Beiträge von basileus

    wurde die Kreditkarte bei dir genehmigt! meine wurde abgelehnt trotz sehr guter Bonität.

    Wenn ich mich richtig entsinne, ist die Kreditkarte bei der PostFinance eine echte Kreditkarte (d.h. die Rechnung wird erst nach 30 Tagen bezahlt).

    Die meisten Banken gehen von dieser Praxis weg und geben mittlerweile lieber Debitkarten aus, zumindest in DE.


    Die Debitkarten haben den Nachteil, dass sie von manchen Anbietern (z.B. Autovermietung) nicht akzeptiert werden. Ansonsten verhalten sie sich wie normale Kreditkarten. Revolut* hat z.B. eine Debit-Kreditkarte. Alternativ kann ich noch neon empfehlen.

    Was passiert wenn ich mit meiner Deutschen Nummer weiter fahre?

    Ich kann dir leider nicht sagen, wie es sich mit den Zollkontrollschildern verhält. Ruf dazu am besten nochmal beim Zoll an.


    Allerdings kann ich dir sagen, dass du nicht einfach mit dem deutschen Kennzeichen weiter fahren kannst. Wenn dich die Schweizer Polizei kontrolliert, kostet das sehr viel Geld. Wir sprechen hier von vierstelligen Beträgen. Du darfst mit einem Schweizer Führerschein kein Auto mit EU-Kennzeichen fahren in der Schweiz.

    Willkommen im Forum Naturfreundin


    Universitätskliniken gibt es in jeder grösseren Stadt (Zürich, Basel, Bern, Lausanne), und in der Schweiz gibt es in jeder grösseren Stadt Spitäler.

    Also Auswahl gibt es genug. 30min Entfernung zur Klinik und wohnen auf einem Dorf ist aus meiner Sicht fast überall möglich (mal von Basel oder dem Aargau abgesehen, da hat es nicht so viele Berge).


    Ein anderer Punkt, den ihr beachten solltet: Schweizer Banken nehmen nicht gerne US-Amerikaner als Kunden. Die Postfinance macht es noch, soweit ich weiss. Ihr werdet aber vermutlich keine grosse Auswahl an Banken haben.



    VG basileus

    Als internationaler Wochenaufenthalter (Bewilligung G) und mit der Bewilligung B kann man meines Wissens nach nur eine Quellensteuerkorrektur und keine ordentliche Veranlagung machen. Ich sehe in der Antwort der Steuerbehörde keine Aufforderung das Einkommen in Deutschland zu versteuern.

    Hallo Simon


    Deine Aussage stimmt nur teilweise. Als "internationaler Wochenaufenthalter" (Bewilligung G) kann man in der Tat nur eine Korrektur der Quellensteuer beantragen. Mit Bewilligung B muss man bei einem Jahreseinkommen über 120k aber eine nachträgliche ordentliche Veranlagung machen.


    Die Threaderstellerin hat eine Bewilligung B, also wäre die NOV korrekt. Natürlich nur, wenn die Steuerverwaltung den Lebensmittelpunkt auch in der Schweiz sieht. Das tut sie in diesem Fall nicht, zumindest laut dem initialen Post.

    Hoi Irina

    Ausserdem habe ich in Deutschland noch einen Zweitwohnsitz.

    Nein, du hast einen Hauptwohnsitz in Deutschland. Es gibt länderübergreifend keinen Zweitwohnsitz. Du hast einen Wohnsitz in der Schweiz und einen Wohnsitz in Deutschland.


    bin voll mit über 20% quellenbesteuert worden

    Ein Blick in den Quellensteuertarif A0N (alleinstehend ohne Kinder) sagt, dass du bis 20'000.- Monatseinkommen 19.83% Quellensteuer bezahlst. D.h. du hast mehr als 240'000.- pro Jahr verdient? Stolze Leistung!

    Seit 3 Jahren warte ich nun auf die ordentliche steuerliche Veranlagung (Kanton Zürich)

    Die Steuerverwaltung im Kanton Zürich ist in der Tat sehr träge. Habe das auch schon von Bekannten gehört.



