Beiträge von CitizenX

    Hallo jan82,


    vielen Dank auch für deine Erfahrungen!


    Was die Wohnung angeht, habe ich mich selbstverständlich ausführlich informiert und habe sie von Experten schätzen lassen. Außerdem hatte ich in den letzten paar Jahren ein paar Mal Immobiliengeschäfte in meiner Gegend mitbetreut, so dass ich schon ziemlich sicher bin, welchen Wert unser Objekt hat. Den Schweizer Immobilienmarkt beobachte ich nun seit ein paar Monaten und kann ungefähr abschätzen, welche Wohnungen wie viel kosten. Und es gibt durchaus ganz passable 4 1/2 Zimmer Wohnungen, die man für ca. 500K erwerben kann.


    Das Thema "Rente" darf man nicht vernachlässigen, das stimmt. Auch wenn es später nicht für die Schweiz reichen sollte, hätten wir ein paar Alternativen und werden aller Voraussicht nach beide Immobilien im Ausland erben, die man entweder selber bewohnen, oder vermieten/verkaufen kann.


    Deinen letzten Satz möchte ich gerne unterstreichen :winking_face:

    Hoi lieberjott und auch dir danke ich für deinen Beitrag!


    Die Krankenversicherungsproblematik in der Schweiz ist mir bekannt und 1000 Franken monatlich habe ich bereits in meiner Kalkulation mit aufgenommen.


    Das (sparsame Hybrid-)Auto würde ich nur zum Einkaufen und für die nötigsten Fahrten nutzen. Zur Arbeit würde ich mit dem ÖPNV fahren, was ich vor Corona hier in D. bereits jahrelang gemacht hatte.


    Der Begriff "Eigenmietwert" ist mir tatsächlich neu und ich bin gerade dabei, mich in das Thema einzulesen. Danke für den Hinweis!


    Nach meinen Berechnungen würden wir monatlich ca. 4.500 bis 5.000 Franken ausgeben. Insofern würden wir bei einem Gehalt von z.B. 6.500 Franken sogar noch ein wenig zur Seite legen können. Und wir haben etwas angespart, was uns das Leben ein wenig erleichtern wird. Bleibt nur noch, einen entsprechenden Job zu finden :winking_face:

    Hoi Anja und vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort!


    Du hast recht damit, dass wir ein einigermaßen gutes Leben führen, auch wenn es nicht besonders luxuriös ist. Bezüglich der Stelle im ö.D. muss ich etwas widersprechen: ich bin weder Beamter, noch ist es sonderlich schwer, eine Stelle im ö.D. zu bekommen, wie ich finde. Und ohne Bachelor/Master komme ich gehaltstechnisch auch nicht sehr weit. In der freien Wirtschaft würde man u.U. mehr verdienen. Insofern würde ich dieser Stelle nicht besonders nachtrauern, auch wenn sie, was Familienfreundlichkeit angeht, viele Vorteile bietet.


    Ich bin mir der Verantwortung meiner Familie ggü. völlig bewusst und gerade deswegen sammle ich seit einiger Zeit Informationen zum Thema "Auswandern", statt einfach unsere Sachen zu packen und auszuwandern :slightly_smiling_face: . Meine Frau ist in diesen Prozess mit einbezogen. Was die Kinder angeht: als ich 8 war, wurde ich von meinen Eltern darüber in Kenntnis gesetzt, dass es bald ins 2.500 km weit entfernte Deutschland geht, weil mein Vater dort eine Stelle bekommen hatte. Auch wenn die Schweiz nicht ganz mit Deutschland zu vergleichen ist, ist der Unterschied zw. diesen Ländern nicht so groß, wie zw. Russland und Deutschland. Insofern mache ich mir nicht all zu viele Sorgen darum, dass die es Kinder es sehr schwer haben werden.


    Bezüglich der Immobilienfrage habe ich mich selbstverständlich auch längst ausführlich informiert. Für den Erlös, den wir für unsere Wohnung bekommen würden, bekäme man in der Schweiz sogar im Umkreis von größeren Städten gute 4-4 1/2 Zimmer Wohnungen. Und die Kaufnebenkosten sind nach meinen Recherchen in der Schweiz insgesamt niedriger (max. 5%), als bei uns hier in NRW (8,5 %).


    Evtl. hast du überlesen, dass ich das Land bereits kennenlernen durfte. Ich war mal ca. 5 Jahre lang mit einer Schweizerin zusammen und verbrachte in dieser Zeit bestimmt 1-2 Monate im Jahr dort. Das ist zwar schon ca. 16 Jahre her, ich denke jedoch nicht, dass die Schweiz und vor allem die Schweizer sich in dieser Zeit grundlegend verändert haben. Und ich war auch schon mehrmals mit meiner Familie dort im Urlaub. Sollten diesen Sommer touristische Reisen in die Schweiz möglich sein, wollen wir wieder für eine Woche hin.


