Beiträge von SteffenNiedersachsen

    Alternativ zu den privaten (obligatorischen) Krankenversicherungsverträgen für Sie und Ihre Tochter in der Schweiz
    wäre - vorübergehend - eine freiwillige Kranken- und Pflegeversicherung für Sie in Deutschland bei Ihrer bisherigen
    Krankenkasse günstiger: Dann wären Sie bei der deutschen, gesetzlichen Krankenkasse freiwillig kranken- und pflege-
    versichert - und Ihre Tochter über Sie familienversichert. Zur Kostenhöhe für Familienangehörige bei einer obligatorischen KV
    in der Schweiz (welche ja auch Pflegeleistungen umfasst) kann ich nichts sagen; eine beitragsfreie Familienversicherung
    für Familienangehörige - wie in Deutschland - gibt es in der Schweiz aber nicht. Andererseits würde es sich
    hierbei ja auch nur um eine Übergangslösung handeln: Denn wenn Sie beide dann auch alsbald in die Schweiz
    ziehen, würden Sie dann ja auch der obligatorischen Krankenversicherungspflicht in der Schweiz unterliegen -
    und dann sollte die freiwillige Kranken- und Pflegeversicherung in Deutschland auch gekündigt werden (denn sonst
    würden Sie ja "doppelt" zahlen !)

    Der Klimawandel macht sich inzwischen auch in der Schweiz deutlich bemerkbar: So herrschten während des letzten Sommers im
    Mittelland teils wochenlang Dürre und Hitze. In St. Gallen sollte es sich diesbezüglich ganz gut leben lassen: Dort existieren
    Arbeitsplätze, der Bodensee ist nicht allzu weit entfernt und infolge der Höhenlage der Stadt (bis 700 Meter) ist es im Sommer
    auch etwas kühler als z.B. in Zürich. Und in Basel kommt man ohne Klimaanlage heutzutage wohl kaum noch aus...

    Hallo,


    ich bräuchte ein paar Tipps bezüglich des Wohnortes in der Schweiz. Von Bildern und Videos her habe ich mir schonmal ein grobes Bild verschaffen können. Ich finde Zürich oder Luzern sehr schön. Gerne würde ich in einer Stadt wohnen, die eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel hat und am Wasser liegt. Ich bitte um einige Vorschläge. Natürliche werde ich nach entsprechender Vorauswahl eine kleine Reise dorthin unternehmen zum Kennenlernen. Im Sommer sollte es mach Möglichkeit dort nicht über 30 Grad warm werden. Danke schonmal vorab für die Hilfe.

    Wenn es überwiegend darum gehen sollte, dass es im Sommer nicht über 30 Grad Celsius heiß wird, es aber Seen gibt, wäre wohl das Oberengadin zu empfehlen: Obwohl recht weit südlich gelegen, ist es dort in einer Meereshöhe von 1.600 - 1.800 Metern im Allgemeinen doch recht frisch. In Samedan - nicht weit von St. Moritz entfernt - gibt es eine Wetterstation, deren Werte auch im 3-Sat-Videotext auf den Seiten 409 bzw. 412 veröffentlicht werden. Da "oben" gibt es auch im Hochsommer bei klaren Wetterlagen gelegentlich mal Boden- oder gar leichten Luftfrost...
    Wobei dafür nicht nur die Höhenlage, sondern insbesondere auch die Tallage des Oberengadin - in der sich die kalte Luft sammeln kann - verantwortlich ist. Stellt sich nur die Frage, wo man dort arbeiten soll. Außer in der Tourismusindustrie gibt es dort wohl kaum Arbeitsmöglichkeiten.

    Uiiii, Kanton Zug...Jeder Deutsche träumt wahrscheinlich davon, im "Steuerparadies" zu arbeiten und zu leben.
    Gilt wohl aber auch in der Schweiz als "Sonderfall". Auch wenn die Steuern nirgendwo in der Schweiz niedriger sind,
    muss man erst einmal eine bezahlbare Wohnung finden. Das Mietpreisniveau im Kanton Zug kann sicherlich mit
    dem der Stadt Zürich mithalten.

    Bei mir waren es vor nicht allzu langer Zeit 2.280 CHF, die in die Schweiz mussten...Der Betrag in Höhe von 2.280 CHF wurde fix eingestellt;
    um halt auch gewisse - kurzfristige - Kursschwankungen EUR/CHF mitberücksichtigen zu können, musste ich dann ca. 2.170 Euro an Transferwise
    überweisen. Bei dem im Zeitpunkt der Transaktion geltenden Wechselkurs von 1 EUR = 1,0814 CHF wurden dann ca. 2.108 € "benötigt", um diese
    in 2.280 CHF umzutauschen. Hat alles reibungslos geklappt. Und auch den "Währungspuffer" in Höhe von 62 € habe ich unverzüglich von Transfer-
    wise erstattet bekommen.


    Aus Sicht Deutschlands bzw. der Eurozone denke ich, ist man zurzeit mit einem Wechselkurs von 1 Euro = 1,0850 CHF eigentlich ganz gut bedient...
    Nach dem "Frankenschock" im Januar 2015 stand der Kurs des Euro einige Wochen lang bei nur bei "marktgerechten" 97 - 99 Rappen. Nur weil die
    Schweizerische Nationalbank SNB seither ständig in den Devisenmarkt eingreift, hat sie es geschafft, den Schweizer Franken überhaupt auf das aktuelle
    Niveau gegenüber dem Euro zu "schwächen". In derart unsicheren Zeiten wie heute gilt der Schweizer Franken ja mehr denn je als "Fluchtwährung".
    War auch nach dem "Brexit"-Entscheid am 23.06.2016 festzustellen: Der Euro fiel gegenüber der Schweizer Franken binnen kürzester Zeit von 1,10 CHF
    auf 1,06 CHF. Und die SNB musste seither wohl Einiges in die Waagschale legen, um den Schweizer Franken wieder dahingehend zu "schwächen", dass ein Euro
    wieder 1,0850 CHF wert ist.


    Heutzutage kaum noch vorstellbar, dass vor der Finanzkrise/Weltwirtschaftskrise 2008/2009 ein Euro in den Jahren 2007/2008 zeitweise bis zu 1,65 CHF
    wert war.

    Hallo Frau Wenzel, anhand Ihrer Angaben gehe ich davon aus, dass Ihr Ehemann
    bei einer deutschen, gesetzlichen Krankenkasse versichert ist Und Sie und Ihre Tochter
    sind über Ihren Gatten zurzeit familienversichert.


    Das Beschäftigungsverhältnis Ihres Gatten in Zürich unterliegt jedenfalls auf keinen
    Fall dem deutschen Sozialversicherungsrecht. Vielmehr gilt schweizerisches Sozialversicherungs-
    recht. D.h., Ihr Gatte obliegt der obligatorischen Krankenversicherungspflicht in der Schweiz.
    Und entsprechende (obligatorische) Versicherungsverträge sollten auch für Sie und Ihre kleine Tochter in
    der Schweiz abzuschließen sein.


    Ihre Gatte und Sie haben aber die Möglichkeit, bei Ihrer bisherigen deutschen, gesetzlichen Krankenkasse
    Leistungsaushilfe durchführen zu lassen: Ihr Gatte hat dann am Wochenende - wenn er in Deutschland ist - und
    Sie beide permanent in Deutschland diesselben Leistungsansprüche, als wenn Sie immer noch in Deutschland versichert
    wären. Sie drei sollten dann auch jeweils eine spezielle Krankenversichertenkarte von der Ihrer bisherigen
    Krankenkasse erhalten, mit der Sie dann ganz "normal" in Deutschland zum Arzt/Zahnarzt gehen können -
    und auch weitere - reguläre - Leistungen, die der deutsche Krankenversicherungskatalog vorsieht, in Anspruch
    nehmen können.


    Die deutsche Krankenkasse holt sich dann sämtliche Kosten, die ihr im Rahmen der Leistungsaushilfe für sie Drei
    entstehen, vom zuständigen, schweizerischen Krankenversicherungsträger zurück.



    Es gäbe unter Umständen zwar noch andere Lösungen, die wären aber teurer. Das Durchführen der Leistungsaushilfe
    durch den deutschen Krankenversicherungsträger für Sie drei ist die sinnvollste Lösung.


    Theoretisch kann man sich der Schweiz auch von der obligatorischen Krankenversicherungspflicht befreien lassen,
    wenn im Ausland ein anderweitiger Versicherungsschutz, wie z.B. bei einer deutschen, gesetzlichen Kranken-
    versicherung besteht. Dies macht sicherlich aber nur dann Sinn, wenn Personen befristet in der Schweiz arbeiten
    und ihren Lebensmittelpunkt nicht in die Schweiz verlagern wollen.


    Bitte nehmen Sie in dieser Angelegenheit einmal Kontakt mit Ihrer Krankenkasse in Deutschland auf.


    Zu Ihren steuerlichen Fragen kann ich leider nichts sagen. In Bezug auf Probezeiten in der Schweiz im Allgemeinen
    - glaube ich -, dass die Bedeutung dieser von Deutschen tendenziell überbewertet wird: In der Schweiz existiert nach
    Beendigung der Probezeit keine Kündigungsschutz, wie er in Deutschland nach dem Kündigungsschutzgesetz existiert:


    Beschäftigungsverhältnisse jedweder Art können im Allgemeinen nach Ablauf der Probezeit mit einer Frist von 1 - 3
    Monaten gekündigt werden - je nach Dauer des Beschäftigungsverhältnisses. Sozialpunkte oder dergleichen, wie sie
    das deutsche Kündigungsschutzgesetz etwa im Falle betriebsbedingter Kündigungen vorsieht, gibt es in der Schweiz
    nicht: Es existieren nur die fristgerechte und die fristlose Kündigung.

    Hallo Marcel, mit umbiegen auf den Schweizer Standard meinst Du, sich schnellstmöglich ein entsprechendes,
    schweizerisches Notebook (bzw. Toaster, Kaffeemaschine) anzuschaffen ? Da die Adapter sämtliche Dreifach-
    steckdosen verstopfen ? (die schweizerischen Dreiersteckdosen habe ich auch schon im Internet gesehen !)
    Habe ich das richtig verstanden ? Gruß Steffen

    Danke, Maik, für die ergänzenden Hinweise zu den neuen Einkaufszentren: Ob sich damit Migros & Co. - die dazu ggf. vom
    Staat gezwungen wurden ? - vor allem in grenznahen Orten einen Gefallen tun ? Ich glaube nicht. Bei der noch immer sehr
    hohen Bewertung des Schweizer Frankens zum Euro kaufen doch in Grenznähe ohnehin viele Bürger ihre Sachen für den
    alltäglichen Gebrauch im Ausland ein. Und dann kommt nun auch noch eine Parkgebühr dazu - die es auf deutschen Supermarktpark-
    plätzen auch nicht gibt. Habe schon einige Male gelesen, dass in deutschen, grenznahen Orten wie etwa Konstanz des öfteren Regale
    von Schweizern - und Nichtschweizern, die in Grenznähe wohnen - leergekauft werden. Und das galt auch schon in Zeiten,
    als ein Euro nicht weniger als 1,20 CHF wert sein durfte...Aktuell ist ein Euro ja nur knapp 1,09 CHF wert.

    Super ! Hoffentlich klappt es mit Deiner Bewerbung in der Schweiz. Auch Deine Angaben zeigen auf, dass die Rechtslage gegenteilig
    zur deutschen Rechtlage ist: Bewerbungs-bzw. Reisekosten werden durch schweizerische Arbeitgeber nicht erstattet - es sei denn, der
    Arbeitgeber in der Schweiz weist in seiner Einladung ausdrücklich darauf hin, dass derlei Kosten übernommen werden.

    Hallo,



    ich habe eine Frage zu den Gepflogenheiten schweizerischer Arbeitgeber in Bezug
    auf die durch ein Vorstellungsgespräch entstehenden Reisekosten:


    Wie sind da Eure Erfahrungen ? Sind schweizerische Arbeitgeber zur Erstattung der
    Reisekosten verpflichtet ? Oder erstatten diese derartige Kosten meist aus Kulanz?


    Wie ich auch aus eigener Erfahrung aus Deutschland weiß, ist es so, dass deutsche
    Arbeitgeber die Reisekosten zu Bewerbungsgespräche (Hin- und Rückfahrt !) erstatten (müssen),
    gemäß § 670 BGB; es sei denn, der Arbeitgeber weist den Bewerber ausdrücklich schriftlich daraufhin,
    dass derartige Kosten durch den Arbeitgeber nicht erstattet werden.