    Nun bekomme ich einen Schrieb, dass die Prüfung der Unterlagen ergeben hat, dass der Mittelpunkt meiner Lebensinteressen nicht in der Schweiz liegt, ich nur beschränkte in der Schweiz steuerpflichtig bin und daher keine nachträgliche ordentliche Veranlagung durchgeführt wird!!!!

    Da wäre nun die Frage, welche Sachen du in deinem Post nicht erwähnt hast. Lebt dein Ehepartner evtl. noch in Deutschland in der gemeinsamen Wohnung?


    So würde ich ja komplett doppelt besteuert und müsste dann ca. 40% Stehen zahlen?

    Du wirst nicht doppelt besteuert. Die Steuerverwaltung des Kanton Zürich muss dir die Differenz zwischen dein gezahlten 20% und der ermässigten Quellensteuer von 4.5% zurückzahlen. Ich kann dir allerdings nicht sagen, wie schnell oder langsam das geht.


    Wahrscheinlich brauche ich einen kompletten Anwalt?

    Ein Steuerberater (DE) mit Zusatzqualifikation für internationales Steuerrecht oder ein Treuhänder (CH) sollten fürs Erste genügen.

    Ich kann dir da leider auch nicht weiterhelfen. Theoretisch sollte ein Thesaurierer keine zu versteuernden Erträge generieren. Ich persönlich habe keine thesaurierenden Fonds, von daher weiss ich es nicht. Kann mir nur vorstellen, dass sie mit dem ausschüttenden ETF irgendwie vergleichen und dafür dann Erträge anrechnen. Für genauere Infos, wirst du wohl einen Treuhänder zu Rate ziehen müssen.


    PS: warum gerade MSCI-World ex-Europe? Und das für 0.35%?

    Hat eigentlich schon mal jemand zufällig finnischen Birkenzucker/Xylit in den Regalen gefunden?

    Oder kann man das Zeug sonst irgendwo in CH bekommen?

    Xylit kann man auch bei COOP kaufen (COOP-Eigenmarke Qualité & Prix). Im Reformhaus Bacher in Weil am Rhein hatten wir damals auch Xylit von Birkengold gekauft, aber irgendwie haben wir den nicht vertragen. Man kann Xylit aber auch online bestellen, teilweise ab 20 CHF Mindestbestellwert.


    Als Alternative kann ich dir noch Dattelsirup empfehlen.


    oh da muss ich doch glatt mal schauen ob der Alnatura Shop in Uster auch sowas hat!

    Zum Thema Alnatura: bisher ist Alnatura der einzige Markt, wo wir Kefir (zum Trinken) gefunden haben. Das gibt es weder bei COOP noch bei Migros. Migros hat glaube ich Kefir als eine Art dickerer Joghurt, aber das war es schon.


    Allerdings haben sich die Preise für Kefir gewaschen: 2.50 bzw. 3.20 für 0.5l. In DE gibt es Kefir zwischen 40 Cent und einem Euro.

    Vermutlich wird für die Kinder noch etwas draufgerechnet. Ich würde mal pauschal 100k annehmen für ein Ehepaar mit zwei Kindern (als Schätzung).

    Das ist allerdings reine Mutmassung, da ich den Fall selber nicht hatte.


    Kinderbetreuung in der Schweiz ist teuer, wie man in einigen anderen Threads lesen kann.

    Ich würde jetzt eher mal von min. 50kSfr eher Richtung 70kSfr p.a. ausgehen

    Die von mir genannten CHF 3'000.- sind die Regel, also CHF 36k pro Jahr. Die Schweizer Behörden rechnen im Normalfall mit CHF 100.- Kosten pro Tag.

    Für eine einzelne Person benötigt man definitiv keine CHF 70k pro Jahr (mehr ist natürlich immer besser).


    PS: ich hatte selber diesen Fall, d.h. es ist ein Erfahrungswert. Wobei die Behörde keine konkreten Zahlen nennt, sondern sich die Gesamtsituation anschaut.

    Vorausgesetzt du hast nur einen Wohnsitz in der Schweiz: dann solltest du deine Bank über deine neue Adresse informieren. Damit gibt es keine Abgeltungssteuer, und auch Vorabpauschalen sollten nicht abgezogen werden.


