Beiträge von Michael76

    Nochmal eine Frage zur Anmeldung in der CH, welche ich so nicht eindeutig im Formum finde:


    Wenn ich mich beim Migrationsamt meines Kantons angemeldet habe, bin ich dann automatisch in der Gemeinde gemeldet, oder muss ich mich dann mit der erteilten Aufenthaltsbewillingung bei der Gemeinde noch anmelden?


    Meine Frage zielt nämlich auf die Abmeldebescheinigung von DE ab. Im Forum habe ich gelesen, dass manche Kantone eine Anmeldung ohne Abmeldebescheinigung nicht zulassen. Laut Internet verlangt das Migrationsamt Im Kanton Zug diese Abmeldebescheinigung nicht. Jetzt will ich sicher gehen, ob die Anmeldung mit der Meldung beim Migrationsamt erledigt ist, oder ob die Gemeinde noch was will/die Abmeldebescheinigung sehen will.

    Wenn du dich in Deutschland abmeldest müsstest du deine Wohnung kündigen, da du aus meiner Sicht sonst gegen das deutsche Meldegesetz verstossen würdest.


    Hi Hennemi, hi Maik,


    danke für Eure Antworten.


    Genau das, was Maik geschrieben hat (siehe Zitat), war mir nicht klar. Das Thema steuerlich betrachtet sehe ich sekundär (wobei ich keine Immobilien/sonsitges hier in DE habe). Am liebsten würde ich mich von DE abmelden, und die Wohnung nur für den Freizeitfall nutzen.


    Aufgrund Maiks Hinweis habe ich mir mal das Meldegesetz angeschaut:


    § 17 Anmeldung, Abmeldung
    (1) Wer eine Wohnung bezieht, hat sich innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug bei der Meldebehörde anzumelden.
    (2) Wer aus einer Wohnung auszieht und keine neue Wohnung im Inland bezieht, hat sich innerhalb von zwei Wochen nach dem Auszug bei der Meldebehörde abzumelden. Eine Abmeldung ist frühestens eine Woche vor Auszug möglich; die Fortschreibung des Melderegisters erfolgt zum Datum des Auszugs.


    § 27 Ausnahmen von der Meldepflicht
    (2) Wer im Inland nach § 17 oder § 28 gemeldet ist und für einen nicht länger als sechs Monate dauernden Aufenthalt eine Wohnung bezieht, muss sich für diese Wohnung weder an- noch abmelden. Wer nach Ablauf von sechs Monaten nicht aus dieser Wohnung ausgezogen ist, hat sich innerhalb von zwei Wochen bei der Meldebehörde anzumelden. Für Personen, die sonst im Ausland wohnen und im Inland nicht nach § 17 Absatz 1 gemeldet sind, besteht diese Pflicht nach Ablauf von drei Monaten.


    § 54 Bußgeldvorschriften
    (2) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
    1. entgegen § 17 Absatz 1, auch in Verbindung mit § 27 Absatz 2 Satz 2 oder § 28 Absatz 1 Satz 1 oder Satz 2, entgegen § 29 Absatz 1 Satz 2 oder Absatz 4 Satz 2 oder § 32 Absatz 1 Satz 2 sich nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig anmeldet,
    2. entgegen § 17 Absatz 2 Satz 1 sich nicht oder nicht rechtzeitig abmeldet,
    (3) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Absatzes 1 mit einer Geldbuße bis zu fünfzigtausend Euro und in den übrigen Fällen mit einer Geldbuße bis zu tausend Euro geahndet werden.


    Also ich darf, wenn ich in DE eine Wohnung habe, mich gar nicht abmelden. Ansonsten riskiere ich ein Bußgeld über eine Ordnungswiedrigkeit. :(

    Hallo zusammen,


    mein name ist Michael und führe schon seit über 5 Jahren von Ulm in DE aus eine Fernbeziehung mit einer Zentralschweizerin aus dem Kanton Zug. Die ewige Wochenend-Fahrerei wollen wir beenden, daher haben wir uns entschieden, dass ich in der Zentralschweiz ein Job suche und zu meiner Freundin an den Zugersee zügle. Zwischenzeugnis beim aktuellen Arbeitgeber ist schon angefordert, somit geht bald das Bewerben los.


    Die Zeit bis dahin habe ich schon genutzt, Euer tolles Forum durchzulesen, um mich schon mal vorab zu informieren. Dabei bin ich auf ein Thema gestossen, welches ich nicht ganz verstanden habe in Bezug auf meinen Fall. Die Situation ist die:


    - meine Staatsbürgeschaft: DE
    - würde Leben, Wohnen, Arbeiten in der CH
    - nach Ulm würde ich an einem, maximal an zwei Wochenenden im Monat kommen, um meine Mutter/Freunde zu besuchen
    - Urlaub würden wir evtl. auch ab und zu ein paar Tage (z.B. verlängertes Wochenende) in Ulm machen bzw. als Ausgangspunkt für Ausflüge nutzen
    - meine Miet-Wohnung in Ulm (ist ein günstiges 1-Zi-Appartment) möchte ich nicht aufgeben aus den folgenden Gründen:
    - Meine Freundin hat Angst, dass es mir in CH nicht gefällt (Verhalten der CH´ler gegenüber Ausländer)
    - wir wollen die Sicherheit haben, dass wenn mit meinem CH-Job was ist, dass ich wieder zurück kann
    - Eine Fernbeziehung ist was anderes als miteinander zu wohnen, sollte da etwas nicht passen, habe ich die Option zurück zu kehren
    - wir wollen eine Anlaufstelle in meiner alten Heimat haben, und nicht in Hotels sein/den Verwandten Umstände bereiten
    - die Wohnung ist günstig und es ist schwierig eine Wohnung zu finden


    Was ich aus den Forum-Beiträgen verstanden habe:
    Eine "Zweitwohnung" in DE geht nicht. In DE und CH wäre es jeweils der Hauptwohnsitz, wenn ich in DE weiterhin angemeldet bin. Und es hätte steuerliche Konzequenzen.


    Was ich nicht verstanden habe:
    Kann ich mich aus DE komplett abmelden beim Einwohnermeldeamt meiner Stadt, trotzdem ich weiterhin meine alte Mietwohnung habe? Bei den Fällen hier im Forum habe ich keinen ähnlichen "Freizeit-Rückkehr-Fall" gefunden.


    Daher bin ich mal beim Bürgerbüro meiner Stadt vorbei gegangen und habe den Sachverhalt geschildert wie oben, und habe gefragt, wie das dann mit dem Abmelden ist. Die Dame sagte mir, dass ich mich komplett abmelden könne/müsse, da mein Lebensmittelpunkt dann in der CH wäre und was ich in meiner Freizeit mache, wäre ihnen/dem deutschen Staat egal.


    Aber da die bestimmt sehr selten solche Fälle haben, bin ich mir nicht so 100%ig sicher, ob die Dame vom Bürgerbüro das dann auch korrekt eingeschätzt hat. Daher die Frage an Euch: wie schätzt Ihr diesen Fall ein?


    Danke vorab für Eure Antworten und Gruß aus Ulm
    Michael :CH: