Beiträge von KvR

    Ich benötige das Konto ausschließlich für den Gehaltseingang und Abbuchung der Schweizer Krankenversicherung

    Du willst aus diesem Grund wirklich ein Konto in der Schweiz eröffnen?


    Soeben hatte ich ein Beratungsgesprech mit der VB Rhein-Whera. Gleich wie bei den anderen Grenznahen Banken, nimmt die CHF-IBAN nicht am Schweizer Zahlungsverkehr teil. Somit keine Möglichkeit für Lastschrift, e-bill etc. Kosten €5,95 VRGiro Online + €1,80 VRGiroCHFFür den Geldübertrag fallen die enstprechenden Gebühren und Spreads an.

    Nur für den Gehaltseingang brauchst Du das VRGiroCHF nicht.
    VR-GiroCHF, letzter Punkt:



    Alternativ zum VR-GiroCHF besteht die Möglichkeit, Zahlungen aus der Schweiz zu Inlandsgebühren direkt auf Ihr €-Konto bei uns zu transferieren. Bequem, einfach und mit einem Vorteilskurs. Mehr Informationen

    Ich kann tatsächlich bei den Angeboten der Krankenkasse jeweils e-bill auswählen.

    eBill ist eine Art vorausgefüllte Überweisung, die Du online freigeben musst.
    Ansonsten machen es weiterhin viele Schweizer so, wie es meine Tochter gemacht hat: sie zahlen den Rechnungsbetrag mit einem Einzahlungsschein im Postamt ein. Die Kosten dafür gehen in der Schweiz zu Lasten des Zahlungsempfängers.


    Bei einer der genannten deutschen Banken hättest Du als "Kosten" den Spread, die daraus resultierenden Wechselkurse sind leicht zu finden.
    Rechne doch mal die gesamten Kosten pro Jahr für die verschiedenen Optionen durch. Transferwise ist ja nicht umsonst und die Kosten für einen Währungswechsel bei schweizer Banken sind bei einigen Angeboten zwar reduziert, aber eben auch nicht umsonst.

    Leider erwähnst Du Deinen deutschen Anbieter nicht.


    Meine Tochter hat bereits länger ein Konto bei der DKB und für ihre vorübergehende Tätigkeit in der Schweiz ein Konto bei der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden eröffnet. Zu dem Sparkassenkonto gehört eine CH-IBAN, die sie für den Gehaltseingang verwendet hat. Mittels Dauerauftrag wurde das Geld monatlich auf das DKB-Konto weitertransferiert.


    Ihre Beiträge für die schweizer Krankenversicherung hat sie monatlich kostenlos mit einem Einzahlungschein in einem schweizer Postamt eingezahlt. Der Betrag wurde bei einem Geldautomaten in unmittelbarer Nähe des Postamtes mit der DKB-Visakarte abgehoben. Der Einzahlungsschein kam monatlich per Post, zusammen mit der Beitragsrechnung.


    Bei folgenden Banken gehört eine CH-IBAN zum Girokonto: Sparkasse Hochrhein, Sparkasse Lörrach-Rheinfelden, Volksbank Dreiländereck, Volksbank Hochrhein und Volksbank Rhein-Wehra eG.
    Die CHF-Beträge werden beim Geldeingang zum Devisenkurs in Euro umgerechnet, dieser beinhaltet bei den Sparkassen einen Aufschlag in Höhe von 0,0040, bei den Volksbanken 0,0030.
    Die billigste der genannten Banken ist zurzeit die Volksbank Rhein-Wehra eG (5,95 € / Monat für das Kontomodell VR-GiroOnline). Zur Kontoeröffnung muss einen Termin in einer Filiale ausgemacht werden.


    Die Konditionen von schweizer Banken für Grenzgänger sind durchweg schlecht.

    Als Nachtrag zu meiner Antwort von gestern:
    Wenn du nach KVG versichert bist und in Deutschland einen aushelfenden Träger hast (also eine deutsche Krankenversicherung), dann gelten die Bedingungen des Wohnsitzstaates. Somit würde die Schweizer KV wohl nichts erstatten, was in Deutschland keine Kassenleistung ist.


