Beiträge von toblerone

    Hallo Joshua,
    ich denke, ich verstehe, dass du aufgebracht bist. Darüber hinaus freue ich mich, dass du einen lustigen und bunten Freundeskreis hast.
    Beim Lesen dieser Erfahrungen mit "der Schweiz" und "den Schweizern" überkommt mich dann doch ein Gefühl von Fremdheit. Nicht der Schweiz gegenüber, sondern dem Inhalt der Vorwürfe und der Art und Weise des Vortrags.
    Zwar lebe ich noch nicht in der Schweiz, das hat noch zwei Wochen Zeit, aber meine Erfahrung zeigt mir, dass es schon ein wenig darauf ankommt, wie man in den Wald hineinbrüllt...
    Und zeigt ein Finger auf die anderen, so zeigen doch drei zurück auf einen selbst.
    Integration leitet sich ab vom lateinischen Wort "integrare", das heißt "hinein nehmen". Ich muss also bereit sein, von mir selbst ein Stück abzurücken und Platz zu machen für das Fremde da draußen, damit ich es "hinein nehmen" kann. Der Entschluss in einem fremden Land zu leben beinhaltet also aktive Auseinandersetzung und das Interesse an Integration.
    Das ist überall auf der Welt so.
    Die Wohnungsgesellschaft, die an uns vermietet, liegt übrigens in Zürich, auch wenn wir selbst nicht dort wohnen werden, sondern im Kanton. Aber da habe ich es mit eigenen Augen gesehen: Es gab keine drei Meter hohen Nasen und zu uns waren alle Beteiligten sehr freundlich. Unser Sachbearbeiter, der ja mich als "Anfänger ind Schweiz" ertragen muss, zeigt mir gegenüber wirklich viel Geduld und einen feinen Sinn für Humor. Wie gesagt, der Ton macht die Musik...
    Beste Grüße

    Hallo,
    also wir freuen uns total auf den Kanton Zürich. Wir sind zwar keine Top Anwälte mit Top Positionen, aber dafür haben wir bisher nur Top Erfahrungen mit Land und Leuten gemacht....
    Gleichwohl finde ich es super, wenn es einem nicht gefällt, die Konsequenzen zu ziehen und wo anders zu leben. Mit Deiner Ausbildung ist das wohl auch kein Problem, da wirst Du wahrscheinlich in Deutschland ohnehin mit offenen Armen empfangen.
    Wandlung und Loslassen können ist eine nicht zu unterschätzende Fähigkeit!
    Liebe Grüße und alles Gute für den Wiederanfang in Deutschland!

    Hallo Markus,


    also die Kantonalbank unseres Herzens sagte uns - natürlich nicht die Bank, sondern die Mitarbeiterin darin - dass wir dazu erst angemeldet sein müssen. Wir haben das jetzt mit der Wohnungsgesellschaft geklärt und für die ist das auch in Ordnung.
    Die Einrichtung eines Kautionskontos dauert sowieso und bis dahin haben wir dann ein Schweizer Konto und solange bleibt die Wohnungskaution im Depot der Gesellschaft. Die erste Miete dürfen wir mit Zahlschein bezahlen, also alles entspannt.


    Trotzdem Danke, wir wurschteln uns so durch und sind für alle Hinweise total dankbar. Da gibts ja vielleicht einfach Dinge, da hätten wir im Traum nicht dran gedacht...
    Liebe Grüße, Tobi

    Vielen Dank Kerstin,
    wir werden drauf achten. Wir werden aufpassen und genau schauen. Nachdem ich jetzt aber echt oft mit dem netten Sachbearbeiter der Immobilienverwaltung gesprochen habe, habe ich das Gefühl, dass wir das wirklich gut getroffen haben. Die sind fürchterlich freundlich, zuvorkommend und flexibel, was unseren seltsamen Status als "bald dazugehörend" anbelangt. Wir können ja erst ein Konto eröffnen, wenn wir eine Wohnung nachweisen können....
    Und unseren Hund dürfen wir auch mit nehmen. Habe gerade die Haustierverordnung gelesen und gelernt, dass Hunde zum Wohlbefinden beitragen...
    Also, nach dem Zittern geht es jetzt los.
    Gerade katologisiere ich das Umzugsgut für den Zoll, damit die genau wissen, was wo in welcher Kiste steckt. So genau bin ich noch nie umgezogen...
    Liebe Grüße,
    Tobi

