Beiträge von Carina

    Hallo zusammen,


    wenn man erst einmal genauer hinschaut, stellt man vielfach fest, dass doch einige Schweizer vielfach selbst einen "Migrationshintergrund" haben, soll heissen: Eltern oder Grosseltern sind aus Deutschland, Italien, England, USA eingewandert, sie sind mit Ausländern liiert/verheiratet, oder der Schwager/die Schwägerin sind aus dem Ausland zugezogen. Auch diejenigen, die beim ersten Zuhören wie Ur-Schweizer klingen, haben beim zweiten Blick mannigfache familiäre Berührungspunkte mit dem Ausland. Insofern wird - je nach Stadt/Region/Kanton - vieles sicher nicht so heiss gegessen, wie es in den Medien gekocht wird. Soll nicht heissen, dass man nicht auch mal doofe Situationen erleben kann. Aber ein zweiter Blick lohnt und manchmal darf man auch mit den Eidgenossen nicht so streng sein. ;-)


    Viele liebe Grüsse
    Carina

    Das klingt doch gut. Wenn es dir so mitgeteilt wurde, dann wird das schon passen. Hängt ja vielfach auch vom jeweiligen Kanton ab.
    Mein Umzug liegt erst ein paar Wochen zurück, und bei mir gingen die Kopien des Reisepasses ganz gut weg. Selbst der Vermieter hat darauf bestanden, dass ihm eine Farbkopie (!) des Reisepasses ausgehängt wird. ^^
    Solltest du ihn tatsächlich benötigen, kannst du ihn ja sicher auch in Bern bei der Botschaft beantragen.


    LG
    Carina

    Hallo Fo


    Wenn du ohnehin ein neues Dokument brauchst, dann würde ich persönlich in jedem Fall einen neuen Reisepass beantragen. Dieser wird hier tatsächlich von vielen Behörden als Identitätsnachweis gefordert (Migrationsamt, Strassenverkehrsbehörde, Zoll ..). Im Übrigen hat du dann auch gleich das passende Dokument für alle Urlaubsfahrten ins Nicht-EU-Ausland bzw. ausserhalb des Schengen-Raums zur Hand.
    Da der Reisepass ja nun etwas unhandlich ist, ist der zusätzliche Personalausweis schon auch praktisch. Den kann man im nicht-behördlichen Alltag gut gebrauchen, z.B. zur Vorlage bei der Post bei der Abholung von Einschreiben oder in Kaufhäusern zur Beantragung von Kundenkarten.


    Viele Grüsse
    Carina

    Hallo zusammen,


    meine persönliche Einschätzung ist, dass man vor einem Umzug in die Schweiz nicht mehr, aber auch nicht weniger Respekt zu haben braucht, wie vor einem Umzug von Hamburg nach München und umgekehrt. ^^ Früher oder später findet man schon seine Leute zusammen, es braucht halt seine Zeit. Aber die bräuchte es auch, wenn man nur 50 km weiter weg zieht. Ich will die kulturellen Unterschiede nicht leugnen - aber wie gesagt, die gäbe es auch zwischen Hamburg und München, Berlin und Stuttgart, Passau und Köln, Stadt und Land, Berge und Meer usw.


    Nur Mut, nette Menschen finden sich überall - LG von Carina

    Hallo Nicole,


    meine deutsche Autoversicherung hatte mir mitgeteilt, dass der Versicherungsschutz nur besteht, wenn ich in Deutschland einen Wohnsitz gemeldet habe. Aus diesem Grund habe dann noch eine Weile meinen Wohnsitz in D aufrechterhalten, mich aber sehr schnell um die Ummeldung des Autos gekümmert. 12 Monate abzuwarten wäre für mich keine Option gewesen, auch wenn man es darf. Die Ummeldung war dann auch tatsächlich innerhalb von 4 Wochen erledigt.