    Und mir wurden in der Vergangenheit solche Kosten in Deutschland auch schon erstattet. Einmal
    auch eine dazugehörige Hotelübernachtung.


    Wenn ich von Südniedersachsen aus in die Schweiz fahre, um ein dort ein Vorstellungsgespräch
    wahrzunehmen, sind die entstehenden Kosten schon nennenswert; es spielt dabei auch keine große
    Rolle, ob ich von Hannover aus etwa per Bahn nach Zürich fahre oder mit dem Flugzeug aus von
    Hannover nach Zürich fliege (Kann natürlich auch ein Arbeitgeber sein, der nicht im Kanton Zürich
    ansässig ist).


    Wenn die Zeiten für das Bewerbungsgespräch ungünstig sind bzw. der Arbeitgeber seinen Sitz in der
    Zentralschweiz haben sollte, kann es auch sein, dass noch eine Übernachtung dazukommt. Und bei
    dem - aus Sicht der Eurozone - doch recht ungünstigen Wechselkurs von Euro - CHF, kostet auch diese
    Übernachtung Einiges...

    Danke ! Werde heute abend mal bei meinem Toaster bzw. bei der Mikrowelle nachsehen, ob die ggf. mit einem Eurostecker betrieben werden. Dafür bräuchte ich in der
    Schweiz ja dann keinen Adapter. Weiß darüber hinaus jemand, ob ein deutsches LAN-Kabel für DSL-Nutzung in der Schweiz geeignet ist ? Oder bedarf es eines speziellen,
    schweizerischen LAN-Kabels ?

    Hallo, wie auf der Hauptseite erwähnt, gibt es ja in der Schweiz als Telefonanschlussbuchse ja
    nicht - wie in Deutschland - den TAE, sondern den Reichle Stecker. Laut der innovativen IP-Technologie
    bei Swisscom wird die Internet-Box light (wohl so etwas wie ein deutsches DSL-Modem) gleich per DSL-
    Kabel an die Telefonanschlussbuchse (Reichle Stecker) angeschlossen. Einen DSL-Splitter scheint es hier nicht
    mehr zu geben. Zudem wird das Telefon gleich an die Internet-Box light angeschlossen und nicht an
    den Reichle Stecker als Telefonanschlussbuchse. Hat diesbezüglich irgendjemand Erfahrung mit der Swisscom ?
    In Deutschland habe ich noch einen analogen DSL-Anschluss. Unabhängig davon, stellt sich für mich die Frage,
    ob die Steckdosen in der Schweiz identisch sind ? D.h,, kann ich z.B. mein deutsches Notebook, ohne mir einen Steck-
    dosenadapter kaufen zu müssen, einfach ans schweizerische Stromnetz anschließen ? Datei ist zu groß; daher stelle
    ich einmal den Link zur Installationsanleitung der Internet-Box light ein: https://www.swisscom.ch/de/pri…er/internetbox-light.html.

    Danke an alle ! Klar, das Ruhrgebiet kann man nicht mit meiner 5.700 - Einwohner Kleinstadt in Südniedersachsen vergleichen.
    Hier am Ortsrand kann ich mein Auto nach Feierabend/Wochenende stets kostenfrei abstellen - und dabei herrscht auch
    keine Platznot. Bei Wohnungsanzeigen in der Schweiz ist es mir auch aufgefallen, dass häufig kostenpflichtige Parkplätze
    im Freien ausgewiesen wurden; und dies nicht nur in so urbanen Gegenden wie in Zürich. Also sollte ich davon ausgehen,
    dass ich Parkplatzkosten in genannter Höhe anfallen - wobei ein Parkplatz im Freien natürlich kostengünstiger ist als
    ein Tiefgaragenplatz. Es sei denn, ich wohne irgendwo etwa in den Kantonen Appenzell-Innerrhoden / Ausserrhoden auf einem
    einsamen Bauernhof...wenn ich vor einem solchen Bauernhof mein Auto abstelle, wäre es dann sicherlich kostenfrei.