Beiträge von basileus

    Also hat der IB Account quasi "Konten" in mehreren Währungen, und auf die kann ich einzahlen/auszahlen? Könnte ich dann auch quasi von der Schweiz CHF einzahlen, Forex Umrechnung machen und auf mein deutsches Konto EUR auszahlen?

    Genau so. Du wählst die Hauptwährung deines Kontos (CHF, USD, EUR - das geht meiner Meinung nach immer, egal wo du lebst), und in dieser werden dann die Gebühren abgezogen.


    Einzahlen kannst du CHF, und dann wechselst du über Forex EURCHF (du kaufst also EUR für CHF). Habe ich erst letzte Woche gemacht. Der echte Wechselkurs in diesem Moment lag bei 1.0733, ich habe für 1.0735 gewechselt (da ich die Order als Limitorder eingegeben hatte). Wir sprechen hier von 2 Pips Unterschied beim Wechseln. Dieser Währungstausch hat mich 2$ Gebühren gekostet (egal ob man CHF 100 wechselt oder CHF 10'000). Die EUR kannst du danach mittels SEPA auf dein deutsches Konto auszahlen. Die erste Überweisung im Monat ist kostenfrei, jede weitere kostet 1$. Das sind Konditionen, von denen du bei Banken nur träumen kannst.


    Du kannst bei IB in fast jede Währung tauschen, und diese wird dann in deinem Account gehalten. Z.B. in thailändische Baht (nur als Beispiel, vermutlich eher nicht zu empfehlen).


    Hast du die selber kontaktiert, oder ist das aus einem anderen Forum kopiert?

    Kannst du mir diese Frage bitte noch beantworten?

    Vom Kundendienst IBKR:

    Individuals will still be able to trade US ETFs beyond 2021, however, they will have to be classified as Professional. Non-Professionals will no longer be able to open positions in US ETFs.

    Hast du die selber kontaktiert, oder ist das aus einem anderen Forum kopiert? Habe das nämlich in einem anderen Forum ähnlich gelesen.

    Zweite Frage: bei welchem IB bist du registriert? IB UK oder IB EU? Das ist wichtig.

    ist sogar der VWRL direkt billiger für mich - zwar verlieren ich dort im first level die von dir erwähnten 15%, allerdings gibt es von Irland keinen Abzug im Gegensatz zur USA

    Nö, kommt beides aufs Gleiche raus. VWRL gibt dir 1.70$ Dividende, weil die US-QS schon abgezogen wurde (du bekommst also nie die 2$ Dividende). VT gibt dir auch 1.70$, weil IB die 0.15% abzieht von der Dividende.


    Meine zweite Frage hat sich damit leider erübrigt - nämlich welchen der vielen VWRL (an der schweizer Börse in CHF, etc..).

    Ich weiss nicht genau, was deine zweite Frage gewesen wäre. Aber: VWRL würde ich eher in Amsterdam oder Frankfurt kaufen. Besssere Spreads und mehr Handelsvolumen als an der SIX.



    Eine dritte Frage vielleicht noch - wie bzw wohin bekommt man denn die Dividenden? Also bekommst du quasi auf dein IB Verrechnungskonto (?) aktuell immer USD Dividenden? Und könntest mit diesen dann entweder wieder einkaufen oder sie per Forex zurück in CHF holen und auszahlen?

    Genau. Die Dividende bekomme ich als USD Gutschrift auf meinen IB-Account, und kann damit wieder neue Aktien oder ETFs kaufen.

    Auszahlen würde auch gehen, lohnt sich aber nicht bei meinen Kleckerbeträgen.

    auch bei IB wird leider ab 01.01. keine US ETFs (also auch kein VT) mehr möglich sein

    Hast du dafür einen Link, bzw. eine Quelle? Kunden in der Schweiz sind weiterhin bei IB UK, d.h. diese sollten nicht von den Änderungen betroffen sein. IB hat EU-Kunden nach Irland bzw. Ungarn umgezogen nach dem Brexit.


    Schwingst du dann auch um auf VWRL?

    Das schaue ich dann an, wenn es soweit ist. VWRL wäre dann vermutlich die Wahl: ja.


    Bei DeGiro habe ich jetzt durch einen Freund rausgefunden dass bei EU ETFs wie erwartet keine Quellensteuer Second Level einbehalten wird, weißt du ob das bei IB auch so ist? Also bei US ETFs wird es sicher einbehalten, aber bei EU?