    Hallo,
    ich wollte kurz erzählen, wie es uns derzeit geht. Wir haben begriffen, dass wir wirklich "Anfänger in Schweiz" sind.
    Aber heute kam eine Nachricht, dass wir unsere "Traumwohnung" haben können. Die Wohnungsgesellschaft hat uns für würdig befunden. Also, wenn Ihr das Gefühl hattet, in der Mitte Deutschlands bebt die Erde, dann waren wir das, weil wir wie blöd herumtanzten...
    Seit heute wissen wir also, wo unser neues Haus wohnt. Und jetzt werden wir engen Kontakt mit der Schweizer Bürokratie suchen. Seit ein paar Tagen liegt mein Arbeitsvertrag bei uns, jetzt die Wohnung, als nächstes stehen so viele Dinge an...
    Es wird spannend!
    GIbt es Anfängerfehler, auf die wir achten sollten?
    Liebe Grüße, Tobi

    Hallo Ina,


    ich bin Sonderschullehrerin. Und weil ich nicht noch die nächsten 20 Jahre über schlechte Bedingungen meckern wollte, sondern einfach mal Lust hatte mit Menschen zu arbeiten, die auch für den Beruf ausgebildet sind und noch dazu entsprechende Mittel und Bedingungen zu haben, habe ich mich vor einer ganzen Weile an den PC gesetzt und angefangen zu suchen.
    Zunächst bei mir im Bundesland. Aber so eine Stelle, wie ich sie wollte, die gab es nicht. Für Beamten in meinem Alter wäre ein Wechsel in ein anderes Bundesland ziemlich dumm gewesen, weil mein Dienstherr wegen Lehrermangel dem nie zugestimmt hätte und ich als angestellte Lehrerin nur einen Bruchteil von dem verdient hätte, was ich als Beamtin bekam.
    Also fing ich an über die Landesgrenzen hinaus zu suchen. Und war ziemlich interessiert an einer Stelle in der Schweiz. Die schrieb ich an und bekam auch einen Termin. Dort fand ich es dann aber nicht so spannend. Aber kaum hatte ich meine Fühler Richtung Schweiz ausgestreckt, kam auch schon besagte Agentur auf mich zu, die sich um die gesamte deutschsprachige Schweiz kümmert und Lehrer vermittelt.
    Die finden unsere knappen Mittel im übrigen ziemlich spannend. Die Vorstellung, dass Lehrer im reichen Deutschland ihre Fortbildungen selber zahlen müssen, hat regelmäßig für Lacher gesorgt. Oder dass unsere Schulen baufällig sind ....


    Ich weiß jetzt nicht genau, ob das hier erlaubt ist, konkrete Hinweise zu geben. Insofern halte ich mich da eben zurück. Vielleicht können wir uns über eine private mail austauschen.
    Aber diese Agentur hat sich seitdem um mich gekümmert und mir meinen jetzigen Arbeitsplatz ausgesucht, der echt wie für mich gemacht ist. Da blieb gar nichts zu wünschen übrig.
    SIe waren auch sonst sehr hilfsbereit und freundlich. Bei meiner EDK Anerkennung haben sie mich unterstützt und sind auf bevollmächtigt, da man die nur mit schweizer Adresse einreichen kann und ich habe ja bisher noch keine, also macht das die Agentur für mich.
    Klar, die verdienen damit ihr Geld, aber für mich war das wirklich hilfreich und hat mir eine lange Suche erspart.


    Beste Grüße, Tobi

    Hallo Batschy und AnjaB,
    vielen Dank für eure Antwort.
    Wahrscheinlich wird nicht alles so heiß gegessen wie es gekocht wird.
    Ich freu mich jedenfalls wirklich sehr auf diesen Neustart. Und bis auf eine seltsame Kommunikation mit einer Frau von einer Wohnungsgesellschaft hatten wir bisher auch nur wirklich schöne Erfahrungen.
    Aber ich bin selbst eher soziophob. Im Beruf hab ich so viel mit Menschen zu tun, da bin ich froh, wenn ich daheim meine Ruhe haben darf und niemand plötzlich bei mir reinplatzt.
    Mein Mann regelt momentan die Logistik, ich packe eigentlich nur tumb die Kisten und schreibe fein säuberlich drauf, was wo drin steckt, damit ich ein super Register für den Zoll hab.
    Und wenn wir nächste Woche noch positive Rückmeldung von unserer Traumwohnung bekommen sollten (Wunder können ja durchaus geschehen), dann hat sich die Waschküchengeschichte auch erledigt bevor sie überhaupt anfing, weil wir dann nämlich auch Maschine und Tumbler (ich liebe dieses Wort) bei uns in der Wohnung stehen haben....
    Aber wenn das nichts werden sollte, dann fangen wir halt klein an und strecken langsam die Fühler aus. Das wär auch ok...
    Liebe Grüße, Tobi