    Die Ummeldung selbst ist recht unproblematisch (jedenfalls im Kanton Zug). Sobald man die Aufenthaltsbewilligung hat, schickt mein einen Packen Papier zur Strassenverkehrsbehörde, bekommt einen Termin zur Begutachtung des Fahrzeugs (wie TÜV), fährt hin, kommt im besten Fall auf Anhieb durch, bekommt neue Schilder und fährt umgemeldet auf und davon.


    Zwei parallele Versicherungen brauchst du nicht und kann man auch gar nicht haben. Ein definitives Angebot für eine Schweizer Kfz-Versicherung kann dir erst erteilt werden, wenn dein Auto durch den Zoll durch ist (also beim Umzug) und die sog. Stamm-Nummer erhalten hat. Im Übrigen ist es wie in D: bei der Anmeldung des Kfz legst die so eine Nummer der Versicherung vor und die Versicherung tritt dann erst mit Anmeldung bei der Strassenverkehrsbehörde in Kraft. Die grossen Versicherungsgesellschaften melden der Strassenverkehrsbehörde die Nummer gleich selbst elektronisch (ist wohl in D heute auch so).


    Insofern wäre im Moment wohl vor allem zu klären, ob eure deutsche Kfz-Versicherung an einen Wohnsitz des Versicherungsnehmers in D gekoppelt ist und ob ggf. der/diejenige von euch beiden, auf den/die Versicherung läuft, bis zum Tag der Ummeldung ohne Probleme eine Wohnsitz in D aufrechterhalten kann. (Die Schweizer Behörden bestehen nach meiner Erfahrung nicht auf die Vorlage einer Abmeldebescheinigung , z.B. beim Umzug, - und schon gar nicht, wenn das bedeuten würde, dass ein nicht-versichertes Kfz ihre Strassen unsicher macht.)


    Viel Spass weiterhin bei den Vorbereitungen!
    LG von Carina

    Liebe Alle,


    nach circa 2,5 Monaten in der Schweiz und den Weihnachtsferien in Sichtweite, bekomme ich so langsam Laune für exzessives Shopping in Deutschland. Fest steht, dass die Warenfreigrenze von 300 CHF in jedem Fall überschritten wird. Jetzt will ich ja auch keine Gesetze brechen und habe deshalb die Internetseite des Zolls rauf und runter studiert. Ich habe verstanden, dass die Waren oberhalb der Freigrenze nachträglich zu versteuern sind (8 % MWSt) und dass man hierfür die Waren beim Zoll mittels vorgelegter Belege anmelden muss. Soweit so gut. Laut Auskunft des Zolls, dem ich schon eine E-Mail geschrieben habe, können "Waren des Reiseverkehrs" (darunter fallen die Shopping-Güter) "bei jeder geöffneten Dienststelle mündlich veranlagt werden, auch samstags, sonntags und feiertags". Zu den von mir angefragten Zollstelle Thayngen hiess es noch, dass diese "24 Stunden für den Reiseverkehr offen ist". - Soweit also die Auskunft der Behörde. Ok.


    Aber wie funktioniert das jetzt in der Praxis? ?( Hat von euch jemand Erfahrung damit?
    Ich stelle mir gerade vor, wie ich Sonntag abends, ca. 20 Uhr, nachts am beleuchteten Grenzübergang Thayngen mit dem Auto stehe, das Grenzhäuschen leer ist und weit und breit kein Mensch in Sicht. Und dann? Wo soll ich denn dann meine mündliche Veranlagung vornehmen? Und wenn ich dann weiterfahre, dann habe ich doch eigentlich schon den Gesetzesverstoss begangen, oder?
    Und selbst wenn an der Grenze ein Zöllner steht - was ja momentan tatsächlich der Fall ist - ist es denn nicht schon zu spät für die mündliche Veranlagung, wenn ich mich in der Kolonne unter dem Schild "nichts zu verzollen" eingereiht habe??