    Bist du nach dem "Mondial"-Modell (VVG) versichert, dann kann es eben anders aussehen.


    Das Formular E106 brauchst du eigentlich bei beiden Modellen nicht.

    Bei der Versicherung nach KVG benötigt der aushelfende Träger das Formular E106 bzw. S1, das die Schweizer Krankenkasse aber i.d.R. nach Versicherungsabschluss direkt an den Träger schickt, den der Versicherte sich herausgesucht hat. Der deutsche Träger stellt dem Versicherten daraufhin eine EHIC-Versichertenkarte aus, die nur in Deutschland zu verwenden ist. Einreichen muss man dann gar nichts.


    Über Leistungen der Schweizer Grundversicherung, die in Deutschland in Anspruch genommen, aber nicht von der deutschen Grundversicherung erstattet werden, solltest Du Dich bei der Schweizer Krankenkasse erkundigen.

    Im Nachgang die Info, dass meine Tochter ein Konto bei der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden eröffnet hat. Als Studentin komplett kostenlos, inkl. Sparkassencard und CH IBAN.


    Ihr zweites Gehalt ging nun über die CH IBAN ein, ihr erstes wurde vor einem Monat auf ein DE-Girokonto bei der Wüstenrot Bank überwiesen.
    Der Arbeitgeber hat bei der ersten Gehaltsüberweisung die "attraktiven Zahlungskonditionen" seiner Bank in Anspruch genommen, indem er die Zahlung in der Währung des Empfängerlands durchgeführt hat. Laut UBS ist es ja die "einfachste" und zudem eine kostenlose Lösung. Die Kosten dafür werden dann auf den Empfänger abgewälzt. In diesem Fall waren es 2,5% (ProZENT (!), nicht ProMILLE) des Überweisungsbetrags. Also mehr als das Zehnfache, was eine deutsche Durchschnittsbank für eine Auslandsüberweisung (Eingang/Ausgang) in Fremdwährung berechnet.


    Nein, das ist so nicht ganz richtig. Man hat eine virtuelle schweizer IBAN Nummer und das Geld wird automatisch transferiert. Wenn man möchte, kann man sich zum Girokonto noch das extra Konto für 6,50€ nehmen. Dadurch hat man quasi ein halbes bzw. nicht volfertiges Schweizer Konto. D.h. man bekommt noch eine Karte, um Geld in der Schweiz abheben zu können und kann selbst bestimmen, wann das Geld transfiert werden sollen. Im Prinzip müsste dann auch Lastschrift gehen, dass lohnt sich aber nicht.


    basileus: Nein, das ist auch nicht ganz richtig. Es wird zwar versucht, das man das auch nimmt. Es ist aber nicht notwendig und optional.

    Kannst Du bestätigen, dass das GiroFranken-Konto von VB3 tatsächlich ohne ein normales Girokonto bei VB3 eröffnet werden kann?


    Durch den besseren Wechselkurs (Devisenbriefkurs der DZ-Bank, beinhaltet 0,003 Kursaufslag) wäre es dann ein interessantes Alternativangebot zur Sparkasse Lörrach-Rheinfelden, die den Devisenbriefkurs der Landesbank Baden-Württemberg verwendet (beinhaltet 0,004 Kursaufschlag).
    Der einzige Unterschied wäre dann die girocard, die man bei der Sparkasse nicht unbedingt benötigt. Bei der VB3 muss man sie nehmen und kostet jährlich 8€.

    Für meine Tochter die vorgestern ein Praktikum in der Schweiz angefangen hat, habe ich recherchiert. Diese Banken im Grenzgebiet bieten CHF-Konten für Grenzgänger an:
    Sparkasse Hochrhein
    Sparkasse Lörrach-Rheinfelden
    Volksbank Dreiländereck
    Volksbank Hochrhein
    Volksbank Rhein-Wehra