Beiträge von SpeedyIX

    Hallo zusammen


    Ich arbeite jetzt seit gut 3 Jahren in der Schweiz als Grenzgänger. Kürzlich bin ich innerhalb des Unternehmens aufgestiegen. Ein Kollege, der bisher auf gleicher Ebene war, wurde mir damit direkt unterstellt. Ich habe also die Fach- und Führungsverantwortung.


    Jedenfalls wurde entsprechend mein Vertrag angepasst und in einen Kader Vertrag (mittleres Management) umgewandelt. Neben diversen Vorzügen, wurde natürlich der Lohn angepasst. Über das + zu vorher kann ich mich nicht beklagen.


    Nun habe ich aber Einblick in den Vertrag usw. meines Mitarbeiters. Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass ich nicht nennenswert mehr verdiene als er.


    An sich bin ich mit meinem Gehalt zufrieden. Wir reden hier von einem 6-stelligen Jahresgehalt. Unterm Strich bleibt bei mir als Grenzgänger sicher mehr zum Leben übrig, da die Lebenshaltungskosten doch niedriger sind.
    Mir fehlt hier einfach die Verhältnismässigkeit. Ich besitze den stärkeren Background, mehr Erfahrung und einen höheren Studienabschluss. Und zusammen mit der Fach- und Führungsverantwortung, müsste sich das ja im Verhältnis zu meinem Mitarbeiter deutlicher niederschlagen – oder nicht?


    Natürlich bin ich froh über die Chance und auch, dass ich entsprechend Führungserfahrung sammeln kann aber diesen Fakt finde ich irgendwie merkwürdig. Und mit «nicht nennenswert mehr» rede ich von nicht mal CHF 2.000 mehr im Jahr.


    Mich würden einfach ein paar Meinungen interessieren. Wie soll ich mit der Thematik umgehen? Der Vertrag ist erst kürzlich unterschrieben worden und vorher war mit das natürlich nicht bekannt.
    Danke im Voraus!

    Hallo zusammen


    Aus aktuellem Anlass habe ich eine weitere Frage. Und zwar arbeite ich jetzt gut 2 1/2 Jahre bei einem Unternehmen in der Nordwest-Schweiz im Marketing. Bisher hatte ich "nur" Fachverantwortung für mein Gebiet (innerhalb des Marketings) und habe nicht direkt an den Chef, sondern eins darunter berichtet. Ab August bzw. September, werde ich eine Stufe nach oben rücken. Das bedeutet, dass ich in Zukunft direkt an den Chef berichten werde. Ein noch Kollege von mir und ich, bilden dann ein neues, kleines Team. Also zunächst nur aus uns beiden bestehend. Allerdings wird er mir unterstellt, daher habe ich auch Personalverantwortung. Er hat eine 100% Stelle. Mittelfristig soll definitiv noch ein weiterer Mitarbeiter zu meinem Team dazustossen.


    Mein Chef hat schon erwähnt, dass wir dann noch mal über Gehalt sprechen müssen und das natürlich angepasst wird. Also die Details stehen noch aus. In den nächsten 1-2 Wochen werde ich aber ein Gespräch mit ihm haben. Meine Frage ist einfach, ob ggf. jemand damit Erfahrungen hat, wie viel % mehr Gehalt realistisch wäre.


    Bisher verdiene ich knapp CHF 7.400 brutto (x13), also etwa CHF 96.000 im Jahr + Bonus als Grenzgänger. Was mir so im Kopf rumschwirrt, wären ca. CHF 110.000 im Jahr + Bonus. Das wäre ein Plus von rund 15%. Ist das realistisch? zu viel? zu wenig? Ein paar Meinungen wäre super, danke im Voraus!

    Hallo zusammen


    Danke für die Antworten, war in meinem Fall jetzt nicht erforderlich. Daher das kurze Update, falls es ggf. noch andere interessiert: Das Finanzamt hat jetzt die Mehrkilometer akzeptiert und den Bescheid bzw. die Vorauszahlungen angepasst :thumbsup: . Ich hatte beide Routen wie erwähnt beigefügt und ausführlich erläutert, wieso die Strecke zwar mehr Kilometer hat aber deutlich verkehrsgünstiger ist.