    Wie gesagt, ich zahle ja gern die Mehrwertsteuer und was es sonst noch geben mag, mir ist nur schleierhaft, wie das in der Praxis laufen soll, insbesondere ausserhalb der Öffnungszeiten des Zolls.


    Herzlichen Dank im Voraus für jeden sachdienlichen Hinweis ^^
    Viele Grüsse von Carina

    Lieber BadGateway ;-)


    ein paar Gedanken von mir (auf die Schnelle...)


    Zu 1 und 2) Ich habe mich im April/Mai beworben und im Oktober angefangen. Bis zur ersten Reaktion auf mein Schreiben verging durchaus etwas mehr Zeit, als man in Deutschland für eine vergleichbare Stelle erwarten würde, aber nach der ersten Reaktion ging alles recht schnell. Zwischen erstem und zweitem Gespräch lag gerade mal eine Woche und nach einer weiteren Woche hatte ich den Vertrag schon unterschrieben zurück gesendet. Da ich drei Monate Kündigungsfrist gehabt hatte, hat sich die Frage eines früheren Stellenantritts nicht gestellt. In meiner Branche sind aber drei Monate auch üblich (sowohl in DE als auch in CH), deshalb hat mein jetziger Arbeitgeber auch nicht gross was anderes erwartet.


    Zu 3) Ich bin zu meinem Freund gezogen, deshalb kann ich hierzu nichts sagen. Ich habe von anderen gehört, dass in Zürich selbst zum Teil recht schnell geht. Kaution ist auch hier üblich (Höhe weiss ich aber nicht). Viele Vermieter kennen das "Henne-Ei"-Problem mit der B-Genehmigung und haben dafür Verständnis. Bei mir lagen übrigen zwischen letztem Arbeitstag in DE und erstem Arbeitstag in CH genau drei Arbeitstage. Dank detaillierter Vorbereitung (siehe Maiks Checkliste) hat das so gut gereicht, dass wir an einem der drei Tage noch einen Ausflug in die Berge machen konnten. Einige Sachen, wie z.B. Auto ummelden, kann man ohnehin erst machen, wenn die Aufenthaltsbewilligung hat (die im Karton Zug laut Auskunft von dort und meiner persönlichen Erfahrung ohnehin erst am ersten ARBEITStag bearbeitet wird - das wäre es also egal, wieviel früher du hier bist).


    Zu Punkt Diskretion: Es könnte sich in deinem Fall anbieten, schon in der Bewerbung um eine vertrauliche Behandlung der Unterlagen etc. zu bitten und explizit darauf hinzuweisen, dass du dich aus einer ungekündigten Stellung heraus bewirbst. Auch wenn du nach Referenzen gefragt wirst, würde ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass du nicht möchtest, dass dein jetziger Arbeitgeber kontaktiert wird. Es scheint in der Schweiz nicht unüblich zu sein, dass man den bisherigen Arbeitgeber kontaktiert und um Auskünfte über den Bewerber bittet.


    Viele Grüsse und viel Glück!
    Carina

    Hallihallo, vielleicht wäre es ja eine Möglichkeit, den Auftrag bei myhammer* oder einem vergleichbaren Portal auszuschreiben? Der Beauftragte könnte sich dann auch um die Verzollung kümmern. Das ist auch keine wahnsinnig grosse Sache. Es erfordert nur, dass du eine Liste erstellst, auf der sämtliche Gegenstände erfasst sind, die du dauerhaft mit in die Schweiz nehmen möchtest. LG Carina

