahlen.

    Ja - steht garantiert in den Bedingungen zum Vorbezug. Also beim Verkauf definitiv, eventuell auch bei der Vermietung. Wie gesagt, Reglement bzw. Bedingungen zum Vorbezug lesen.


    Jetzt ein aber: Die Pensionskasse würde vermutlich nicht mitbekommen, wenn ihr das tut - es sei denn, sie fordert irgendwann mal später Unterlagen an um zu prüfen, ob ihr noch Eigentümer seid.
    Denn in der Schweiz wird bei einem Vorbezug eine so genannte Veräusserungsbeschränkung im Grundbuch eingetragen, so dass man die Immobilie nicht an der PK vorbei wieder zu Geld machen kann.
    Bei Immobilien in Deutschland wird diese Veräusserungsbeschränkung aber meines Wissens nicht eingetragen - da es dieses Konstrukt so in Deutschland nicht 1:1 gibt. Somit wäre eine Veräusserung an der Pensionskasse vorbei in der Theorie möglich, würde aber Vertragsbuch bedeuten und ist vermutlich sogar ein Verstoss gegen das Gesetz über die berufliche Vorsorge.

    Der Arbeitgeber wird dir schon sagen, wenn er etwas besonders benötigt.
    Führungszeugnis und Auszug aus dem Betreibungsregister (bzw. SCHUFA, da Grenzgänger) war bei meinem letzten Jobwechsel nötig, da ich potenziell Zugriff auf sensible Daten haben könnte.
    Nachweis der Krankenversicherung interessiert ihn auch nicht; das zahlst du ja selber.

    Wenn eine Person, die die ganze Zeit raushängen lässt, dass sie nur "weg" will (bei dir ab der Vorstellung), habe ich erhebliche Zweifel, dass sie in anderen Ländern (egal wo) glücklicher wird. In den allermeisten Ländern kann man zufrieden sein - und ganz sicher auch in Deutschland. Einige tun so als wäre das Afghanistan. Dazu gehört aber auch immer eine gewisse Fähigkeit zur Selbstreflektion - und du hast ja in den letzten 30 Jahren (wie du selber schreibst) - nicht über den Tellerrand geschaut. Deutschland ist ein wirklich gutes Land und ich verspreche Dir, dass Dir das früher oder später bewusst wird. Und da Dir das vermutlich noch bewusst wird, kannst du es auch ganz gelassen nehmen, dass Du Deine Rentenzeit vermutlich wieder in diesem gar nicht so schlechten Land verbringen wirst.

    Danke dass es mal jemand anders so deutlich sagt.
    Ich kann diese Beiträge nicht ausstehen und ernst nehmen, in denen im Subtext immer ziemlich deutlich die Aussage mitschwingt, dass Deutschland kurz vor dem wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und freiheitlich-demokratischen Kollaps stehen würde bzw. dieser schon erfolgt sei. Was natürlich fernab jeglicher Realität ist.


    Diejenigen, die sich darüber echauffieren, wie "schlimm" es denn in Deutschland sei, sollten in der Tat etwas Selbstreflexion betreiben und zur Kenntnis nehmen, dass sie global betrachtet, immer noch zu den 2 oder 3% obersten Prozent der Menschen gehören, denen es verdammt gut geht, da sie praktisch keinerlei Einschränkungen haben.