    Zu EU ETFs kann ich dir leider nichts sagen, da ich keine besitze. Was ich aber sagen kann: wenn du VWRL anstelle von VT besitzt, bekommst du weniger Dividenden ausgezahlt. Der Grund liegt darin, dass bei UCITS Fonds (das sind die in der EU zugelassenen) 15% des Quellensteuerabzugs in den USA nicht rückerstattbar sind.


    Beispiel: wenn du VT besitzt, und dieser hat 2% Dividenden. Wir nehmen mal an, eine Aktie VT steht bei 100$. Dann bekommst du 2$ Dividende pro Jahr. Davon behalten die USA 30% Quellensteuer ein. Falls du das W8BEN Formular bei IB ausgefüllt ist, reduziert sich diese Quellensteuer auf 15%. Ausbezahlt bekommst du somit 1.70$ (2$ Dividende - 0.30$=15% US-Quellensteuer). Diese restlichen 15% kannst du mit dem DA-1 im nächsten Jahr bei deiner Schweizer Steuererklärung zurückfordern.


    Bei VWRL hast du das Problem, dass diese 15% nicht rückerstattbar sind. Du bekommst also auch 1.70$, kannst aber nichts zurückfordern. VWRL ist also im Vergleich etwas schlechter, neben der TER.


    Wobei du dir aber auch klar machen solltest, wie hoch deine Investments sind. Bei 100k in VT sprechen wir von 2000$ Dividende, d.h. mit VWRL verlierst du 150$ im Jahr. Lohnt sich also erst ab grösseren sechsstelligen Summen, sich damit Stunden zu beschäftigen...

    Hi, soweit ich das überblicke ist das seit diesem Jahr anders

    Das ist korrekt. Seit dem 01.01.2021 ist die Revision der Quellensteueränderung in Kraft getreten. Dazu gibt es das Kreisschreiben Nr. 45 der ESTV, worin 3a allerdings nicht erwähnt wird.


    Zusätzliche Abzüge für die Säule 3a oder Einkäufe in die 2. Säule können letztmalig für das Steuerjahr 2020 durchgeführt werden (siehe hier)

    Mehr Infos zu den Änderungen bei der Quellenbesteuerung siehe hier

    Theoretisch ja. Ich hatte noch nie eins...

    In DE interessiert es keinen (glaube nicht mal, dass die deutsche Polizei das überhaupt weiss), in IT sind sie mitunter etwas spiessiger.

    Hintergrund ist, dass die Schweiz nicht in der EU ist, und somit kein "offizielles" Länderkennzeichen auf den Kontrollschildern hat (also mit dem Eurozeichen und dem Landeskürzel dazu)

    Ihr werdet vermutlich nicht auf eine gemeinsamen Nenner kommen. Natürlich könnt ihr noch munter weiter diskutieren, aber denkt an eure Lebenszeit und die Nerven.


    Wir sind hier in einem (halbwegs) anonymen Forum unterwegs. Vielleicht würdet ihr euch im echten Leben besser verstehen, weil nicht alles auf die Goldwaage gelegt würde und ihr feststellen würdet, dass ihr gar nicht so weit voneinander entfernt seid in gewissen Themen.


    In diesem Sinne: habt euch lieb :smiling_face_with_hearts:

    Siehe hier. Es liegt im Ermessensspielraum der Polizisten. Die MFK sieht ungern mehrere Vignetten, nur als weiterer Tip.

    Am Töff habe ich noch 2017, 2018, 2019 und 2020 dran. Allerdings am Holmen, von daher nicht so wild.

    Soweit ich weiss, kann man das DA-1 nur geltend machen, wenn man eine reguläre Steuererklärung abgibt. Somit musst du dir ausrechnen, was mehr Sinn machen würde: die Rückerstattung der einbehaltenen Quellensteuer im Ursprungsland der Aktien/ETFs, oder die Beibehaltung der Quellenbesteuerung (z.B. wenn deine Wohngemeinde einen schlechten Steuerfuss hat).

    Hoi Schocki


    Wenn ich deinen Link öffne, steht direkt unter dem Video die Beschreibung "...kehrt nach einem Jahr im Gefängnis zurück in die Schweizer Kleinstadt Schummertal". Google nach Schummertal, und folgendes kommt als erster Treffer: "«Schummertal» ist durch Langenthal, ganz im Osten des Kantons Bern, inspiriert".


    Wobei mich der Dialekt des Protagonisten an einen ehemaligen Arbeitskollegen erinnert, welcher in Lüterswil-Gächliwil wohnt. Von der Stimme und vom Dialekt her könnte er fast die Synchronisierung übernommen haben.


    Bezüglich Lernen der Sprache: Berndüütsch ist sicherlich nicht gerade der einfachste Dialekt, um Schweizerdeutsch zu lernen. Die Berner nutzen mitunter "seltsame" Worte (verdubelt, gumpe), welche wir im Hochdeutschen so nicht kennen. Macht aus meiner Sicht nur Sinn, wenn man plant, in diese Region zu zügeln.



    VG basileus

    Ich habe einen Teil beim Robo Advisor bei Swissquote angelegt und überlege (trotz der Gebühren) nun mehr zu zügeln

    Robo Advisor sind denke ich ein guter Kompromiss. Definitiv günstiger als aktive Vermögensverwaltung über eine Bank, etwas teurer als passive ETFs.

    Mit 0.5% Verwaltungsgebühren und 0.45% bis 0.75% jährliche Administration ist man noch vergleichsweise günstig. Ob sich die höheren Gebühren am Ende rentieren, werden wir in 10+ Jahren sehen. Eine Aussage nach 3 Jahren Aktienhausse zu treffen, ist vermutlich zu früh.


    Interessant wird es, wenn es an die Märkten mal krachen sollte. Je nach Risikoaversion kann man sicherlich einen Teil seines Portfolio dort rein investieren. Mehr als 20% sollten es aus meiner Sicht nicht sein (wieder mal nur meine persönliche Meinung).

    Also bei mir wird die Kapitalertragssteuer auf Dividenden einbehalten, diese kann dann in der Steuererklärung verrechnet werden (daher hier: Verrechnungssteuer, die vorrangig an der Quelle erhoben wurde). Und ich habe es jetzt nicht genau präsent, aber ich glaube das war auch auf Titel an ausländischen Börsen der Fall, auch in der 35% Höhe.

    Das ist korrekt, zumindest bei den Schweizer Brokern. Bei IB bekomme ich die Dividende ausbezahlt (minus 15% US-Quellensteuer), da IB keine Kapitalertragssteuer erhebt. Ich kann meine zwei Kröten also noch ein bisschen für mich arbeiten lassen vor der eigentlichen Steuererklärung :face_with_tears_of_joy:


    Wenn Du z.B. bei der UBS einen Betrag in die aktive Vermögensverwaltung gibst, legen die Jungs/Mädels als erstes mal 5 Wechselkonten an, damit in andere Märkte "diversifiziert" werden kann.

    Aktive Vermögensverwaltung ist aus meiner Sicht Quatsch. Die haben auch keine "geheimen" Tricks o.ä. Es kostet dich unterm Strich nur mehr.

    Wechselkonten können(!) Sinn machen, aber pauschal erstmal 5 davon anzulegen ist Nonsens. Das einzige, was man damit diversifiziert, ist das langfristige Wechselkursrisiko zwischen den Hauptwährungen. Ich denke wir sind da schon gut aufgestellt, auch ohne zig Wechselkonten. Wir bekommen unser Gehalt in CHF, Säule 1/2/3 sind in CHF, die meisten haben noch ein oder zwei Konten in EUR, und mit ETFs ist man eh hauptsächlich abhängig vom USD.

    Die Aufteilung in Risiko- und Nichtrisiko-Kapital ist hier der wichtigere Hebel.


    D.h. Du kannst mit Schweizer Titel genauso ertragreich arbeiten wie mit einer weltweiten Streuung.

    Sehe ich nicht ganz so, einfach aufgrund des zu kleinen Aktienmarktes. Aber wir wollten ja eh mal telefonieren :winking_face:

    Noch ein Nachtrag: Die Bewertung ob eine Steuererklärung abzugeben ist, ist nicht ausschliesslich vom Erwerbseinkommen abhängig. Dazu müssen alle Steuerfaktoren betrachtet werden. Und das kann dazu führen dass man auch mit bescheidenem Einkommen (war bei mir bisher der Fall) eine reguläre Steuererklärung machen muss.