    Beste Grüsse
    Speedy

    Hallo zusammen,


    bei mir sieht es derzeit so aus, dass ich in Deutschland wohne und eben in der Schweiz arbeite. Für die tägliche Fahrt nutze ich aber nicht die Strecke, die theoretisch auf die Kilometer bezogen die Kürzeste ist. Der Hauptunterschied ist, dass ich nicht über Basel fahre, sondern Rheinfelden. Meine Route ist ua deswegen knapp 15km pro Weg länger. Mittlerweile arbeite ich schon gut 3 Jahre in der Schweiz und in der ersten Zeit habe ich diverse Kombinationen versucht. Meine Route war zeitlich definitiv am effektivsten. Im Vergleich zur Basel-Route, habe ich pro Weg gut 15-20 min gespart. Pro Tag also rund 30-40 min. Dafür habe ich damals die Fahrtzeit laut Bordcomputer genau festgehalten.


    Die längere Strecke fahre ich also, abgesehen von der ersten Zeit, definitiv jeden Tag. Entsprechend habe ich die Mehrkilometer auch in der Steuererklärung angegeben - zunächst mal ohne Begründung. Das Finanzamt hat das nicht anerkannt und entsprechend die kürzeste Strecke zu Grunde gelegt. Die haben da sicher einfach Google Maps (oder so) genutzt - wenn man die beiden Routen mal Mittags oder so anschaut, zeigt mir Google Maps sogar an, dass die Basel-Route 3-4 Minuten schneller wäre. In der Realität, bzw. zu der Hauptverkehrszeit (6-8 und 16-18 Uhr) ist das aber definitiv nicht der Fall. Und zu diesen Zeiten bin ich immer unterwegs.


    Ich habe jetzt vor knapp 2 Wochen Einspruch eingelegt und es versucht sehr ausführlich zu begründen, warum die längere Strecke in der Praxis verkehrsgünstiger ist. Es gab ja schon 2012/2013 entsprechende BGH Urteile, dass die Zeitersparnis nicht mal 20 Minuten betragen muss, so wie es früher mal war, damit eine Strecke verkehrsgünstiger ist. Ich habe nur gelesen, dass die Ersparnis zumindest 10% betragen sollte, damit man damit Erfolg hat. Bei mir sind es sogar über 20%.


    Ich habe jetzt nur gelesen, dass man als Bürger die Nachweispflicht hat. Ich frage mich jetzt nur, wie ich das im Zweifel konkret nachweisen sollte, dass die Strecke 1. verkehrsgünstiger ist und 2. ich die Strecke wirklich fahre - falls das Finanzamt meinen Einspruch ablehnen sollte. Zu 1. fällt mir nicht viel ein, es wird sicher keine Studie geben, die das mal untersucht hat ;) aber wer sich in der Region auskennt, sollte das normalerweise gut nachvollziehen können. Punkt 2. auch nicht so einfach, es gibt auf dem Teil der Strecke der unterschiedlich ist, bspw. keine Tankstelle, wo ich z.B. Belege hätte.


    Sorry, lang geworden. Aber lange Rede, kurzer Sinn: Mich würden Meinungen oder Erfahrungen dazu sehr interessieren. Was denkt ihr, wie meine Chancen stehen? Die Differenz aufs Jahr gesehen, macht natürlich ordentlich was aus. Vielen Dank im Voraus!

    Seit fast 2 Jahren bin ich Grenzgänger in der Schweiz und wohne in DE. Allerdings gut 20 min von der Grenze entfernt. Ich kann dir hier mal reelle Zahlen von mir zeigen, falls dir das (oder auch anderen) hilft. Kennt mich ja keiner ;) Kann natürlich nicht beurteilen, wie es ist, wenn man in der Schweiz wohnt.