    Liebe Evelina
    Deine letzte Frage kann ich nicht beantworten. Alles in allem stelle ich es mir aber schwierig vor, in der Schweiz ohne geklärten Aufenthaltsstatus zu leben. Das fängt bei Kleinigkeiten an, z.B. Bankkonto (Ausnahme PostFinance, dann aber hohe Gebühren), GA (Bahnkarte), Handyvertrag - für all diese Dinge musste ich eine Aufenthaltsbewilligung vorlegen. Ach ja, der Vermieter wollte auch eine Kopie der Aufenthaltsbewilligung, obwohl mein Freund schon seit einigen Jahren in der Wohnung lebt. Wenn man dauerhaft keine Aufenthaltsbewilligung hat, dürfte es relativ umkomfortabel werden. Sogar im Nespresso-Laden wurde ich darauf hingewiesen, dass ich gerne ein Kundenkonto eröffnen könnte - allerdings erst nach Vorlage der Aufenthaltsbewilligung... (???)
    Insofern drücke ich die Daumen, dass sich da für euch noch eine andere Lösung findet.
    LG
    Carina

    Hallo QT87


    In aller Kürze folgende Infos vor mir:


    ich bin vor kurzem in die Schweiz gezogen und habe mein Umzugsgut verzollt. Die Vorlage einer Abmeldebestätigung war nicht zwingend erforderlich - ich hatte auch keine, da ich aus anderen Gründen noch eine Weile meinen bisherigen Wohnsitz in D parallel aufrechterhalten möchte. Meine Erklärung dazu hat der Zoll auch ohne Weiteres akzeptiert. Unbedingt sehen wollten sie jedoch die Kopie des Mietvertrags in der Schweiz, das war gefühlt 100x wichtiger.


    Die Abmeldung in D kann man später auch noch schriftlich machen, per Brief an die zuständige Gemeinde. Das Abmeldeformular gibt's in der Regel im Internet. Sollte man das aus irgendwelchen Gründen verpassen, gibt es maximal ein Bussgeld von der deutschen Behörde. Freunde von mir leben seit Jahren in der Schweiz und haben parallel noch den Wohnsitz am Wohnort ihrer Eltern, das läuft relativ unbeobachtet von deutschen Behörden.


    LG aus Züri :CH:
    Carina

    Hallo Mareike,


    weder selber umziehen noch die Beauftragung einer Spedition noch eine Mischform aus beidem stellen ein Problem dar.
    Die Mischform praktiziere ich gerade selber. Grundvoraussetzung ist ohnehin, dass du eine Auflistung für dein Umzugsgut erstellst (die Vorlage findest du auf der Homepage vom Schweizer Zoll).
    Wenn man sog. "Teilumzüge" plant, soll man pro Umzugsaktivität eine separate Liste erstellen. Da ich wusste, dass ich den Umzug an zwei bestimmten Tagen machen werde, war das kein Problem. Am Tag 1 bestand das Umzugsgut aus dem Auto und allem, was so in ein Auto passt. Tag 2 ist der eigentliche Möbelumzug. Den macht eine Spedition, die ich über eine Internetplattform gefunden habe. Zum Beispiel auf MyHammer* kann man Aufträge an Handwerker einstellen und sich so verschiedene Angebote einholen. Die Angebotsbreite reichte bei mir von 1290 bis 3500 - für jeweils dieselbe Anzahl an Möbeln. Insofern kann man wohl auch hier keine Pauschalaussagen treffen, sondern muss sich einfach ein paar vergleichende Angebot geben lassen.


    LG Carina

    Liebe Konni,


    ich kann leider nicht mit persönlichen Erfahrungen zu deiner konkreten Situation dienen. Als ich damals angefangen habe, meine Umwelt wissen zu lassen, dass ich meine nächste Stelle in der Schweiz suche, kamen von allen Seiten Einwände in Richtung "das wird doch nix", "davon haben die mehr als genug selber" usw. Das Ende vom Lied war, dass schon die erste unverbindliche Voranfrage in eine Stelle mündete. Deshalb: mach dir nicht zuviele Gedanken, probier's einfach - letztlich brauchst du ja auch nur ein einzige Stelle ;) und schließlich kann man doch im Vorhinein gar nicht absehen, aus welchen Gründen auch immer man plötzlich doch genau der/die richtige für die Stelle ist. Am wichtigsten erscheint mir, dass du die Vorteile deiner konkreten Situation für das Gegenüber herausstreichst (Berufserfahrung, keine Ausfälle wegen Kinderbetreuung, breite Kenntnisse, kannst dich offenbar auch gut auf Neues einstellen usw.).