    Hallo,


    als typische Neulinge was die Schweiz anbelangt, stolpere ich nun durch den Besichtigungsdschungel. Die Agenturen sind freundlich und laden zu Besichtigungen ein, wir fahren 400 km hin, sehen uns die Wohnung an, und dann lässt man uns am langen Arm verhungern. Rufen wir aus Eigeninitiative an, sagt man uns, dass wir uns gedulden sollen. Warten wir ab, bekommen wir eine Mail, dass man davon ausgehe, wir hätten kein Interesse mehr und man sehe daher von einer Vermietung an uns ab. So oder so, wir haben jetzt schon einige Tagestripps hinter uns und die Ergebnisse sind etwas ernüchternd.


    Nachdem wir jetzt zumindest bei einer Wohnung - auch wenn die nicht unsere Traumbutze ist - Erfolg hatten und uns der Mietvertrag zugeschickt wurde, melden sich bei mir leichte Ängste.
    Im Mietvertrag wird genau beschrieben, wie wir die Wohnung zu putzen und zu pflegen haben. Das ist jetzt erstmal kein Ding, weil wir ja auch hier in D eine schöne Wohnung haben und bei uns alles nett und fein ist, aber diese implizite Forderung beunruhigte mich dann doch.


    Dann fing ich an im Netz zu suchen und bei dem Themenbereich "Wohnungsübergabe bei Auszug" wurde ich leicht kurzatmig. Stimmt es, dass normaler Weise für viele 1000 Franken eine professionelle Putzfirma die Endreinigung übernimmt und im Durchschnitt 20 Stunden putzt. Dann müssen wir uns nämlich echt Geld auf die Seite legen, denn die Wohnung ist zwar für den Anfang o.K. aber auf Dauer zu klein und nicht angemessen.


    Wie ist das mit gemeinsamen Waschküchen? Sind sie tatsächlich so etwas wir Kriegsschauplätze?
    Muss ich mit sofortiger Exekution rechenen, wenn ich eine Socke im Trockner liegen lasse?


    Unabhänging davon freuen wir uns aber auf unseren Neustart und mein neuer Arbeitgeber zeigt sich hilfsbereit und sehr interessiert. Wir verbuchen das alles unter Anfangserfahrungen und nehmen es sportlich.


    Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?


    Liebe Grüße,


    Toblerone

    Hallo,
    mein Mann und ich haben nach langen Überlegungen und vielen durchdiskutierten Nächten den Entschluss gefasst, in die Schweiz zu ziehen. Jetzt ist es soweit. Ab 1.August wohnen wir nun nicht mehr in Frankfurt sondern in Winterthur.
    Unser Sohn wird in eine Schweizer Schule gehen und ich werde an einer Schweizer Sonderschule als schulische Heilpädagogin unterrichten.
    Letztlich war die Entscheidung dann doch recht schnell zu treffen. Ich hatte mir zunächst eine Schule in einem anderen Kanton angesehen, war aber zu dem Schluss gekommen, dass ich dafür nicht mein Beamtentum aufgeben würde. Dann ging alles ziemlich schnell. Die Schweiz beschäftigt auch im pädagogischen Bereich Headhunter und die haben mir eine Stelle angeboten, die einfach total und umfassend zu mir passt, sodass ich mich nun wirklich sehr auf den Neuanfang freue.
    Allerdings muss ich sagen, dass sich die Wohnungssuche doch etwas schwierig gestaltet und wir noch nicht so entschleunigt sind, dass wir die Ruhe weg hätten...
    Ich freu mich auf den Austausch hier.
    Wir sind gerade mitten im Projekt :smiling_face:
    Nette Grüße!