    Mal allgemein:
    In der Schweiz hat man die üblichen Abgaben - von den 4.5% Quellensteuer abgesehen. Also AHV, ALV, IV, Pensionskasse etc. Mein Arbeitgeber zahlt bspw. einen höheren Anteil an der Pensionskasse, sodass mir weniger abgezogen wird. In Deutschland ist man dann nicht mehr rentenversicherungspflichtig. Man zahlt "nur" Lohnsteuer und Soli auf das Schweizer Netto Gehalt. Schweizer Netto in € = Brutto in DE.


    Ich gehe mal von meinem normalen Monatslohn aus.


    -->CHF 7.500 Brutto normal (*13 Monatsgehälter + Bonus am Ende des Geschäftsjahres)
    -->~CHF 6.350 Netto bei mir
    -->Das kommt bei mir auf das Schweizer Bankkonto geführt in CHF
    -->Überweisung auf mein Deutsches Konto
    -->= ~5.770€ Brutto (ca. momentan kein guter Kurs)


    Auf diese ~5.770€ fallen eben Lohnsteuer und Soli an. Nun ist es zum einen so, dass die Quellensteuer, die in CH abgezogen wurde, in DE auf die Lohnsteuer wieder angerechnet wird. Zudem muss man dem FA vor Arbeitsbeginn auch mitteilen, wie viele KM man fährt usw. die Pendlerpauschale wird dann direkt in der Vorauszahlung angerechnet, sodass man weniger Steuern zahlt.


    Das alles berücksichtigt und auf einen Monat umgelegt, muss ich ca. 1.200€ Steuern in DE zahlen.


    Sprich: 5.770€ - 1200€ = 4.570€ Netto / Monat
    Weiterhin zahle ich ca. 320€ Krankenversicherung privat.
    Also effektiv 4.250€ Netto Netto.


    Ich habe in gleicher Position jahrelang in DE gearbeitet. Daher kann ich sagen, dass ich jetzt ca. 80% mehr Netto habe! Rechne ich das ganze Jahr (inkl. Bonus usw.) ist es sogar mehr.
    Klar, habe ich natürlich höhere Fahrtkosten usw. Aber auch das hält sich in Grenzen (6l Diesel auf 100km).


    Ich wohne mit meiner Freundin zusammen - in einer großzügigen 4 Zi. Wohnung. Da ich mehr verdiene, zahle ich mehr Miete. In meinem Fall 650€ Warm. Das sind gerade mal ~15.3% von meinem Netto.


    Lohnt sich das also für MICH? Auf jeden Fall...

    Hallo zusammen, und zwar bin ich seit einiger Zeit Grenzgänger in der Schweiz.


    Meine Frage ist zweigeteilt und bezieht sich auf den Wechselkurs CHF-EUR und Gebühren/Spesen.


    Ich habe ein Schweizer Bankkonto bei der Postfinance geführt in CHF, worauf mein Arbeitgeber auch mein Gehalt in CHF überweist. Ich überweise mir dann immer den gesamten Betrag per SEPA auf mein Deutsches Bankkonto. Die SEPA Überweisung an sich kostet nichts.


    Wenn ich mir jetzt den „allgemeinen“ Wechselkurs anschaue und den mit dem Devisenkurs/Kurs Giro international der Postfinance vergleiche, macht das bei meinem Gehalt rund 80€ aus, die ich dann entsprechend weniger auf dem Deutschen Konto habe. Hinzu kommen insgesamt nochmal 12,50€ an Gebühren/Spesen, die sich glaube ich die Postfinance und meine Deutsche Bank teilen. Insgesamt also rund 92€, jeden Monat. Finde ich schon nicht ohne!


    Lange Rede, kurzer Sinn…
    Frage 1: Gibt es Möglichkeiten, diesem Wechselkursverlust aus dem Weg zu gehen?
    Frage 2: Kann man die Gebühren irgendwie vermeiden?


    Wäre super, wenn da jemand Bescheid wüsste bzw. mir einen Tipp geben könnte.


    Danke und Grüsse