    Ich hatte den Satz bereits formuliert, ihn aber dann wieder gestrichen um Hans nicht noch mehr zu verwirren :woozy_face: Ob man eine Steuererklärung abgeben muss, hängt u.a. auch von der Höhe des Vermögens ab. D.h. man kann zwar ein mickriges Gehalt haben, aber wenn man (z.B. aufgrund eines Lottogewinns) Millionen auf dem Konto hat, muss man trotzdem eine Steuererklärung abgeben. Die Höhe, ab wann das geschieht, unterscheidet sich von Kanton zu Kanton (teilweise deutlich).


    Beim Punkt Kapitalertragssteuer wäre ich mir nicht sicher, ob IB dies nicht nach steuerlicher Ansässigkeit einbehält/abführt. Dann wäre, um die Verrechnungssteuer zu nutzen, eine ordentliche Veranlagung u.U. sinnvoll.

    Das ist in der Tat einer der Nachteile (Vorteile?) bei IB: sie behalten keine Kapitalertragssteuer ein. Für US-ETFs werden 15% Quellensteuer einbehalten (30%, falls man das W8-BEN nicht ausgefüllt hat), welche man über das DA-1 wieder zurückbekommen kann.

    Bei steuerlicher Ansässigkeit in DE ist das natürlich ungünstiger, da man dann alles in der Steuererklärung angeben muss und erst mit der Veranlagung die genaue Steuerschuld ausgerechnet bekommt (=man muss etwas Geld zurückbehalten, um die Steuern zu begleichen).

    Nach Aussage mehrerer Grossbanken in der Schweiz ist eine Diversifikation des Portfolios in Märkte ausserhalb der Schweiz belegbar nicht ertragreicher.

    Diesen Satz verstehe ich nicht. Meinen die Banken damit, dass man keine Aktien / Fonds ausserhalb der Schweiz kaufen sollte? Wenn das wirklich die Aussage von ein paar Bänkern war, dann trete ich gerne den Gegenbeweis an, dass das nicht stimmt.

    "Belegbar nicht ertragreicher" - so was kann nur von einem Bankverkäufer kommen! Die Schweiz hat nicht mal 3% vom weltweiten Aktienmarkt.


    Wäre es dann eigentlich schlau, vor Heimzug (in x Jahren...) nach DE alle ETFs zu verkaufen, und ETFs in Deutschland direkt neu zu kaufen? Um den Wertzuwachs zu "nullen"?

    Ich bin kein Steuerberater, von daher bitte alles mit Vorsicht lesen. Es könnte so gehen, wie du es beschrieben hast. Wobei du natürlich aufpassen musst, wenn du unterjährig umziehst. Dann musst du für die verkauften Fonds wahrscheinlich die Abgeltungssteuer bezahlen. Fragt sich dann nur, auf welchen Betrag. Also Verkaufspreis - Einkaufspreis (glaube ich nicht)? Da wäre der Gang zum Steuerberater vermutlich besser. Oder einfach im Jahr vor dem Rückzug die Sachen verkaufen. Dann zahlst du zwar Schweizer Vermögenssteuer, aber kannst alle Kursgewinne steuerfrei mitnehmen.


    Schlau wäre es, gar nicht nach DE zurückzuziehen :upside_down_face: Aber gut, ist nur meine persönliche Meinung.


    Was passiert wenn das, wie überall befürchtet, ab 2022 umgesetzt wird? Ich kann meinen ETF dann noch verkaufen, aber nicht mehr weiter kaufen? Oder wie wirkt sich das aus wenn ich von jetzt bis dahin ja vermutlich ein bisschen Geld im US ETF habe?

    Genau: du kannst dann deine ETFs noch verkaufen, aber nicht mehr weiter kaufen. Habe meine Glaskugel gerade verlegt, aber ich würde mir da keine Gedanken machen. Wenn es kommt, kommt es. Wenn nicht, dann nicht.


    Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung warum ETF in EUR, ich dachte irgendwie das wäre naheliegender wenn ich das Geld im Alter auch in EUR abrufen will? Aber vermutlich ist es egal?

    Es ist egal. Die meisten Firmen in World bzw. AllWorld Fonds sind globale Unternehmen, und die grössten davon sitzen in den USA (Apple, Amazon, Microsoft, Alphabet (Google), Facebook). Diese erwirtschaften ihr Geld weltweit, haben als Firmenwährung aber den USD.