    Den Fonds selbst musst du in CH angeben, da er zu deinem Vermögen zählt.

    Um Kerstins Beitrag noch zu ergänzen: die gesetzliche Kündigungsfrist im ersten Jahr beträgt in der Schweiz einen Monat. Innerhalb der Probezeit, welche in der Schweiz normalerweise drei Monate beträgt, kann man innerhalb von einer Woche gekündigt werden. Nach dem ersten Jahr beträgt die gesetzlich vorgeschriebene Kündigungsfrist zwei Monate (vom 2. bis zum 10. Arbeitsjahr).


    Anspruch auf Arbeitslosengeld hat man meines Wissens nach nur, nachdem man ein Jahr beschäftigt war.

    Hoi Rose


    Ich gehe davon aus, dass du bei der Teilzeitstelle auch die 3k netto verdienen müsstest, damit du eine Bewilligung B mit Erwerbstätigkeit erhälst.

    Alternativ müsste, wie schon geschrieben, dein Verlobter für dich bürgen. Die Situation wäre ja die gleiche: wenn ihr euch trennt, musst du selber für alle Kosten aufkommen können.


    Ruf am besten beim Migrationsamt des zuständigen Kantons an. Im Gegensatz zu deutschen Behörden sind die Schweizer Ämter meist relativ freundlich und geben sehr gute Auskünfte.


    PS: ich verstehe, dass du Bedenken hast. Die Fragen, die du dir stellen könntest (ohne deine genauen Gedanken zu kennen):

    • Geht es dir darum, unabhängig zu bleiben von deinem Verlobten (bzgl. der Bürgschaft)? Also macht dir Gedanke, von jemandem abhängig zu sein Angst?
    • Oder möchte dein Verlobter nicht für dich bürgen (aus welchen Gründen auch immer)?

    Ich kenne beide Situationen von Bekannten, allerdings ist es ein Unterschied ob man unabhängig bleiben möchte vs. der Partner ist von vornherein nicht bereit eine Bürgschaft zu übernehmen.



    VG basileus

    Hoi Rose


    vermutlich reichen die 2'800€ brutto nicht. Die von mir genannten CHF 3'000.- sind netto.

    Ich vermute, dass dein Verlobter für dich eine Bürgschaft abgeben muss beim zuständigen Migrationsamt. Am besten ihr ruft dort an und klärt das direkt ab. Das kann sich auch von Kanton zu Kanton unterscheiden.


    Deiner Rechnung würde das Amt vermutlich nicht zustimmen, da es immer vom schlechtesten Fall ausgehen muss: ihr trennt euch (nein, ich wünsche euch das nicht!), und dann müsstestt du mit deinem Einkommen alles alleine bestreiten.



    VG basileus

    Bzw. wie hoch sollen die dann sein um als Grund herhalten können?

    Als Daumenregel kannst du CHF 3'000.- pro Monat nehmen, also 36k CHF pro Jahr (besser 40k). Vermutlich würdest du damit aber trotzdem erstmal nur eine Kurzbewilligung L bekommen für ein Jahr.


    Ich denke wenn du diese Mittel nachweisen kannst, dann benötigst du keinen weiteren Grund.

    Ich wollte es ja eigentlich in meinem Blog erst verraten, aber heute kam der Anruf, auf den ich seit 6 gewartet habe. Am Montag fange ich im Kantonsspital Baden eine neue Stelle an, befristet zwar, aber immerhin bin ich drin!

    Es hat Hunderte von Bewerbungen und wie gesagt 6 Jahre gedauert, dass ich einmal zum Schnuppern und Vorstellungsgespräch eingeladen wurde und das zu Coronazeiten.

    Bei mir dauert eben alles etwas länger und Geduld zahlt sich manchmal doch aus.

    Liebe AnjaB


    Herzlichen Glückwunsch, einen guten Start und ich drücke alle Daumen damit die Stelle verlängert wird :hugging_face::crossed_fingers:



    VG basileus

    man soll auch einen Grund für den Aufenthalt haben (so die Auskunft)

    This! Was genau ist dein Grund, um in die Schweiz zu ziehen? Genau darauf wird auch mit "bestimmter Zweck" abgezielt.