    Ich drück die Daumen und wünsch dir viel Glück beim Finden!
    Carina

    Oder wie wäre es mit den großen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften? Ich weiß zwar nicht, wie es damit in Bern aussieht, in Zürich gibt es aber noch einige, z.B. KPMG, Ernest&Young oder BDO. Da dürfte es auch mit der Kombi Deutsch/Englisch nicht besonders schwierig sein.


    LG von Carina

    Hallo Sanara,


    ich selbst habe (noch) keine Kindern und kann deshalb nur berichten, was ich bei Schweizer Freunden beobachte: In allen Familien (mir fallen auf Anhieb 4 ein, die ich kenne) werden die Kinder, die noch nicht im Kindergarten sind, tatsächlich von den Müttern zuhause betreut. Der Begriff "Kita" ist nach meiner Wahrnehmung gar nicht bekannt.


    Was es gibt, sind sog. "Spielgruppen". So wie ich das verstanden habe, trifft sich da immer dieselbe Gruppe Kinder an einem (!)bestimmten Vormittag der Woche irgendwo zum Spielen. Das kann irgendwo drinnen sein, es gibt aber auch Spielgruppen im Wald oder auf dem Bauernhof. Man kann sein Kind wohl schon bei mehreren Spielgruppen anmelden (die Nichte meines Lebensgefährten ist in zwei Gruppen), aber ich habe keine Ahnung, was das kostet.

    Dass sich Eltern untereinander zusammentun, habe ich noch nicht beobachtet. Meine Wahrnehmung ist, dass die meisten Schweizer Mütter einfach daheim bleiben und diese Form der Betreuung als die beste für ihr Kind bewerten. Finanziell scheint es kein Problem zu sein, ich beobachte jedenfalls keine besonderen Einschränkungen (z.B. Verzicht auf Urlaub oder Wohneigentum). An die (fehlenden) Rentenansprüche im Alter scheint niemand zu denken - was ich in einem Land mit noch höhrer Scheidungsrate als in D jedoch etwas irritierend finde.


    Möglicherweise wäre ja ein AuPair oder "Granny als Nanny" (da gibt es eine Homepage, findet man bei Google) eine Lösung? Letzteres wäre jedenfalls mein persönliches Backup.


    Viele Grüße,
    Carina

    Hallo zusammen,


    hier eine Info aus dem Kanton Zug: Laut übereinstimmender Auskunft von Migrationsamt Zug und Einwohnerkontrolle, meldet man sich im Kanton Zug nur bei der Migrationsbehörde an und beantragt die Aufenthaltsbewilligung. Das Migrationsamt informiert dann die Einwohnerkontrolle automatisch.
    Sobald man Post von der Einwohnerkontrolle bekommen hat, ist man registriert und kann dann bspw. bei der Gemeinde eine sog. Wohnsitzbestätigung beantragen, die man z.B. braucht, um ein GA (Swiss Pass) zu lösen. :CH:


    Viele Grüße von Carina

    Hallo zusammen,


    heute mal eine Frage zum Leben nach dem Umzug. Mit welchem Anbieter/Tarif/Abo telefoniert ihr zurück nach Deutschland?
    Ich habe noch jede Menge Familie im gehobenen Alter (Großeltern, Tanten, etc.), die technisch auf die Möglichkeiten eines normalen Festnetzanschlusses beschränkt sind. Hat von euch jemand eine günstige Möglichkeit gefunden, möglichst mit Flatrate nach Deutschlands aufs Festnetz zu telefonieren?