    Jeden MSCI World Fond, welchen du in EUR kaufst, hält trotzdem die Unternehmen in Ihrer Firmenwährung. D.h. du hast über die Jahre ein Wechselkursrisiko, aber das ist ok. Selbst Firmen im Euro-Raum erwirtschaften ihren Gewinn nicht nur in EUR, sondern meist auch noch in anderen Währungen. Hier musst du also selbst überlegen, ob du eher darauf vertraust dass die USA bzw. China in den nächsten 20-30 Jahren die Gewinner sein werden, oder ob es Europa sein wird. Je nach dieser Überlegung kannst du dann dein Portfolio gestalten.


    Mit einem AllWorld Fond kannst du aber nicht viel verkehrt machen. Du besitzt einen (winzigen) Anteil an den grössten Unternehmen weltweit.


    Würdest du dann bei Einzelaktien auch eher zum US-Original raten als zum CH/DE Ableger?

    Auch hier spielt es keine Rolle. Die US-Aktie, welche du in Frankfurt für EUR kaufst, hat als Standardwährung trotzdem USD. Falls der EUR stärker wird im Vergleich zum USD, wird deine Aktie an Buchwert verlieren. Hier sind wir dann im Thema langfristige Forex-Risiken, aber das würde den Rahmen sprengen. Schau lieber, wie viel dich der Kauf der US-Aktie an der NYSE kostet (auch abhängig vom Broker), und wie viel dich der Kauf in DE/CH kostet.

    Hoi Hans


    Bei IB bekommst du den "echten" Forex-Wechselkurs zu diesem Zeitpunkt. Besser geht es nicht.

    Bei Transferwise zahlst du 0.5% Gebühren, die DEGIRO Wechselkurse sind auch schlechter als der Forex-Wechselkurs. Von Banken fangen wir mal gar nicht an. Die ziehen dich beim Thema Fremdwährungswechsel über den Tisch, es sei denn du heisst Markus Schulz und kannst individuell etwas aushandeln :winking_face:

    Vermögenssteuer trifft dich dann, wenn du eine reguläre Steuererklärung in der Schweiz machen musst.

    Wertzuwachs musst du in CH nicht versteuern, Dividenden schon (wobei das nicht der Fall ist, wenn du keine Steuererklärung machst). Der Umzug nach Deutschland ist nur dahingehend zu berücksichtigen, dass du deine Adresse ändern musst beim Broker (egal ob DKB, DEGIRO oder IB). Danach zieht der Broker dir wieder Abgeltungssteuer ab, welche mit Wohnsitz in der Schweiz nicht abgezogen wurde.


    Noch kann man US ETFs in der Schweiz kaufen, da die Schweiz nicht in der EU ist (dementsprechend müssen die Broker MiFID II nicht erfüllen). So lange das noch so ist, würde ich eher die US ETFs kaufen, da diese niedrigere TERs haben als die entsprechenden irischen/luxemburgischen ETFs. Aktuell sind Schweizer weiterhin bei IB UK, d.h. sie haben noch den Vorteil von US ETFs. MiFID II ist wieder einmal der "tolle" Versuch der EU, die Bürger zu schützen.


    Wir sprechen hier von 0.08% TER (US Fonds All-World) vs 0.22% TER (IE Fonds All-World).

    Kein Problem. Der Bedarf/das Interesse scheint nicht ausreichend Gruss zu sein. Deshalb lasse ich das vorerst bleiben.

    Hoi Jan


    Habe es gestern leider wieder nicht geschafft, obwohl ich es mir vorgenommen hatte. Merci vielmoal für den Versuch!

    Vielleicht klappt es demnächst mal wieder im echten Leben.



    VG basileus

    Hoi Hans


    Es gibt mehr als die von dir beschriebenen zwei Wege. Ein anderer Weg ist z.B. ein Broker Account bei Interactive Brokers (IB). Dort kannst du als Aufenthalter in der Schweiz auch alle US ETFs kaufen, welchen in der EU nicht mehr zugelassen sind zum Verkauf aufgrund von MiFID II.


    Der Währungstausch bei IB ist auch günstiger als bei DEGIRO oder Transferwise. Du bezahlst 2$ (oder 2CHF - je nach Grundwährung deines Accounts) für den Währungstausch, egal ob du CHF 100 oder CHF 10'000 wechselst. Seit zwei Monaten gibt es auch keine Mindestmonatsgebühr mehr für IB (vorher waren es 10$ pro Monat).