    Ob wir in der Schweiz unser Glück und Anschluss finden werden, kann natürlich niemand garantieren. Aber wenn es darum ginge, bereits im Vornherein zu wissen, wie die Auswanderung verläuft, dann würde es wahrscheinlich keine Auswanderer mehr geben :winking_face:


    Ich denke, ich werde demnächst ein paar Bewerbungen schreiben, um, wie du schriebst, meinen Marktwert zu überprüfen. Wenn ich merke, dass der Schweizer Arbeitsmarkt sich nicht für mich interessiert, dann kann ich es ja wieder sein lassen.


    Ach ja, herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen Job und viel Erfolg!

    Hoi zäme,


    schönes Forum habt ihr hier :slightly_smiling_face: . Man findet wirklich sehr viele nützliche Infos. Ich möchte trotzdem ein paar Fragen bez. unserer Situation stellen und hoffe, dass ihr eure Erfahrungen und Tipps mit mir teilt.


    Wir sind eine 4-köpfige Familie aus NRW (ich und meine Frau sind Anfang 40, die Kids sind 6 und 12 Jahre alt), die sich seit einer Weile mit dem Gedanken beschäftigt, in die Schweiz auszuwandern. Ich hatte bereits vor längerer Zeit durch eine Beziehung zu einer Schweizerin das Land und die Leute kennenlernen dürfen. Mit meiner Frau und den Kids war ich mehrere Male in der Schweiz im Urlaub. Wir alle mögen das Land und die Natur sehr. Auch die Schweizer sind uns sehr sympathisch, da wir ebenfalls eher ruhig und zurückgezogen leben und sehr naturverbunden sind. Insofern könnten wir uns ein Leben in der Schweiz sehr gut vorstellen.


    Und somit wären wir schon beim eigentlichen Knackpunkt: der Jobsuche. Ich habe vor ca. 20 Jahren nach einem abgebrochenen Studium eine kaufmännische Ausbildung bei einem "global Player" in der Telekommunikationsbranche gemacht (Kfm. für Büromanagement) und habe seitdem in mehreren Branchen entsprechend meinen Kenntnissen gearbeitet. Zusätzliche Qualifikationen habe ich nicht wirklich vorzuweisen, da ich mehrere Fortbildungen aus unterschiedlichsten Gründen abbrechen musste. Als größte "Zusatzqualifikation" sehe ich noch meine Russischkenntnisse (ich bin in Russland geboren, habe Russisch in der Schule gelernt und spreche es täglich privat und im Job). In den letzten 7 Jahren habe ich im öffentlichen Dienst als Finanzsachbearbeiter im Hochschulbereich gearbeitet.


    Meine Frage ist nun: wie realistisch ist es aus eurer Erfahrung, heutzutage unter Corona-Bedingungen einen Job im KV-Bereich als Deutscher zu ergattern? Ich habe bereits mitbekommen, dass es sehr viele einheimische Bewerber im KV-Bereich gibt, die verständlicherweise bevorzugt behandelt werden. Wäre es trotzdem möglich, eine Stelle bspw. bei einer Kantonalen Verwaltung oder anderweitig im ö.D. zu bekommen? Oder dürfen dort nur schweizer Bürger arbeiten bzw. braucht man eine entsprechende Ausbildung dafür? Und wieviel verdient man dort? Gibt es in der Schweiz Tarifverträge für den ö.D., wie das in Deutschland der Fall ist?


    Eine weitere Frage wäre das Finanzielle: mir ist klar, dass mir hier keiner einen pauschalen Betrag nennen kann, jedoch wäre es trotzdem interessant zu erfahren, wieviel Geld man als 4-köpfige Familie im Monat haben muss, um halbwegs über die Runden zu kommen. Wir würden uns gerne entweder im Kanton Zürich oder in den benachbarten Kantonen (SG, SH, TG, BS/BL) niederlassen. Wir wollen auch nicht in die "Großstadt", sondern könnten in einem kleineren Ort mit halbwegs guter Infrastruktur leben. Wir leben in D. in einer Eigentumswohnung in begehrter Lage und würden die Wohnung im Falle eines Wegzugs verkaufen. In der Schweiz würden wir auch einen Immobilienkauf anstreben. Insofern würde die Miete schon mal entfallen. Wir sind ansonsten nicht sehr anspruchsvoll, gehen selten auswärts essen und fahren höchstens 1x im Jahr in Urlaub (meistens in D oder NL). Wir haben ein Auto und keine teuren Hobbies, stattdessen versuchen wir, so viel Zeit draußen zu verbringen, wie nur möglich.


    Ich habe mir von Bekannten aus der Schweiz sagen lassen, dass man pauschal gesagt und bezogen auf unsere Vorstellungen mind. 6-7 Tausend CHF brutto monatlich verdienen müsste, um halbwegs normal leben zu können. Trifft das in etwa zu? Oder ist dieser Wert zu hoch, vor allem angesichts der Tatsache, dass wir keine Miete zahlen werden? Und was noch wichtiger ist: kann man mit einer KV-Ausbildung und 20 Jahren Berufserfahrung ein solches Gehalt erzielen? Btw.: ich wäre Alleinverdiener.


    Sorry, dass der Text so lang geworden ist. Ich hoffe, ihr könnt mich trotzdem an eurer Erfahrung teilhaben lassen J


    Danke im Voraus und Gruß aus dem Rheinland!


    CitizenX