    Viele Grüße, heute vom Zuger See - Carina

    Hallo AnWo,


    ich würde sagen, das kommt darauf an... ;)


    Wenn dir einfach nur im Umfang des gesetzlich erforderlichen Mindestmaßes möglichst günstig versichert sein willst, dann würde ich an deiner Stelle bei comparis.ch einen Vergleich anstellen, die günstigste nehmen und ggf. jedes Jahr neu zur günstigsten wechseln. So macht das deutscher, in der Schweiz lebender Bekannter von mir, der jung und fit ist und davon ausgeht, auf absehbare Zeit keinen Arzt zu brauchen und auch kein Krankenhaus von innen zu sehen.


    Wenn das nicht deine Ausgangslage ist, dann wirds etwas komplexer. Ich persönlich habe mich im ersten Schritt erst mal mit den Angeboten der bei meinen Schweizer bzw. in der Schweiz lebenden Bekannten und Familie anzutreffenden Versicherungsgesellschaften befasst (z.B. SWICA, Helsana, Sanitas ...). Manche Dinge sind auch bei allen Versicherern im Wesentlichen gleich, z.B. gibt es für Krankenhausaufenthalte ein Paket das meistens "halbprivat" heißt. Unterschiede gibts dann eher schon bei der "Sonderwünschen" wie z.B. Umfang einer etwaigen Zahnversicherung, Kostenerstattung für Arztbesuche im Ausland (also ggf. eben in Deutschland), Kostenerstattung bei Heilpraktikern oder Vorsorgemaßnahmen. Es gibt hier wirklich viele Möglichkeiten, aber letztlich musst du entscheiden, was für dich sinnvoll oder überflüssig ist.


    Viele Grüße!

    Hallo Maik,


    Danke für deine Antwort.


    Ich hatte auch schon die Idee, einfach mal beim zuständigen Amt für Migration telefonisch nachzufragen. Allerdings war die an diesem Tag tätige Person nicht besonders hilfreich. Es hieß ständig nur "Tag des Zuzugs" hier und da. Die Frage, ob ich die KV ab dem "Tag des Zuzugs" brauche oder ab dem Tag, an dem meine deutsche KV nicht mehr besteht, konnte mir nicht beantwortet werden (obwohl man ja eigentlich drei Monate Zeit hat für die KV in der Schweiz). Daraufhin lautete dann die Empfehlung, den Tag des Zuzugs doch einfach nach hinten zu legen (nur dann wird der Antrag für die Aufenthaltsbewilligung erst recht nicht vor diesem Datum bearbeitet, was mir so auch bestätigt wurde... ?( ). Die Person am anderen Ende der Leitung scheint auch nicht verstanden zu haben, dass die (gesetzlich) KV in Deutschland ans Arbeitsverhältnis gekoppelt ist und deshalb auch bis zum letzten Tag des Arbeitsverhältnisses besteht, selbst wenn man die letzten Tage/Wochen schon Resturlaub abfeiert und in der Schweiz ist.
    Als ich dann noch gefragt habe, ob ich denn, wenn ich persönlich vorbei komme, für meinen Arbeitgeber eine Art Bestätigung bekomme, dass ich den Antrag eingereicht habe, hieß es nur, ich bräuchte gar nicht persönlich erscheinen, Postweg ist ihnen eh lieber und an dem Tag der Antragstellung würde ich sowieso nichts bekommen. :|


    Vor dem Hintergrund dieser Erfahrung will ich jetzt lieber nicht nochmal anrufen, sondern tendiere gerade zu einer schriftlichen Antragstellung ca. vier Wochen vorher. Mietvertrag ist kein Problem, bzgl. der KV ist es halt eine Frage des Geldes und eine Frage, ob man wirklich vier Wochen lang doppelt versichert sein möchte. Wenn dann was passiert, streiten sich die Versicherungen vermutlich 15 Jahre lang darüber, wer für die Behandlungskosten aufzukommen hat... X/


    Ich freue mich über jede gute Idee, diesen "gordischen Knoten" zu lösen ^^
    Viele Grüße und einen schönen Tag an alle!
    Carina