    Ein paar Denkfehler hast du noch in deinen Überlegungen drin:

    • die lokale Währung, in welcher dein ETF gehandelt wird, spielt prinzipiell keine Rolle. Die meisten Unternehmen in All-World bzw. World/EM ETFs handeln in anderen Währungen als EUR oder CHF. Die meisten grossen ETFs werden in USD gehandelt, d.h. selbst wenn dein ETF in EUR verkauft wird, dann hängst du indirekt vom USD ab. Beispiel: dein ETF macht 10% plus im Jahr, aber der USD verliert 5% gegenüber dem Euro. Dann machst du in EUR "nur" 5% Plus.
    • Einlagensicherung ist absolut zweitrangig für eine Investition in ETFs. Die Einlagensicherung zählt nur für Barbeträge auf deinem Broker-Account. Sämtliche in Aktien oder ETFs investierten Summen gehören zum Sondervermögen und somit schlussendlich dir. Man muss eventuell noch aufpassen, wie der Broker die ETFs/Aktien in deinem Namen hält. Das würde aber den Rahmen hier sprengen.
    • Steuer ist mit Hauptwohnsitz in der Schweiz kein Problem. Du musst dein Aktienportfolio als Vermögen angeben, und kannst bei US-ETFs die abgeführte US-Quellensteuer über das Formular DA-1 teilweise zurückerstattet bekommen.


    PS: DEGIRO gehört seit einer Weile zu Flatex. Seit der Umstellung haben sich die Konditionen verschlechtert, soweit ich das von Bekannten gehört habe. Ich habe dort noch einen Account, aber nur für den Fall der Fälle.



    VG basileus

    Hoi P. Butz


    Deine Aussage zu Dienstreisen bzw. Hotelübernachtungen in Deutschland ist aber nicht richtig. Auch berufsbedingte Übernachtungen in Deutschland zählen zu den Nichtrückkehrtagen bei der 60-Tage-Regelung.

    Das ist in der Tat interessant. Hatte meine Antwort eigentlich schon formuliert, weil ich mir sicher war, dass die 60 Rückkehrtage in der Schweiz verbracht werden müssen. Steht aber so nicht im GRE-3. Das Blöde an der Regelung ist, dass Geschäftsreisen in andere Länder als DE oder CH eigentlich auch dort versteuert werden müssten mit der 60-Tage Regel. Macht nur in der Regel niemand.


    Ist natürlich super für dich: dein AG sitzt in der Schweiz, und du reist hauptsächlich in DE rum.

    Wie oben schon geschrieben: am besten das Ganze mit einem fähigen Steuerberater klären.



    VG basileus

    Dadurch, dass ich viel unterwegs bin und das vor allem in Deutschland, konnte ich in den letzten Jahren die 60-Tage-Regelung erfüllen

    Du scheinst hier etwas zu verwechseln. Die 60 Tage Regelung erfüllst du nicht durch die Dienstreisen in Deutschland, sondern durch deine berufsbedingten Übernachtungen in der Schweiz. Die Dienstreisen in DE sind schädliche Tage.


    Nun meine Fragen: Ist diese Praxis, die in meinem Finanzamt Anwendung findet richtig? Und wenn ja , auf welcher Grundlage geschieht dies? Und gab es eine Änderung zwischen den Jahren 2018 und 2019?

    Grundlage für die Grenzgängereigenschaft und die 60 Tage Regel ist Art. 15a Satz 2 DBA Deutschland-Schweiz. Dort steht allerdings nichts von Anreise oder Abreise. Soweit ich weiss, gab es zwischen 2018 und 2019 keine Änderung an diesem Artikel.

    Problematisch ist, dass dieser Artikel nicht klar genug formuliert ist. Es liegt also im Ermessensspielraum des jeweiligen Finanzamtes.


    Such dir einen kompetenten Steuerberater, welcher auch Fachberater für internationales Steuerrecht ist. Ich habe die starke Vermutung, dass du das sonst nicht mit deinem zuständigen Finanzamt gelöst bekommst.

    Eine Kapitalgesellschaft steht auch im Raum nur will ich eigentlich lieber 20% in die 3A einzahlen, statt BVG etc..

    Die Frage wäre hier: weshalb möchtest du das? Man kann den BVG-Anteil auch auf ein Minimum reduzieren, wenn einem das nicht zusagt.

    Für die BVG kann man auch Anbieter mit höheren Aktienanteil auswählen, oder eine 1e-Lösung benutzen.


    Jan geht es glaube ich nicht um ein Verfahren, sondern um ein Steuer-Ruling. Damit du nicht in ein paar Jahren ein böses Erwachen hast in Sachen Steuern.