    Ich habe die Angaben ( https://www.ch.ch/de/aufenthal…terwerbstatige-auslander/ ) etwas anders verstanden, als bei Migrationsamt erklärt wird.

    Ich habe mir den Text im Link durchgelesen, und ich weiss nicht genau was du dort anders verstehst. Du zählst als Nichterwerbstätiger und musst somit genügend finanzielle Mittel nachweisen. Wenn das nicht der Fall ist, dann ist die Ablehnung der Bewilligung B nur folgerichtig. In dem Link steht auch der Grund: "um nicht sozialhilfeabhängig zu werden"


    Die Bewilling B ohne Erwerbstätigkeit gibt es normalerweise für:

    • Personen mit genügend hohen finanziellen Mitteln, die in die Schweiz ziehen wollen
    • für Lebenspartner, wenn der Partner bereits in der Schweiz arbeitet und für den zuziehenden Partner finanziell bürgen kann (Kosten für Krankenversicherung, Miete, Lebenshaltung etc)

    Also nochmal zurück zum Anfang: was ist dein Grund in die Schweiz zu ziehen? Und nein, schöne Natur zählt nicht als Grund :winking_face:

    Genauso läuft es bei mir. Das FA möchte aber auch Arbeitskalender, Fahrtenbuch und Tankquittungen sehen um den Aufenthalt in der Schweiz plausibel zu belegen.

    Interessant, dass dein zuständiges deutsches FA diese Sache so akzeptiert. Da scheint es in der Tat deutliche Abweichungen von FA zu FA zu geben.


    Zur Erklärung: ich hatte als internationaler Wochenaufenthalter ohne Familie/Kinder etc. massive Probleme und konnte diese erst mit einem Steuerberater lösen. Selbst dieser musste mehrfach mit meinem zuständigen Finanzamt korrespondieren, bevor es endlich geklärt wurde. Allerdings war bei mir der Lebensmittelpunkt ganz klar in der Schweiz.


    Wenn sich der Lebensmittelpunkt weiterhin in DE befindet (bei einem Ehepaar geht man i.d.R. davon aus), dann wäre eine Besteuerung in DE nur logisch.

    So lange das deutsche FA das Spiel mitmacht, ok. Normalerweise verzichtet der deutsche Staat aber ungern auf (berechtigte) Steuern.

    wir sollen keine Zusammeveranlagung mehr in DE haben

    Dafür muss man aber einen Antrag beim deutschen Finanzamt stellen, d.h. dieser Antrag kann auch abgelehnt werden.


    Anbei ein paar Links zum Thema: hier und hier

    Zitat

    Sofern beide Staaten davon ausgehen, dass der Lebensmittelpunkt bei ihnen liegt, ist in einem Verständigungsverfahren nach dem DBA eine Lösung zu suchen. Das kann allerdings mehrere Jahre dauern, in denen dann eine zeitweise Doppelbesteuerung eintreten kann.


    Maik: ich hoffe ich darf zwei Sätze zitieren. Falls das Probleme geben könnte, bitte wieder entfernen.

    In der Taxinfo Bern Punkt 4.2.2 steht es aus relativ eindeutig (zweiter Link).


    Ein Punkt der gerne vergessen wird: das Einwohneramt des Wohnkantons muss dem Antrag auf Grenzgängerbewilligung G als internationaler Wochenaufenthalter nicht zustimmen. Dann bleibt nur noch die Aufenthaltsbewilligung B als Alternative, d.h je nach Kanton benötigt es eine Abmeldung in DE.


    Ansonsten frage ich mich, warum dein Mann die G-Bewilligung hat, wenn er doch quasi unter der Woche in der Schweiz wohnt. Den Wohnsitz hat er dort nicht offziell?

    Diese Konstellation ist in der Tat möglich. Man kann eine G-Bewilligung haben und trotzdem in der Schweiz wohnen (unter der Woche). Dafür benötigt es die Bewilligung durch den Kanton. Für Basel-Stadt benötigt es dafür eine plausible Begründung, warum man statt Bewilligung B eine Bewilligung G beantragt.